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Einleitung

  • Sabine Lorenz
  • Kai Wegrich
  • Hellmut Wollmann
Chapter
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Part of the Stadtforschung aktuell book series (STADT, volume 80)

Zusammenfassung

Fast zehn Jahre nach dem Systemwechsel in der DDR und der deutschen Vereinigung stellt sich am Ende der 90er Jahre auch der Verwaltungspolitik die Frage nach den Wirkungen des institutionellen Um- und Neubaus in Ostdeutschland. Die vorliegende Studie untersucht Ergebnis und Auswirkungen dieses Transformationsprozesses und der damit verbundenen Übertragung der westdeutschen rechtlichen Regelsysteme am Beispiel des Städtebaurechts und seines Vollzugs durch die kommunale Bauverwaltung. Dieses Untersuchungsfeld soll dabei als Testfeld dienen, um das Ergebnis des spezifisch ostdeutschen Transformationspfades im Hinblick auf die tatsächliche administrative Handlungspraxis der ostdeutschen Kommunen zu analysieren. Die Untersuchung ist dabei als ost-west-vergleichende Studie angelegt und mit der Zielstellung verbunden, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen ost- und westdeutschen Vollzugsbehörden bei der Implementation des Städtebaurechts (Bauzulassungs- und Bauplanungsrecht) zu erfassen und die Bestimmungsgründe und Erklärungsfaktoren für am Ende der 90er Jahre (noch) bestehende Unterschiede und inzwischen erreichte Gemeinsamkeiten in Prozeßverläufen und -ergebnissen administrativen Entscheidungshandelns zu beleuchten.

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Literatur

  1. 1.
    Zum folgenden vgl. Wollmann (1995a: 2).Google Scholar
  2. 2.
    Vgl. zu diesem zentralen Begriff der institutionenorientierten Transformationsforschung und der Kritik an ihm Lehmbruch (1993, 1996) und die Beiträge in Eisen/ Wollmann (1996).Google Scholar
  3. 3.
    Programmatisch Eisen/Wollmann (1996). Vgl. Wollmann (1995b), Seibel (1996), Eisen (1996), Frenzel (1995).Google Scholar
  4. 4.
    Eine Ausnahme stellt inzwischen die Studie von Meisel (1997) dar.Google Scholar
  5. 5.
    In einer institutionentheoretisch „radikaleren“ Perspektive wird von „Institutionalisierung“ erst dann gesprochen, wenn diese Kongruenz gegeben ist (vgl. Wiesenthal 1996b).Google Scholar
  6. 6.
    Noch einmal sei jedoch auf die Studie von Meisel (1997) verwiesen. Seibels Studie (1996) befaßt sich weitgehend mit Prozessen der Institutionengenese — mit Ausnahme des Teils über die Treuhandanstalt und die Nachfolgeorganisation (Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben). Hier zeigen sich im Vergleich zur „alten“ Bundesrepublik tatsächlich erheblich abweichende institutionelle Strukturen und Handlungsformen. Über die Landes- und Kommunalverwaltungen der neuen Länder liegen vergleichbare Studien jedoch nicht vor.Google Scholar
  7. 7.
    Vgl. Wollmann (1980), Mayntz (1980 u. 1983), Sabatier (1986).Google Scholar
  8. 8.
    Dabei konkurrieren allerdings immer noch ein stärker auf die Steuerungsperspektive „von oben“ fixierter Strang mit einer Sicht „von unten“, der die Perspektive der Implementeure einnimmt (vgl. Peters 1993). In dieser Studie steht die letztere Sicht „von unten“ im Vordergrund. Jedoch wird auch die Sicht „von oben“ (Teil VI) eingenommen.Google Scholar
  9. 9.
    Vgl. zu diesem Begriff Cyert/March (1963), Olsen (1991: 90), Wiesenthal (1990).Google Scholar
  10. 10.
    Die erstrebenswerte Möglichkeit eines Vergleichs zwischen Politikfeldern konnte aus forschungspraktischen Gründen im Rahmen eines Projektes nicht in Frage kommen.Google Scholar
  11. 11.
    Zu den Besonderheiten des städtebaurechtlichen Vollzugssystems siehe unten Teil I.Google Scholar
  12. 12.
    Zu den Details der rechtlichen Regulierungen und Zuständigkeitsverteilungen im städtebaurechtlichen Vollzugssystem siehe unten Abschnitt I.1.Google Scholar
  13. 13.
    Die damit verbundenen Probleme und Anforderungen an die lokale Rechtsanwendungspraxis sind in Kapitel I.1.1 beschrieben.Google Scholar
  14. 14.
    Im vorliegenden Bericht wurden aus Gründen der angesichts unserer Forschungsfragestellung gebotenen und von unseren Gesprächspartnern auch ausdrücklich eingeforderten Vertraulichkeit der Informationen und Daten sowohl die Namen der „Fallkommunen“ und der dort befragten Interviewpartner als auch der Personen und Institutionen weitgehend verschlüsselt, die außerhalb der Kommunalverwaltungen befragt wurden bzw. Informationsmaterial zur Verfügung stellten.Google Scholar

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2000

Authors and Affiliations

  • Sabine Lorenz
  • Kai Wegrich
  • Hellmut Wollmann

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