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Kollektiverziehung und Familienerziehung im Kindesalter

  • Maria Fölling-Albers
  • Werner Fölling
Chapter
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Part of the Reihe Kindheitsforschung book series (KIND, volume 13)

Zusammenfassung

Über viele Jahrzehnte hinweg war die Kollektiverziehung in den Kinderhäusern das unverwechselbare Kennzeichen der Kibbutzerziehung: Die Kinder wohnten und schliefen nicht in der Wohnung ihrer Eltern, sondern in eigens für sie errichteten Kinderhäusern. Mit zunehmendem Alter wechselten sie vom Säuglingshaus in das Kleinkinderhaus, von dort in das Grundschulkinderhaus und danach zu den Häusern der Jugendlichen in der Sekundarstufe über (vgl. dazu Kap. 4.1). Das Zusammenleben der Kinder in den Kinderhäusern wurde — zumindest von den 40er Jahren an — nicht primär aus ökonomischen Erwägungen oder aus einer sozialen Notlage heraus organisiert (wie etwa in den Waisenhäusern). Leitend war vielmehr die Vorstellung, auf diese Weise eher den neuen Menschen schaffen zu können, der die Lebensform des Kibbutz wie selbstverständlich annehmen würde und dem es deshalb auch ein inneres Anliegen sein müßte, dieses soziale Modell weiterzuführen. Die von den Gründern entwickelte Theorie einer Kollektiverziehung war deshalb von dem Wunsch getragen, das von ihnen geschaffene Erziehungssystem nach innen und außen auch theoretisch zu legitimieren.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2000

Authors and Affiliations

  • Maria Fölling-Albers
  • Werner Fölling

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