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Journalistik pp 249-349 | Cite as

Medieninstitutionen: Strukturkontext des Journalismus

  • Siegfried Weischenberg
Chapter

Zusammenfassung

Wenn sich Journalistinnen und Journalisten an die Arbeit machen, sind wichtige Entscheidungen schon gefallen: Ökonomische, organisatorische und technologische Imperative determinieren bis zu einem gewissen Grade, welche Wirklichkeitsentwürfe von Medien jeweils angeboten werden. Insofern werden für Medienakteure vor allem die allgemeinen Bedingungen von Medienordnungen erst durch den institutionellen Zusammenhang konkret, in dem Journalismus zustande-kommt.

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Reference

  1. 1.
    Das genaue Verhältnis lag im Jahre 1996 bei ca. 64:36 Prozent (vgl. Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger 1997: 86).Google Scholar
  2. 2.
    Ben Bagdikian hat dafür an derselben Stelle folgenden Beleg genannt: The most dramatic example of the media’s thematic self-censorship in order to protect a major advertiser has been the media’s extraordinary silence and de-emphasis for the last sixty years in handling scientific evidence about a major killer of Americans: heart-lung disease as linked to tobacco use. For decades, newspapers, magazines, and broadcasters were silent about the medical evidence.“Google Scholar
  3. 3.
    Vgl. zu diesen Zahlen (Stand: 1996): Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger 1997.Google Scholar
  4. 4.
    Angaben nach: Statistisches Bundesamt Wiesbaden (Hrsg.): Abteilung Bildung und Kultur, Fachserie 11, Reihe 5: Presse, Stuttgart/Mainz 1997. Das „Gesetz über eine Pressestatistik vom 1. April 1975“ verpflichtet Unternehmen, die Zeitungen oder Zeitschriften verlegen, jährlich zur Auskunft u. a. über ihre Art und Rechtsform, Zahl und Art der Mitarbeiter, Umsätze, ausgewählte Kosten, die Zahl der Ausgaben, die Erscheinungsweise und die technische Herstellung, die Verkaufsauflage sowie die Bezugs-und Anzeigenpreise. Die aufwendige Datenerhebung wird den Unternehmen inzwischen erspart: Die Ausführung des Gesetzes ist,ausgesetzt’ worden, so daß es bis auf weiteres kein amtliches Material über die Verlagswirtschaft gibt.Google Scholar
  5. 5.
    Aus einem Vortrag, den Ernst-Joachim Mestmäcker auf dem 56. Juristentag im September 1986 in West-Berlin gehalten hat (zit. n. Die Zeit v. 12. 9. 1986: 39 ).Google Scholar
  6. 6.
    Vgl. dazu zwei Rechtsgutachten, die von Sendern der ARD in Auftrag gegeben und in den von der ARD herausgegebenen „Beiträgen zum Rundfunkrecht“ publiziert wurden: Thomas Oppermann/Michael Kilian: Rechtsgrundsätze der Finanzierung öffentlich-rechtlichen Rundfunks in der dualen Rundfunkverfassung der Bundesrepublik Deutschland, Frankfurt a. M. 1989; Hans-Peter Schneider/Bernd Radeck: Verfassungsprobleme der Rundfunkfinanzierung aus Werbeeinnahmen, Frankfurt a. M. 1989.Google Scholar
  7. 7.
    Erste Versuche, eine,Rundfunkökonomie’ wissenschaftlich auszumessen, stützten sich - trotz der damals völlig anderen Situation des Mediensystems - auf Erklärungsmuster aus den USA (vgl. z. B. Gerd G. Kopper: Zum Ansatz einer spezifischen Rundfunkökonomie. Die Herausforderung der US-Broadcasting und Television Economics für die Bundesrepublik Deutschland, in: Media Perspektiven 1983/11: 769–782.Google Scholar
  8. 8.
    sat sendete 1996 etwa 7.130 Programmstunden, RTL rund 8.780 Stunden, SAT.1 etwa 7.600 Stunden und PRO SIEBEN 7.460 Stunden. Auch die anderen privat-kommerziellen Sender kommen auf beträchtliche Sendezeiten. Kabel 1 (7.850 Programmstunden), SUPER RTL (6.990) oder das Deutsche SportFernsehen (7.360) senden im Schnitt länger als das ZDF.Google Scholar
  9. 9.
    Sie beträgt seit dem 1. Januar 1997 insgesamt 28,25 DM im Monat, wobei die Grundgebühr (nur Hörfunk) 9,45 DM ausmacht.Google Scholar
  10. 10.
    Vgl. zu den bis hierhin genannten Zahlen Media Perspektiven: Daten zur Mediensituat ion in Deutschland. Basisdaten, Frankfurt a. M., Dezember 1997Google Scholar
  11. 11.
    Diese gruppentheoretischen Erkenntnisse können hier nicht ausführlich referiert werden. Ihr Wert für die Journalistik ist insbesondere dadurch begrenzt, daß sie im wesentlichen auf Laborversuchen beruhen und auf die Praxis redaktioneller Entscheidungs-und Produktionsprozesse nur bedingt übertragen werden können.Google Scholar
  12. 12.
    In der 1969 erschienenen ersten Auflage des Buches „Die Zeitungsredaktion als organisiertes soziales System“, auf die sich Hienzsch bezieht, schrieb Rühl an dieser Stelle nicht „eigene Identität”, sondern „eigene Existenz“ (S. 39); er gebrauchte also einen für sein Konzept irreführenden ontologischen Begriff.Google Scholar
  13. 13.
    Unter dem Aspekt der Übertragbarkeit wären schließlich auch noch die Organisationsunterschiede zwischen nordamerikanischen und deutschen Redaktionen zu berücksichtigen. In deutschen Lokalredaktionen z. B. wird die Rolle des Nachrichtensammlers und des,letzten Schleusenwärters’ häufig von derselben Person wahrgenommen.Google Scholar
  14. 14.
    Er hat sie später in einem Aufsatz noch einmal zusammengefaßt, der in deutscher Übersetzung vorliegt (vgl. Gieber 1972).Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1998

Authors and Affiliations

  • Siegfried Weischenberg

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