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Internationale Rechnungslegungsstandards, GoB und bilanzieller Gläubigerschutz

  • Holger Kahle
Chapter
Part of the Neue betriebswirtschaftliche Forschung book series (NBF, volume 301)

Zusammenfassung

Der Kreditgeber hat einen Anspruch auf einen Festbetrag in Form der Tilgung und Verzinsung des Kreditbetrages.1 Dem Eigner fließt der darüber hinausgehende Kooperationsgewinn der Vertragsbeziehung zu. Im Insolvenzfall sind die Gläubiger vollständig zu befriedigen, bevor mit der Verteilung an die Gesellschafter begonnen werden kann. Die Eigner beeinflussen durch ihre Investitions- und Finanzierungsentscheidungen die Wahrscheinlichkeitsverteilung der zukünftigen Zahlungen an die Gläubiger,2 während letztere aber nur begrenzt Einblick in die Geschäftspolitik haben. Gläubiger-Eigner-Konflikte entstehen, wenn der Zahlungsanspruch der Gläubiger riskant, d.h. zumindest teilweise ausfallbedroht ist.3 Letzteres kann nur bei Vorliegen einer Haftungsbeschränkung aufgrund der Rechtsform oder faktisch aufgrund eines beschränkten Privatvermögens der Eigner gegeben sein.

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Literatur

  1. 1.
    Vgl. § 241 BGB.Google Scholar
  2. 2.
    Vgl. Barnea/Haugen/Senbet (1985), S. 39 f. Für den Gläubiger-Eigner-Konflikt wird in der Literatur von einer Personalunion von Unternehmensleitung und Eigner oder von einer vollständigen Interessenkon¬gruenz von Unternehmensleitung und Eigner ausgegangen. Vgl. im Überblick Leuz (1996), S. 54 m.w.N. Rückwirkungen auf den Gläubiger-Eigner-Konflikt aus Abstimmungsschwierigkeiten unter den Eignern oder Interessenkonflikte zwischen Unternehmensleitung und den Eignern bleiben unberücksichtigt.Google Scholar
  3. 3.
    Vgl. Jensen/Meckling (1976), S. 342; Wagenhofer (1993a), S. 248. Bei risikolosem Fremdkapital kann ein Konflikt nicht entstehen. Wohlfahrtssteigerung wird hier i.S.d. Kaldor-Hicks-Kriteriums verstanden, nach dem eine Maßnahme immer dann effizient ist, wenn die daraus resultierenden Vorteile fur die begünstigten Individuen groß ge¬nug sind, um die benachteiligten Individuen für ihren Nutzenentgang voll entschädigen zu können, vgl. Külp/Knappe (1984), S. 104. Vgl. auch Gliederungspunkt 3.1. 1.Google Scholar
  4. 9.
    Vgl. Schneider (19956), S. 250; Franken (2001), S. 14–16.Google Scholar
  5. 6.
    Franken (2001), S. 16.Google Scholar
  6. 7.
    Vgl. Haugen/Senbet (1978), S. 383 ff.Google Scholar
  7. Vgl. Fama (1978), S. 278. Vgl. Fama (1978), S. 280.Google Scholar
  8. 9.
    Vgl. Leuz (1996), S. 57; Franken (2001), S. 29–31.Google Scholar
  9. 10.
    Zu einer Darstellung der Kapitalgeberrisiken vgl. Schildbach (1983), S. 2130 f.; Franken (2001), S. 38–58.Google Scholar
  10. 11.
    Vgl. zum Überblick über die Gläubigerrisiken im Verlauf der Gläubiger-Schuldner-Beziehung die Abbil¬dung bei Hemmerde (1985), S. 21. Zum Risikoprofil der Gläubigerposition und dessen Veränderung durch Ausschüttung oder Erhöhung des Verschuldungsgrades vgl. Hemmerde (1985), S. 10–17 u. 20–25; grund¬legend zu dieser Darstellungsweise Stützel (1966), S. 770 f.Google Scholar
  11. 12.
    Vgl. Elschen (1988), S. 249. Monitoring costs, bonding costs und residual loss zusammen ergeben die Agency-Kosten, die fur den aufgrund von Transaktionsproblemen auftretenden Reibungsverlust stehen, vgl. Schmidt/Terberger (1997), S. 405. Demnach ist im Rahmen der Principal-Agent-Theorie die “..optimale Finanzierungsweise.. da¬durch gekennzeichnet, daß die aus den Interessenkonflikten resultierenden Marktwertminderungen mini-mien werden”, Hax/Hartmann-Wendels/von Hinten (1988), S. 711.Google Scholar
  12. Zwar kann der residual loss nur dann berechnet werden, wenn dessen Kenntnis nicht benötigt wird, vgl. Schneider (19876), S. 485–487; ders. (1995b), S. 279. Die Idee des residual loss kann aber als gedankliche Richtschnur für die Frage dienen, inwieweit durch institutionelle Arrangements Informations-und Anreiz¬probleme reduziert werden (was einen Rückgang des residual loss bedeutet), vgl. Franken (2001), S. 27 f.Google Scholar
  13. 14.
    Vgl. desweiteren zur Diskussion um die agency costs etwa Neus (1989). Franken (2001), S. 39. Schädigungen, die nicht zu Effizienzverlusten führen, sind demnach unproblema¬tisch, solange nur auf den Maßstab residual loss abgestellt wird. Gerechtigkeitsüberlegungen müssten hier ansetzen.Google Scholar
  14. Vgl. SchmidtlTerberger (1997), S. 413; Schneider (1997), S. 110; Franken (2001), S. 57 f.Google Scholar
  15. 16.
    Vgl. grundlegend Schneider (1986), S. 2296: “Der elementarste Tatbestand des Wirtschaftens lautet: Unsi¬cherheit im Einkommenserwerb und der Einkommensverwendung ist unvermeidlich. Rechtsetzungen und andere Institutionenbildungen können einen Teil, aber eben nur einen Teil der Unsicherheit künftigen Ein¬kommenserwerbs und künftiger Einkommensverwendung beseitigen.” Schmidt/Terberger (1997), S. 421.Google Scholar
  16. 17.
    Der Gläubiger könnte daher versucht sein, dieses durch seine Unkenntnis bedingte Risiko in seinen Kondi¬tionen zu antizipieren, indem er einen entsprechenden Risikozuschlag berücksichtigt. Dadurch wird aber womöglich ein Prozess der Negativauslese (adverse selection) ausgelöst, vgl. z.B. SchmidtlTerberger (1997), S. 68; Hax/Hartmann-Wendels/von Hinten (1988), S. 710 f.; vgl. grundlegend zur adverse selecti¬on Akerlof (1970), S. 488–500.Google Scholar
  17. 18.
    Zur Kreditwürdigkeitsbeurteilung vgl. Moxter (19786), S. 321–324.Google Scholar
  18. 19.
    Vgl. Spremann (1990), S. 569.Google Scholar
  19. 1.
    Vgl. Burger/Buchhart (1999), S. 18.Google Scholar
  20. Vgl. Ewert (1986), S. 65 f.; Kalay (1982), S. 212; Hartmann-Wendels (1986), S. 210; Wagenhofer (1993a), S. 248. Die Neu-Gläubiger erhalten eine risikoäquivalente Verzinsung.Google Scholar
  21. Vgl. Leuz (1996), S. 65; Franken (2001), S. 65. Vgl. zu einem Oberblick über gläubigerschützende Institu tionen Franken (2001), S. 58–76.Google Scholar
  22. 2.
    Vgl. John/Kalay (1982), S. 467 f.; Leuz (1996), S. 65.Google Scholar
  23. Vgl. Ewert (1986), S. 66 f. Kreditvertraglich vereinbarte Beschränkungen der Ausschüttungen lassen sich in haftungsbeschränkten Unternehmen schon seit Beginn des 17. Jahrhunderts nachweisen, vgl. Watts (1977), S. 5; French (1977), S. 306 f.Google Scholar
  24. 24.
    Vgl. Leuz (1996), S. 65.Google Scholar
  25. 25.
    Vgl. Moxter (1966), S. 51; Franken (2001), S. 63. Grundsätzlich reicht es für Gläubiger aus, darüber in formiert zu werden, in welchen Umweltzuständen sie mit Ausfällen rechnen müssen und in welchen Um¬weltzuständen ihre Ansprüche erfüllt werden. Vgl. Schmidt/Terberger (1997), S. 413. Insbesondere wenn die Gläubiger den Informationen nicht vertrauen können, benötigen auch sie Informationen über den ge¬samten Zahlungsstrom, vgl. Franken (2001), S. 80.Google Scholar
  26. 26.
    Vgl. Faß (1992), S. 76; Wagenhofer (1993a), S. 251.Google Scholar
  27. 27.
    Franken (2001), S. 5. Die externe Rechnungslegung lässt sich deshalb “chwr(133) als gesetzlich geregelter Teil der Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Finanzierungsverträgen ansehen”, Elschen (1998), S. 558.Google Scholar
  28. 28.
    Kübler (19956), S. 370; ders. (1995a), S. 560 f.Google Scholar
  29. 29.
    Vgl. Moxter (19786), S. 321 f.Google Scholar
  30. 30.
    Vgl. Moxter (1974), S. 224; ders. (1984a), S. 88 f. Zur statischen Bilanztheorie vgl. Simon (1886); Moxter (1984a), S. 5–28.Google Scholar
  31. 31.
    Vgl. im Einzelnen Krümmel (1962), S. 137–151; Moxter (1978b), S. 321–324.Google Scholar
  32. 32.
    Vgl. Stützel (1967), S. 336.Google Scholar
  33. 33.
    Vgl. auch Bauman (1996), S. 26; a.A. etwa Böcking (2001), S. 1437; Niehues (2001), S. 1219 f.Google Scholar
  34. 34.
    Busse von Colbe (2002), S. 170; Sprissler (2001), S. 96 u. 102: “chwr(133) nicht die vorsichtige Ermittlung eines ver-teilbaren Gewinns, sondern die Vermittlung entscheidungsrelevanter Informationen sichert den besseren Schutz des Gläubigers.” Im Original z.T. Fettdruck.Google Scholar
  35. 35.
    Nach den Untersuchungen von Baetge zur Insolvenzprognose lassen sich auf Basis der US-GAAP die Fehlkla3sifikationen nicht auf den nach HGB erreichbaren Umfang reduzieren, d.h. das HGB ist informa¬tiver als die US-GAAP. Vgl. Baetge (2000), S. 23–44.Google Scholar
  36. 34.
    Vgl. im Einzelnen Moxter (1966). Zur Kritik des finanzplanorientierten Tableaus von Moxter vgl. Egner (1974), S. 164 u. 171–177. Zu einem ähnlichen Vorschlag vgl. Maul (1968), S. 537–542, zur Würdigung Hemmerde (1985), S. 444–447.Google Scholar
  37. Vgl. Egner (1974), S. 170; Schreiber (1986), S. 60; Pannen (2000), S. 121.Google Scholar
  38. 36.
    Vgl. Streim (1995), S. 718.Google Scholar
  39. 37.
    Für einen bilanziellen Gläubigerschutz (statt Finanzplan) spricht ausserdem, dass in amerikanischen Kre¬ditverträgen in aller Regel auf einen bilanziellen Gewinn zurückgegriffen wird (vgl. Gliederungspunkt 4.4.2.), obwohl in US-Jahresabschlüssen geprüfte Cash-Flow-Informationen zur Verfügung stehen. Dieser Umstand lässt “chwr(133) auf eine mangelnde Eignung von Zahlungsüberschüssen zur Ausschüttungsbeschrän¬kung schließen..”, Leuz (1996), S. 235.Google Scholar
  40. 38.
    Leuz begründet den bilanziellen (statt auf einem Zahlungsüberschuss basierenden) Gläubigerschutz über das Konzept einer transaktions-und ereignisorientierten Feinsteuerung des ausschüttungsfähigen Betrags, vgl. hierzu Leuz (1996), S. 101–200. Leuz zieht dabei die prospektive Theorie des kaufmännischen Rech¬nungswesens von Ordelheide heran, um sich gegen die vergangenheitsorientierte Sichtweise der bilanziel¬len Gewinnermittlung zu wenden, vgl. Leuz (1996), S. 184–186; Ordelheide (1988a, 1988b und 1989); Bärtl (2001), S. 96–104.Google Scholar
  41. 39.
    So Franken (2001), S. 81.Google Scholar
  42. 40.
    Vgl. Leuz (1996), S. 66; a.A. Weiss/Heiden (2000), S. 37.Google Scholar
  43. 41.
    Vgl. Schmidt/Terberger (1997), S. 415–418. Der Gläubiger kann in der Regel nicht kontrollieren, wie risikoreich die von der Unternehmung durchgeführten Investitionen sind; er wird daher darauf bedacht sein, die Vertragskonditionen so zu gestalten, dass sie zu dem von ihm gewünschten Verhalten des Agents führen. Vgl. Spremann (1990), S. 571. Schmidt/Terberger zeigen, dass sich durch die Berücksichtigung einer Risikoprämie dem erhöhten Ausfallrisiko in bestimmten Fällen nicht begegnen lässt, während über eine Beschränkung des Kreditbetrags der Agent davon abgehalten werden kann, die riskantere Investiti¬onspolitik zu betreiben, vgl. SchmidtlTerberger (1997), S. 417 f.Google Scholar
  44. Vgl. Niedemhuber (1988), S. 51; SchmidtlTerberger (1997), S. 419; im Einzelnen Myers (1977). 97 Leuz (1996), S. 69.Google Scholar
  45. 44.
    Vgl. im Einzelnen Smith/Wamer (1979), S. 132 f.; Kalay (1982), S. 214 f.; Leuz (1996), S. 71–76.Google Scholar
  46. 43.
    In der agencytheoretischen Literatur wird zur Analyse von Ausschüttungsrestriktionen vorwiegend von diesem Szenario ausgegangen, vgl. z.B. John/Kalay (1982). Ewert analysiert auch das komplexe Finanzie¬rungsszenario, in dem die Eigner neue Investitionen nicht nur mit Eigenkapital, sondern auch über Neu¬verschuldung oder Liquidationen finanzieren können, vgl. hierzu Ewert (1986); Leuz (1996), S. 69–71 u. 79–83.Google Scholar
  47. Vgl. Ewert (1986), S. 168 f., 234, 345; Leuz (1996), S. 32, 91–93. Es ist zu beachten, dass die agencytheo retische Betrachtung i.d.R. einperiodig ist; mit ihr können die Wirkungen bilanzieller Ausschüttungsbe¬grenzung daher nur begrenzt beurteilt werden, vgl. Leuz (1996), S. 91–98 m.w.N.Google Scholar
  48. 45.
    Vgl. Ewert (1986), S. 251. Idealerweise sollte ein Imparitätsprinzip demnach nur in solchen Umweltzu ständen zur Anwendung kommen, in denen ein entsprechendes Einbehaltungserfordemis zur Reduktion von Unterinvestitionsproblemen oder zur Minderung von Überinvestitionsproblemen in Verbindung mit fremd-oder liquidationsfinanzierten Investitionen beitragen kann, vgl. Leuz ( 1996 ), S. 218.Google Scholar
  49. 46.
    I Kübler (1991), S. 408. Vgl. auch Bauer (1995), S. 106 f.; Lutter (1998), S. 376.Google Scholar
  50. 2.
    Vgl. Kübler (1998b), S. 328; Klose-Mokroß (1997), S. 93–161; Euler (2002), S. 879. Aufgrund der Viel falt der bestehenden Sicherungsmöglichkeiten besteht nach Klose-Mokroß “chwr(133) kein Anlaß, das Gesell¬schaftsrecht zusätzlich mit institutionellem Gläubigerschutz zu überfrachten, derchwr(133) das Hauptübel der Aufzehrung des Garantiekapitals durch Verluste auch gar nicht zu beseitigen vermag”, Klose-Mokroß (1997), S. 167.Google Scholar
  51. 63.
    Vgl. Burger/Buchhart (2000), S. 2200; Kühler (1998b), S. 330.Google Scholar
  52. 64.
    Vgl. Siegel (1997), S. 124.Google Scholar
  53. Vgl. Siegel (1997), S. 135; Streim (1988), S. 23; Westermann (1971), S. 8; kritisch Niehues (2001), S.Google Scholar
  54. Vgl. Niederleithinger (1998), S. 378; Schuster (1998), S. 380; Walter (1998), S. 371.Google Scholar
  55. 67.
    Zur Diskussion um nominelle, substantielle und reale Kapitalerhaltung vgl. im Einzelnen Krümmel (1992), S. 307–320; Jacobs/Schreiber (1979); Münstermann (1963), S. 67 ff.; Hax (1957); Wenger (1981). Wiedemann (1968), S. 6.Google Scholar
  56. 68.
    Vgl. Zimmer (1996), S. 327; Fabricius (1970), S. 140; Wiedemann (1968), S. 18; a.A. Immenga (1970), S. 402; Winkler (1969), S. 1205. Daher stellt nach Fabricius das Stammkapital “chwr(133) unter dem Blickwinkel eines Gläubigerschutzes eine Ideologie dar”, Fabricius (1970), S. 140.Google Scholar
  57. Die Gläuberschutzfunktion der Mindestkapitalziffer wird nicht als deren einzige Begründung diskutiert, vgl. Klose-Mokroß (1997), S. 64–70; Bauer (1995), S. 134–138; Fabricius (1970), S. 137 ff. So wird die sog. signaling-Wirkung der Nennkapitalziffer diskutiert, d.h. eine hohe, den gesetzlichen Mindestbetrag deutlich übersteigende Nennkapitalziffer kann “chwr(133) durchaus geeignet sein, potentielle Geldgeber von der Glaubwürdigkeit der Zukunftsschätzungen der Gesellschafter zu überzeugen und damit die Kreditwürdig¬keit der Gesellschaft zu erhöhen”, Bauer (1995), S. 277; vgl. hierzu Schneider (1992a), S. 653 f.Google Scholar
  58. 2.
    Es bestehen weitere gesellschaftsrechtliche Kritikpunkte. Z.B. ist zwar vom Vorstand der AG bzw. von der Geschäftsleitung einer GmbH eine Haupt-bzw. Gesellschafterversammlung einzuberufen, wenn sich aus der Jahresbilanz, einer Zwischenbilanz oder auf andere Weise ergibt, dass die Hälfte des Grund-bzw. Stammkapitals verloren ist (§§ 92 Abs. 1 AktG, 49 Abs. 3 GmbHG), wobei die Ansatz-und Bewertungs¬grundsätze für den Jahresabschluss maßgebend sind. Mit diesem Verfahren soll aber eher den Anteilseig¬nern die Gelegenheit gegeben werden, über Fortführung oder Liquidation der Gesellschaft zu entscheiden (vgl. Müller, E. (1985), S. 194; Bauer (1995), S. 274; Mertens (1983), S. 175 f.) als ein zusätzlicher Gläu¬bigerschutzmechanismus eingerichtet werden, der mit dem für die Hauptversammlung geltenden Öffent¬lichkeitsprinzip begründet wird (§ 121 Abs. 3 AktG), vgl. Martens (1972), S. 271; a.A. Mertens (1983), S.Google Scholar
  59. 271.
    Danach könne der Gläubiger davon ausgehen, dass die Gesellschaft zumindest noch über die Hälfte ihres Grundkapitals verfügt, solange die Einberufung noch nicht erfolgt ist, während aus der Einberufung eine existenzbedrohende Krise der Gesellschaft erkenntlich sei, vgl. Mertens (1992), S. 419. Diese Publizi¬tät kann sich negativ auf geplante Sanierungsmaßnahmen auswirken und womöglich als sich selbst erfül¬lende Prognose entfalten und damit dem Gläubigerschutz zuwiderlaufen, vgl. Müller, E. (1985), S. 191; Mertens (1983), S. 176.Google Scholar
  60. 1.
    Schildbach (1998b), S. 79.Google Scholar
  61. 2.
    Z.B. befürwortet Hommelhoff für eine deregulierte AG hohe Kapitalschwellen als Kern eines Gläubiger schutzes, vgl. Hommelhoff (1995), S. 536.Google Scholar
  62. 3.
    Fabritius (1980), S. 630. Ähnlich mißverständlich Schulze zur Wiesche (1988), S. 31.Google Scholar
  63. 4.
    Vgl. Schneider (1986), S. 2297; Bauer (1995), S. 213; Ordelheide (19946), S. 796; Fleck (1992), S. 393; Klose-Mokroß (1997), S. 62 f. Vgl. Schneider (1997), S. 36.Google Scholar
  64. 5.
    Schneider (1997), S. 116. Im Original kursiv. Vgl. auch ders. (1983e), S. 135, 142. Schneider (1997), S. 316.Google Scholar
  65. Vgl. Schneider (1997), S. 323; ders. (1996a), S. 494–499; ders. (1987a), S. 91–100; ders. (1986), S. 2296 f.Google Scholar
  66. 8.
    Schneider weist zudem auf einen “methodischen Schnitzer” der unterstellten Finanzierungshypothese hin: Gewinnabhängige Ausgaben mindem zwar zunächst die Eigenkapitalhöhe, können aber gleichzeitig als Anreiz für Investitionen gelten, Anteile an dieser Untemehmung zu erwerben, so dass dadurch die Haf¬tungsmasse verbessert wird, vgl. Schneider (1997), S. 113.Google Scholar
  67. 9.
    Grundlegend etwa Beaver (1966), S. 71–111.Google Scholar
  68. 10.
    Vgl. Schneider (1989a), S. 634; im Einzelnen ders. (1985), S. 1489–1494.Google Scholar
  69. 11.
    Schneider (1996a), S. 499.Google Scholar
  70. 86.
    Schneider (1968a), S. 5. Allerdings löst der ökonomische Gewinn das Problem der Preisschwankungen nicht zwangsläufig, vgl. Schneider (1972), S. 185.Google Scholar
  71. 88.
    Vgl. erstmals Schneider (1963), S. 469; im Einzelnen ders. (1968a), S. 1–29; ders. (1971a), S. 614–617;Google Scholar
  72. 88.
    Vgl. Schneider (1968a), S. 16 u. 28; ders. (1971a), S. 614. Nach Schneider“chwr(133) müßte eine Unternehmens leitung, die ausschließlich im Interesse der Anteilseigner handelt, auf wachstumsfördernde Selbstfinanzie¬rung verzichten und statt dessen den Anteilseignern die Wahl zwischen Konsum, anderweitiger Anlage oder zusätzlicher Eigenfinanzierung in dieser Unternehmung belassen”, Schneider (1968a), S. 29. Es ist zu beachten, dass Schneider hier von einer manipulationsfreien Vergangenheitsrechnung (strenge Anwen¬dung des Realisationsprinzips, keine Bewertungswahlrechte, gesonderter Ausweis der vorweggenomme¬nen Verluste) ausgeht, nicht vom geltenden Recht. Vgl. im Einzelnen Schneider (1971a).Google Scholar
  73. 89.
    Schneider (1972), S. 188.Google Scholar
  74. 1.
    Vgl. hierzu Schneider (1968a), S. 21–28; Schildbach (1972), S. 40. Nach Schneider ist der Einwand der Ungewissheit der Ertragswertermittlung nicht begründet: Hier steht “[e]ine gefühlsmäßige (traditionelle, praktische) Entscheidungsregel.. gegen eine logisch durchdachte theoretische Entscheidungsregel. Die ge¬fühlsmäßige Entscheidungsregel erfaßt die Daten und ihre Ungewißheit implizite, die theoretische nennt sie offen. Durch das offene Nennen erkennt man erst die Voraussetzungen, die die Lösung eines Problems verlangt. Beide Entscheidungsregeln stehen aber vor derselben Ungewißheit der zukünftigen Entwick¬lung”, Schneider (1968a), S. 21.Google Scholar
  75. 91.
    Schneider (1973), S. 39 (beide Zitate); ders. (1972), S. 188. Vgl. auch ders. (1968a), S. 13: “Überläßt man die Entscheidung darüber, wieviel maximal ausgeschüttet werden darf, dem Fingerspitzengefühl, dann ge¬steht man ein, keine wirtschaftlich begründete Antwort finden zu können.”Google Scholar
  76. 92.
    Vgl. Miller/Modigliani (1961), S. 411–433.Google Scholar
  77. 93.
    Vgl. Wagner (1993), S. 5.Google Scholar
  78. 94.
    So bezeichnet etwa Ordelheide diese Orientierung an einem neoklassischen Ideal als “anpassenden Struk¬turidealismus”, vgl. Ordelheide (1991), S. 511 f. Grundlegend Schauenberg/Schmidt (1983).Google Scholar
  79. 95.
    Zur weiteren Diskussion des Vorschlags von Schneider vgl. z.B. Jaensch (1972), S. 540–546; ders. (1968), S. 48–60; Engels/Müller (1970), S. 356; Schneider (1973), S. 40 f.Google Scholar
  80. 96.
    Vgl. zu dieser Diskussion Bauer (1995), S. 331–340; Kübler (1998a), S. I; ders. (1998b), S. 331 f.; ders. (1995a), S. 550–566;; Lutter (1998), S. 375–377; Niederleithinger (1998), S. 377–379; Schuster (1998), S. 379–381; Spindler (1998), S. 71; Strobl (1996), S. 408; Strobl-Haarmann (1999), S. 634; Walter (1998), S. 370–372.Google Scholar
  81. 97.
    Vgl. Zweite Richtlinie vom 13.12.1976 (77/91/EWG), - Kapitalrichtlinie -, Abl. EG vom 31.1. 1977, Nr. L 26, S. I.Google Scholar
  82. 98.
    Vgl. etwa Herzig (2000a), S. 117; Baetge/Thiele (1997), S. 23; Schildbach (1995a), S. 2642; Schön, W. (1997a), S. 157; ders. (2001), S. S77; Hommelhoff (1998), S. 399.Google Scholar
  83. 99.
    Durch das Centros-Urteil des Europäischen Gerichtshofs hat die Frage nach der Akzeptanz der nominellen Kapitalerhaltung für das Europäische Gesellschaftsrecht besondere Aktualität erhalten. Der EuGH äußerte hier Zweifel an der Notwendigkeit eines festen Mindestkapitals; den Interessen der betroffenen Verkehrs¬kreise könne auch durch die Publizität der gewählten Rechtsform Rechnung getragen werden, vgl. EuGH vom 9.3.1999 — Rs. C-212/97 (Centros Ltd/Erhvervs — og Selskabsstyrelsen), EuZW 1999, S. 216 ff., Tz. 36; Schön, W. (2000), S. 726.Google Scholar
  84. 1.
    So im Ergebnis auch Siegel (1997), S. 121. Vgl. im Einzelnen Beisse (1993), S. 77–97; ders. (2001), S. 741–749; Moxter (1986), S. 67; Strobl (1995), S. 79; Wüstemann (1996), S. 429.Google Scholar
  85. 2.
    Zur geschichtlichen Entwicklung des Gläubigerschutzgedankens im deutschen Bilanzrecht vgl. Leuz (1996), S. 227–232.Google Scholar
  86. 3.
    Vgl. insbes. Moxter (1984a), S. 93 ff., 157 ff.; Schildbach (2000c), S. 32 ff.; Bitz/Hemmerde/Rausch (1986), S. 191–193. Siegel (1997), S. 124.Google Scholar
  87. Vgl. Moxter (1987a), S. 361–374; ders. (1994), S. 98 f.; ders. (1999b), S. 499 f.; Döllerer (19596), S. 1219;Google Scholar
  88. 3.
    Ballwieser (19996), Tz. 69; ders. (1992); Böcking (1989), S. 501.Google Scholar
  89. 4.
    Zu den Informations-GoB vgl. Moxter (2002b), Sp. 1049–1051; Ballwieser (2002b), S. 115–121.Google Scholar
  90. 5.
    Hax (1964), S. 644. Vgl. auch Schildbach (1995a), S. 2637; Schön, W. (2000), S. 714; Leuz (1998), S. 580.Google Scholar
  91. 6.
    Vgl. Herzig/Rieck (1998a), S. 315; Elschen (1989), S. 370.Google Scholar
  92. 7.
    Schneider (1996c), S. 939; ders. (1995a), S. 1422; gl.A. Siegel (1994), S. 2243; Schreiber (1993b), S. 161 f.Google Scholar
  93. 5.
    Vgl. Moxter (1978c), S. 1629 f.; ders. (Z985d), S. 1103; Gross (1995), S. 248.Google Scholar
  94. 6.
    Ballwieser (1999b), Tz. 70. Der Gewinn hat für den externen Adressaten aber dennoch einen gewissen Informationsgehalt, denn “[g]erade weil an die ermittelte Gewinnkennziffer harte, materiellrechtliche Kon¬sequenzen geknüpft sind, gewinnt sie ihre eigenständige Bedeutung als Informationsgrundlage für den Kapitalanleger — ungeachtet der Tatsache, daß er in der Regel auch auf andere Informationsquellen zu¬rückgreifen wird, um seine Entscheidung zu fundieren”, Kuhner (1994), S. 175.Google Scholar
  95. 107.
    Nach Siegel sollte fair das deutsche Bilanzrecht flankierend ein “informationeller Gläubigerschutz” gefor dert werden, vgl. Siegel (1998), S. 595; ders. (1997), S. 135 f.. Die Abkoppelungsthese würde hier aufJah¬resabschlusslesende Gläubiger erweitert werden; es sollten hier z.B. Ausführungen zur Rückstellungsbe¬wertung veröffentlicht werden, vgl. Siegel (1997), S. 136.Google Scholar
  96. 1.
    Beisse (1990a), S. 501. Vgl. auch ders. (1993), S. 81.Google Scholar
  97. 2.
    Beisse (1990a), S. 507; vgl. auch ders. (1994), S. 15; ders. (2001), S. 741–744; Strobl (1995), S. 79.Google Scholar
  98. 10.
    Vgl. im Einzelnen Beisse (1993), S. 90 f., 92 f; ders. (1989b), S. 15–31; ders (1996), S. 27–58; ders. (1988), S. 25–44; ders. (2001), S. 733; Clemm (1989), S. 357–366; Moxter (1995b), S. 419–429.Google Scholar
  99. 2.
    Vgl. im Einzelnen Beisse (1994), S. 15.Google Scholar
  100. 12.
    Vgl. Ballwieser/Kuhner (1994), S. 21; Beisse (1994), S. 15.Google Scholar
  101. 3.
    Beisse (1993), S. 87; Moxter (1996a), S. 239 f.; ders. (1995c), S. 39. Auch Havermann sieht in der vor sichtigen Bilanzierung ein Ausdruck bester kaufmännischer Tradition: “Man stellt sich gegenüber Dritten nicht reicher dar, als man ist, man schüttet keine Gewinne aus, die noch nicht endgültig realisiert sind, man zahlt kein haftendes Eigenkapital an die Einleger zurück oder jedenfalls so lange nicht, bis alle Ansprüche Dritter befriedigt sind”, Havermann (1994), S. 662.Google Scholar
  102. 14.
    Beisse (1993), S. 82, mit Verweis auf Wiedemann (1980), S. 513 ff., 517 ff. Vgl. auch Baetge/Thiele (1997), S. 18; Gross (1996), S. 337 f.Google Scholar
  103. 15.
    Vgl. Moxter (1997c), S. 348 f.Google Scholar
  104. 16.
    Vgl. Zweite Richtlinie vom 13.12.1976 (77/91/EWG), - Kapitalrichtlinie -, AbI EG vom 31.1.1977, Nr. L 26, S. 1; Schön, W. (2000), S. 710.Google Scholar
  105. Vgl. Kübler (1999), S. 154; Schmidt, K. (1985), S. 301.Google Scholar
  106. 18.
    Zu den Kapitalautbringungsregeln vgl. im Einzelnen Bauer (1995), S. 139–212; Wiedemann (1968), S. 17 ff.; Baumbach/Hueck (2000), Rz. 23–35 zu § 5; Huffer (1999), Rz. 20–29 zu § 27.Google Scholar
  107. 19.
    Das Gesetz lässt in § 71 Abs. I Nr. 1–8 AktG eine Reihe von Fällen des Erwerbs eigener Aktien zu, vgl. Kübler (1999), S. 154 f.Google Scholar
  108. 20.
    Vgl. Fleck (1992), S. 391–419. Im Falle einer nach § 30 Abs. 1 GmbHG verbotenen Ausschüttung hat dieGesellschaft einen Rückgewährsanspruch, vgl. § 31 GmbHG.Google Scholar
  109. 10.
    Vgl. § 33 GmbHG.Google Scholar
  110. 121.
    Vgl. Kübler (1999), S. 230 f. Zur Rechtsnatur vgl. Huffer (1999), Rz. 26 zu § 58 m.w Kübler (1999), S. 210.Google Scholar
  111. 1.
    Vgl. Schmidt, K. (1997), S. 896; Schulze-Osterloh (1995a), S. 124. Vorabausschuttungen sind also bei der AG im Gegensatz zur GmbH nicht erlaubt, vgl. Kübler (1999), S. 228 f.; Schmidt, K. (1997), S. 1182; Vonnemann (1989), S. 877–879.Google Scholar
  112. 2.
    Zu den Rechtsfolgen verbotener Leistungen vgl. § 62 AktG; Schmidt, K. (1997), S. 897 f. Es ist anzumer¬ken, dass auch bei Kapitalherabsetzungen ein Gläubigerschutzmechanismus besteht, vgl. § 225 AktG, §§ 58, 58d GmbHG; Bauer (1995), S. 257–259.Google Scholar
  113. 125.
    Vgl. Strobl (1996), S. 401; Schulze-Osterloh (1996a), S. 125.Google Scholar
  114. 12.
    Die Verwaltung kann durch Satzungsbestimmung auch zur Einstellung eines größeren Teils als der Hälfte ermächtigt werden.Google Scholar
  115. 127.
    Minderheitsaktionäre sind damit bezüglich der Ausschüttungsentscheidung von der Mehrheit der Haupt versammlung abhängig. Sie haben zwar ein Anfechtungsrecht nach § 254 AktG, das aber als bescheidener Schutz angesehen wird, weil hierüber allenfalls eine Dividende von 4% erzielt werden kann. Vgl. Kraft/Kreutz (1997), S. 310; Wagner (1982b), S. 875.Google Scholar
  116. 2.
    Vgl. Hommelhoff (1986), S. 420–423; Liebs (1986), S. 145–152.Google Scholar
  117. 3.
    Zur Diskussion um die Frage, ob bei Ausschüttungen, die zwar nicht zu einer Unterbilanz führen, aber die Existenz der Gesellschaft dadurch gefährden, dass der GmbH notwendiges Betriebskapital oder Liquidität entzogen wird, eine ungeschriebene, aus dem Zusammenhang und Zweck der Kapitalschutzvorschriften ableitbare Bindung auch des stammkapitalüberschreitenden Gesellschaftsvermögens besteht, vgl. Lut¬ter/Hommelhoff (2000), Rz. 5–7 zu § 30; Fleck (1992), S. 398 f.; Falkenstein (1992), S. 187.Google Scholar
  118. 10.
    Vgl. Lutter/Hommelhoff (2000), Rz. 1 zu § 30; Baumbach/Hueck (2000), Rz. 16 zu § 3, Rz. 2 zu § 5, Rz. 1 zu § 30. Vgl. im Einzelnen Hommelhoff (1986); ders. (1994); Hueck (1990); Joost (1985); ders. (1984); Vonnemann (1989).Google Scholar
  119. 133.
    Zur Gewinnverteilung bei Personengesellschaften vgl. Schulze zur Wiesche (1994), S. 177–184; SelleGoogle Scholar
  120. 5.
    Vgl. Baumbach/Hopt (2000), Rz. 3 zu § 120, Rz. 3 zu § 122. Kritisch hierzu Schmidt, K. (1997), S. 541 f.Google Scholar
  121. Die Entnahme des Gewinnanteils über die 4% Kapitalverzinsung hinaus ist allerdings - als Ausdruck der Treuepflicht des Gesellschafters [vgl. Westermann (1973), Rz. 1 316] - dann versagt, soweit dies zum of¬fenbaren Schaden der Gesellschaft gereicht (§ 122 Abs. I HGB), was der Fall ist, wenn das Unternehmen in seinem Bestand bedroht ist, der Zweck der Gesellschaft gefährdet oder bereits gefassten Beschlüssen über Investitionsvorhaben finanziell der Boden entzogen würde, vgl. Schön, W. (1997b), S. 473 f. Nach dem Urteil des BGH v. 29.3.1996 (II ZR 263/94, NJW 1996, S. 1678) müssen zudem die persönlichen Verhältnisse des Gesellschafters bei der Ausschüttungsentscheidung berücksichtigt werden, vgl. ebd., S. 1681; gl.A. Hueck (1971), S. 249; Westermann (1973), Rz. 1314 ff.; a.A. Schön, W. (1997b), S. 473–481. Zur genannten BGH-Entscheidung vgl. desweiteren Binz/Sorg (1996), S. 969 ff.; Hoch (1998), S. 134¬140; Hoffmann/Sauter (1996), S. 967 ff.; Moxter (1996b), S. 860 f.; Schulze-Osterloh (19956), S. 2519 ff.; Rückle (1997), S. 433 ff. Diese Entnahmeschranke findet auch auf Kommanditisten Anwendung, vgl. im Einzelnen Schön, W. (19976), S. 474, 480 f.Google Scholar
  122. Vgl. Beaver (1989), S. 8; Ballwieser/Kuhner (1994), S. 87; Kübler (1995b), S. 364; Wüstemann (1999), S. 131–134; Kühne (1997), S. 38; Heyd (2001b), S. 375. A.A. Haller (2000), S. 20, nach dem den Gläubigern ein Schutzbedürfnis nach US-GAAP nicht zukommt, “chwr(133) da jene aufgrund ihrer vertraglichen Position dem Unternehmen zur Minderung ihres Investitionsrisikos i.d.R. selbst entsprechende Auflagenchwr(133) machen können.”Google Scholar
  123. 8.
    Kübler (19956), S. 365; ders. (1995a), S. 560 f.Google Scholar
  124. 9.
    Kübler (1995b), S. 371. Kühler weist daraufhin, dass das volle Spektrum der Gläubigertypologie von kei¬nem der beiden Bilder voll erfasst wird. In den USA gibt es kein bundeseinheitliches Gesellschaftsrecht, vielmehr hat jeder einzelne Bundesstaat die Inkorporationshoheit: eine Kapitalgesellschaft unterliegt den gesellschaftsrechtlichen Gesetzen des Einzelstaates, in dem sie ihren Sitz hat, vgl. Merkt (1991), Rz. 147 ff.; Augustin ( 1994 ), S. 659.Google Scholar
  125. 10.
    Eine gewisse Vereinheitlichung wird durch die Entwicklung von Mustergesetzen durch das Committee an Corporate Laws der American Bar Association erreicht, die die einzelnen Bundesstaaten zumindest teil¬weise in ihr Recht übernommen haben. Es handelt sich hier um den Model Business Corporation Act (MBCA) aus dem Jahre 1943 und den Revised Model Business Corporation Act (RMBCA) aus dem Jahre 1980.Google Scholar
  126. 11.
    Vgl. Manning/Hanks (1990), S. 21; Kübler (1989), S. 30–33; Bauer (1995), S. 133, 316; Wüstemann (1999), S. 54 f.Google Scholar
  127. 12.
    Der Gläubigerschutz konnte von vornherein nie einem dem deutschen Recht vergleichbaren Stellenwert im amerikanischen Gesellschaftsrecht erlangen. Erstens standen aufgrund der Zusammensetzung des Commit¬tee an Corporate Laws der American Bar Association, das die Mustergesetze erarbeitete (vgl. Fn. 143), nicht die Interessen der Gläubiger im Vordergrund. Zweitens stehen die einzelnen Bundesstaaten unterein¬ander in einem harten Standortwettbewerb, weil jede Eintragung einer großen Gesellschaft beträchtliche Steuereinnahmen bedeutet. Um diese Gesellschaften über eine Sitzverlegung nicht wieder zu verlieren, wurde das Gesellschaftsrecht stetig dereguliert und liberalisiert, was mit dem treffenden Ausdruck “race to the bottom” belegt wurde. Erwägungen zum Gläubigerschutz sowie zum Schutz von Minderheitsgesell¬schaftem und Anlegern konnten sich vor diesem Hintergrund nicht durchsetzen. Drittens ist das Staats-und Wirtschaftsverständnis in den USA nicht auf den Gläubigerschutz fixiert. Vgl. im Einzelnen Bauer (1995), S. 129–132; Merkt (2001b), S. 145.Google Scholar
  128. 13.
    Vgl. Maier (1986), S. 199 f.: “Verzichtet man auf das Prinzip der Kapitalerhaltung, so muß man umso mehr die Durchgriffshaftung zu einem wirksamen Institut des Gläubigerschutzes ausgestalten.”Google Scholar
  129. 4.
    Vgl. Maier (1986), S. 199–209; Merkt (1991), S. 216–232; Vagts (1994), S. 227–236; Kübler (1995a), S. 559; Zimmer (1996), S. 334–337. Zur Durchgriffshaftung nach deutschem Recht vgl. Kübler (1999), S. 311–316; ders. (1991), S. 391 ff.; Zimmer (1996), S. 340–344.Google Scholar
  130. 147.
    Vgl. Zimmer (1996), S. 336 f.; Maier (1986), S. 206.Google Scholar
  131. 148.
    Vgl. Zimmer (1996), S. 337.Google Scholar
  132. 144.
    Vgl. Merkt (1991), S. 221 f.; Zimmer (1996), S. 337.Google Scholar
  133. 145.
    Vgl. Bitz/Hemmerde/Rausch (1986), S. 162.Google Scholar
  134. 154.
    Vgl. Kübler (1989), S. 31 f.; Manning/Hanks (1990), S. 98–114; Wüstemann (1996), S. 424.Google Scholar
  135. 155.
    Dies steht im Einklang mit der “uramerikanischen individualistischen Ansicht, daß Selbsthilfe der Betrof¬fenenchwr(133) allemal besser ist als ein hoheitlicher Akt”, Augustin (1994), S. 660.Google Scholar
  136. 156.
    Vgl. Kühler (1995a), S. 559; ders. (1989), S. 30–33.Google Scholar
  137. 157.
    Nach einer empirischen Studie von El-Gazzar/Pastena nimmt die Anzahl der Restriktionen mit dem Verschuldungsgrad der Unternehmung, der Höhe des Kredits und der Dauer des Kredits zu (vgl. El¬Gazzar/Pastena (1991), S. 144–146), während die Strenge der vereinbarten Restriktion mit der Dauer des Kredits abnimmt; letzteres resultiert wohl daraus, dass strenge Restriktionen langfristig die Flexibilität der Unternehmung stark einengen und deshalb hohe Kosten verursachen, vgl. EI-Gazzar/Pastena (1991), S. 135.Google Scholar
  138. 158.
    Bei einem Verstoß des Schuldners gegen die vertraglichen Vereinbarungen (event of default) hat der Gläubiger i.d.R. das Recht, das gesamte Darlehen zur sofortigen oder vorzeitigen Rückzahlung falligzu¬stellen (termination/acceleration of maturity), oder sogar direkt in die Geschäftsführung des Schuldners einzugreifen (negotiation). Zu diesen Maßnahmen wird der Gläubiger bei einem event of default gewöhn¬lich nicht greifen müssen, da sich der Schuldner in einem solchen Fall noch nicht direkt am Rande des Konkurses befindet; vielmehr besteht für den Gläubiger dann die Möglichkeit, den Darlehnsvertrag neu auszuhandeln, wobei er die Bedingungen dann praktisch diktieren kann. Der Gläubiger mag den Default natürlich auch übergehen (waiver), d.h. “die Augen noch einmal zudrücken”. Vgl. im Einzelnen Smith (1993), S$1291 ff.; Beneish/Press (1993), S$1236, 251 ff.; Chen/Wei (1993), S$1221 ff.; Manning/Hanks (1990), S. 103; Alberth (1997a), S. 748.Google Scholar
  139. Vgl. Leuz (1996), S. 233 ff.; Alberth (1997a), S. 745. Covenants werden nach ihrem Aufforderungscha¬rakter unterteilt in Affirmative Covenants, die die Einhaltung und Verfolgung bestimmter Ziele von der Gesellschaft verlangen, und Negative Covenants, die ein Unterlassen fordern.Google Scholar
  140. 160.
    Vgl. Healy/Palepu (1990), S. 97 ff.; Press/Weintrop (1990), S. 74 f. Dividend Covenants sind offenbar die am häufigsten anzutreffende kreditvertragliche Restriktion.Google Scholar
  141. 1.
    Alberth (1997a), S. 745. Z.B. kann die Fremdkapitalquote auf einen bestimmten Wert beschränkt sein. Vgl. Manning/Hanks (1990), S. 112.Google Scholar
  142. 161.
    Vgl. Alberth (1997a), S. 747.Google Scholar
  143. 162.
    Vgl. Ktibler (1995b), S. 370.Google Scholar
  144. 163.
    Kübler(1989), S. 57.Google Scholar
  145. 64.
    Der klassische Nennwert dieser Aktien (par value shares) liegt bei $ 100. In den USA gab es zwar nie einen gesetzlich vorgeschriebenen Mindestnennwert, aber aufgrund der Tatsache, dass im 19. Jahrhundert ein hoher Nennwert noch als Indiz für die Seriösität der Gesellschaft galt, war ein Aktiennennwert von $ 100 die Regel. Vgl. Manning/Hanks (1990), S. 28.Google Scholar
  146. Vgl. Merkt (1991), S.245; Bauer (1995), 5.295.Google Scholar
  147. 166.
    Bei der Ausgabe unter Nennwert (Unterpariemission, stock watering) ist der Empfänger des watered stock hinsichtlich der Differenz zwischen gezahltem Preis und Nennwert nachschusspflichtig. Um diesem Prob¬lem zu entgehen, werden oftmals Aktien mit geringem Nennwert (low par stock, nominal par stock) aus¬gegeben (häufig lediglich $ 1), zumal in manchen Bundesstaaten die Stempelsteuer (stamp tax) nach der Höhe des Nennwerts bemessen ist. Zu weiteren Einzelheiten des stock watering vgl. Merkt (1991), S. 246 f, Rz. 378–379.Google Scholar
  148. 2.
    In den meisten Bundesstaaten mit dem traditionellen System können zudem Aktien ohne Nennwert (no par stock) ausgegeben werden; vgl. hierzu im Einzelnen Bauer (1995), S. 295–304. Die dabei beim Ersterwerb zu leistende Einlage kann vom board of directors in freier Entscheidung festgesetzt werden. Allerdings müssen die directors aus Gründen des Aktionärsschutzes die von den Gerichten entwickelte mle of equi¬table contribution beachten. Hiemach ist für einen fairen Ausgabepreis zu sorgen, und es dürfen bei der Emission Aktien nicht ohne Grund an verschiedene Personen zu unterschiedlichen Preisen ausgegeben werden. Vgl. Bauer (1995), S. 300.Google Scholar
  149. 3.
    Vgl. § 6.40 RMBCA; Merkt (1991), S. 276 f.Google Scholar
  150. 165.
    Vgl. Merkt (1991), S. 277 mit Rechtsprechungsnachweisen.Google Scholar
  151. 5.
    M19 Vgl. § 35 MBCA: “ A director shall perform his duties in good faith, in a manner he reasonably believes to be in the best interest of the corporation, and with such care as an ordinarily prudent person in a like posi¬tion would use under similar circumstances.” Vgl. Bauer (1995), S. 239–241; Stem (1976), S. 1269–1281; Kessler, J. (1998), S. 614.Google Scholar
  152. 170.
    Zur Haftung der directors und shareholders für den Fall der Verletzung gesetzlicher Dividendenregelungen vgl. Merkt (1991), S. 281 f.; Bauer (1995), S. 237–253.Google Scholar
  153. 2.
    Vgl. Manning/Hanks (1990), S. 63 ff; Bauer (1995), S. 234–237; Wüstemann (1999), S. 55–57.Google Scholar
  154. 13.
    Vgl. auch § 6.40 (c) RMBCA.14 Zwar mag der balance sheet test auf Grundlage der US-GAAP erfolgen, jedoch müssen diese nur von Kapitalgesellschaften beachtet werden, die unter die Registrierung nach dem SEA 1934 fallen, während closely held corporations vornehmlich nur den Vorschriften des tax accounting genügen. Deshalb hat man davon abgesehen, auch diesen Gesellschaften die Anwendung der US-GAAP vorzuschreiben, vgl. die of¬fizielle Begründung zu § 6.40 RMBCA, in: Manning/Hanks (1990), S. 203 f.Google Scholar
  155. 15.
    Vgl. § 45 (a) MBCA; im Einzelnen Manning/Hanks (1990), S. 80; Bauer (1995), S. 225–229.Google Scholar
  156. 16.
    Vgl. Schildbach (1999a), S. 360; Manning/Hanks (1990), S. 76. In einigen Bundesstaaten ist den Anteils eignern mitzuteilen, dass eine Ausschüttung aus dem capital surplus erfolgt, um der unrichtigen Vorstel¬lung entgegenzuwirken, es würden Gewinne verteilt. Vgl. Merkt (1991), S. 278. Vor der Ausschüttung aus dem capital surplus müssen nicht alle Gewinnrücklagen ausgeschüttet werden, auch müssen die Gläubiger nicht informiert werden, vgl. Manning/Hanks (1990), S. 80 f.Google Scholar
  157. 1.
    Vgl. Manning/Hanks (1990), S. 76.Google Scholar
  158. 2.
    Vgl. Merkt (1991), S. 279.Google Scholar
  159. 3.
    Zudem ist in einigen Bundesstaaten die Verteilung sog. nimble dividends (schnelle Dividenden) erlaubt, d. h. Ausschüttungen von Gewinnen des laufenden und des vorangegangenen Geschäftsjahres, obwohl durch Verluste in der Vergangenheit die Rücklagen aufgebraucht und zusätzlich ein Teil des gezeichneten Kapi¬tals aufgezehrt wurde. Vgl. Bauer (1995), S. 229–231; Merkt (1991), S. 279; Kühler (1989), S. 38 f.; Schildbach (1998b), S. 75; Wüstemann (1999), S. 59.Google Scholar
  160. 2.
    Vgl. im Einzelnen Bauer (1995), S. 221 f.; Wüstemann (1996), S. 425.Google Scholar
  161. 18.
    Schildbach (1999a), S. 360. Vgl. im Einzelnen Manning/Hanks (1990), S. 76 f.; Bauer (1995), S. 219–221;Google Scholar
  162. 2.
    Schildbach (1998b), S. 75 f. “2 Vgl. § 2.02 (b) (2) (iv) RMBCA.Google Scholar
  163. 3.
    Vgl. § 6.21 (b) RMBCA. I“ Vgl. § 6.21 (a) RMBCA. I’ Vgl. § 6.40 (c) (I) RMBCA; Bauer (1995), S. 319 f.Google Scholar
  164. 6.
    Vgl. § 6.40 (c) (2) RMBCA.Google Scholar
  165. 187.
    Vgl. RMBCA, Ann. § 6.40, Official Comment 4 (b); Manning/Hanks (1990), S. 203.Google Scholar
  166. 3.
    Vgl. Bauer(1995), S. 321 m.w.N.Google Scholar
  167. 1.
    Vgl. Schreiber (1999), S. 885; Schildbach (19986), S. 77.Google Scholar
  168. 19.
    Vgl. Bauer (1995), S. 322; Wüstemann (1996), S. 427.Google Scholar
  169. 192.
    Vgl. Manning/Hanks (1990), S. 203; Schildbach (1998b), S. 77.Google Scholar
  170. 97.
    Schildbach (1998b), S. 77. Vgl. auch ders. (1998e), S. 584; Wüstemann (1999), S. 64–66.Google Scholar
  171. 194.
    Vgl. Manning/Hanks (1990), S. 203 f. res Vgl. im Einzelnen Bauer (1995), S. 323–331.Google Scholar
  172. 199.
    Vgl. Sec. 501 Cal. Corp. Code. Bei eintretender Insolvenz ist eine Ausschüttung dann erlaubt, wenn dieGoogle Scholar
  173. 2.
    Verbindlichkeiten von einem Dritten übernommen werden oder dieser für die Schulden bürgt, vgl. Bauer (1995), S. 324 m.w.N.Google Scholar
  174. 3.
    Beim liquidity test wird eine Überdeckung der kurzfristigen Verbindlichkeiten um 25% verlangt, sofern in den beiden Geschäftsjahren vor der Ausschüttung der Gewinn vor Steuern nicht die Zinsverbindlichkeiten gedeckt hat.Google Scholar
  175. 4.
    Vgl. Sec. 114 Cal. Corp. Code. Von dieser Verpflichtung sind aber nach Sec. 1501 Cal. Corp. Code alle Gesellschaften mit weniger als 100 Aktionären ausgenommen.Google Scholar
  176. 5.
    Vgl. Bauer (1995), S. 326 m.w.N.Google Scholar
  177. 6.
    Vgl. Sec. 500 (b) Cal. Corp. Code.Google Scholar
  178. 7.
    Wüstemann (1996), S. 422. Vgl. auch ders. (1999), S. 116. Auch die Ausschüttungsregeln für die limited partnership verweisen nicht auf die GAAP.Google Scholar
  179. 202.
    Manning/Hanks (1990), S. 66 (alle Zitate).Google Scholar
  180. 2.
    Schulze-Osterloh (1995a), S. 128.Google Scholar
  181. 3.
    Dies gilt in bezug auf die Ansatzwahlrechte für den Geschäfts-oder Firmenwert (§ 255 Abs. 4 HGB), das Disagio (§ 250 Abs. 3 HGB) und für Aufwandsrückstellungen (§ 249 Abs. I, Abs. 2 HGB), nicht aber für die sog. Aktivierungshilfen (§§ 269, 274 Abs. 2 HGB), da letztere mit einer Ausschüttungssperre versehen sind. Bei den Bewertungswahlrechten sind insbesondere die explizite Bandbreite bei der Ermittlung der Herstellungskosten (§ 255 Abs. 2 u. 3 HGB) sowie die impliziten Freiheiten bei der Bewertung von Pensi¬onsrückstellungen zu nennen. Vgl. Ballwieser (19966), S. 12 f. Bei Pensionsrückstellungen gelten Zinssät¬ze zwischen 3% und 6% als mit den GoB vereinbar, vgl. ADS (1995), Rz. 308–310 zu § 253.Google Scholar
  182. 210.
    Vgl ADS (1995), Rz. 104 zu § 252.Google Scholar
  183. 21.
    Vgl. Siegel (1986), S. 422; Kropff (I 997a), S. 75 f.; Schneider (1970b), S. 1701; ders. (19806), S. 88.Google Scholar
  184. 212.
    Vgl. Siegel/Bareis/Ruckle/Schneider/Sigloch/Streim/Wagner (1999), S. 2081 f.; Schneider (19816), S. 32Google Scholar
  185. ; Börner (1996), S. 157 f.; Schmidt, M. (2000a), S. 46; Stützel (1962), S. 251. A.A. Moxter (I 987b), S. 271–278.Google Scholar
  186. 24.
    Vgl. Stützel (1962), S. 248; Siegel/Bareis/Rückle/Schneider/Sigloch/Streim/Wagner (1999), S. 2082.Google Scholar
  187. 2.
    Vgl. auch Stütze) (1967), S. 329: “Wer stille Reserven präferiert, hat nicht darzutun, daß Reservepolster gut seien; wer fur stille Reserven plädiert, hat darzutun, daß die Stille von Reserven besser ist als deren Of¬fenheit.”Google Scholar
  188. 215.
    Siegel, Th. (1997), S. 133.Google Scholar
  189. 216.
    Vgl. Siegel/Bareis/Rückle/Schneider/Sigloch/Streim/Wagner (1999), S. 2082; Ballwieser (1996b), S. 12; Jacobs (1972), S. 175; Schneider (1968a), S. 7; Stützel (1962), S. 249.Google Scholar
  190. Vgl. Schneider (1968a), S. 7; Burger/Buchhart (2000), S. 2200. Stützel formuliert prägnant: “Reserven als solche sind Verlustdeckungspotential. Stille von Reserven ist Verlustverschleierungspotential”, Stütze) (1962), S. 249. Vgl. auch ders. (1959), S. 460 f.Google Scholar
  191. 3.
    Um die Tauglichkeit des Bilanzrechts für den Gläubigerschutz zu erhöhen, wäre nach Siegel auf eine Zeit¬wertbilanzierung abzustellen, vgl. Siegel (1997), S. 125–127; ders. (1998), S. 593–603. Vgl. hierzu auch Berlage (1993), S. 67–76. Zeitwerte wären als Einzelveräußerungswerte (nicht Einzelzerschlagungswerte) zu interpretieren; auf diese Weise würde das Schuldendeckungspotential gemessen. Unter den (ggf. fortge¬führten) Anschaffungs-oder Herstellungskosten liegende Einzelveräußerungspreise verschärfen die Ausschüttungssperre. Grundsätzlich würde die Bewertung mit Zeitwerten die Ausschüttung noch nicht realisierter Gewinne ermöglichen, wodurch Gläubiger geschädigt werden können. Deshalb müssten nicht realisierte Gewinne durch einen Gegenposten auf der Passivseite (Wertberichtigung oder ausschüttungsge¬sperrte Rücklagen) kompensiert werden; Wertsteigerungen “am ruhenden Vermögen” werden also offen ausgewiesen, aber erfolgsneutral behandelt, vgl. S.egel/Bareis/Rückle/Schneider/Sigloch/Streim/Wagner (1999), S. 2080. Die derzeitige Ablehnung der Zeitwertbilanzierung infolge der Prämisse der Untemeh¬mensfortführung (§ 252 Abs. l Nr. 2 HGB) provoziert ein “Abräummodell”, vgl. hierzu Siegel (1997), S. 133; ders. (1998), S. 601.Google Scholar
  192. 218.
    Herzig (2000a), S. 110. Ähnlich Schneider (1996a), S. 490; Weber-Grellet (1999b), S. 2661.Google Scholar
  193. 3.
    Das deutsche System des bilanziellen Gläubigerschutzes geht in hohem Maße auf den Einfluss der Banken zurück. Der deutsche Kapitalmarkt hat mehr als vier Jahrzehnte lang, vom Beginn des 1. Weltkrieges bis in die fünfziger Jahre, keinen nennenswerten Beitrag zur Unternehmensfinanzierung geleistet. Auch die börsennotierten Gesellschaften waren überwiegend auf Kredit-und Selbstfinanzierung angewiesen. Hier¬für waren stille Reserven sicher geeignet.Google Scholar
  194. 219.
    Vgl. Ballwieser (1996b), S. 11.Google Scholar
  195. 2.
    Vgl. Stützel (1967), S. 323 f.Google Scholar
  196. 221.
    Vgl. Schneider(1968a), S. 7; ders. (1996a), S. 486.Google Scholar
  197. 222.
    SFAC 5.83a. Vgl. grundlegend zur Diskussion um das realization concept etwa Defliese (1965), S. 517Google Scholar
  198. ; Homgren (1965), S. 323–333; Sprouse (1965), S. 522–526.Google Scholar
  199. 2.
    v Kuhlewind (1997), S. 114.Google Scholar
  200. 74.
    SFAC 5.836.Google Scholar
  201. 25.
    Vgl. SFAC 5.83b. Zur Konkretisierung dieser Bedingungen in der US-Literatur vgl. Kuhlewind (1997), S. 115–119.Google Scholar
  202. 226.
    Vgl. Kuhlewind (1997), S. 162. Zu den alternativen Zeitpunkten der Ertragsrealisation vgl. Kie so/Weygandt/Warfield (2001), Ch. 19. Zur Umsatzrealisation bei Mehrkomponentenverträgen vgl. Kü¬ting/Turowski/Pilhofer (2001), S. 305–317; Nusbaum/Weiss (1998), S. 155–162.Google Scholar
  203. 230.
    So bewertet etwa ein Getreidefarmer seinen Weizen mit dem ihm staatlich garantierten Preis, eine Gold mine das geförderte Gold mit dem aktuellen Goldpreis auf dem Markt.Google Scholar
  204. Vgl. Schildbach (1998c), S. 582, sowie im Einzelnen Kieso/Weygandt/Warfield (2001), S. 457 f. u. 1014; Kuhlewind (1997), S. 129 f.Google Scholar
  205. 201.
    Vgl. SFAS 48.6; Kuhlewind (1997), S. 140.Google Scholar
  206. 233.
    Vgl. SFAS 48.7; Kuhlewind (1997), S. 140 f.Google Scholar
  207. Vgl. SFAS 48.6, S. B. Während dieser Frist steht der ausgewiesenen Forderung ein passivischer Korrek turposten in Höhe der vollen Gewinnmarge gegenüber, vgl. Kuhlewind (1997), S. 141.Google Scholar
  208. 235.
    Kuhlewind (1997), S. 141. Zur bilanziellen Behandlung von Garantiegeschäften vgl. Kuhlewind (1997), S.Google Scholar
  209. 230.
    Vgl. Kuhlewind (1997), S. 143.Google Scholar
  210. 27.
    Kuhlewind (1997), S. 145.Google Scholar
  211. 238.
    Der eingebuchten Forderung wird auf der Passivseite ein Korrekturposten in Höhe der Bruttogewinnmarge gegenüber gestellt, der in Abhängigkeit von den geleisteten Einzahlungen erfolgswirksam aufgelöst wird. Allerdings ist nicht sicher, dass durch jeden Rateneingang anteilig bereits Gewinn realisiert wird, weil das Gesamtausfallrisiko und das Ausfallrisiko zukünftiger Zahlungen ja gerade als nicht unwesentlich einge¬stuft wurden.Google Scholar
  212. 219.
    Vgl. SFAS 66.62-.64. Hier wird also die auf der Passivseite ausgewiesene Bruttogewinnmarge erst bei Überschreitung der eigenen Kosten erfolgswirksam aufgelöst. Im Zweifel ist aus Vorsichtsgründen die cost recovery method vorzuziehen, vgl. Kuhlewind (1997), S. 145.Google Scholar
  213. 2.
    Vgl. SFAC 5.84a-g; Kuhlewind (1997), S. 119; Ballwieser (1997a), S. 55.Google Scholar
  214. 3.
    Schneider zufolge wird bei Geltung des Imparitätsprinzips “chwr(133) die Rechnungslegung in der Zukunft völlig entstellt.. ”, Schneider (1971a), S. 610. Drohende Verluste sollten vielmehr in einer (ausschüttungsge¬sperrten) Rücklage Berücksichtigung finden, um das Ermessen des Rechnungslegenden zu reduzieren, vgl. Schneider (19706), S. 1704; ders. (1971a), S. 610; ders. (1997), S. 284. Zu Vorschlägen ausschüttungsge¬sperrter Rücklagen vgl. desweiteren Simon (1899), S. 336–338; Kronstein/Claussen (1960), S. 128–130; Hax (1964), S. 629.Google Scholar
  215. 4.
    Die Bewertung der Bestände mit gesunkenen Wiederbeschaffungspreisen lässt sich betriebswirtschaftlich nicht rechtfertigen, da für die Vorwegnahme eines drohenden Verlustes nur der voraussichtliche künftige Veräußerungspreis maßgebend sein kann. Vgl. Schneider (1971a), S. 610; Koch (1957), S. 31; Leffson (1967), S. 57–61.Google Scholar
  216. 2.
    Vgl. Schneider (1996e), S. 938 f.; ders. (1995a), S. 1422; ders. (1997), S. 281, 337.Google Scholar
  217. 3.
    Vgl. Egner (1974), S. 34; Walter (1998), S. 370.Google Scholar
  218. 245.
    Franken (2001), S. 225.Google Scholar
  219. 246.
    Vgl. Gliederungspunkt 3.1.3.2.Google Scholar
  220. 2.
    Vgl. Franken (2001), S. 226; Gliederungspunkt 3.1. 3. 3.Google Scholar
  221. 24.
    Vgl. Gliederungspunkt 3.1.3.2. Die Aktivierung von organization costs und start-up costs ist nicht mehr möglich für Geschäftsjahre, die nach dem 15.12.1998 beginnen.Google Scholar
  222. 241.
    Vgl. Gliederungspunkt 3.1.3.2.Google Scholar
  223. 250.
    Vgl. Franken (2001), S. 227.Google Scholar
  224. 25.
    Vgl. Gliederungspunkt 3.1.3.1.Google Scholar
  225. 252.
    Bei nachgelagerter wirtschaftlicher Verursachung ist die rechtliche Entstehung einer Verpflichtung in bestimmten Fällen hinreichend für die vollständige Passivierung, vgl. Wesner (1984), S. 105 f.; Kuhlewind (1997), S. 169 u. 179, so etwa bei atomrechtlichen Verpflichtungen zum Rückbau und zur Entsorgung von Kernkraftwerken, wobei allerdings durch eine spiegelbildliche Erhöhung der Anschaffungs-oder Herstel¬lungskosten und damit der Abschreibungsbasis die Aufwandsverrechnung an die Ertragsrealisation gekop¬pelt ist, vgl. Böcking (1998), S. 43.Google Scholar
  226. 2.
    Zu dieser Diskussion für das deutsche Recht vgl. Woerner (1994), S. 483–506; Herzig (1993), S. 209–226; Moxter (1997g), S. 681; ders. (1995d), S. 311–326; Christiansen (1994), S. 25–38; Siegel (1995), S. 1141¬1143; ders. (1997), S. 127.Google Scholar
  227. 253.
    Franken (2001), S. 228.Google Scholar
  228. 265.
    So die Bezeichnung von Alberth (1998), S. 804.Google Scholar
  229. 3.
    Die vertragliche Rechnungslegung lässt sich in drei Stufen definieren. Zunächst wird eine Basisrechnungs¬legung festgelegt (etwa die US-GAAP), die sodann um allgemeine Modifikationen, welche fur den gesam¬ten Kreditvertragstext gelten, ergänzt wird (Vertragsrechnungslegung). Darüber hinaus können fir einzel¬ne Tests Erweiterungen oder Einschränkungen der Vertragsrechnungslegung erfolgen (Testrechnungsle¬gung). Demnach bauen Basis-, Vertrags-und Testrechnungslegungen “chwr(133) aufeinander auf und entstehen stufenweise durch die Modifikation der vorhergehenden Version (tailoring)”, Alberth (1998), S. 806.Google Scholar
  230. 6.
    Vgl. Leftwich (1983), S. 28; Alberth (1998), S. 808; Schildbach (1999a), S. 360; ders. (1998a), S. 10.Google Scholar
  231. 5.
    Es ist aber z.B. auch möglich, dass der Gläubiger die Basisrechnungslegung festlegen darf oder dass im Vertrag überhaupt keine Generalklausel vorgesehen ist, mit der Konsequenz der Festlegung der Basisrech¬nungslegung durch die Schuldnercorporation, vgl. im Einzelnen Alberth (1998), S. 807.Google Scholar
  232. 26.
    Zur Kapitalflussrechnung nach US-GAAP und IAS vgl. Roese(1999), S. 43–45; von Wysocki (1998) und (2000). Grundlegend zur Kapitalflussrechnung vgl. Busse von Colbe (1966); Scheffler (2002), S. 295–300.Google Scholar
  233. 268.
    Vgl. Leftwich (1983), S. 28 f. Die Ergänzungs-bzw. Änderungshäufigkeit der GAAP zeigt sich dabei auch darin, dass in den Kreditverträgen oftmals ausdrücklich bestimmt ist, ob die aktuelle GAAP-Version zum Zeitpunkt der Berechnung (rolling GAAP) oder die GAAP-Version, die zum Zeitpunkt des Vertrags¬abschlusses in Kraft war (frozen GAAP), Anwendung finden soll, vgl. Alberth (1998), S. 807.Google Scholar
  234. 269.
    Schildbach (1998b), S. 79.Google Scholar
  235. Vgl. Leftwich (1983), S. 31–35; Alberth (1997b), S. 13–16; ders. (1998), S. 808–813; Leuz (1996), S. 235 f.; Schildbach (1999a), S. 360; ders. (19986), S. 80; ders. (1998a), S. 10 f.; Wüstemann (1999), S. 68 u. 117.Google Scholar
  236. 2.
    Vgl. Leftwich (1983), S. 34.Google Scholar
  237. Vgl. Leuz (996), S. 235 f.Vgl. Schildbach (1998b), S. 80; ders. (1998a), S. 11; Streim (1998), S. 340. Leuz (1996), S. 249.Google Scholar
  238. 275.
    Schildbach (1998b), S. 81. Vgl. Sec. 500 (b)(1) Cal. Corp. Code; Gliederungspunkt 4.3.2.2. Vgl. Wüstemann (1999), S. 62 f.; Gliederungspunkt 3.1. 3. 2.Google Scholar
  239. 27.
    Schreiber (1999), S. 886.Google Scholar
  240. 2.
    Vgl. Leuz (1996), S. 242. Zu einer Ausnahme vgl. §§ 54 Abs. 1, 54 Abs. 2 VAG.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2002

Authors and Affiliations

  • Holger Kahle

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