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Gang der Datenerhebung und Vorgehen bei der Datenanalyse

  • Thomas Ritter
Chapter
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Part of the Neue betriebswirtschaftliche Forschung book series (NBF, volume 203)

Zusammenfassung

Das folgende Kapitel beschreibt den Gang der empirischen Untersuchung. Hierbei wird zunächst das verwendete Meßinstrument beschrieben (Abschnitt 5.1). Danach werden der Verlauf des Pretests (Abschnitt 5.2) sowie der Verlauf der Datenerhebung (Abschnitt 5.3) dargestellt. Die Untersuchungsstichprobe wird anhand ausgewählter Merkmale im Abschnitt 5.4 vorgestellt. Das Kapitel schließt mit einer Beschreibung des Vorgehens bei der Datenanalyse (Abschnitt 5.5).

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Literatur

  1. 343.
    Als standardisiert (oder strukturiert) wird eine Befragung bezeichnet, bei der für alle Befragten die gleichen Fragen in der gleichen Reihenfolge vorliegen“ (Stier (1996, S. 173)). Der Interviewer hat sich beim standardisierten Interview ”strikt an den vorliegenden Fragebogen zu halten und zwar sowohl was die genaue Formulierung der Fragen als auch deren Reihenfolge betrifft“ (a.a.O., S. 186).Google Scholar
  2. 344.
    Die Befragung von Schlüsselpersonen wird allgemein als key-informant-approach bezeichnet. Die Ursprünge dieses Ansatzes werden in der Anthropologie gesehen (vgl. Tremblay (1957)). “Field survey research employing key informant reports and structural equation modelling is an approach that is well-accepted by North American marketing academics in the channel and business areas. It is also receiving growing acceptance by European marketing academics.” (Hallén, Johanson 00000 Seyed-Mohamed (1991), ähnlich auch Anderson, Häkansson 00000 Johanson (1994)). Vgl. zum Vorgehen beim key-informant-approach Phillips (1981, S. 396–397) sowie John 00000 Reve (1982). Zu einer Kritik am key-informant-approach vgl. Stern (1988).Google Scholar
  3. 345.
    Vgl. zur Operationalisierung der Konstrukte auch Kapitel 6. Im Rahmen der empirischen Studie wurden über die Konstrukte des theoretischen Modells hinaus Daten erhoben, die in weiteren Forschungsprojekten genutzt werden. Der Autor hat sich dafür entschieden, an dieser Stelle den Interviewleitfaden in seiner chronologischen Reihenfolge vorzustellen, um dem Leser einen möglichst genauen Eindruck über den Verlauf der Befragung zu vermitteln. Vgl. zum Verlauf der Interviews auch Abschnitt 5. 3.Google Scholar
  4. 346.
    Vgl. zur Plazierung von Interviewfragen z.B. Kreutz 00000 Titscher (1974, S. 40–49) sowie Schnell, Hill 00000 Esser (1995, S. 320–324). Besondere Bedeutung kommt den Einleitungsfragen (“Eisbrecherfragen”) zu, da mit diesen das Engagement des Respondenten beeinflußt werden kann.Google Scholar
  5. 347.
    Der Respondent wird darüber hinaus auch nach sonstigen Partnern (z.B. Unternehmensberater und Verbände) befragt, die er selbst benennt und deren Bedeutung er einschätzt.Google Scholar
  6. 348.
    Siebenstufige Ratingskalen werden daher für empirische Erhebungen empfohlen. Vgl. zur Skalenkonstruktion die Ausführungen bei Helfert (1998, S. 95–97), die sich an den Ergebnissen empirischer Studien von Rohrmann (1978) orientieren.Google Scholar
  7. 349.
    Vgl. zur Notwendigkeit und Durchführung von Pretests Schnell, Hill 00000 Esser (1995, S. 325–327).Google Scholar
  8. 350.
    Vgl. hierzu Gemünden 00000 Ritter (1996a, 1996b, 1996c, 1996d), Ritter (1997) sowie Ritter 00000 Gemünden (1997a).Google Scholar
  9. 351.
    Es handelt sich hierbei um eine schriftliche Befragung von 51 ostdeutschen Unternehmen durch Lukas (1996), eine Interviewstudie mit 25 Herstellern von Soft-und Hardware in Sydney (Australien) durch Parsiegla (1997) und um eine Interviewstudie mit 26 High-Tech-Unternehmen im Silicon Valley (USA) durch Niederstätter (1997).Google Scholar
  10. 352.
    Vgl. insbesondere die empirischen Arbeiten von Gemünden, Ritter, Stockmeyer 00000 Ryssel (1997), Gemünden, Walter 00000 Helfert (1996), Helfert (1998), Heydebreck (1996), Lechler (1997), Saad (1998) sowie Walter (1998).Google Scholar
  11. 353.
    Vgl. zur Durchführung von Interviewerschulungen Fowler (1988, S. 115), Schnell. Hill 00000 Esser (1995, S. 325–327) und Yin (1988, S. 66–80).Google Scholar
  12. 354.
    Für die Erhebung wurde eine Datenbank entworfen, die neben den Firmendaten Eingabefelder für die Aktivitäten sowie den Verlauf und das Ergebnis der Akquisition besitzt. Somit ermöglicht diese Datenbank eine transparente Erhebung und vermeidet die Akquisition eines Unternehmens durch mehrere Interviewer.Google Scholar
  13. 355.
    Der Autor bezeichnet solche Unternehmen als kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die weniger als 500 Beschäftigte haben.Google Scholar
  14. 356.
    Vgl. z.B. die Rücklaufquoten bei Fritz (1995, S. 98), Helfen (1998, S. 103), Homburg (1995, S. 76) und Walter (1998, S. 192). Einen Stichprobenumfang von n = 200 für kausalanalytische Unterschungen fordern Backhaus, Erichson, Plinke 00000 Weiber (1996, S. 425).Google Scholar
  15. 357.
    Vgl. zur Bereinigung von Eingabefehlern Schnell, Hill 00000 Esser (1995, S. 399–401).Google Scholar
  16. 358.
    Vgl. zur Nutzung studentischer Interviewer auch die Ausführungen bei Helfert (1998, S. 98–102).Google Scholar
  17. 359.
    Bei empirischen Studien mit ähnlichem Design wurden 43,6% (Helfert (1998, S. 103)) bzw. 41,6% (Walter (1998, S. 192)) erreicht.Google Scholar
  18. 360.
    Unter einem theoretischen Konstrukt wird mit Bagozzi 00000 Fornell (1982, S. 24) “an abstract entity which presents the ‘true’, nonobservable state or nature of a phenomenon” verstanden.Google Scholar
  19. 361.
    Eine ausführliche Diskussion dieser Gütekriterien der Messung findet sich bei Neibecker (1985, S. 73–85).Google Scholar
  20. 362.
    Vgl. Jacoby (1978, S. 91).Google Scholar
  21. 363.
    Konvergenzvalidität wird mit Bagozzi 00000 Phillips (1982, S. 468) definiert als “... degree, to which two or more attempts to measure the same concepts are in agreement.”Google Scholar
  22. 364.
    Diskriminanzvalidität wird mit Bagozzi 00000 Phillips (1982, S. 469) definiert als “... the degree to which measures of distinct concepts differ”.Google Scholar
  23. 365.
    Neben Konvergenz-und Diskriminanzvalidität sollte ebenfalls die Inhaltsvalidität untersucht werden (vgl. zur Inhaltsvalidität als eigenständige Validitätsdimension Hildebrandt (1983, S. 303; 1984, S. 42). Die Inhaltsvalidität bezeichnet “... den Grad, zu dem die Variablen eines Meßmodells dem inhaltlich-semantischen Bereich des Konstrukts angehören und die konstruierten Items alle Bedeutungsinhalte und Facetten des Konstrukts abbilden” (Homburg 00000 Giering (1996, S.7) in Anlehnung an Bohrnstedt (1970, S. 92)). Jedoch ist die Inhaltsvalidität nur selten tatsächlich prüfbar (vgl. Schnell, Hill 00000 Esser (1995, S. 145)). Vielmehr schlagen Churchill (1992, S. 76) und Nunnally (1978, S. 92) vor, Fragen der Inhaltsvalidität bereits bei der Entwicklung des Meßinstruments zu betrachten. Dieser Forderung hat der Autor durch einen umfangreichen Pretest Folge geleistet. Durch die Erfahrungen des Pretests kann von einer inhaltsvaliden Messung der für diese Arbeit relevanten Konstrukte ausgegangen werden.Google Scholar
  24. 366.
    Vgl. hierzu Fritz (1995, S. 115–116), Homburg 00000 Baumgartner (1995, S. 4), Lechler (1997, S. 130–131).Google Scholar
  25. 367.
    Mit dieser Analyse des Pfadmodells wird auch die nomologische Validität der Konstruktmessung überprüft. Nomologische Validität wird mit Bagozzi (1979, S. 14) definiert als “... the degree to which predictions based on a concept are confirmed within the context of a larger theory.”Google Scholar
  26. 368.
    LISREL ist die Abkürzung für Linear Structural Relationships. Vgl. zu diesem Ansatz Jöreskog 00000 Sörbom (1989, 1993). Es existieren weitere Softwarepakete (z.B. AMOS und EQS), die sich laut einer Studie von Hox (1995, S. 79–85) nur geringfügig voneinander unterschieden. Jedoch zeichnet sich LISREL durch einen hohen Verbreitungsgrad und dem damit verbundenen Erfahrungsschatz hinsichtlich verschiedener Tests und Schätzalgorithmen aus (vgl. Lechler (1997, S. 131–132)).Google Scholar
  27. 369.
    Vgl. Walter (1998, S. 210).Google Scholar

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1998

Authors and Affiliations

  • Thomas Ritter

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