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Typische Merkmale der ländlichen Lebenswelt als Konstruktionsprinzipien der Lokalberichterstattung

Die Konzeption der Inhaltsanalyse
  • Carolin Herrmann
Chapter
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Part of the Studien zur Sozialwissenschaft book series (SZS, volume 135)

Zusammenfassung

Wenn Lokalberichterstattung unserer These entsprechend ein Mittel zur täglichen Konstruktion, Aufrechterhaltung und Bestätigung der gemeinsamen Lebenswelt darstellt, dann müßten die typischen Merkmale dieser Lebenswelt, wie sie über die Sekundäranalyse herausgefiltert wurden, in der Lokalberichterstattung eine wesentliche Rolle spielen. Sie müßten auch die Grundprinzipien des Alltagsmediums Lokalzeitung bei der Konstruktion seines Bildes von der lokalen Wirklichkeit darstellen. Wir wollen diesen Zusammenhang dadurch überprüfen, daß die Grundcharakteristiken der ländlichen Lebenswelt als erklärende Kategorien in ein inhaltsanalytisches Schema überführt werden. Mit dessen Hilfe kann die Bedeutung der ländlichen Lokalberichterstattung unmittelbarer aus ihrem kommunikations- und sozialräumlichen Umfeld heraus beschrieben werden.

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Literatur

  1. 1.
    Vgl. Übersicht bei Jonscher 1991, besonders S.105ff.Google Scholar
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    König 1982, S.114.Google Scholar
  5. 2.
    Schulz 1990, S.69.Google Scholar
  6. 3.
    Dieser Teil der Untersuchung stützt sich auch auf Anregungen eines Forschungsseminars zum “Phänotypus der Heimatzeitung”, das 1983/84 unter der Leitung von Prof.Dr.Everhard Holtmann am Politischen Institut der Universität Erlangen-Nürnberg stattfand. In diesem Zusammenhang wurden “emotionale Ortsbezogenheit” und “soziale Geborgenheit” als Schlüsselkategorien von Lokalzeitung bezeichnet. Bericht zum Forschungsseminar in: “Uni-Kurier” Nr.60, Dezember 1984, Zeitschrift der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Sonderdruck: “Was ist typisch für die Heimatzeitung?”; sowie Everhard Holtmann, Der Kirchturm hat nur noch Symbolcharakter, in: Die Zeitung 9/1984, S.3.Google Scholar
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  12. 1.
    Überblick vgl. Wilking 1984, S.183ff; Jonscher 1991, S.220ff.Google Scholar
  13. 2.
    Vgl. Groth 1928, Dovifat 1937/76, Voß-Dietrich 1969.Google Scholar
  14. 3.
    Zurückgehend auf Dovifat 1976, Kapitel “Der Orts-und Heimatteil”, S.59–70, hier S.63; Erstausgabe 1937; vgl. auch Voß-Dietrich 1969, S. 195.Google Scholar
  15. 4.
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    Vgl. Jürgen Huther/Hildegard Scholand/Norbert Schwarte, Inhalte und Strukturen regionaler Großzeitungen, Düsseldorf 1973; Benzinger 1980; Wolfgang A.Fuchs, Presse und Organisation im lokalen Kommunikationsraum, Augsburg 1984; auch Meister 1984 blieb dem prinzipiell verhaftet.Google Scholar
  17. 1.
    Wilking 1984, S.184.Google Scholar
  18. 2.
    Benzinger 1980, S.587, siehe auch S.572f.Google Scholar
  19. 3.
    Rager 1982.Google Scholar
  20. 4.
    Vgl. auch die Themenliste von Kaspar LuchsingerlWemer Meier/Ulrich Saxer, Strukturen der Lokalberichterstattung. Eine Fallstudie am Pressesystem des Kantons Argau, Zürich 1981, S. 233f.Google Scholar
  21. 5.
    In den einzelnen Zeitungen wurden darüber hinaus jeweils nochmals 30 bis 50 weitere Themen notiert, die jedoch keine nennenswerten Häufigkeiten erreichten; Rager 1982, S.53.Google Scholar
  22. 6.
    Wilking 1990, S.14.Google Scholar
  23. 7.
    Wilking 1990, S.44.Google Scholar
  24. 8.
    Wilking 1990, S.46.Google Scholar
  25. 9.
    Wilking 1990, S.45.Google Scholar
  26. 10.
    Jonscher 1991, S.220f.Google Scholar
  27. 1.
    Vgl. Ilien 1976, S.200.Google Scholar
  28. 2.
    Vgl. dazu die Studie von Wolz 1979 sowie in der vorliegenden Untersuchung die Ausführungen im Kapitel zur Politikberichterstattung.Google Scholar
  29. 3.
    Mehrere der befragten Kommunalpolitiker aus allen politischen Lagern erklärten, Politik spiele im Stadtrat so gut wie keine Rolle, Sachfragen und Sachentscheidungen prägten die parlamentarische Arbeit. “ Wolz 1979, S. 343.Google Scholar
  30. 4.
    Vgl. K.Schönbach, Die isolierte Welt des Lokalen, in: Wolfgang Langenbucher 80, S.45–63; ders.: Die isolierte Welt des Lokalen, in: Rundfunk und Fernsehen 1978/3, S.260–277.Google Scholar
  31. 5.
    Wilking 1990, S.25f.Google Scholar
  32. 1.
    Abgeleitet und übernommen aus bisherigen Lokalzeitungsanalysen, insbesondere Wilking 1990.Google Scholar
  33. 2.
    Vgl. Wilking 1990, S.39.Google Scholar
  34. 3.
    Vgl. Luchsinger u.a. 1981, S.211.Google Scholar
  35. 4.
    So Strohmann 1991, S.97ff.Google Scholar
  36. 5.
    Allerdings können die zahlreichen Implikationen dieser Frage, etwa zum Verhältnis von Entfernung zum Redaktionsort und Häufigkeit der Berichterstattung, hier nicht berücksichtigt werden.Google Scholar
  37. 6.
    Wilking 1990, S.29.Google Scholar
  38. 7.
    Vgl. Klaus Waller, Fotografie und Zeitung: Die alltägliche Manipulation, Düsseldorf 1982; Holger Twele, Unterbelichtet und untergeordnet: Pressefotos in einer Regionalzeitung, in: Medium 1982/1, S.23–26; ders., Fotos in der regionalen Tageszeitung, Nürnberg 1981 (unveröffentlichtes Manuskript); Michael Endulat, Pressefotos als Element lokaler Berichterstattung, o.O. 1985 (M.A.- Arbeit Münster); Gisela Kottwitz, Entwicklung von Kategorien zur vergleichenden Analyse von Bildaussagen in Zeitungen: Überprüfung ihrer Verwendbarkeit am Beispiel einer Untersuchung der Bilder der Bildzeitung und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung für Deutschland im Zeitraum vom 1.5. - 31.10. 1967, Berlin 1970 ( Diss.).Google Scholar
  39. 1.
    Wilking 1990, S.31.Google Scholar
  40. 2.
    Vgl. Huther/Scholand/Schwarte 1973, S.118ff; Gerhard Kunz, Untersuchungen über Funktionen und Wirkungen von Zeitungen in ihrem Leserkreis, Köln 1967, S.28; Twele 82, S.24f; Harald Menk, Der Bedeutungswandel der Pressefotografie und die Situation von Bildjoumalisten in den Redaktionen deutscher Tageszeitungen, Münster 1983 (M.A.- Arbeit), S.27f.Google Scholar
  41. 3.
    Wilking 1990, S.32.Google Scholar
  42. 4.
    Wilking 1990, S.30.Google Scholar
  43. 5.
    Wilking 1990, S.30.Google Scholar
  44. 6.
    Wilking 1990, S.53.Google Scholar
  45. 7.
    Waller 1982, S.39f, nach Wilking 1990, S. 31.Google Scholar
  46. 1.
    Die Kategorien und Variablen wurden den Regeln der Inhaltsanalyse entsprechend theoriegeleitet entwickelt. Die inhaltsanalytischen Kriterien müssen im einzelnen trennscharft sein, d.h. jede Kategorie sollte einen eindeutigen, klar abgrenzbaren Bedeutungsgehalt repräsentieren, um Ergebnisunschärfen und Ungenauigkeiten der Kodierung zu vermeiden. (Früh 1981, S.89; vgl. auch Fischer Lexikon 1989, S.39). Ein Kategoriensystem soll zudem alle Aspekte der Untersuchungsaufgabe erschöpfend berücksichtigen. Nach Früh gilt es, unnötig komplexe Kategoriensysteme zu vermeiden, da sie störanfällig sind und so unnötigerweise die Verläßlichkeit des Kodiervorgangs beeinträchtigen. “Das Kategoriensystem soll gerade so anspruchsvoll und komplex sein, daß es die in der Problemstellung formulierten theoretischen Konstrukte angemessen auf der Objektebene erfaßt und in eine adäquate Datenstruktur übersetzt.” (Früh 1981, S.88) Unter der Bedingung von Vollständigkeit und Trennschärfe kann dann jede Teilmenge der untersuchten Texte eindeutig in den durch das Kategoriensystem begrenzten und strukturierten Bedeutungsraum eingeordnet werden.Google Scholar
  47. 1.
    Vgl. J.Friedrichs, Methoden der empirischen Sozialforschung, Reinbek bei Hamburg 1973, S. 125.Google Scholar
  48. 2.
    Der Methode, die am ehesten wissenschaftlichen Ansprüchen genügt, wenn jedes Element der Grundgesamtheit die gleiche Chance hat, in die Stichprobe zu gelangen, vgl. Friedrichs 1973, S.139f.Google Scholar
  49. 1.
    Vgl. Fischer Lexikon 1989, S.38.Google Scholar
  50. 2.
    Auskunft der Redakteure; Transkription des Interviews mit den Redakteuren der Kronacher Ausgabe, S.2. 2 Abgesehen von Kleinstmeldungen, die auf Sportseiten jeweils dazu dienen, Lücken zu füllen.Google Scholar
  51. 3.
    In der Lichtenfelser Ausgabe wurden Kurzmeldungen, eingeleitet jeweils mit der Ortsangabe, auch unter gemeinsamer Überschrift zusammengefaßt; diese durch die Ortsangabe und durch Zwischenraum ebenfalls eindeutig separierten Kurzmeldungen wurden als eigenständige Artikel gewertet, um die Entsprechung zur Lokalberichterstattung in Kronach und damit die Vergleichbarkeit zu wahren.Google Scholar
  52. 4.
    Zur Durchführung der Inhaltsanalyse sowie zur Verläßlichkeit und Gültigkeit vgl. die Hinweise im methodischen Anhang.Google Scholar

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1993

Authors and Affiliations

  • Carolin Herrmann

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