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Einsatz von Formalen Sprachen zur Beschreibung von Prozeßmodellen

  • Ingo Heimig
Part of the Schriften zur EDV-orientierten Betriebswirtschaft book series (SCHEB)

Zusammenfassung

Neben den technischen Grundlagen, die für die Erstellung einer Grammatik für Geschäftsprozesse in den folgenden Kapiteln benötigt werden und der prinzipiellen Beschreibung der cornputergestützten Spracherkennung in Abschnitt 2.1 soll in diesem Kapitel insbesondere gezeigt werden, daß die derzeit betrachteten Methoden zur Beschreibung von Geschäftsprozessen im wesentlichen die gleiche geringe Komplexität besitzen. Anhand eines abstrakten Komplexitätsmaßes der Formalen Sprachtheorie (i.e. Chomsky-Hierarchie) wird weiterhin gezeigt, daß die Analysefähigkeit der Beschreibungssprachen, also der Prozeßmodellierungssprachen, zu gering ist, so daß die syntaktischen Mittel der Sprachen nicht ausreichen um die semantischen Anforderungen an diese Sprachen zu erfüllen. Diese semantischen Anforderungen, beispielsweise hinsichtlich einer Verwaltung von Prozessen in Modellbibliotheken oder der Nutzung von Prozessen für das Wissensmanagement, können nur erreicht werden, wenn die Angleichung des Modells an das Original, insbesondere was die „Originaltreue nach Modelloperationen“ anbelangt, gesteigert werden kann 89 Die damit verbundene Verschiebung von inhaltlich, materiellen Aspekten (i.e. Semantik) der Modellelemente zu deren formal, strukturellen Aspekten (i.e. Syntax) kann allerdings durch die syntaktischen Metasprachen nicht geleistet werden. Die zur Verfügung stehende Syntax kann die semantischen Bedeutungen nicht tragen, die Beziehungen der Elemente des Objektsystems können im Modellsystem nicht genügend sichtbar gemacht werden. Die Beschreibungen verlieren ihre Originaltreue nach entsprechenden Modelloperationen und sind für „höhere Aufgaben”, wie z.B. der Anwendung von Prozeßpartikel auf Prozeßessenzen nicht nutzbar.90

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2002

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  • Ingo Heimig

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