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Marktprozesstheoretische Untersuchung des Wiederkaufverhaltens

  • Frank Jacob
Part of the Business-to-Business-Marketing book series (BTBM)

Zusammenfassung

Wie vorne bereits erläutert werden die Marktprozesstheorie österreichischer Prägung und die Neue Institutionenökonomik oftmals ein einem Atemzug genannt, in dem sie als Partialansätze der institutionellen Mikroökonomik eingeordnet werden.431 Was beide Bereiche sicherlich vereint, ist die explizite Gegenposition zur neoklassischen Mikroökonomik und deren Prämissen.432 Insbesondere die Annahme, dass die Informationen für alle Marktteilnehmer vollkommen sind, wird abgelehnt. Sowohl die Marktprozesstheorie als auch die Neue Institutionenökonomik gehen im Gegensatz dazu von unvollständigen Informationen für die beteiligten Marktakteure aus. Marktakteure zeichnen sich durch eine asymmetrische Verteilung des Wissens aus. Allerdings werden solche Asymmetrien in der Neuen Institutionenökonomik und in der österreichischen Marktprozesstheorie durchaus unterschiedlich behandelt. Die Neue Institutionenökonomik beleuchtet Wissensasymmetrie in erster Linie aus der Perspektive desjenigen Akteurs, der über einen Wissensnachteil verfügt. Der korrespondierende Wissensvorteil des Marktpartners wird primär als eine potentielle Bedrohung für den benachteiligten Akteur angesehen. Sowohl der Transaktionskostenansatz Williamson’scher Prägung als auch der so bezeichnete Prinzipal-Agent-Ansatz433 als Partialansätze der Neuen Institutionenökonomik sind grundsätzlich daraufhin ausgerichtet, sogenannte Transaktionsdesigns zur Bewältigung dieser Bedrohung zu entwickeln oder Instrumente zur Bewertung entsprechender Vorschläge zur Verfügung zu stellen. Ganz im Gegensatz dazu steht die Marktprozesstheorie österreichischer Prägung434, wo Ungewissheit nicht als Bedrohung, sondern sogar als Triebkraft für den Marktprozess angesehen wird.435 Im Sinne der Schumpeter’sehen Argumentation ist der erfolgreiche Unternehmer sogar dadurch charakterisiert, dass er Unsicherheit in das Marktgeschehen hinein trägt.436

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2002

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  • Frank Jacob

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