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Konzeption der Methodik des Ganzheitlichen Komplexitätsmanagements

  • Robert Kirchhof
Part of the Beiträge zur Produktionswirtschaft book series (BPW)

Zusammenfassung

Entwicklungsgegenstand dieser Arbeit ist die Methodik des Ganzheitlichen Komplexitätsmanagements, die in diesem Kapitel in ihren Grundzügen konzipiert wird. Dabei soll ein Verständnis dafür entwickelt werden, was Komplexitätsmanagement im Unternehmen bedeutet, wie die Prinzipien der Komplexitätsbewältigung im Unternehmen abgeleitet werden und wie man darauf aufbauend Komplexitätsmanagement als einen ganzheitlichen Ansatz der Unternehmensführung definieren kann. In Kapitel 4.1 wird erläutert, welche Basisaussagen der Komplexitätsgestaltung beim Umgang mit Komplexität zu beachten sind. Dazu werden die grundlegenden Aussagen von ASHBY (4.1.1) und LUHMANN (4.1.2) und das sich daraus ergebende Dilemma des Umgangs mit Komplexität (4.1.3) vorgestellt und erläutert. Darauf bauen die Handlungsstrategien (4.2) und Bestimmungsfaktoren (4.3) für den Umgang mit Komplexität im Unternehmen auf. Aus den gewonnen Aussagen wird abgeleitet, was unter Ganzheitlichem Komplexitätsmanagements verstanden wird, wie es defmiert ist und was es bedeutet(4.4). Auf dieser Grundlage werden die Methodik des Ganzheitlichen Komplexitätsmanagements und die Anforderungen an die Methodik in Kapitel 4.5 abgeleitet.

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Literatur

  1. 214.
    Vgl. Kapitel 3.Google Scholar
  2. 215.
    Vgl. Bleicher, K. (1995), S.19; derselbe (1996), S. 1–11; Malik, F. (2000a), S.37; Krieg, W. (1985), 5.268; Probst, G. (1985), S. 187; Schmidt, D. (1992), S. 15.Google Scholar
  3. 216.
    Malik, F. (2000a), S. 25Google Scholar
  4. 217.
    Vgl. ebenda.Google Scholar
  5. 218.
    Ashby, R. (1970), S. 202ff., zitiert aus: Bach, S. (1998), S. 91. Andere Formulierungen von BEER dazu lauten: „Only variety can absorb variety.“ oder: „Control can be obtained only if the variety of the controller (and in this case of all parts of the controller) is at least as great as the variety of the situation to be controlled.” Beide Zitate sind zitiert aus: Bach, S.(1998), S.91.Google Scholar
  6. 219.
    Malik, F. (2000a), S. 192.Google Scholar
  7. 220.
    Vgl. ebenda, S.191. Siehe auch zu ASHBYs Gesetz: Bliss, C. (2000), S. 143f.; Herold, C. (1991), S. 58f.; Probst, G. (1981), S. 161ff.Google Scholar
  8. 221.
    Vgl. Malik, F. (2000a), S. 191f.Google Scholar
  9. 222.
    Vgl. dazu auch: Bliss, C. (2000), 5.136.Google Scholar
  10. 223.
    Siehe Kapitel 2.1.Google Scholar
  11. 224.
    Vgl. Bliss, C. (2000), S.143.Google Scholar
  12. 225.
  13. 226.
    Vgl. ebenda, S. 143f; Heylighen, F. (1996).Google Scholar
  14. 227.
    Vgl. Luhmann, N. (1968), S. 121f.; derselbe (1993), S. 46ff.Google Scholar
  15. 228.
    Vgl. Bliss, C. (2000), S. 148f.Google Scholar
  16. 229.
    Vgl. Luhmann, N. (1986), S.209.Google Scholar
  17. 230.
    Vgl. Luhmann, (1993), S.47.Google Scholar
  18. 231.
    Ebenda, S.48.Google Scholar
  19. 232.
    Ebenda, S.49.Google Scholar
  20. 233.
    Ebenda, S. 47.Google Scholar
  21. 234.
    Vgl. Bliss, C. (2000), S. 154ff.Google Scholar
  22. 235.
    Vgl. ebenda.Google Scholar
  23. 236.
    Vgl. zu diesen Ausführungen: ebenda, S. 156f.Google Scholar
  24. 237.
    Vgl. ebenda, S. 157; Heylighen, F. (1996). Diese Auffassung hat in der wissenschaftlichen Diskussion einige Verbreitung gefunden. Einen kurzen Überblick darüber gibt: Bliss, C. (2000), S. 157ff.Google Scholar
  25. 238.
    Hinterhuber, H./Stahl, H. (2000b), S.88.Google Scholar
  26. 239.
    Vgl. hierzu die Kritik von Bliss, C. (1998), S.14ff.; derselbe (2000), S.16ff., 35ff.Google Scholar
  27. 240.
    Gemäß der emergenten Eigenschaften komplexer adaptiver Systeme muss davon ausgegangen werden, dass sich die strukturelle Komplexität im Zeitablauf immer erhöht.Google Scholar
  28. 241.
    Die Evolutionsgeschichte biologischer, technischer oder der Wirtschaftssysteme ist ein Beleg für diese Gesetzmäßigkeit (siehe hier auch z.B. Heylighen (1996)).Google Scholar
  29. 242.
    Demgemäss muss auch die funktionale Komplexität emergent zunehmen. Auch dafür lassen sich Belege finden, allerdings zeigt sich im Bereich funktionaler Komplexität auch immer wieder Systemversagen.Google Scholar
  30. 243.
    FLUSSER dagegen unterstellt, dass bei zunehmender struktureller Komplexität die funktionale Komplexität zumindest für das Einzelindividuum abnimmt. Vgl. dazu Albrecht, J. (2001), 5.73.Google Scholar
  31. 244.
    Vgl. Malik, F. (2000a), S.197.Google Scholar
  32. 245.
    Auf diese Maßnahmen wird in Kapitel 7 im Detail eingegangen.Google Scholar
  33. 246.
    Vgl. zu den Prinzipien der Komplexitätserhöhung: Grossmann, C. (1992), S. 33–43; Malik, F. (2000a), S. 48ff.; derselbe (2000b), S.42, 44; Reiß, M. (1993c), S. 11ff.; Stützgen, M. (1999), S.50f£Google Scholar
  34. 247.
    Z.B. ist jede Form der Festlegung einer Strategie, die das Unternehmen langfristig determiniert, gleichzeitig auch eine Reduktion der funktionalen Komplexität durch Zunahme der Bestimmtheit des Systems.Eine derartige Reduzierung der funktionalen Komplexität erfolgt nicht nur durch systemischevolutionären Umgang mit Komplexität, sondern in der Regel mittels konstruktivistischer Selektionsstrategien. Vgl. zur Problematik des konstruktivistischen Problemlösens innerhalb eines systemischen Ansatzes des Komplexitätsmanagements: Malik, F. (2000a), S. 329ff.Google Scholar
  35. 248.
    Vgl. dazu Bliss, C. (2000), S. 173ff.; Luhmann, N. (1968), S. 123ff.Google Scholar
  36. 249.
    Vgl. Bliss, C. (2000), 5.181.Google Scholar
  37. 250.
    Ein Vorgehenskonzept zur Anwendung der Strategien wird in Kapitel 7 vorgestellt, wobei hier bekannte Ansätze und Methoden integriert werden.Google Scholar
  38. 251.
    Vgl. zu den Prinzipien der Komplexitätsreduktion: Bliss, C. (1998) und (2000) und die dort geschilderten Prinzipien der Reduktion der Marktkomplexität, korrelierten und autonomen Untemehmenskomplexität, sowie Rhumbler, F. (1993):, S. 23ff.Google Scholar
  39. 252.
    Vgl. Luhmann, N. (1986), S. 205. FRICKER hat die auf den verschiedenen Komplexitätsbegriffen aufbauenden Komplexitätsmaße zusammengestellt und verglichen. Vgl. Fricker, A. (1996), S. 23–70. Er versucht, für die strukturelle Komplexität von Produktionssystemen Gestaltungsaussagen über die Ableitung von Komplexitäts-und Ordnungsmaßen abzuleiten, was als derzeit der am weitesten fortgeschrittene Ansatz im deutschsprachigen Raum gelten kann.Google Scholar
  40. 253.
    So auch bei LEHMANN, der bemerkt, dass sich Komplexes nicht ohne Informationsverlust zur Einheit aggregieren lässt. Vgl. Luhmann, N. (1986), 5.205.Google Scholar
  41. 254.
    Vgl. Reiß, M. (1993a), S. 56.Google Scholar
  42. 255.
    Vgl. Malik, F. (2000a), S.197.Google Scholar
  43. 256.
    Vgl. zu diesen Faktoren die ähnliche Darstellung bei: Reiß, M. (1993a), S. 57.Google Scholar
  44. 257.
    Trotz der inzwischen beachtlichen Anzahl und Vielfalt von Beiträgen zum Umgang mit Komplexität im Unternehmen (siehe Kapitel 3.4), gibt es bislang keine über alle Wissenschaftsdisziplinen anerkannte Definition des Komplexitätsmanagements.Google Scholar
  45. 258.
    Vgl. Staehle, W. (1994), S. 71.Google Scholar
  46. 259.
    Vgl. ebenda und S. 80. Die Begriffsdefinition und —verwendung ist in der deutschsprachigen Literatur nicht einheitlich und richtet sich meist nach der Herkunft der dahinterstehenden Theorieansätze. Vgl. hierzu einen kleinen Überblick bei: Probst, G. (1981), S. 20f.; Schmidt, D. (1992), S.51.Google Scholar
  47. 260.
    (1 Vgl. zu dieser Definition: ebenda; Bleicher, K. (1996), S. 1–1; Schmidt, D. (1992), S. 50; Ullrich, H./Probst, G. (1995), S. 270ff. Diese Definition geht auf MELLEROWICZ zurück (vgl. dazu Bleicher).Google Scholar
  48. 261.
    Vgl. zu Gestaltung, Lenkung und Entwicklung: Bleicher, K.. (1996), S. 1–1; Schmidt, D. (1992), S. 51ff.; Ullrich, H./Probst, G. (1995), S 271ff.Google Scholar
  49. 262.
    Vgl. dazu die Ausführungen in: Staehle, W. (1994), S. 81f.Google Scholar
  50. 263.
    Vgl. Bleicher, K. (1995), S. 32ff.; Ulrich, H./Probst, G. (1991), S.11 und 96.Google Scholar
  51. 264.
    Adam, D. (1998a), S. 67.Google Scholar
  52. 265.
    Vgl. Hub, H. (1997), S. 399.Vgl. Bleicher, K. (1995), S.201, Schmidt, D. (1992), S. 22. Vgl. Reiß. M. (1993a), S. 55f.Google Scholar
  53. 266.
    Das Wort Methodik leitet sich von Methode (methodos: griech, der Weg zu etwas hin) ab. In der Wissenschaft wird unter einer Methode wird im Allgemeinen eine Vorgehensweise verstanden, die den Weg bzw. die Schritte zu einem bestimmten Ziel beschreibt und zusammenfasst (Vgl. Seiffert, H. (1992), S. 215; Watzlawick, P. /Weakland, J. /Fisch, R. (1974), S. 26).Seiffert, H. (1992), S. 215; Watzlawick, P./Weakland, J. /Fisch, R. (1974), S. 26f.). Die Methodologie ist somit die Meta-Methode. Der praktische Gehalt einer Methodik hegt darin, dass mit der Methodik auch eine Vorgehensweise zur Lösung spezifischer Probleme entworfen wird, die den Problemlösungsprozess und den Weg der Erkenntnisgewinnung beschreibt (Vgl. Daenzer, W. /Huber, F. (1994), S. XIX).Google Scholar
  54. 267.
    Diese funktionalen Anforderungen leiten sich aus der Aussage LUHMANNs und den Problemen im Umgang mit funktionaler Komplexität ab.Google Scholar
  55. 268.
    Erklärungsmodelle sollen ein besseres Verständnis von Struktur und Verhaltensweise des Systems schaffen. Sie sind eine entsprechend vereinfachte Rekonstruktion der Realität Vgl. dazu: Rosemann, M. (1996), S.19f.Google Scholar
  56. 269.
    Methodologie/Methodik ist ein Begriff der nächsthöheren logischen Stufe, da hier die Verschiedenheit der Methoden unterschiedlicher Disziplinen untersucht werden (Vgl. Lotz, J. (1998), S.Google Scholar
  57. 270.
    Gestaltungsmodelle formulieren Lösungsideen. Sie können bezüglich verschiedener Alternativen leicht umgestaltet werden und haben daher konstruktiven Charakter.Google Scholar
  58. 271.
    Vgl. dazu: Rosemann, M. (1996), S. 19f.Google Scholar
  59. 272.
    voluntas: lat., Wille, Wunsch, Absicht.Google Scholar
  60. 273.
    determinate: lat., begrenzen, bestimmen.Google Scholar
  61. 274.
    Vgl. dazu: Perich, R. (1992),S.186ff.; Siegler, 0. (1998), S. 66f.Google Scholar
  62. 275.
    Vgl. Perich, R. (1992),S.186ff.; Siegler, O. (1998), S. 67f. 275 Vgl. Perich, R. (1992),S.193f.; Siegler, 0. (1998), S. 69ff.Google Scholar

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2003

Authors and Affiliations

  • Robert Kirchhof

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