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Die Grundwerte der Solidarität und des Dialogs

  • Josef Berghold

Zusammenfassung

Ein wesentlicher Teil der kritischen Fragen und Wahrnehmungen, die seit den Erschütterungen meiner späteren Adoleszenz mein Denken über gesellschaftliche Zusammenhänge bestimmen — und daher auch das Grundgerüst für meine forschungsleitenden Fragestellungen bilden —, kann durch eine Reihe von miteinander vernetzten Kristallisationspunkten umrissen werden, die in verschiedenen Andeutungen natürlich auch schon im vorhergehenden Kapitel zur Sprache gekommen sind.

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Literatur

  1. 5.
    Ich stimme mit Devereuxs Einwand überein, „dass der psychoanalytische Terminus,Objektliebe` (Objektkathexis) ein begrifflicher Widerspruch [ist], da man nur einen Menschen, der nicht als,Objekt`, sondern als,Subjekt` begriffen wird, auf reife Weise lieben kann“ (Devereux 1967: 184). Da ich aber bisher keinen mich überzeugenden Ersatz dafür gefunden habe (so wäre etwa „Subjektliebe” ein allzu missverständlicher Begriff), verwende ich ihn vorläufig weiterhin.Google Scholar
  2. 6.
    In der Epoche der harten Konkurrenz um Märkte, Ressourcen und Investitionen meinen die Führer mancher Länder, dass eine Handvoll Atomwaffen — oder die Absicht, sie zu besitzen — dienlich sind, um die eigene internationale Position in Verhandlungen zu stärken und sich darüber hinaus auch auf regionaler Ebene durchzusetzen.“Google Scholar
  3. 7.
    die Stimme des Intellekts ist leise, aber sie ruht nicht, ehe sie sich Gehör geschafft hat. Am Ende, nach unzählig oft wiederholten Abweisungen, findet sie es doch. Dies ist einer der wenigen Punkte, in denen man für die Zukunft der Menschheit optimistisch sein darf, aber er bedeutet an sich nicht wenig.“ (Freud 1927: 377 )Google Scholar
  4. 8.
    trotz der Unfähigkeit, die Probleme in ihren größeren Zusammenhängen zu sehen […], trotz der parzellisierenden Wahrnehmungen, einseitigen Sichtweisen und willkürlich beschränkten Blickwinkel, nimmt das Empfinden konkretere Gestalt an, dass es eine plane-tare Wesenheit gibt, der wir alle angehören, dass es im eigentlichen Sinn weltumfassende Probleme gibt, und bringt so eine Evolution in die Richtung eines planetaren Bewusstseins mit sich.“Google Scholar
  5. 9.
    in der gigantischen Vermischung der Bevölkerungen kommt es mehr zu Nebeneinander und Hierarchisierung als zu echter Integration; in der Begegnung der Kulturen setzt sich noch Verständnislosigkeit gegen Verständigung durch; in der gegenseitigen Durchdringung bleiben die Kräfte der Ablehnung sehr stark. Die weltweiten Zusammenhänge wachsen, aber ein entsprechendes Denken erwacht noch kaum. […] Es gibt Ansätze eines planetaren Handelns und Denkens, die jedoch unter dem Einfluss der Lokalismen und Provinzialismen ungeheuer verzögert und gelähmt werden. […] obwohl es nunmehr ein gemeinsames Schicksal gibt, ist daraus noch nicht das gemeinsame Bewusstsein einer Schicksalsgemeinschaft erwachsen“Google Scholar
  6. 10.
    Problem der Probleme — das Unvermögen der Welt, Welt zu werden, das Unvermögen der Menschheit, Menschheit zu werden“ „Die Bauern bekleideten sich wie ich, und die Tochter des Ochsenhüters war eleganter als meine Schwester. […] Die Welt war ja schon ganz aus dem Lot — aber wir haben sie wieder in Ordnung gebracht.” strickend zusieht, wie solche Leute auf kleinen Ochsenkarren auf den Stadtplatz gebracht werden, und,boom`, weg sind ihre Köpfe.“ (Martin/Schumann 1996: 263f) „Wie Rumkowski sind auch wir so von der Macht und vom Prestige geblendet, dass wir unsere grundlegende Zerbrechlichkeit vergessen: Mehr oder weniger bereitwillig ergeben wir uns der Macht und vergessen dabei, dass wir uns alle im Ghetto befinden, dass das Ghetto von Mauern umgeben ist, dass außerhalb der Mauern die Herren des Todes stehen und gleich in der Nähe der Zug wartet.”)Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2002

Authors and Affiliations

  • Josef Berghold

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