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Schluß

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Zusammenfassung

Den Begriff Mensch ins Zentrum einer soziologischen Untersuchung zu stellen birgt die Gefahr, den Menschen anthropologisch und humanistisch zu überzeichnen. Der Ausgangspunkt einer soziologischen Thematisierung des Menschen kann daher nicht die Frage sein, was der Mensch ist. Die dieser Untersuchung in der Einleitung vorangestellten dekonstruktivistischen und systemtheoretischen Einsichten in die Grenzen theoretischer Versuche, den Menschen essentiell, substantiell oder existentiell zu bestimmen, sind Anlaß genug, die soziologische Analyse des Menschen von Was-Fragen auf Wie-Fragen umzustellen. Thematisiert man den Menschen in soziologischer Perspektive, ist es nämlich zuallererst notwendig zu reflektieren, daß der Mensch intransparent ist. Der Begriff Mensch eignet sich daher nicht dazu, die elementaren Voraussetzungen des sozialen Ordnungsaufbaus zu bestimmen. Aus einer anthropologischen, humanistischen oder existentialistischen Bestimmung des menschlichen Wesens, der menschlichen Natur oder der menschlichen Existenz können daher keine adäquaten Schlüsse auf die Funktionsweise des Gesellschaftssystems abgeleitet werden. Eine Beantwortung der Frage, wie der Mensch in Semantiken sozial konstruiert wird, ist jedoch nicht nur eine mögliche, sondern auch eine notwendige Problemstellung der Gesellschaftstheorie. Über eine Entfaltung dieser Problemstellung kann nämlich darüber aufgeklärt werden, wie und warum der Begriff Mensch gerade in der Moderne eine hochkomplexe Semantik an sich bindet, die „den Menschen“ nicht nur über diverse Menschenbilder bestimmt, sondern darüber hinaus in unterschiedlicher Form problematisiert, indem er als Gegenstand der Sorge defmiert wird.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1999

Authors and Affiliations

  1. 1.MünsterDeutschland

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