Advertisement

„Es liegt nicht nur an den Kompetenzen, es sind (...) so schwierige Kinder in der Klasse.“

Der Blick auf Grundschulkinder in der Regelschule — eine empirische Studie zur Alltagspraxis von Grundschullehrerinnen
  • Christa Weitzel
Part of the Jahrbuch Grundschulforschung book series (JBG, volume 8)

Zusammenfassung

Die folgenden Überlegungen sind (Teil-) Ergebnis einer empirischen Studie zur Alltagspraxis von Grundschullehrerinnen. Ein Prinzip der Studie war, an das Untersuchungsfeld keine vorab formulierten Theoriekonzepte heran zu tragen, wohl wissend, dass implizites Wissen (vgl. Polanyi 1985) vorhanden ist. Damit einher ging die Absicht, Grundschullehrerinnen als Expertinnen für diese Praxis Gelegenheit zu geben, in Gruppendiskussion das maßgebliche Relevanzsystem für ihre Alltagspraxis zu entfalten. Mit Combe teile ich dabei die Einschätzung, „dass gerade im pädagogischen Bereich die typischerweise zu lösenden Handlungsprobleme ‚von innen her‘ noch nicht hinreichend erfasst sind“ (Combe 1996, S. 502). Im folgenden Beitrag diskutiere ich ein Thema, das fallübergreifend in allen Gruppendiskussionen als „Focussierungsmethapher“ (vgl. Bohnsack 1999) hervortrat: Die Beschreibungen heutiger Grundschulkinder und die daraus resultierenden Konsequenzen für die Alltagspraxis in der Grundschule.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. Behncken, I./Zinnecker, J. (2001): Neue Kindheitsforschung ohne eine Perspektive der Kinder? In: Fölling-Albers, M. et al. (Hrsg.): Kindheitsforschung, Forschung zum Sachunterricht. Seelze, S. 52–55.Google Scholar
  2. Bohnsack, R. (1996): Rekonstruktive Sozialforschung. Opladen.Google Scholar
  3. Brügelmann, H. (2002): Heterogenität, Integration, Differenzierung: empirische Befunde–pädagogische Praxis. In: Heinzel, F./Prengel, A. (Hrsg.): Heterogenität, Integration und Differenzierung in der Primarstufe. Opladen, S. 31–43.Google Scholar
  4. Combe, A. (1996): Pädagogische Professionalität, Hermeneutik und Lehrerbildung. Am Beispiel der Berufsbelastung von Grundschullehrkräften. In: Combe, A./Helsper, W. (Hrsg.): Pädagogische Professionalität. Frankfurt, S. 501–520.Google Scholar
  5. DIE ZEIT (2004): „Durch Wiegen wird die Sau nicht fett.“ Nr. 8/2004, S.71.Google Scholar
  6. Fölling-Albers, M. (2001): Veränderte Kindheit–revisited. Konzepte und Ergebnisse sozialwissenschaftlicher Kindheitsforschung der vergangenen 20 Jahre. In: FöllingAlbers, M. et al. (Hrsg.): Kindheitsforschung, Forschung zum Sachunterricht. Seelze, S. 10–51.Google Scholar
  7. Goffman, E. (1967): Stigma. Frankfurt a. M.Google Scholar
  8. Helsper, W. et al. (2001) (Hrsg.): Schulkultur und Schulmythos. Opladen.Google Scholar
  9. Leschinsky, A./Cortina, K. (2003): Zur Einbettung bildungspolitischer Trends in der Bundesrepublik. In: Cortina, K. et al. (Hrsg.): Das Bildungswesen in der Bundesrepublik Deutschland. Reinbek bei Hamburg, S. 20–51.Google Scholar
  10. Polanyi, M. (1985): Implizites Wissen. Frankfurt a. M.Google Scholar
  11. Prengel, A. (1995): Pädagogik der Vielfalt. Opladen.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2004

Authors and Affiliations

  • Christa Weitzel

There are no affiliations available

Personalised recommendations