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Theoretische Ausleuchtung des Themenfeldes Körperlichkeit, Weiblichkeit und Gesundheit

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Part of the Forschung Erziehungswissenschaft book series (FO ERZWISS, volume 167)

Zusammenfassung

Das im vorangegangenen Kapitel aufgezeigte starke weibliche Nachfrageverhalten an einer Gesundheitsbildung, welche den Körper ins Zentrum des Veranstaltungsgeschehens rückt, fordert zu theoretischen Betrachtungen hinsichtlich der Zusammenhänge von Körperlichkeit, Weiblichkeit und Gesundheit auf.

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Literatur

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    Beim Empowerment–Konzept wird ein Prozess angestoßen, den Menschen zu ermutigen, seine eigenen Angelegenheiten in die Hand zu nehmen und den Wert selbst erarbeiteter Lösungen schätzen zu lernen. Kooperationen von Personen mit gleichen Problemlagen werden gefördert, um „synergetische Effekte“ anzustoßen (vgl. Rappaport, Julian: Ein Plädoyer für die Widersprüchlichkeit: Ein sozialpolitisches Konzept des Empowerment anstelle präventiver Ansätze. In: Verhaltenstherapie und psychosoziale Praxis, H. 2, Stuttgart 1985, S. 257–278 ).Google Scholar
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    Die Begriffe „Ästhetik von oben“ bzw. „Ästhetik von unten” stammen von dem Philosophen G. Th. Fechner: „Vorschule der Ästhetik“ (Leipzig 1871).Google Scholar
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    Hier sei beispielhaft auf den Beitrag von Ross A. Lazar „Container — Contained“ und die helfende Beziehung. In: Ermann, Michael: Die hilfreiche Beziehung in der Psychoanalyse. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 1993, S. 68–91, verwiesen.Google Scholar
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    So in der Schrift: „Der deutschen Mutter. Ein Ratgeber fur alle Fragen der werdenden Mutter, der Geburt, der Geburtshilfe und der Säuglingspflege“ von Hanns Sylvester Stürgkh, Stuttgart u. Berlin 1939 (Ausstellungsstück der Berliner Ausstellung: Der erste Schrei — oder: wie man in Neukölln zur Welt kommt, Heimatmuseum Neukölln, 13.5.2000 — 1.4.2001)Google Scholar
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    Entnommen aus: Informationen zur Biografie Marilyn Monroes unter: www.german.imdb.comBio?Monroe+Marilyn (März 2001)Google Scholar
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    Sigmund Freud: Jenseits des Lustprinzps. In: Sigmund Freud: Studienausgabe, Bd. III, Psychologie des Unbewußten. Frankfurt a. M.: S. Fischer Verlag, 1975, S. 213–273Google Scholar
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    Urban verweist im Kontext von Selbstverletzungen, auf das Verhalten von Hunden in Stadtwohnungen. Die Tiere haben keine Anregung, sind einer reizarmen Umwelt ausge setzt, deshalb dösen und schlafen sie sehr viel. Ihre Körper werden taub und gefühllos. (vgl. Bodycheck — Newsletter Deutscher Studienpreis, Online-Zeitschrift, hg. von KörberStiftung, Ausgabe 7, Dezember 2000, S. 20 ).Google Scholar
  21. 35.
    Allerdings lasst sich aufgrund der Veröffentlichung in den populären Printmedien auch annehmen, dass es dadurch wiederum zu einer Art Nachahmungseffekt des Symptoms kommt. Vergleichbar, wie es in den 1980er Jahren bei den Krankheitsbildern Magersucht bzw. Bulimie zu beobachten war (vgl. Habermas 1990 ).Google Scholar
  22. 36.
    Ich verzichte allerdings auf eine ausführliche Darstellung der Butlerschen Position, da sie keinen entscheidenden Beitrag zur vorliegenden Arbeit leistet.Google Scholar
  23. 37.
    Die Definitionen von Identität und Subjekt, auf denen die Weiblichkeitsbestimmungen in der Gegenwart beruhen, würden hier von einer nicht vorhandenen Identität, einer fehlenden Subjektposition sprechen. Das zeigt, wie notwendig es ist, weibliche Identitats-bzw. Subjektbestimmung immer in Relation zu ihrer jeweiligen Zeit und Kultur zu betrachten.Google Scholar
  24. 38.
    Welche Erkenntnispotenziale die Methode der Biografieforschung hinsichtlich des Erfassens der Sozialisation bereithält, das zeigt Bettina Dausien (2002) aufGoogle Scholar
  25. 39.
    Das Untersuchungsfeld der Bindungsforschung ist keine Neuentdeckung der Spätmoderne, sondern hat ihren Kern in der Psychoanalytischen Theorie Sigmund Freuds liegen (siehe: Dornes, Martin: Bindungstheorie und Psychoanalyse, in: Psyche, Themenheft: Bindungsforschung, 52. Jg. (1998) H. 4, S. 299–348). Neben Beobachtungsstudien von Säuglingen und ihren primären Bezugspersonen (siehe: Papoutek/Papoutek 1999) werden auch mentale Bindungsrepräsentationen bei Erwachsenen untersucht (siehe: Gloger-Tippelt, Gabriele /Hofmann, Volker, in: Kindheit und Entwicklung 6, 1997, S. 161–172 ).Google Scholar
  26. 40.
    Sigmund Freud: Jenseits des Lustprinzps. In: ders.: Studienausgabe, Bd. III, Psychologie des Unbewußten. Frankfurt a. M.: S. Fischer Verlag, 1975, S. 213–273Google Scholar
  27. 41.
    Diese Frage kann ebenso für die neue Symptomatik des selbst verletzenden Verhaltens gestellt werden. Doch soll die Diskussion an dieser Stelle auf die drei genannten Krankheitsformen beschrankt werden.Google Scholar
  28. 42.
    Von Braun und Dietze benennen des weiteren die Multiplen Persönlichkeitsstörungen (MPS), auch Dissoziative Identitätsstörungen als weitere typische Frauenkrankheit (Christina von Braun/Gabriele Dietze (Hrsg.): Multiple Persönlichkeit. Krankheit, Medium oder Metapher? Frankfurt a. M.: Verlag Neue Kritik, 1999). Die MPS wird allerdings kontrovers diskutiert, sie wird gar als „psychiatriepolitisches Konstrukt“ aufgefasst (vgl. Tilo Held: Multiple Persönlichkeitsstörung — ein psychiatriepolitisches Konstrukt?, in: von Braun/Dietze (Hrsg.): a.a.O., S. 18–31). Aufgrund der Definitions-und Anerkennungsproblematik wird die MPS in den nachfolgenden Ausführungen nicht berücksichtigt.Google Scholar
  29. 43.
    Frauen, die in dieser Zeit ihre Gedanken in Wort und Schrift fassen wollten, wie bspw. Ricarda Huch (1864–1947), waren die große Ausnahme und wurden mit Argwohn betrachtet. Karin Tebben (Beruf: Schriftstellerin. Schreibende Frauen im 18. und 19. Jahrhundert. Vandenhoeck & Ruprecht: Göttingen, 1998) verfolgte, mit welchen Strategien sich die Frauen in das (männliche) Literatursystem einbrachten und gegen welche zeitgenössischen Weiblichkeitsvorstellungen und ästhetische Normen sie dabei ankämpfen mußten.Google Scholar
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  31. 45.
    dito, S. 240Google Scholar
  32. 46.
    Die Formulierung „ungelebtes Leben“ wird in den Kontexten von Literatur, Therapie, aber auch in der Alltagssprache verwendet, um auf Unerfilltheit, Unabgeschlossenheit oder eine sich-bewahren-wollende Wartestellung im Leben aufmerksam zu machen. Viktor von Weizäcker benutzt diesen Ausdruck oftmals in seinen Ausführungen zu Gesundheits-und Krankheitsprozessen (siehe dazu ausführlich: Hanses 1996, S. 99ff.). Auch Dausien (1996, S. 61ff) betont in ihren Biografieanalysen (die nicht auf den Problemgegenstand Gesundheit/Krankheit ausgerichtet sind) unter Verweis auf die geschlechtsspezifische Rollenverteilung, dass gerade in Frauenleben das „ungelebte Leben” besonders häufig anzutreffen ist. Das,Leben für Andere’ dominiere hier. Künstlerische und wissenschaftliche Entwicklungsbedürfnisse begabter Frauen — vor allem Frauen aus den unteren Volksschichten — könnten sich aufgrund gesellschaftlicher Grenzen nicht ausleben (vgl. ebd. S. 63). Mit der Argumentation auf die,natürliche Rolle’ der Frau als Mutter und Ehefrau werden Bildungswünsche von Frauen,im Keim erstickt’. Oder Frauen bilden in einem intuitiven Regelwissen ihrer zugewiesenen Rolle überhaupt keine eigenständigen Wünsche in diese Richtung aus. Sie verinnerlichen das „ungelebte Leben“ so lange, bis es durchbricht. Dies geschieht entweder in plötzlich hervortretenden bewusstseinsbildenden Erkenntnisprozessen und einem anschließenden aktiven Ausleben des zuvor unbelebten Teils seines Selbst oder die Frauen werden durch Krankheit dazu gezwungen sich mit ihren kreativen, schöpferischen Potenzialen auseinanderzusetzen.Google Scholar
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    Vgl. Christina von Braun: Männliche Hysterie — weibliche Askese. Zum Paradigmenwechsel der Geschlechterrollen. In: dies.: Die schamlose Schönheit des Vergangenen. Frankfurt a. M.: Neue Kritik 1989, S. 50–79Google Scholar
  35. 49.
    Mit Devereux’ Begriff der „ethnischen Störung“ werden Erlebnis-und Verhaltensweisen erfasst, die charakteristisch far einen bestimmten Kulturkreis sind und zugleich gegen wichtige Normen dieses Kulturkreises verstoßen. (G. Devereux (1970): Normal und anormal. In: G. Devereux: Normal und anormal. Frankfurt: Suhrkamp, 1974, S. 19–130)Google Scholar
  36. 50.
    Tilmann Habermas: Geliebte Objekte. Symbole und Instrumente der Identitätsbildung“, Berlin u.a.: de Gruyter, 1996.Google Scholar

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