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Die Verarbeitung von Medienerlebnissen

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Zusammenfassung

Bevor inhaltlich präziser zu beschreiben ist, wie Kinder Medienerlebnisse — vorab im Bereich des Fernsehens — verarbeiten, erscheint es notwendig, noch etwas detaillierter herauszuarbeiten, auf welche Sendungen sich ihre Fernsehpräferenzen beziehen. Dabei fällt auf, dass jüngere Untersuchungen (vergl. z.B. Paus-Haase 1992, Theunert u.a. 1992, Moser 1992) zu weitgehend übereinstimmenden Ergebnissen gelangen: Kinder bevorzugen vorwiegend Unterhaltungsendungen. Von den Genres her überwiegen Abenteuer, Action, Spaß und Spannung — letzteres z.T. auch in Form von Gruselfilmen. So halten Theunert u.a. (1992, S. 34ff.) fest, dass die jüngeren Kinder Spaß und Spannung vor allem in Animationsserien und -filmen finden, daneben aber auch in Kindermagazinen. Bei den Actionfilmen und Familienserien trennen sich hingegen der Geschmack von Jungen und Mädchen: „Die Jungen nennen neben den Actionserien häufig auch Actionfilme, während das Thema Familie überwiegend die Mädchen interessiert“ (Theunert u.a., S. 35). Ähnliche Resultate führen die Forschergruppe um Ingrid Paus-Haase (1992) dazu, dass sie ihre Untersuchung vorwiegend auf die Analyse von Action-Serien und Zeichentrickserien beziehen, die ebenfalls oft Action-Elemente enthalten.

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Literatur

  1. 35.
    Das Buch Rogges ist auch als „Ratgeber“ deklariert; von dieser didaktischen Intention her dürfte das Verfahren des „Geschichtenerzählens” denn auch angemessen sein. Wie weit allerdings die Plausibilität solcher Interpretationen den Kriterien einer wissenschaftlichen Absicherung genügt, scheint mir teilweise fraglich.Google Scholar
  2. 36.
    Konkret lauten die Forschungsfragen: „Stellen Medienerfahrungen im Leben von Vorschulkindern eher eine Hilfe oder eine Belastung dar? Kann der Umgang mit Medien einen entwicklungsfördernden Einfluß auf Kinder haben? Welche Bedeutung haben Medien für die Eltern-Kind-bzw. Geschwister-Kind-Beziehung? Dabei soll jedoch nicht einseitig nach einem Einfluß des Mediums auf den kindlichen Rezipienten gefragt werden (Medien als Verführer), sondern es ging zumindest gleichberechtigt um die Frage, inwiefern bereits Kinder Medien instrumentell zur Verfolgung ihrer Zwecke einsetzen können“ (Charlton/Neumann 1990, S. 37).Google Scholar
  3. 37.
    In einem sehr weiten Sinn könnte man auch solche Ansätze einem „Nutzenansatz“ zuordnen. Allerdings geht der „Uses und Gratifications”-Ansatz von allgemeinen Bedürfnissen aus, die unabhängig von hermeneutischen Interpretionen — im allgemeinen über quantifizierbare Studien — zu erfassen sind. Zudem muß die Untersuchung von Verarbeitungsprozessen nicht allein auf Nutzenaspekte bezogen bleiben.Google Scholar
  4. 38.
    Die letzte meist heitere Szene des Films, welche diesen abrundet und unterstreicht, zeigt, dass jetzt alle angesprochenen Probleme gelöst sind.Google Scholar
  5. 39.
    In diesem Zusammenhang muß allerdings angemerkt werden, dass Disneys Produktionen bis hin zu den Duck Tales als Identifikationsobjekte von Kindern keineswegs aus dem Rennen sind. Sie haben sich mit der dosierten Aufnahme zeitgemäßer action-orientierter Elemente und neuen Figuren geschickt an die Medienvorlieben der heutigen Kids angepaßt.Google Scholar
  6. 40.
    Nach Schabedoth (1995) zeigt sich für die „Lindenstrasse“, dass diese Sendung in allen Bevölkerungsschichten regelmäßige Nutzer hat, und zwar 19–25 Prozent aller soziodemographischen Gruppen, die üblicherweise zur Segmentierung des Publikums benutzt werden.Google Scholar
  7. 41.
    Allerdings ist wenigstens die Einschränkung der Unterbrechungswerbung geblieben: „Da die Landesmedienprogramme Werbeunterbrechungen im Kinderprogramm verbieten, strahlen die Privaten nun statt längerer Kindersendungen Mini-Filmchen aus, damit mehr und noch mehr Werbespots zwischen die regulären Programme plaziert werden können“ (Böhme-Dürr 1993, S. 4).Google Scholar

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2000

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