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Die Medien und das Heranwachsen der Kinder

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Zusammenfassung

Im letzten Kapitel ging es um allgemeine Zusammenhänge zwischen Medienentwicklung und Sozialisation. Insbesondere wurde der gesellschaftliche Wandel und damit verbunden der Wandel intergenerationeller Entwicklungsmuster in den Mittelpunkt gestellt. Dabei ging der Rahmen der Erörterungen indessen bewußt über den engen Rahmen der Medien hinaus, um den Bezug zu Phänomenen wie der Erlebnisgesellschaft oder der Patchwork-Identität herzustellen. Im Folgenden soll der Blick nun aber im Speziellen auf die Medienforschung und ihre Resultate gerichtet werden. So sollen Fragen der Mediennutzung und der Wirkungsforschung behandelt werden — letzteres auf dem Hintergrund der wachsenden Kritik, welcher dieser Ansatz in den letzten Jahren ausgesetzt war. Geht die Wirkungsforschung oft von einem Ansatz aus, welcher die Rezipienten als passive Objekte der Medien betrachtet, so wird vor allem im letzten Teil dargestellt, wie sich Kinder aktiv „Fernsehfähigkeiten“ aneignen.

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Literatur

  1. 30.
    Dass dieser Aspekt angesichts der zunehmenden Zweit-und Drittfernseher bald nicht mehr eine so große Rolle spielt, soll in diesem Zusammenhang nur angedeutet werden (vgl. auch S. 125).Google Scholar
  2. 31.
    Das Verhältnis von Sprache und Lesen ist auch in der Diskussion um die Einflüsse des Fernsehens auf Heranwachsende immer wieder zum Thema gemacht worden; es wird zum Beispiel auch von der weiter unten dargestellten „Wissenskluft-Hypothese“ aufgenommen (vgl. S. I39ff.).Google Scholar
  3. 32.
    Auch dieser Befund kann indessen doppeldeutig interpretiert werden — einmal als Beleg dafür, dass die Rezipienten dem Sog des Mediums weit weniger ausgeliefert sind, als dies von Kritikern befürchtet wird. In diesem Sinne wurde eben im Rahmen der vorliegenden Arbeit argumentiert. Auf der anderen Seite könnte man nun aber auch einwenden, dass durch die Aufspaltung der Aufmerksamkeit auf verschiedene gleichzeitige Aktivitäten Heranwachsende immer weniger im Stande seien, konzentriert und mit ungeteilter Aufmerksamkeit zu lernen; Nervosität und Flüchtigkeit des Tuns seien die Folge. Beides mag „richtig“ sein; und je nach Perspektive des Interpreten wird mehr die eine oder die andere Seite in den Vordergrund gestellt.Google Scholar
  4. 33.
    Ähnlich kann auch mit Hinblick auf den Computer argumentiert werden, der in den letzten Jahren zu einem Bildungs-und Lernmedium par excellence avanciert ist. Gerade weil die Befürchtung besteht, dass Kinder aus höheren Schichten häufiger schon zu Hause mit diesem Medium in Kontakt kommen, wird in letzter Zeit verstärkt mit der Forderung nach einem Ausgleich der Chancen durch die Schule argumentiert.Google Scholar
  5. 34.
    Eine Unsicherheit besteht allerdings bei solchen Interviews darin, dass die befragten Kinder ihre Seherlebnisse erst versprachlichen mußten. Das von ihnen gezeigte Verständnis wurde erst auf dieser Grundlage erhoben. So muß bei der Interpretation des Fernseherlebens diese Fähigkeit der Versprachlichung ebenfalls mitberücksichtigt werden.Google Scholar

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2000

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