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Die Darstellung von Dresden und Dresdnern in der interpersonalen Kommunikation: Öffentliche Führungen, Vorträge und Podiumsdiskussionen

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Part of the Sozialwissenschaft book series (SozWi)

Zusammenfassung

Nicht nur lokale Massenmedien bieten Informationen über Dresden. Auch zahlreiche öffentliche Veranstaltungen beschäftigen sich mit der Stadt und tragen so zur kommunikativen Konstruktion und Vermittlung von Wissen über die Stadt bei. Während lokale Massenmedien potenziell ‚große Öffentlichkeiten‘ erreichen, sprechen öffentliche Veranstaltungen mittels interpersonaler Kommunikation eher ‚kleine Öffentlichkeiten‘ an.1 In den Lokalzeitungen der Stadt gibt es bereits seit Mitte des 19. Jahrhunderts Hinweise auf derartige Veranstaltungen (vgl. Kapitel 5.2.1.9). Daran kann man ablesen, dass Dresden-Themen schon seit langem zum kulturellen Veranstaltungsangebot der Stadt gehören. In der Gegenwart ist das Angebot an öffentlichen Veranstaltungen zu Dresden-Themen so umfangreich, dass der Stadtbürger im Durchschnitt beinahe jede Woche eine solche Veranstaltung besuchen könnte. Verschiedenste Vereine2 und Institutionen, die Dresden zum Gegenstand ihrer Arbeit gemacht haben, treten mit einer regen Kulturbetrieblichkeit an die Öffentlichkeit. Sie organisieren Führungen, Vorträge und Diskussionsveranstaltungen, die von den Stadtbürgern mehr oder weniger zahlreich besucht werden. Im Folgenden soll untersucht werden, wie Dresden (Kapitel 6.1) und die Dresdner (Kapitel 6.2) dort dargestellt werden.

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Literatur

  1. Vgl. dazu Gerhards/Neidhardt (1990), Gerhards (1992a; 19926; 1992c), Knoblauch (1995). Für öffentliche Veranstaltungen ist charakteristisch, dass sie im Unterschied zur massenmedialen Kommunikation grundsätzlich,interaktiv’ angelegt sind. Die Vortragenden treten früher oder später mit dem Publikum in einen Austausch. Die einen mehr, die anderen weniger. Öffentliche Veranstaltungen sind bislang noch relativ wenig untersucht worden. Vgl. McComas (2001, S. 36): „Very little research, however, has systematically examined public meetings - the attitudes of people who attend them and those who conduct them, or even outcomes of public meetings.“Google Scholar
  2. Auch Vereine sind bislang relativ wenig beforscht worden. Obwohl man bereits in den 70er Jahren darüber klagte, dass nur wenige Arbeiten über Vereine existieren (vgl. z.B. Siewert 1977, S. 487), hat sich bis heute nicht viel geändert. An dieser Stelle ist die Untersuchung von Pflaum erwähnenswert, die Vereine im Kontext von Gemeindeuntersuchungen betrachtete. Sie stellt fest, dass Vereine „Zusammenhalt schaffen, einmal zwischen den Mitgliedem, zum anderen jedoch im ganzen Ort, weil,alle’ - wie man so kennzeichnenderweise oft hört - zu den Veranstaltungen der Vereine kämen und weil die Vereine die üblichen Ortsfeste, wie Maifeste und Kirmes, für alle ausgestalteten. Sie stellt fest, dass Vereine „Zusammenhalt schaffen, einmal zwischen den Mitgliedem, zum anderen jedoch im ganzen Ort, weil,alle’ - wie man so kennzeichnenderweise oft hört - zu den Veranstaltungen der Vereine kämen und weil die Vereine die üblichen Ortsfeste, wie Maifeste und Kirmes, für alle ausgestalteten.“ (Pflaum 1961, S. 168 ) Vereine haben demnach - in den von ihr untersuchten Dörfern und Weilem - eine sozialintegrative Funktion; nicht nur für die Vereinsmitglieder, sondern aufgrund von öffentlichen Veranstaltungen auch far die Dorfbewohner. Vgl. ferner Seibel (1998).Google Scholar
  3. Bei den Filmausschnitten handelte es sich teilweise um Ausschnitte aus Dresden-Videos (vgl. Kapitel 5.3). Köstlin ( 1995, S. 400 ).Google Scholar
  4. Vgl. Vorsteher ( 1997, S. 255). Vgl. auch Brink (1997) und Becker (1997) über Fotografien in Museen.Google Scholar

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2004

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