Advertisement

Postmoderne Gesellschaft

Chapter
  • 70 Downloads

Zusammenfassung

Der Begriff der Postmoderne ist zu einem der schillerndsten Begriffe in der kunst-, literatur- und gesellschaftstheoretischen Diskussion des letzten Jahrzehnts geworden. Das Wort “Postmoderne” gehört zu einem Netzwerk “posti-stischer” Begriffe und Denkweisen — “postindustrielle Gesellschaft”9, “Poststrukturalismus”, “postmoderne Ethnologie”10, “Postrationalismus”, “postmoderne Ethik”11 etc. — in denen, wie es scheint, das Bewußtsein eines Epochenbeginns sich zu artikulieren versucht, dessen Konturen noch unklar, verworren und ambivalent sind, dessen zentrale Erfahrung aber das definitive Ende eines historischen Projekts anzudeuten scheint: des Projekts der Moderne, des Projekts der europäischen Aufklärung.12

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. 9.
    Vgl. D. Bell 1972.Google Scholar
  2. 10.
    Vgl. M. Knecht/G. Welz 1991.Google Scholar
  3. 11.
    Vgl. Z. Baumann 1995.Google Scholar
  4. 12.
    Vgl. zur Kritik der Postmoderne A. Honneth 1994(a), S. 11ff; S. Lang 1992, S. 163ff.Google Scholar
  5. 13.
    Vgl. W. Welsch 1993; H.G. Vester 1993; A. Wellmer 1993; H.P. Krüger 1993; P. Engelmann (Hrsg.) 1990; C. Conrad/M. Kessel (Hrsg.) 1994.Google Scholar
  6. 14.
    Vgl. U. Beck 1986.Google Scholar
  7. 15.
    Vgl. G. Schulze 1990.Google Scholar
  8. 16.
    Vgl. A. Giddensl993, S. 446.Google Scholar
  9. 17.
    Vgl. W. Welsch 1993, S. 4f.Google Scholar
  10. 18.
    Vgl. G. Schulze 1990.Google Scholar
  11. 19.
    Vgl. A. Wellmer 1993(c), S. 49.Google Scholar
  12. 20.
    Vgl. H.G. Vester 1993, S. 10.Google Scholar
  13. 21.
    Vgl. W. Welsch 1992(a), S, 35.Google Scholar
  14. 22.
    Vgl. dazu H.-R Fischer/A.. Retzer u.a. (Hrsg.) 1992.Google Scholar
  15. 23.
    Ausführlich dazu U. Beck 1993.Google Scholar
  16. 24.
    Vgl. W. Welsch 1992(a), S. 35ff.Google Scholar
  17. 25.
    H.R. Fischer 1992, S. 12.Google Scholar
  18. 26.
    Vgl. S.Hall 1994(f), S. 211.Google Scholar
  19. 27.
    Vgl. U. Beck 1993, S. 57ff.Google Scholar
  20. 28.
    Vgl. H. Klotz 1984.Google Scholar
  21. 29.
    Vgl. D. Bell 1985, S. 10.Google Scholar
  22. 30.
    Diese systemische Ausdifferenzierung der Gesellschaft macht einen neuen Integrationsmodus notwendig, den man “Systemintegration” nennt. Die Systemintegration ist eine gesellschaftliche Integration.Google Scholar
  23. 31.
    Dieser zweite lebensweltliche Aspekt bezeichnet eine zweite Integrationsart, die unter dem Begriff “Sozialintegration” thematisiert wird. In diesem Zusammenhang ist es wichtig darauf hinzuweisen, daß die Sozialintegration keine gesellschaftliche, sondern eine lebensweltliche Integration darstellt.Google Scholar
  24. 32.
    Was die politische Integration betrifft, wird dem Wahlrecht, von dem die ethnischen Minderheiten ausgeschlossen sind, eine wesentliche Bedeutung beigemessen.Google Scholar
  25. 33.
    Ausführlich dazu J. Habermas 1994(b), S. 90ff.Google Scholar
  26. 34.
    Dazu könnte man die kommunitaristische Option nennen. Vgl. Teil “Kommunitarismus- und Liberalismusdebatte”.Google Scholar
  27. 35.
    Vgl. L. Hoffmann 1994, S. 65ff.Google Scholar
  28. 36.
    Vgl. J. Baecker/M. Borg-Lauf u.a. 1992, S. 121AF.Google Scholar
  29. 37.
    Die Revolution in der DDR von 1989, ausgebrochen zur Erkämpfung demokratischer Selbstbestimmung des “Volkes”, verschob sich ganz bald in die Forderung nach nationaler Einheit (“Wir sind das Volk” als Leitmotiv der Revolution wurde zu “Wir sind ein Volk”). Als die Wiedervereinigung 1989 zur Debatte stand, ging es nicht um “Mehr-Demokratie-Wagen”, wie es W. Brandt einmal formuliert hatte, sondern im Vordergrund standen vor allem zwei Motive, die ausschlaggebend waren: Erstens der Wunsch nach dem materiellen Aufholen eines westlichen Standards. Zweitens beobachtete man bei der Wiedervereinigung die Neigung zur Neueinrichtung im Nationalstaat samt dem Affekt der Abschirmung gegen ethnisch “Fremde” — wozu noch erschwerend hinzukommt, daß diese Art von Nationalismus in dem Sinn vormodern, aber gründlich deutsch ist, daß sie den Staat nicht zunächst als konstituierte Gesellschaft ansieht, sondern als die gesetzlich geschützte Grenze, die die Mitglieder einer Ethnie oder Sprachgemeinschaft gegen die als “nicht-dazugehörig Definierten” abriegelt. Für die Richtigkeit der Einschätzung, daß mit der deutsch-deutschen Vereinigung rechtstaatliche durch nationalstaatliche Motive überlagert wurden, spricht das Ergebnis einer Umfrage des Instituts für angewandte Sozialforschung (infas), wonach 78% der Ostdeutschen die Asylpolitik der Bundesregierung als viel zu permissiv verdammen — ein deutlicher Hinweis. Vgl. Südwestpresse vom 19.10.1992, S. 1.Google Scholar
  30. 38.
    Vgl. den Teil “Kommunitarismus- und Liberalismusdebatte”.Google Scholar
  31. 39.
    Vgl. den Abschnitt “Multikulturalismusdiskurs”.Google Scholar
  32. 40.
    Vgl. J. Habermas 1992(b), S. 435f.Google Scholar
  33. 41.
    Vgl. A. Wellmer: 1993(d), S. 173f.Google Scholar
  34. 42.
    Vgl. H.P. Krüger 1993, S. 99.Google Scholar
  35. 43.
    Vgl. H.P. Krüger 1993, S. 191f.Google Scholar
  36. 44.
    H. P. Krüger 1993, S. 99.Google Scholar
  37. 45.
    A. Honneth 1994(a), S. 19.Google Scholar
  38. 46.
    Ausführlich dazu den Abschnitt “Kommunitarismus- und Liberalismusdebatte”.Google Scholar
  39. 47.
    P.Allheit 1994, S. 603.Google Scholar
  40. 48.
    Vgl. A. Honneth 1994(a).Google Scholar
  41. 49.
    Vgl J. Habermas 1976, S. 271ff.Google Scholar
  42. 50.
    Vgl. G.-H. Lenz 1994, S. 173.Google Scholar
  43. 51.
    G.-H. Lenz 1994, S. 176.Google Scholar
  44. 52.
    Vgl. D. Harvey 1994, S. 222.Google Scholar
  45. 53.
    D. Harvey 1994, S. 222.Google Scholar
  46. 54.
    Vgl. H.P. Krüger 1993, S.240ff.Google Scholar
  47. 55.
    Wenn Gesellschaften aufgrund interner Differenzierungen homogen als Ganzes nicht organisierbar sind, ist heutzutage immer wieder beschworene nationale Identität, nationalhomogene Kultur nur ableitbar aus der Gemeinschaftsideologie. Sie bezieht sich auf die überkommenen Traditionsbestände, mit denen versucht wird, zunehmend sozial differenzierte Gesellschaften als homogen zu organisieren. Man könnte diesen Rekurs auf die Traditionsreste, um die zunehmend enttraditionalisierten Lebenswelten als homogen zu organisieren, als eine neue Variante alter Politikformen bezeichnen.Google Scholar
  48. 56.
    Ausführlich dazu P. Hejl 1994, S. 126.Google Scholar
  49. 57.
    Vgl. P. Hejl 1994, S. 127ff.Google Scholar
  50. 58.
    Vgl. G. Schulze 1992.Google Scholar
  51. 59.
    Vgl. S. Hradil 1987.Google Scholar
  52. 60.
    Vgl. u.a. N. Luhmann 1989, Kap. IX–XVI.Google Scholar
  53. 61.
    Vgl. D.Läpple 1991.Google Scholar
  54. 62.
    Vgl. E. Altvater. Sachzwang Weltmarkt. Verschuldungskrise, blockierte Industrialisierung und ökologische Gefährdung. Der Fall Brasilien. Hamburg 1987 zitiert nach D. Läpple 1991, S.199.Google Scholar
  55. 63.
    Vgl. F. Nietzsche 1966, S. 473.Google Scholar
  56. 64.
    W. Welsch 1991, S. 352.Google Scholar
  57. 65.
    G. Gamm 1992, S. 84.Google Scholar
  58. 66.
    Vgl. N. Luhmann 1984, S. 256ff; Ders. (Hrsg.): 1985; Ders.: 1989, S. 149ff.Google Scholar
  59. 67.
    Dieser Gedanke geht auf G. Simmel 1983, S. 61ff.Google Scholar
  60. 68.
    Vgl. W. Welsch 1992, S. 39ff; S. Hradil 1987, S. 167f; M. Vester u.a. 1993.Google Scholar
  61. 69.
    Vgl. B. Peters 1993, S. 197f.Google Scholar
  62. 70.
    Vgl. B. Peters 1993, S. 197f.Google Scholar
  63. 71.
    Vg. B. Peters 1993, S, 198.Google Scholar
  64. 72.
    Vgl. J. Habermas 1994(a), S, 442.Google Scholar
  65. 73.
    J. Habermas 1994(a), S. 442.Google Scholar
  66. 74.
    W.-D. Bukow 1992, S. 12.Google Scholar
  67. 75.
    Ausführlicher über Wanderungsbewegungen in Deutschland der Abschnitt “Geschichte der Migration”.Google Scholar
  68. 76.
    H. Dubiel 1994(a), S. 144.Google Scholar
  69. 77.
    J. Habermas 1973, S. 14.Google Scholar
  70. 78.
    Vgl. H-G. Brose/B. Hildenbrand 1988, S. 11 ff.Google Scholar
  71. 79.
    Ausführlich dazu Vgl. M. Vester 1993.Google Scholar
  72. 80.
    Vgl. W.-D. Bukow/R. Llaryora 1988.Google Scholar
  73. 81.
    H. Dubiel 1994(a), S. 148.Google Scholar
  74. 82.
    Vgl. U. Beck 1986; U. Beck 1993.Google Scholar
  75. 83.
    U. Beck/E. Beck-Gernsheim 1994, S, 13.Google Scholar
  76. 84.
    U. Beck/E. Beck-Gernsheim 1994, S. 21.Google Scholar
  77. 85.
    Vgl. U. Beck 1994(b), S. 45.Google Scholar
  78. 86.
    Vgl. J. Habermas 1989.Google Scholar
  79. 87.
    Vgl. dazu H. Esser 1988(b), S. 52f.Google Scholar
  80. 88.
    Vgl. U. Beck 1986.Google Scholar
  81. 89.
    Ausführlich dazu der Abschnitt “Kommunitarismus- und Liberalismusdebatte”.Google Scholar
  82. 90.
    H. Dubiel 1994(b), S. 92.Google Scholar
  83. 91.
    Vgl. G. Simmel 1989; N. Elias 1976; U. Beck 1986; M. Kohli 1989.Google Scholar
  84. 92.
    T. Rauschenbach 1994, S. 91.Google Scholar
  85. 93.
    Vgl. A. Giddens 1993, S. 447.Google Scholar
  86. 94.
    A. Giddens 1993, S. 476.Google Scholar
  87. 95.
    Siehe auch N. Luhmann über “Weltgesellschaft”: N. Luhmann 1971; Luhmann setzt das Problem in Beziehung zur funktionalen Differenzierung: Unterschiedliche Rollen sind in unterschiedliche, z.B. national übergreifende Interdependenzen einbezogen (z.B. Wissenschaft). Außerdem verweist er auf Tourismus und Massenkommunikation.Google Scholar
  88. 96.
    Vgl. dazu U. Beck/E. Beck-Gersheim 1991; U. Beck/E. Beck-Gernsheim 1990; R. Hitzler 1991.Google Scholar
  89. 97.
    Ausführlich dazu R. Hitzler 1994.Google Scholar
  90. 98.
    Vgl. R. Hitzler/A. Honer 1994, S. 310.Google Scholar
  91. 99.
    Vgl. R. Hitzler/A. Honer 1994, S. 312.Google Scholar
  92. 100.
    Vgl. dazu M.. Vester u.a. 1993; S. Hradil 1989, S. 111 ff.Google Scholar
  93. 101.
    U. Beck/E. Beck-Gernsheim 1994, S. 35.Google Scholar
  94. 102.
    Hier spielen die Unterscheidung und Zusammenhänge von “Sozialintegration” und “Systemintegration” eine eminente Rolle.Google Scholar
  95. 103.
    Vgl. W.-D. Bukow/R. Llaryora 1988.Google Scholar
  96. 104.
    U. Beck 1986, S. 209.Google Scholar
  97. 105.
    Identitätspolitik ist ein zentraler Begriff in den soziologischen Untersuchungen Erwing Goffmanns.Google Scholar
  98. 106.
    G. Simmel 1992; vor allem das letzte Kapitel ist dem Stil des modernen Lebens gewidmet. Zur weiteren Diskussion vgl. D. P. Frisby 1984Google Scholar
  99. 107.
    G.Simmel 1992, S.551.Google Scholar
  100. 108.
    Vgl. R. Hitzler/A. Honer 1994, S. 312.Google Scholar
  101. 109.
    Vgl. U. Rödel/G. Frankenberg/H. Dubiel 1989.Google Scholar
  102. 110.
    Vgl. H. Dubiel: Vorwort. In: Ungewißheit und Politik 1994, S. 9.Google Scholar
  103. 111.
    H. Dubiel 1994(c), S. 112.Google Scholar
  104. 112.
    R. Hitzler/E.J. Koenen 1994, S. 452.Google Scholar
  105. 113.
    R. Hitzler/E.J. Koenen 1994, S. 457.Google Scholar
  106. 114.
    Vgl. U. Beck 1993.Google Scholar
  107. 115.
    Vgl. U. Beck 1994(a), S. 472.Google Scholar
  108. 116.
    Vgl. H. Joas 1992.Google Scholar
  109. 117.
    Vgl. J. Habermas 1981.Google Scholar
  110. 118.
    U. Beck 1994(a), S. 478.Google Scholar
  111. 119.
    W.-D. Bukow 1993, S. 47.Google Scholar
  112. 120.
    Vgl. dazu “Die Wahlrechtsdiskussion”.Google Scholar
  113. 121.
    J. Gerster 1987, S. 1.Google Scholar
  114. 122.
    M. Lagner 1989, S. 2.Google Scholar
  115. 123.
    Vgl. C. Offe 1994, S. 136ff.Google Scholar
  116. 124.
    Vgl. E. Denninger 1994, S. 95ff.Google Scholar
  117. 125.
    K.-H. Ladeur 1994, S. 323.Google Scholar
  118. 126.
    Vgl. J. Baecker u.a. 1992.Google Scholar
  119. 127.
    W.-D. Bukow 1993, S. 65/66.Google Scholar
  120. 128.
    Es ist wichtig, den wissenschaftlichen Begriff der Identität vom politischen Begriff zu unterscheiden. Erst dann kann man ihre Beziehungen zueinander klären. Wenn der Begriff der kulturellen Identität in den politischen Texten gebraucht wird, handelt es sich um einen Begriff, der aus der Defensive heraus formuliert ist. “Man sieht seine eigene Identität bedroht und fordert Maßnahmen zu ihrem Schutz oder ihrer Wiederherstellung. (...) Es handelt sich also um einen Wertbegriff: Identität ist etwas Positives, etwas (funktional) Notwendiges. Identität ist etwas, worauf jeder Mensch, jede ethnische Gruppe ein Recht hat.” Die Verwendung des politischen Begriffes der Identität als etwas Positives, führt folgerichtig dazu, daß “eine Veränderung z.B. ethnischer Identität etwas mit sich” bringt, das man als negativ zu wertende Entfremdung bezeichnen kann.” Der wissenschaftliche Begriff der Identität steht in einer eigentümlichen Beziehung zum politischen. Wenn man ihn als deskriptiven Begriff verwendet, sind zwei Strategien denkbar: Erstens kann der Begriff dazu dienen, die für die Individuen relevanten Identitäten zu entdecken und ihre symbolischen Ausprägungen zu beschreiben. Zweitens ist auch denkbar, daß die Veränderungen der Identitäten in den Vordergrund gestellt werden. “Hierzu können die Veränderungen der Inhalte und Symbole gehören, die ‘Erfindungen’ neuer Identitäten und die dadurch in Gang gebrachte Neustrukturierung des Identitätssystems einer Gesellschaft, die Eingliederung ‘kleiner’ Identitäten in ‘größere’, und selbstverständlich auch sowohl die eventuell auftretenden psychischen u.a. Beziehungen und Konflikte, die bei einem Identitätswandel oder Wechsel auftreten, als auch die Einstellungen der von solchen Veränderungen betroffenen Individuen und Gruppen.” In dem letzten genannten Aspekt geht es nur um die politische Dimension einer Identitätsproblematik. Allerdings muß man hier bemerken, daß die Aufdeckung z.B. einer gegebenen Empfindung von Entfremdung und ihre wissenschaftliche Systematisierung durchaus fiir eine politische Verwendung einsetzbar sein kann. K. Zimmermann 1994, S. 64/65.Google Scholar
  121. 129.
    Vgl. B. Schmid-Kemmner 1993, S. 37.Google Scholar
  122. 130.
    In diesem Zusammenhang ist auf die Literatur über die “Ausländerkriminalität” zu verweisen, in der sich deutlich erkennen läßt, wie die Minderheiten pauschal als “abweichend” oder als “kriminell” definiert werden. Auf diese Weise werden Minderheiten kriminalisiert. So wird Kriminalität als gesellschaftliches Phänomen zur “Ausländerkriminalität”, die bei den Minderheiten als natürliche bzw. “kulturspezifische” Eigenschaft definiert wird, die meist in der als ethnisch konstruierten Identität lokalisiert wird.Google Scholar
  123. 131.
    L. Niethammer 1994, S. 397.Google Scholar
  124. 132.
    Vgl. dazu postmoderne Debatten.Google Scholar
  125. 133.
    Vgl. S. Hall 1994, S. 180/181.Google Scholar
  126. 134.
    Identität als kollektiv definierte Kategorie hat es in der Geschichte nie gegeben.Google Scholar
  127. 135.
    Vgl. D. Kellner 1994, S. 235.Google Scholar
  128. 136.
    P.M. Heij hat die Charakteristika der traditionellen und modernen Gesellschaften aus der konstruktivistischen Sozialtheorie ausführlich beschrieben. Er betont — im Gegensatz zu vormodernen Gesellschaften — die hochgradigen Ausdifferenzierungen in der modernen Gesellschaft und die damit einhergehende Vielzahl spezieller Interaktionsbeziehungen. Erst in der Moderne bekam das individualisierte Individuum durch Befreiung von den alten Normen und Traditionen die Möglichkeit, gleichzeitig in verschiedenen gesellschaftlichen Kontexten zu interagieren und sein Leben mehr oder weniger in eigener Regie zu führen. Dies hat natürlich einen wesentlichen Einfluß auf die Identitätsentwicklung und auf die Identitätskonzepte ausgeübt. So wurden die substantiell bestimmten Identitätsvorstellungen dekonstruiert und die dynamisch-prozessuale Dimension der Identität in den Vordergrund gerückt. P.-M. Heij 1992, S. 200f. Hier muß man jedoch daraufhinweisen, daß die moderne Gesellschaft gekennzeichnet ist durch Trennung der privaten Sphäre von der öffentlichen. Daher kann diese Wechselwirkung konstitutiv sein für die einzelnen Identitäten, die in der Moderne eher einen “privaten Status” haben. Probleme ergeben sich erst dann, wenn die Identität aus dem privaten Bereich herausgedrängt wird und zu einer ethischen Forderung erhoben und damit zum Leitprinzip der Gesellschaft stilisiert wird. Daß Ethnizität oder ethnische Identität zum Regulativprinzip erhoben wird, was für die traditionellen Gesellschafsformen konstitutiv war, erleben wir zunehmend in den letzten Jahren in der BRD. Mehr dazu im “Ethnizitätsdiskurs”.Google Scholar
  129. 137.
    D.Kellner 1994, S. 215.Google Scholar
  130. 138.
    Vgl. D.Kellner 1994, S. 215.Google Scholar
  131. 139.
    Vgl. D.Kellner 1994, S. 216.Google Scholar
  132. 140.
    Vgl. A. Giddens 1993, S. 445.Google Scholar
  133. 141.
    Vgl. P.L.Berger/T. Luckmann 1987, S. 185.Google Scholar
  134. 142.
    Vgl. K. Zimmermann 1994, S. 67.Google Scholar
  135. 143.
    K. Zimmermann 1994, S. 67/68.Google Scholar
  136. 144.
    K. Zimmermann 1994, S. 68.Google Scholar
  137. 145.
    Dieser interaktionistische Ansatz hat auch Eingang gefunden in die konstruktivistischen Selbstkonzepte vor allem von G. Rusch. Er weist daraufhin, daß zum Aufbau eines Selbstkonzepts Erfahrungen notwendig sind, die das Individuum mit anderen Personen macht. Erst im Rahmen sozialer Erfahrung und sprachlicher Artikulationen “(...) er-lebt man sich selbst gewissermaßen durch das eigene Erleben von anderen durch die eigenen Erfahrungen mit anderen.” G. Rusch 1992, S. 139. Zitiert nach S.J. Schmidt 1992, S. 21.Google Scholar
  138. 146.
    W. Schmidt 1994, S. 366.Google Scholar
  139. 147.
    Vgl. V.M. Bader 1991, S. 105/106.Google Scholar
  140. 148.
    V. M. Bader 1991, S. 106; In diesem Zusammenhang hat E. Goffman drei Formen von Identität unterschieden: Ich-Identität, persönliche Identität und soziale Identität. Vgl. E. Goffmann 1992.Google Scholar
  141. 149.
    J. Clifford: The Predicament of Culture: Twentieth Century Ethnography, Literature, and Art. Cambridge 1988, S. 9. Zitiert nach L. Hutcheon 1994, S. 164.Google Scholar
  142. 150.
    K. Zimmermann 1994, S. 101.Google Scholar
  143. 151.
    In diesem Kontext weisen Berger/Luckmann darauf hin, daß je komplexer und differenzierter eine Gesellschaft sei, desto größer die Vielfalt an Beziehungsformen. Vgl. P.L. Berger/T. Luckmann 1987, S. 46.Google Scholar
  144. 152.
    K. Zimmermann 1994, S. 101.Google Scholar
  145. 153.
    D. Bell 1976, S. 10.Google Scholar
  146. 154.
    D. Bell 1976, S. 125.Google Scholar
  147. 155.
    Vgl. N. Luhmann 1989, Kap. IX–XVI.Google Scholar
  148. 156.
    F. Nietzsche 1966, S. 473.Google Scholar
  149. 157.
    Vgl. P. M. Hejl 1994, S. 124f.Google Scholar
  150. 158.
    H. Keupp 1990.Google Scholar
  151. 159.
    Vgl. S.Hall 1994(f), S. 181.Google Scholar
  152. 160.
    S. Hall 1994(f), S. 181.Google Scholar
  153. 161.
    Die Hauptpersonen in der Soziologie, die die interaktive Konzeption der Identität und des Ich entwickelten, sind G.H. Mead, E. Goffman, G.C. Cooley und die symbolischen Interaktionisten.Google Scholar
  154. 162.
    S. Hall 1994(f), S. 182.Google Scholar
  155. 163.
    G.H. Mead 1968 S. 180 zitiert nach K. Zimmerman 1994, S. 70.Google Scholar
  156. 164.
    G.H. Mead 1968, S. 216ff.Google Scholar
  157. 165.
    L. Niethammer 1994, S. 380.Google Scholar
  158. 166.
    S. Hall 1994(f), S. 182.Google Scholar
  159. 167.
    Vgl. V. M. Bader 1991, S. 113.Google Scholar
  160. 168.
    Vgl. J. Habermas 1974, S. 68 ff.Google Scholar
  161. 169.
    Vgl. J. Habermas 1988, S. 223.Google Scholar
  162. 170.
    Vgl.J. Habermas 1988 S. 223ff.Google Scholar
  163. 171.
    Vgl. J. Habermas 1988, S. 224/5.Google Scholar
  164. 172.
    In seinem Mead-Aufsatz verwendet Habermas die von Peiree entfaltete und bei Mead wiederkehrende Denkfigur eines in der unbegrenzten Kommunikationsgemeinschaft erzielten Konsens Vgl. J. Habermas 1988.Google Scholar
  165. 173.
    Mehr zur Identität in der postmodernen Theorie D. Kellner 1994, S. 217f.Google Scholar
  166. 174.
    Vgl. S. Hall 1994(f), S. 182.Google Scholar
  167. 175.
    S. Hall 1994(f), S. 182.Google Scholar
  168. 176.
    Vgl. D.Kellner 1994, S. 217.Google Scholar
  169. 177.
    Vgl. S. Hall 1994(f), S. 182.Google Scholar
  170. 178.
    Vgl. S. Hall 1994(f), S. 183.Google Scholar
  171. 179.
    S. Hall 1994, S. 183.Google Scholar
  172. 180.
    Vgl. A. Giddens 1993, S. 446.Google Scholar
  173. 181.
    A. Giddens: The Consequences of Modernity. Cambridge 1990, S. 37f zitiert nach S. Hall 1994(f), S. 183.Google Scholar
  174. 182.
    Vgl. A. Giddens 1993, S. 473.Google Scholar
  175. 183.
    Vgl. S. Hall 1994(f), S. 184.Google Scholar
  176. 184.
    A. Giddens 1993, S. 476.Google Scholar
  177. 185.
    A. Giddens 1994, S. 474.Google Scholar
  178. 186.
    Vgl S. Hall 1994(f), S. 185.Google Scholar
  179. 187.
    Vgl. S. Hall 1994(f), S. 185.Google Scholar
  180. 188.
    Vgl. S. Hall 1994(f), S. 188.Google Scholar
  181. 189.
    Vgl. S. Hall 1994(f), S. 193ff.Google Scholar
  182. 190.
    S. Hall 1994(f), S. 189.Google Scholar
  183. 191.
    Vgl. M. Auge 1994, S. 39/40.Google Scholar
  184. 192.
    Vgl. M. Auge 1994, S. 40.Google Scholar
  185. 193.
    M. Auge 1994, S. 39.Google Scholar
  186. 194.
    Vgl S. Hall 1994(f), S. 211.Google Scholar
  187. 195.
    Vgl. S. Hall 1994(f), S. 211.Google Scholar
  188. 196.
    Vgl. S. Hall 1994(f), S. 212.Google Scholar
  189. 197.
    S. Hall 1994 S. 213; In diesem Zusammenhang weist A. Giddens daraufhin, daß die durch zunehmende Intensivierung der Globalisierung entstehenden lokalen Identifikationen und der kulturelle Pluralismus in der Postmoderne im Gegensatz zu traditionellen Gesellschaften nicht mehr über situierte Machtzentren verfügen. Giddens 1993 S. 483.Google Scholar
  190. 198.
    Vgl. S.Hall 1994(f), S. 213.Google Scholar
  191. 199.
    Vgl. S. Hall 1994(f), S. 214.Google Scholar
  192. 200.
    S. Hall 1994(f), S. 214.Google Scholar
  193. 201.
    Ausführlich dazu M. Auge 1994, S. 41f.Google Scholar
  194. 202.
    M. Auge 1994, S. 43.Google Scholar
  195. 203.
    Vgl. M. Auge 1994, S. 46.Google Scholar
  196. 204.
    Das heißt aber nicht, daß alte Gesellschaften oder Regionen von außen isoliert und in sich homogen waren. In diesem Zusammenhang weist M. Auge darauf hin, daß Europa in der Renaissance, nach einer langen Phase der Kombination sehr alter und zugleich sehr vielfältiger Traditionen (griechischen, römischen, germanischen, angelsächsichen, arabischen, chinesischen Ursprungs) erleben, daß sich seine Fähigkeit zur Synthese, zur Integration und zur Erfindung gleichermaßen vergrößerte. “Nach dieser Auffassung bezog Europa die Mittel für seine Vitalität und seine Vorherrschaft aus seinem Verhältnis zu den anderen und aus der Vielgestaltigkeit seines Erbes.”(S. 46) Was heute neu ist, ist eine Radikalisierung dieser Syntheseleistungen.Google Scholar
  197. 205.
    M. Auge 1994, S. 47.Google Scholar
  198. 206.
    A. Giddens 1993, S. 477.Google Scholar
  199. 207.
    Vgl. ausführlich dazu Arbeitsgruppe “Zweisprachigkeit und Identität” 1988, S. 209ff.Google Scholar
  200. 208.
    Vgl. M. Zaiser 1993, S. 30.Google Scholar
  201. 209.
    S. Hall 1994(f), S. 201.Google Scholar
  202. 210.
    Vgl. S. Hall 1994(f), S. 202ff.Google Scholar
  203. 211.
    Wenn man in Anlehnung an B. Anderson von einer “imaginären Nation” ausgeht, könnte man die nationale Identität als eine “imaginäre Identität” betrachten. Vgl. B. Anderson 1988.Google Scholar
  204. 212.
    S. Hall 1994(f), S. 206/207.Google Scholar
  205. 213.
    Vgl. R. Hettlage 1993, S. 92.Google Scholar
  206. 214.
    Vgl. S. Hall 1994(f), S. 208.Google Scholar
  207. 215.
    Vgl. R. Hettlage 1993, S. 93.Google Scholar
  208. 216.
    R. Hettlage 1993, S. 92.Google Scholar
  209. 217.
    Die rassistischen Gewalttaten gegen Minderheiten und Flüchtlinge in den letzten Jahren in der Bundesrepublik sind deutlicher Hinweis.Google Scholar
  210. 218.
    R. Hettlage 1993, S. 97.Google Scholar
  211. 219.
    Vgl. Vorwort Filbinger. Zitiert nach Studienzentrum Weikersheim e.V. (Hrsg.): 1983.Google Scholar
  212. 220.
    Vgl. W. Weidenfeld (Hrsg.): 1983.Google Scholar
  213. 221.
    Vgl. Die Frage nach der Deutschen Identität. Bonn 1985 (Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung, Bd. 201).Google Scholar
  214. 222.
    Vgl. G. Rohrmoser 1983, S. 11ff.Google Scholar
  215. 223.
    W. Schäuble. Zitiert nach K. Barwig/K. Lörcher/C.Schuhmacher (Hrsg.): 1989, S. 25.Google Scholar
  216. 224.
    G. Elwert 1988, S. 8.Google Scholar
  217. 225.
    Ausführlich dazu L. Hoffmann/H. Even 1984, S. 52ff. Die beiden Autoren haben eine Reihe von Leserbriefen untersucht, in denen die Minderheiten als Gefährdung, als Bedrohung der nationalen Identität dargestellt werden. Es werden Begriffe, wie “nordisch-germanische Abstammung”, “Ausländerinvasion” “Heimat und Volk”, “Unterwanderung des deutschen Volkes durch Ausländer” etc. verwendet.Google Scholar
  218. 226.
    Ich habe im Teil “Postmoderne Moderne” die These vertreten, daß die Pluralisierung bzw. Multikulturalität in den modernen Gesellschaften strukturell erzeugt ist. Daher ist Migration nur eine Dimension, die zur Pluralisierung der Lebenswelt beiträgt.Google Scholar
  219. 227.
    Vgl. S. Hall 1994(f), S. 207.Google Scholar
  220. 228.
    Vgl. dazu den Teil “Ethnisierungsansatz”.Google Scholar
  221. 229.
    S.Hall 1994(f), S. 217.Google Scholar
  222. 230.
    Vgl. E.J. Dittrich/F.-O. Radtke 1990, S. 23.Google Scholar
  223. 231.
    Vgl. M. Foucault 1973, S. 15f (Hervorhebung des Verf.).Google Scholar
  224. 232.
    Vgl. J. Baecker/M. Borg-Laufs u.a. 1992, S. 116ff.Google Scholar
  225. 233.
    J. Baecker/M. Borg-Laufs u.a. 1992, S. 117.Google Scholar
  226. 234.
    Vgl. dazu den Abschnitt “Kommunalwahlrechtsdiskurs.”Google Scholar
  227. 235.
    L. Niethammer 1994, S. 392.Google Scholar
  228. 236.
    L. Niethammer 1994, S. 393.Google Scholar
  229. 237.
    Vgl. S. Hall 1994(b), S. 29.Google Scholar
  230. 238.
    S. Hall 1994(b), S. 29/30.Google Scholar
  231. 239.
    Vgl. H. Lutz 1991, S. 46.Google Scholar
  232. 240.
    Vgl. H. Lutz 1991, S. 46.Google Scholar
  233. 241.
    Ausführlich dazu der Abschnitt “Postmoderne Moderne”.Google Scholar
  234. 242.
    Vgl H.Lutz 1991, S. 47.Google Scholar
  235. 243.
    Vgl. H.Lutz 1991, S. 47.Google Scholar
  236. 244.
    Vgl. S. Hall 1994(b), S. 30.Google Scholar
  237. 245.
    In diesem Zusammenhang beschreiben Bukow/Llaryora (1988) ausführlich den Prozeß der Ethnisierung. Vgl. auch den Abschnitt “Ethnisierungsdiskurs”.Google Scholar
  238. 246.
    H. Lutz 1991, S. 55.Google Scholar
  239. 247.
    H. Lutz 1991, S. 55.Google Scholar
  240. 248.
    Vgl. H. Lutz, 1991 S. 55.Google Scholar
  241. 249.
    Vgl. R. Hettlage 1993.Google Scholar
  242. 250.
    Hier sieht man Ähnlichkeiten mit den früheren Ethnologen bzw. Völkerkundlern, die sich im wesentlichen mit als “primitiv” oder “traditionell” definierten Völkern und deren kultureller Organisation befaßten.Google Scholar
  243. 251.
    Vgl. K. Zimmermann 1994, S. 97.Google Scholar
  244. 252.
    K. Zimmermann 1994, S. 103.Google Scholar
  245. 253.
    Vgl. K. Zimmermann 1994, S. 103.Google Scholar
  246. 254.
    Vgl. K. Zimmermann 1994, S. 104.Google Scholar
  247. 255.
    K. Zimmermann 1994, S. 104.Google Scholar
  248. 256.
    Daß Ethnizität oder ethnische Identität je nach politischer und ökonomischer Entwicklung revalorisiert oder devalorisiert werden kann, habe ich in dem Teil “Ethnizitätsdiskurs” diskutiert.Google Scholar
  249. 257.
    Ausführlich dazu der Teil “Kommunalwahlrechtsdiskurs” und “Staatsangehörigkeitsdiskurs”.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1997

Authors and Affiliations

There are no affiliations available

Personalised recommendations