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Soziometrie der Gruppe

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Zusammenfassung

Das Vorhaben, die soziometrische Organisation einer Gemeinschaft zu erforschen, scheint auf den ersten Blick eine kaum zu bewältigende Aufgabe zu sein. Eine genaue Analyse der in einem sozialen Gebilde ablaufenden Prozesse darf nämlich nicht nur den an der Oberfläche der Bevölkerung erscheinenden Tendenzen Rechnung tragen. Zahlreiche Einzelprozesse tragen zu dem Gesamtbild bei und jeder einzelne von ihnen besteht selbst aus einer Reihe von Problemen, die einer sachlichen Behandlung bedürfen. Alle diese Schattierungen müssen innerhalb der Gesamtanalyse zum Ausdruck kommen, falls nicht Fiktionen an Stelle wissenschaftlicher Wahrheit treten sollen. Es war daher unsere erste Aufgabe, die einzelnen Angehörigen einer Gemeinschaft in ihrem sozialen Zusammenhang zu analysieren. Die Erfahrungen anderer Wissenschaften ermutigten uns, diese schwierige Aufgabe in Angriff zu nehmen; einige sorgfältig durchdachte Zuchtexperimente Mendels führten zur Formulierung des biogenetischen Vererbungsgesetzes — aus der gründlichen Analyse einer Anzahl von Individuen resultierte eine gute Allgemeinkenntnis psychodynamischer Prinzipien. Daher rechneten wir damit, daß sich auch aus dem sorgfältigen Studium einer Reihe von kleinen Gemeinschaften ein besseres Verständnis für die dynamischen Grundlagen jeder anderen Gemeinschaft entwickeln würde. Schließlich hofften wir, daß wir durch das gründliche Studium einer bestimmten Gemeinschaft — wie eigen-artig und von andern Gemeinschaften verschiedenartig sie auch sei — Mittel und Methoden gewinnen würden, die auf alle Gemeinschaften angewendet werden könnten.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1996

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