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Vergleich und Schluss

  • Tobias Krohn
Part of the Junge Demokratien book series (JUNGD, volume 9)

Zusammenfassung

In diesem Kapitel sollen die Ergebnisse der Länderstudien systematisch zusammengetragen und ausgewertet werden. Nachdem die einzelnen Wahlsystemgenesen in der hier möglichen Ausführlichkeit dargestellt und analysiert worden sind, werden im ersten Abschnitt dieses Kapitels die Einflussfaktoren zusammenfassend verglichen, also die Frage beantwortet, was die Wahl des Wahlsystems beeinflusst. Hierbei wird die in den Länderkapiteln zur analytischen Abgrenzung vorgenommene Phaseneinteilung beibehalten, um die Dynamik der Einflussfaktoren auch in ihrer Zusammenfassung und im Vergleich deutlich machen zu können.

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Literatur

  1. 1.
    Hierzu dienen zwei Faktoren als Erklärungsansätze: Erstens war die Dichotomie zwischen Kommunisten und „S“ schon seit mehr als 15 Jahren prävalent und zweitens hatten die institutionellen Arrangements nach 1989 mit den semi-kompetitiven Mehrheitswahlen mit dazu beigetragen, diese Dichotomie zu verstärken (vgl. auch Grotz 2000).Google Scholar
  2. 2.
    So wird in diesen Studien der Stärke der neuen Sozialistischen oder Sozialdemokratischen Parteien ein großer Einfluss zugeschrieben, da sie die nun wahlberechtigte Arbeiterschaft in — relativ — homogener Weise vertreten. Je stärker dieser homogene Einfluss, desto eher kommt es zu einer Wahlsystemreform in Richtung Verhältniswahl, da die etablierten Parteien sonst die Gefahr laufen, durch das Wahlsystem benachteiligt zu werden. Nur in Ländern mit einer dominanten Partei (wie in England) kann diese ungefährdet eine neue Partei mit dem alten Wahlsystem akzeptieren (vgl. Boix 1999)Google Scholar
  3. 3.
    Unter Akteurskonstellation werden sowohl die prozessualen Konfliktmuster zwischen alten und neuen Eliten (eher kooperativ, aushandelnd, konfliktiv etc.) als auch die Partei- und Entscheidungsstrukturen der Akteure bezeichnet, wie sie oben vergleichend extrapoliert wurden.Google Scholar
  4. 4.
    Jorge Miranda, Mitglied dieser Kommission, hat dies dem Verfasser gegenüber explizit angemerkt.Google Scholar
  5. 5.
    Damit ist eine Partei gemeint, deren Spitzenkandidat und Vorsitzender Suárez würde.Google Scholar
  6. 6.
    Am 23.2.1981 drang Oberstleutnant Antonio Tejero in die Cortes ein und hielt die Abgeordneten für mehrere Stunden in seiner Gewalt, während verbündete Offiziere versuchten, weitere militärische Einheiten auf ihre Seite zu bekommen. Die Ablehnung dieser Maßnahmen durch den König und dessen couragiertes Eintreten für die Demokratie verhinderten diesen Putschversuch jedoch (vgl. dazu auch Burghardt 2000b).Google Scholar
  7. 7.
    Vergleiche ansatzweise Nohlen 1983; Müller 1994; als Überblick über die weiteren Auswirkungen siehe die kurze, aber prägnante Darstellung in Nohlen 2000:331ff.Google Scholar
  8. 8.
    Auch in Portugal (1997) scheiterte eine Reform nur an einer unwesentlichen Frage (nach der Größe der Assembleia da República) (vgl. Nohlen 2000:216). Zur spanischen Debatte, die nur wenig politische Durchsetzungsfähigkeit beinhaltete, vgl. auch Montero 1994; Montabes Perreira 1998.Google Scholar
  9. 9.
    Für eine andere Einschränkung von „rational-choice“-Erklärungen im Bereich des Wählens siehe auch Matsusaka/Palda (1993).Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2003

Authors and Affiliations

  • Tobias Krohn

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