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Einleitung

  • Tobias Krohn
Part of the Junge Demokratien book series (JUNGD, volume 9)

Zusammenfassung

Die vorliegende historisch-empirische Studie beschäftigt sich mit den ursächlichen Gegebenheiten, die die Auswahl eines Wahlsystems in der Transition vom Autoritarismus zur Demokratie bedingen. Die Fragestellung der Arbeit lautet dementsprechend: „Welches sind die Faktoren, die die Wahl des Wahlsystems in der Transition zur Demokratie in den Ländern Portugal, Spanien, Polen und Tschechien beeinflusst haben?“

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Literatur

  1. 1.
    Vgl. zum Beispiel die Entwicklungen in der „klassischen“ Untersuchung der Auswirkungen der Wahlsysteme auf Parteiensysteme (Duverger 1954; Rae 1968; Lijphart 1994; Grotz 2000) oder auf Regierungsstabilität (Blais/Carty 1987; Biais 1988a); aber auch Untersuchungen von Auswirkungen der Wahlsysteme auf die Repräsentation von Frauen (vgl. Mailand 1998; Moser 2001) oder gar die makroökonomische Leistungsfähigkeit (Anderson 2001).Google Scholar
  2. 2.
    Hier im Besonderen Nohlen 1969; 1978; 1984b; 2000.Google Scholar
  3. 3.
    Vgl. hierzu auch Merkel (Hrsg) 1996a; ElsterOffe/Preuss 1998:111ff.Google Scholar
  4. 4.
    Demokratische Konsolidierung wird in diesem Kontext verstanden als die Entwicklungsphase junger Demokratien, die — wenn überhaupt — frühestens nach den ersten „Grün-dungswahlen“ (vgl. O’Donnell/Schmitter 1986, Bogdanor 1990), bzw. spätestens nach der Verabschiedung ihrer Verfassung (vgl. Linz/Stepan 1996; Merkel/Sandschneider/Segert 1996:12; Merkel 1999:143) beginnt.Google Scholar
  5. 5.
    Auch wenn es in dieser Frage vor allem in der Literatur (vgl. Przeworski 1991; Pridham 1995) strittig ist, wann eine Demokratie als konsolidiert gelten sollte (Merkel 1999:144f.), werden zum Zwecke der Abgrenzung dieser Untersuchung unter konsolidierten Demokratien solche Länder verstanden, deren politisches System nach den Dahl’schen Kriterien einer Polyarchie (Dahl 1971), „contestation“ und „participation“, seit mehr als 10 Jahren polyarchisch ist.Google Scholar
  6. 6.
    Vgl. z.B. unten Kap. 6.2.6. und Kap. 7.2.7.Google Scholar
  7. 7.
    Hierunter wird die Möglichkeit verstanden, verschiedenen gesellschaftlichen Gruppierungen in der Transitionsphase eine Repräsentation in Institutionen zu gewährleisten (vgl. dazu auch Elklit 1999). Diese Feststellung ist aber nicht äquivalent der Forderung nach Verhältniswahl zur demokratischen Legitimation in Transitionsprozessen, oder der Bewertung von Wahlsystemen nach ihrer „Konsolidierungsförderlichkeit“ (vgl. Merkel 1999:125f.). Sie hebt lediglich den Charakter einer demokratischen kompetitiven Wahl hervor (vgl. dazu auch Krennerich 1996): „Immer aber ist kompetitiven Wahlen eigen, die politische Machtausübung demokratisch zu legitimieren“ (Nohlen 2000:31).Google Scholar
  8. 8.
    Dies bezieht sich aber nicht nur auf Parlamente, sondern kann sich auch auf Regierungssysteme beziehen (vgl. zum Beispiel die Repräsentation verschiedener Interessen in der Regierung in Südafrika (vgl. Venter 1996; Wantchekon 2000) oder Nordirland (vgl. Mitchell 2000; Wilford 2000; Bradbury/Mitchell 2001)).Google Scholar
  9. 9.
    Siehe hierzu im Besonderen die Werke von Lijphart 1984, 1991, 1992; Lijphart/Grofmann 1986; Nohlen/Kasapovic 1996; Sartori 1997; Nohlen 2000.Google Scholar
  10. 10.
    Wie Kraus (1996:261ff.) feststellt, haben die Länder Südeuropas (also vor allem Portugal, Spanien, Griechenland) in der Transitionsforschung nach dem Beginn ihrer politischen Umbrüche „einer wahren Flut von Abhandlungen“ als Untersuchungsgegenstand gedient. Nach 1989, so Kraus weiter, stehen die postkommunistischen Länder im Vordergrund. Die hier nun vorliegende Studie über die Wahlsystemgenesen in Portugal, Spanien, Polen und Tschechien überwindet nun diesen Graben zwischen Ost- und Südeuropa, der durch den „epochalen Einschnitt von 1989“ (Kraus 1996:261) entstanden istGoogle Scholar
  11. 11.
    Huntington (1991) unterscheidet nach „transplacement“ (Systemwechsel durch Aushandeln zwischen alten und neuen Eliten), „replacement“ (Systemwechsel durch die neuen Eliten) und „transformation“ (Systemwechsel durch die alten Eliten); von Beyme (1994:94ff.) unterscheidet nach den Dimensionen Steuerung von oben/Druck von unten und „ideologiegesteuerter Erneuerungsversuch“/“pragmatisches ‚Durchwursteln‛“; Merkel (1999:129ff) unterscheidet gar nach sechs Verlaufsformen („langandauernde Evolution“, „von alten Regimeeliten gelenkter Systemwechsel“, „von unten erzwungener Systemwechsel“, „ausgehandelter Systemwechsel“, „Regime-Kollaps“ und „Zerfall und Neugründung von Staaten“), kann aber für die dritte Demokratisierungswelle in Südeuropa, Osteuropa, Lateinamerika und Ostasien nur fünf Typen anführen (ohne „langandauernde Evolution“). Im Folgenden werden die Kategorien von Huntington (1991) auch in Anlehnung an Nohlen/Kasapovic (1996) zur Beschreibung von Systemwechseltypen herangezogen.Google Scholar
  12. 12.
    So folgt Lijphart (1992) diesem Ansatz bedingt, wenn er in anderen Zusammenhängen gewonnene Erkenntnisse auf die osteuropäischen Kontexte überträgt (vgl. Nohlen/Kasapovic 1996:41f.).Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2003

Authors and Affiliations

  • Tobias Krohn

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