Advertisement

Technik, Subjektivität und Kontrolle in formalen Organisationen

  • Uwe Schimank

Zusammenfassung

Dieses Kapitel ist ein 1986 veröffentlichter Aufsatz,1 in dem ich die im Kapitel 2 angesprochene Thematik der Identitätsanforderungen komplexer Arbeitsorganisationen vertiefe. Dies geschieht in Auseinandersetzung mit der Industriesoziologie, weshalb hauptsächlich Arbeitstätigkeiten im stark durchrationalisierten Sektor der industriellen Produktion in den Blick genommen werden. Für die These der Erforderlichkeit einer individualistischen Identität — hier begrifflich über das Konzept der „Subjektivität“ angegangen — ist dies sicherlich der härteste Probierstein.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. 1.
    In: Rüdiger Seltz/Ulrich Mill/Eckard Hildebrand (Hrsg.), Organisation als soziales System: Kontrolle und Kommunikationstechnologie in Arbeitsorganisationen. Berlin: Sigma, 71–92.Google Scholar
  2. 2.
    Subjektivität umfasst also im vorliegenden Zusammenhang mehr als die im engeren Sinne beruflichen Qualifikationen einer Person. Die Industrie-und Berufssoziologie hat ja bereits seit längerem erkannt, dass eine adäquate Erledigung organisatorischer Arbeitsaufgaben verschiedene extraqualifikatorische personale Kompetenzen - etwa bestimmte normative Orientierungen — voraussetzt (Offe 1969; Schumm 1982 ).Google Scholar
  3. 3.
    Diese Unterscheidung von system-und sozialintegrativer Perspektive bei der Betrachtung sozialer Wirklichkeit geht auf Lockwood (1964) zurück; als Weiterführung siehe Mouzelis (1974). Habermas (1973: 9–19; 1981: 173–228) überführt dies in die Unterscheidung von „System“ und „Lebenswelt”. Als theoretische Alternative dazu, die die problematischen Konnotationen des „Lebenswelt`-Konzepts zu vermeiden sucht, siehe Schimank (1985).Google Scholar
  4. 4.
    Das Folgende ist vor allem an Heinz von Foerster (1984: 10–13) orientiert, der auf der Ebene der allgemeinen Systemtheorie „triviale“ von „nicht-trivialen” - nämlich: selhstreferentiellen - Systemen unterscheidet. Zur Übertragung auf personale Systeme siehe auch Kapitel 12.Google Scholar
  5. 5.
    Siehe Turner (1962), Garfinkel (1967), Krappmann (1969), Filmer et al. (1972), Stokes/ Hewitt (1976) und Zurcher (1983).Google Scholar
  6. 6.
    Was etwa Luhmann (1975h: 70–73) versäumt, worauf auch Rammert (1985: 12/13) kritisch hinweist.Google Scholar
  7. 7.
    Siehe hierzu auch die sozialisationstheoretische Konvergenz auf ein Modell des „produktiv realitätverarbeitenden Subjekts“ (Hurrelmann 1983).Google Scholar
  8. 8.
    Hierzu siehe Mickler (1981), Buchanan/Boddy (1983), Hirsch-Kreinsen (1984), Brödner (1985), Hartmann (1985).Google Scholar
  9. 9.
    Zur Identitätsbehauptung in Arbeitsorganisationen siehe Schimank (1981). An dieser Stelle könnten die verstreuten Forschungen über die informale Macht von Organisationsmitgliedern mit niedrigem formalen Rang an das Subjektivitäts-Paradigma angeschlossen werden (Mechanic 1962; Crozier 1963; Luhmann 1975b: 107–112 ).Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2002

Authors and Affiliations

  • Uwe Schimank

There are no affiliations available

Personalised recommendations