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Utopie als Droge: Das selbstzerstörerische Lebensprogramm der Neuen Linken

  • Uwe Schimank

Zusammenfassung

Dieses Anfang der achtziger Jahre geschriebene, hier nur geringfügig sprachlich an den heutigen Blickwinkel auf jene Zeit angepasste Kapitel befasst sich zum einen am damals prominenten Fallbeispiel der Neuen Linken damit, in welche Probleme der Identitätsbehauptung eine nicht religiös gedachte kollektive Utopie führt. Damit wird eine der Alternativen zum reflexiven Subjektivismus (siehe Kapitel 4) in einer säkularisierten Gesellschaft — die Gottessubstitution — näher beleuchtet und als psychisch unzuträglich eingestuft. Zum anderen werden mit dem Alternativkonzept einer Utopisierung des Alltags ästhetische Sinnlichkeit und dialogische Sozialität als die beiden zentralen Komponenten einer identitätssichernden Lebenswelt (siehe Kapitel 7) angesprochen.

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Literatur

  1. 1.
    Das galt freilich nur für die authentischen Neuen Linken - für jene also, die es ernst mein-ten mit der sozialistischen Idee. Es traf nicht auf die quantitativ nicht unbeträchtliche Gruppe der Pseudo-oder Modelinken zu, denen die linke Szene im Wesentlichen bloß einen prinzipiell austauschbaren Ort der Geselligkeit und Zerstreuung bot.Google Scholar
  2. 2.
    Dies waren kommunistische Gruppen, die sich stark am chinesischen Maoismus oder am Trotzkismus orientierten.Google Scholar
  3. 3.
    Ähnlich auch Steffen/Funken (1971).Google Scholar
  4. 4.
    Siehe vor allem die Beiträge von Binger (1974), Steffen (1974), Graf (1974) und Laer-mann (1974).Google Scholar
  5. 5.
    Vgl. die Beiträge von Hartung (1977), Schülein (1977) sowie Andreas/Mickey/Thomas/Ute (1977).Google Scholar
  6. 6.
    Siehe weiterhin auch den gegen die neue Alte Linke wie gegen die Spontis Stellung be-ziehenden Beitrag von Semmelroth (1979).Google Scholar
  7. 7.
    Zu diesen unterschiedlichen Funktionen wissenschaftlicher und alltagsweltlicher Urteile noch immer unübertroffen Kierkegaard (1846).Google Scholar
  8. 8.
    Das allein erlaubt es ihr, Wissenschaft leidenschaftslos, was das sachliche Ergebnis ihrer Forschungen anbelangt, zu betreiben.Google Scholar
  9. 9.
    Vgl. auch die Interpretation dieses Faust-Motivs hei Bloch (1959).Google Scholar

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2002

Authors and Affiliations

  • Uwe Schimank

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