Advertisement

Management für morgen

  • Robert D. Buzzell
  • Bradley T. Gale

Zusammenfassung

Seit 1980 werden Amerikas Manager allenthalben kritisiert, sie legten zu starkes Gewicht auf kurzfristige Gewinne, und zwar auf Kosten der zukünftigen Wettbewerbsstärke ihrer Geschäftseinheit. In einem häufig zitierten Artikel klagten Robert Hayes und der verstorbene William Abernathy über eine, wie sie es nannten, „neue Management-Orthodoxie“, die sich hauptsächlich auf Finanzanalysen stütze und zu stark gedrosselten Investitionen in neue Betriebe und Anlagen, in Forschung und Entwicklung sowie in Programme zur Qualitätsverbesserung der Produkte geführt habe. Das Ergebnis, so Hayes und Abernathy, sei ein „generelles Managementversagen gewesen, das mit der Zeit sowohl die Neigung als auch die Fähigkeit der amerikanischen Firmen zur Innovation habe schwinden lassen“.1

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. 1.
    Hayes, Robert H. und Abernathy, William J.: Managing Our Way to Economic Decline, in: Harvard Business Review, Juli-August 1980, S.67–77. In einem weiteren Aufsatz konzentrierten sich Hayes und David A. Garvin auf die (ihrer Ansicht nach) Optionen des Managements verzerrende Rolle der Investitionsrechnungsmethoden. Siehe o. V.: Managing As If Tomorrow Mattered, in: Harvard Business Review, Mai-Juni 1982, S. 71–79.Google Scholar
  2. 2.
    Einen Überblick über staatliche Maßnahmen, die die Wettbewerbsfähigkeit berühren, geben Scott, Bruce und Lodge, George (Hrsg.): U. S. Competitiveness in the World Economy, Boston 1985.Google Scholar
  3. 3.
    Vgl. Ellsworth, Richard R.: Capital Markets and Competitive Decline, in: Harvard Business Review, September-Oktober 1985, S. 171–183.Google Scholar
  4. 4.
    Die Verwendung des DCF-Maßes wird beschrieben und kritisiert bei Robert Hayes und David Garvin, gleiche Quelle wie in Fußnote 1.Google Scholar
  5. 5.
    Ein nützliches Feld zukünftiger Arbeiten wäre die Entwicklung verschiedener Diskontierungssätze für jede Geschäftseinheit. Diese Diskontierungssätze könnten z. B. in Abhängigkeit der Markt(in)stabilität, der herrschenden Zinssätze oder sonstiger makroökonomischer Bedingungen in verschiedenen Zeitperioden variieren.Google Scholar
  6. 6.
    Zur Erörterung der wertorientierten Planung, siehe Rappaport, Alfred: Selecting Strategies that Create Shareholder Value, in: Harvard Business Review, Mai-Juni 1981, S.139–149 und Arzac, Enrique R.: Do Your Business Units Create Shareholder Value?, in: Harvard Business Review, Januar-Februar 1986, S.121–126. Ein auf diesem Ansatz basierendes System (entwickelt von der Dexter Corporation) wird beschrieben bei Loomis, Worth, Chakravarthy, Bela und Vrabel, John M.: A Value Based Strategic Planning and Control System, Vortrag, gehalten bei der Fifth Annual Strategic Management Society Conference im Oktober 1985. Das Pro und Kontra alternativer Maße für den langfristigen Erfolg wird untersucht bei Merchant, Kenneth A. und Bruns, William J. Jr.: Measurements to Cure Management Myopia, in: Business Horizons, Mai-Juni 1986, S. 56–64.Google Scholar
  7. 7.
    Branch, Ben und Gale, Bradley: Linking Stock Price Performance to Strategy Formulation, in: Robert B. Lamb (Hrsg.): Competitive Strategic Management, Englewood Cliffs 1984, S. 611–633.Google Scholar
  8. 8.
    Das Markt-zu-Buchwert-Modell berechnet das Verhältnis von (1) Marktwert des Eigenkapitals plus Buchwert der langfristigen Verbindlichkeiten zu (2) Buchwert des Eigenkapitals plus langfristiger Verbindlichkeiten. Damit wird implizit das Verhältnis von Verbindlichkeiten zu Eigenkapital des gesamten Unternehmens auf jede Geschäftseinheit angewendet.Google Scholar
  9. 10.
    Dexter’s System wird beschrieben in Loomis, Worth, Chakravarthy, Bala und Vrabel, John M.: A Value-Based Strategic Planning and Control System, Vortrag auf der Strategic Management Society Conference, Barcelona, 1985.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1989

Authors and Affiliations

  • Robert D. Buzzell
    • 1
  • Bradley T. Gale
    • 2
  1. 1.Harvard Business School sowie Kuratoriumsmitglied des Strategic Planning InstituteUSA
  2. 2.Strategic Planning InstituteUniversity of MassachusettsUSA

Personalised recommendations