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Rechnungslegungspflichten in der Insolvenz

  • Thomas Dobler

Zusammenfassung

Die InsO normiert in den §§ 151–153 und 155 die Pflicht zur Erstellung diverser Rechenwerke:
  • § 151 InsO: Aufstellung eines Verzeichnisses der Massegegenstände, welches die einzelnen Gegenstände der Insolvenzmasse mit dem Wert für den Fall der Fortführung und der Stilllegung aufführt

  • § 152 InsO: Gläubigerverzeichnis, in dem die absonderungsberechtigten Gläubiger und die einzelnen Rangklassen der nachrangigen Insolvenzgläubiger mit Gläubigeranschrift, Forderungsgrund und betrag, dem Absonderungsgegenstand und der Aufrechnungsmöglichkeit anzugeben sind. Die Höhe der Masseverbindlichkeiten im Falle einer zügigen Verwertung des Vermögens des Schuldners ist zu schätzen.

  • § 153 InsO: Es ist ein „Vermögensverzeichnis“ auf den Zeitpunkt der Eröffnung des Verfahrens aufzustellen, „in dem die Gegenstände der Insolvenzmasse und die Verbindlichkeiten aufgeführt und einander gegenübergestellt werden.“ §

  • § 155 InsO: Handels- und steuerrechtliche Pflichten des Schuldners zur Buchführung und zur Rechnungslegung bleiben unberührt. In Bezug auf die Insolvenzmasse hat der Insolvenzverwalter diese Pflichten zu erfüllen.

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Literatur

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    Dazu führt Wimmer im Frankfurter Kommentar zur InsO zu § 51 Nr. 2 aus: „Das allgemeine Zurückbehaltungsrecht des § 273 Abs. 1 BGB ist als persönliches Recht im Insolvenzverfahren nicht durchsetzbar. Mit der Insolvenzeröffhung wird das Zurückbehaltungsrecht des § 273 Abs. 1 BGB hinfällig.“Google Scholar
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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2002

Authors and Affiliations

  • Thomas Dobler

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