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Mit Engagement können

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Zusammenfassung

„Dem Ehrenamt geht die Arbeit aus“ — so lautete die provokative These von Halfar/Koydl (1994). Die These pointiert einen Argumentationsstrang im Bereich Ehrenamt/bürgerschaftliches Engagement1, der in den letzten Jahren zunehmend Beachtung und Zustimmung gefunden hat. Die Bereitschaft zum Engagement habe nicht nachgelassen, sondern — im Zuge allgemeiner Modernisierungsprozesse — ihre Formen, Strukturen, Motive und Herangehensweise verändert. Die Argumentation wird gestützt durch empirische Studien verschiedenartigster Provenienz und Qualität (nur als Beispiel Ueltzhöffer/Ascheberg 1995; Klages 1998; als Sekundärreview Rauschenbach u.a. 1998), die eine hohe Bereitschaft zum Engagement bei der deutschen Bevölkerung nachweisen. Auf die substantiell veränderten Wünsche, Wahrnehmungen und Vorstellungen bezüglich ehrenamtlichen und bürgerschaftlichen Engagements seien viele Institutionen — Parteien, Verbände, Kirchen, Gewerkschaften — noch nicht eingestellt.2

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