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Zusammenfassung

Der Wandel zur Kommunikations- und Informationsgesellschaft stellt auch die betriebswirtschaftliche Forschung und Praxis vor neue Herausforderungen. Den steigenden Anteil der immateriellen Vermögensgegenstände am betrieblichen Leistungserstellungsprozess und ihre zunehmende Bedeutung für die betriebliche Wertschöpfung reflektiert auch die wissenschaftliche Forschung durch zahlreiche diesbzgl. Veröffentlichungen. In Bezug auf die Unternehmensbewertungslehre konstituiert der Eintritt in die “New Economy” einen erhöhten Integrationsbedarf des sog. Intellektuellen Kapitals eines Unternehmens in dessen Bewertung. Traditionelle Unternehmensbewertungsverfahren beziehen sich vornehmlich auf die Bewertung von (Industrie-)Unternehmen mit einem als Sicherheit und zugleich als Bewertungsuntergrenze dienenden materiellen Vermögen. Dienstleistungsunternehmen, deren Leistungserstellungspotential zu großen Teilen aus dem Wissen und den Fähigkeiten ihrer Mitarbeiter, also ihrem Humankapital, besteht (im Folgenden: personalintensive Dienstleistungsunternehmen) sind durch einen immer geringer werdenden Anteil an materiellen Vermögensgegenständen gekennzeichnet. In Kombination mit den aus dem Leistungserstellungsprozess folgenden Eigenschaften eines Dienstleistungsunternehmens führt der geringe Anteil (materiellen) Sachanlagevermögens aus Sicht eines Bewertungssubjekts zu einer erhöhten Unsicherheit bzgl. zukünftiger Erfolge und somit auch des Unternehmenswerts. Vornehmlich aus Humankapital bestehende Unternehmen sehen sich neben dieser erhöhten Unsicherheit auch einer erhöhten unternehmerischen Flexibilität in dem Sinne gegenüber, dass sie auf sich ändernde Umweltbedingungen durch die sich im Zeitablauf auflösende Unsicherheit reagieren können, um so ihre Handlungsstrategien den veränderten Rahmenbedingungen anzupassen.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2004

Authors and Affiliations

  • Dirk Dreyer

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