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Die Beschleunigung von Marktprozessen als Teilaspekt der strategischen Nutzung des Zeitfaktors

  • Kai Gruner
Chapter
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Part of the Neue betriebswirtschaftliche Forschung book series (NBF, volume 184)

Zusammenfassung

In den meisten Untersuchungen, die sich mit der Beschleunigung von Marktprozessen auseinandersetzen, vermißt man eine Diskussion darüber, was unter der Geschwindigkeit von Marktprozessen verstanden wird. Statt dessen werden oft lediglich Beispiele genannt, wie sich eine Erhöhung der Geschwindigkeit manifestieren kann. Wenn im Verlauf der vorliegenden Arbeit die Beschleunigung von Marktprozessen differenziert analysiert werden soll, ist es sinnvoll, zunächst festzulegen, was im Kontext dieser Arbeit unter der Geschwindigkeit von Marktprozessen verstanden werden kann und welche Aspekte hiervon im weiteren betrachtet werden sollen.40

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Literatur

  1. 40.
    Für einige der im folgenden auftretenden Begriffe finden sich in der Literatur unterschiedliche Verwendungsweisen. Ziel der Begriffsabgrenzung ist es daher nur, den Sprachgebrauch für den Kontext dieser Arbeit festzulegen. Unter Marktprozessen können unter volkswirtschaftlichem Blickwinkel allgemein alle Vorgänge auf einem Markt verstanden werden, durch die elementare Marktfunktionen - wie Markträumung, Renditenonnalisierung, Übermachtregulierung oder Produktfortschrittsfunktion - aufrechterhalten und erfüllt werden sollen (vgl. z.B. GROSSEKETI’LER, H. (1987a), S. 1 ff.; GROSSEKETTLER, H. (1987b), S. 183 ff.). Die Vertreter der sog. MarktprozeStheorie betonen für das Zustandekommen von Marktprozessen die Bedeutung einer asymmetrischen und zeitveränderlichen Informationsverteilung zwischen den Marktteilnehmern. Sie geben davon aus, daß Marktprozesse durch (eventuell) gewinnbringende Transaktionsmöglichkeiten zustande kommen, die sich u.a. aufgrund der Unvollkommenheit der Informationen der Marktteilnehmer ergeben (vgl. KIRZNER, I.M. (1978), S. 1 ff.; KLEINALTENKAMP, M. (1993), S. 36 ff.). Dabei sehen sie einen Markt als das “Ergebnis der in einer Zeitperiode wechselseitig aufeinander einwirkenden Entscheidungen von Verbrauchern, Unternehmer-Produzenten und Ressourceneignern” (KIRZNER, I.M. (1978), S. 7). Viele bedeutende Vertreter der Marktprozeßtheorie werden unter dem Begriff “Modern Austrian Economics” zusammengefaßt. Eine Zusammenstellung der wichtigsten Beiträge der Vertreter der Modem Austrian Economics zur MarktprozeStheorie findet sich bei LITTLECHILD, S. (Ed.) (1990). Zu Darstellung und Kritik der Marktprozeßtheorie vgl. weiterhin SCHNEIDER, D. (1986a), S. 41 ff.; SCHNEIDER, D. (1986b), S. 29 ff.Google Scholar
  2. 41.
    Nicht zuletzt eignet sich diese Betrachtungsebene auch besonders für die Ableitung strategischer Implikationen, was vor dem Hintergrund der einzelwirtschaftlichen Orientierung der vorliegenden Arbeit von Bedeutung ist. Vgl. hierzu z.B. ABELL, D. (1980), S. 22 ff.Google Scholar
  3. 42.
    Sie sind natürlich insoweit relevant, als sich letztlich alle Marktprozesse aus einzelnen Transaktionen zusammensetzen.Google Scholar
  4. 43.
    Vgl. hierzu ausführlich Abschnitt 3.1.Google Scholar
  5. 44.
    Vgl. z.B. EASINGWOOD, C.J. (1988), S. 27.Google Scholar
  6. 45.
    Hierin liegt eine weitere Begründung für die Wahl eines einzelnen Marktes als Betrachtungsebene von Beschleunigungsvorgängen.Google Scholar
  7. 46.
    Vgl. die Ausführungen in Abschnitt 2.2.Google Scholar
  8. 47.
    Vgl. z.B. QUALLS, W./OLSHAVSKY, R.W./MICHAELS, R.E. (1981), S. 76 ff., die die Entwicklung der Einführungs-und Wachstumsphasen von Haushaltsgeräten untersuchten.Google Scholar
  9. 48.
    Vgl. NORTON, JJBASS, F. (1987), S. 1069.Google Scholar
  10. 49.
    Vgl. BAYUS, B.L. (1994), S. 300 ff.Google Scholar
  11. 50.
    Vgl. TOFFLER, A. (1970), S. 45 ff.Google Scholar
  12. 51.
    Vgl. QUALLS, WJOLSHAVSKY, R.WJMICHAELS, R.E. (1981), S. 76 ff.Google Scholar
  13. 52.
    Quelle: In Anlehnung an QUALLS, W./OLSHAVSKY, R.W./MICHAELS, R.E. (1981), S. 77.Google Scholar
  14. 53.
    Vgl. FRAUNHOFER-INSTITUT FÜR ARBEITSWISSENSCHAFT UND ORGANISATION (1990).Google Scholar
  15. 54.
    Vgl. z.B. BACKHAUS, K. (1992), S. 11; BECKURTS, K.H. (1986), S. 214 ff.; COY, P./GROSS, N. (1995), S. 36 ff.Google Scholar
  16. 55.
    Quelle: FRAUNHOFER-INSTITUT FOR ARBEITSWISSENSCHAFT UND ORGANISATION (1990), S. 34.Google Scholar
  17. 56.
    Vgl. DROEGE, WJBACKHAUS, KJWEIBER, R. (Hrsg.) (1993), S. 53 ff.Google Scholar
  18. 57.
    Quelle: DROEGE, W./BACKHAUS, K./WEIBER, R. (Hrsg.) (1993), S. 54.Google Scholar
  19. 60.
    Im Markt für Laptop-Computer belegt folgendes Zitat eine stattfindende Beschleunigung:Google Scholar
  20. 61.
    Competition is wolfish, as manufacturers attempt to keep up with the speed of today’s booming market…. Manufacturers are hoping to gain greater market penetration… by increasing product life cycles.… Six months is enough to obsolete a laptop these days.“ (McCREADIE, J. (1989), S. 70). Ein weiteres unternehmensbezogenes Beispiel ist die Firma Leica. Während früher die Lebenszeiten ihrer optische Produkte für die Geodäsie bis zu 50 Jahren betrugen, macht die Firma heute 70% ihres Umsatzes mit Produkten, die erst seit weniger als 3 Jahren auf dem Markt sind. Vgl. BOUTELLIER, R (1991), S. 370.Google Scholar
  21. 62.
    Vgl. z.B. BROSCHE, O. (1994), S. 1; O.V. (1995), S. 143; ADAM, D. (1993), S. 16 ff.; BENKENSTEIN, M. (1992), S. 8 ff.; BLEICHER, F. (1990), S. 39 ff.; LIEBL, F. (1994), S. 359 f.; KOTLER, P. (1991), S. 11 ff.; MANNS, J. (1992), S. 1; ME1–1-bRT, H. (1991), S. 399; SCHMALENBACH-GESELLSCHAFT (1991), S. 820; SHIMBUN, A. (1990), S. 5 f.Google Scholar
  22. 63.
    Ein Ansatz zur Erstellung eines Modells zur Untersuchung der Auswirkungen sich verkürzender Produktlebenszyklen findet sich bei BRAUN, C.-F. von (1991a) und BRAUN, C.-F. von (199 lb). Dieses Modell erfaßt jedoch zum einen keine erklärenden Einflußfaktoren und beruht zum anderen auf Prämissen über das Zustandekommen und die Entwicklung der Produktlebenszyklen, die als sehr restriktiv bezeichnet werden müssen.Google Scholar

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1996

Authors and Affiliations

  • Kai Gruner

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