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Maßnahmen, Projekte und Initiativen zur Erweiterung des Berufsspektrums von Mädchen und jungen Frauen

  • Ursula Nissen
  • Barbara Keddi
  • Patricia Pfeil

Zusammenfassung

In den letzten Jahrzehnten wurden zahlreiche Maßnahmen, Modellprojekte und Initiativen durchgeführt, um das Berufsspektrum von Mädchen und jungen Frauen zu erweitern, ihre Erwerbsmöglichkeiten zu verbessern sowie ihnen den Zugang zu chancenreicheren Berufen zu eröffnen. Überwiegend handelte und handelt es sich dabei um Maßnahmen, Mädchen und jungen Frauen den Zugang in männlich dominierte und/oder techniknahe Berufe und seit neuestem in die Berufsfelder der IT-Technologien zu eröffnen.79 Im Folgenden werden unterschiedliche Ansatzpunkte und Handlungsfelder vorgestellt.

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Referenzen

  1. 79.
    Im Rahmen des Aktionsprogramms der Bundesregierung.Google Scholar
  2. 80.
    Beispielsweise folgende Modellversuche (eine vollständige Auflistung in BLK 2000): „Mädchen können alles“ — Förderung von Mädchen als Haupt- und Realschülerinnen zur Aufnahme eines gewerblich-technischen Berufs mit Probierwerkstatt und Begleitung während der Ausbildung (1991–1994), „Konfliktbewältigung für Mädchen und Jungen“ — einschließlich wissenschaftlicher Begleitung (1994–1997), „Mädchen und Technik — Schulpsychologische Unterstützung beim Zugang zu den neuen Technologien sowie beim Abbau der bestehenden geschlechtsspezifischen Verengung des Berufsspektrums — Entwicklung und Erprobung eines geschlechtsspezifischen Angebots für Schülerinnen der Sekundarstufe I“ (1988–1991), „Förderung von Schülerinnen durch Entwicklung von Untersuchungskonzepten und - materialien, insbesondere für die Fächer Chemie, Deutsch, Geschichte, Mathematik, Physik und Sozialkunde“ — einschließlich wissenschaftlicher Begleitung (1992–1998), „Zur arbeitsorientierten und geschlechterbewußten Bildung“ (1994–1997), „Förderung der Berufsfindungs- und Selbstfindungsprozesse bei Mädchen in der Sekundarstufe I“ (1991/92–1994/95), „Chancengleichheit — Veränderung des Anfangsunterrichts Physik/Chemie unter besonderer Berücksichtigung der Kompetenzen und Interessen von Mädchen“ (1991–1994), „Aufbau eines regionalen Netzwerkes von Schulen und außerschulischen Bildungsund Berufsbildungseinrichtungen zur Förderung der Motivation und des Interesses von Mädchen für Naturwissenschaft und Technik und einschlägiger Berufsorientierung“ (1995–1998). Im Rahmen des BLK-Modellversuchsprogramms „Steigerung der Effizienz des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts“ gibt es ein spezielles Modul „Förderung von Jungen und Mädchen“ (BLK 2000: 17).Google Scholar
  3. 81.
    Finanziert über das Hochschulsonderprogramm III; einbezogen sind alle Thüringer Hochschulen mit entsprechenden Studiengängen (Schade 1999).Google Scholar
  4. 82.
    Dies waren 1977 186 von 430 anerkannten Ausbildungsberufen des dualen Berufsbildungssystems.Google Scholar
  5. 83.
    Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Maßnahmen zur Ausweitung des Berufsspektrums von Mädchen und Frauen.Google Scholar
  6. 84.
    Der Modellversuch „Schnupperlehre für Mädchen“ wurde von 1987 bis 1990 im Rahmen der Projektreihe „Ausbildung und Karriere von Frauen in technikorientierten Berufen“ vom Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft und dem Senat der Stadt Hamburg finanziert.Google Scholar
  7. 85.
    Unterstützt und gefördert von den Wissenschaftsministerien.Google Scholar
  8. 86.
    Beispielsweise wurden in den 90er Jahren an der Universität-Gesamthochschule Paderborn, der Technischen Universität Hamburg-Harburg, der Fachhochschule Harnburg, der Fachhochschule Bielefeld und der Universität Ilmenau entsprechende Modellversuche durchgeführt (Kahlert/Mischau 2000: 121ff.).Google Scholar
  9. 87.
    Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.Google Scholar
  10. 88.
    Außerdem werden 100 unbefristete Einstellungsmöglichkeiten in Forschungseinrichtungen überwiegend für Frauen bereitgestellt. Die Bundesregierung wird gemeinsam mit den Ländern die Förderung von Frauen in Lehre und Forschung mit speziellen Maßnahmen, z.B. mit dem Bund-Länder-Programm zur Durchsetzung der Chancengleichheit für Wissenschaftlerinnen fortsetzen. Ziel ist eine deutliche Erhöhung der Frauenanteile an den Professuren; angestrebt wird ein Anteil von 20 Prozent bis zum Jahr 2005.Google Scholar
  11. 90.
    Gefördert vom BMBW.Google Scholar
  12. 91.
    Branchenübergreifende Unternehmensinitiative zur Förderung des Wandels vom Industrie- zum Informationszeitalter.Google Scholar
  13. 92.
  14. 93.
    Was die richtige Richtung ist, ist abhängig vom jeweiligen Standpunkt.Google Scholar
  15. 94.
    Zum Beispiel der Wissenschaftsrat: „Empfehlungen zur Förderung des Hochschullehrernachwuchses“, Köln 1996; BLK-Bericht „Förderung von Frauen im Bereich der Wissenschaft“, Bonn 1996; BLK-Bericht „Verbesserung der Chancen von Frauen in Ausbildung und Beruf, Bonn 2000.Google Scholar
  16. 95.
    So ist vor allem eine stärkere Zusammenarbeit von Berufsberatung der Arbeitsverwaltung und Schule zur Reduktion von Defiziten bei der Berufswahlvorbereitung zu forcieren. Sie könnte durch folgende Maßnahmen erreicht werden, die allerdings noch mit geschlechterbezogenen Inhalten zu füllen wären: Seminare von Lehrern und Berufsberatern, in denen sie gemeinsam langfristig die Durchführung der Berufsorientierung planen, die Lehrer hierauf auch inhaltlich vorbereitet werden und sie die Probleme und Arbeitsweisen der Berufsberatung kennenlernen (z.B. von der Berufsberatung erwartete Vorkenntnisse der Schüler, richtiges Verständnis und Arbeiten mit den Materialien zum Berufswahlunterricht), gemeinsame Durchführung von berufsorientierenden Unterrichtseinheiten, gemeinsame Durchführung von Elternabenden, Entwicklung von berufswahlvorbereitenden Unterrichtsmaterialien, Erstellung von Schriften zur Vorbereitung, Durchführung und Auswertung von Betriebspraktika (Kahsnitz 1996: 340).Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2003

Authors and Affiliations

  • Ursula Nissen
  • Barbara Keddi
  • Patricia Pfeil

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