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Theoretische Schlußfolgerungen — Automobil, Verkehr und Technik im Spannungsverhältnis zu Kultur und Erziehung

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Zusammenfassung

In der Geschichte der Industriegesellschaft gab es bisher vier technologische Basisinnovationen mit anhaltendem Wirtschaftswachstum. Die sogenannten Kondratieff-Wachstumszyklen verbanden sich mit der Dampfmaschine in der Zeit von 1800 bis 1850, mit der Eisenbahn von 1850 bis 1900, mit dem Automobil von 1900 bis 1945 und mit Flugzeug und Kunststoff von 1945 bis 1970. An den letzten Zyklus schloß sich eine Zeit der konjunkturellen Einbrüche und der strukturellen Wirtschaftsprobleme an, in der die Informations- und Kommunikationstechnologien das Potential für einen fünften Wachstumszyklus entwickelten (Bullinger 1997). Mit seiner weitreichenden Bewegbarkeit und Beweglichkeit verkörperte das Automobil mustergültig die im Fortschrittsdenken verankerte ökonomische Leitvorstellung der Zirkulation, ja es verhieß sogar ihre allgemeine Beschleunigung. Sein dynamisches Auftreten im öffentlichen Verkehr und seine universelle Einsetzbarkeit schien ein weitverbreitetes Bedürfnis zu befriedigen (vgl. Scharfe 1990, S. 222ff.).

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Literatur

  1. 1.
    Beim Fahranfänger vermittelt die neuentdeckte Beherrschung des Autofahrens ein Gefühl neu-artiger Bewegungsfähigkeit, die sogenannte `Funktionslust’ (Schönhammer 1991, S. 169).Google Scholar
  2. 3.
    Den Zusammenhang zwischen beiden zeigen Bardou u. a. (1977/89, S. 93) dadurch auf, daß sie die Vorherrschaft des Konsums in der „Glorifizierung des Individuums“ begründet sehen.Google Scholar

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2000

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