Advertisement

Automobil, Verkehr und Erziehung im Übergang zur Massenmotorisierung - beschleunigtes Motorisierungswachstum und Kontinuität der Verkehrserziehung

Chapter
  • 107 Downloads

Zusammenfassung

Das Verhältnis von Motorisierung und Verkehrserziehung stellt sich als konfliktgeladenes Spannungsfeld mit einer Asymmetrie von Beschleunigung und Verharrung dar. Einem zusehends beschleunigten Motorisierungswachstum tritt eine Verkehrserziehung gegenüber, die sich durch ein hohes Maß an Kontinuität auszeichnet und dadurch eine rein reaktive Stellung einnimmt. Nachdem den Voraussetzungen der Motorisierung mit der Anlage eines flächendeckenden Straßennetzes und der Erfindung eines geeigneten Antriebsaggregats in der über hundertjährigen Vorlaufphase der Mechanisierung des Straßenverkehrs vor dem Aufkommen des Automobilismus genügt worden war, folgte auf die Erfindung des Automobils 1885/86 die Phase der technischen Pionierzeit, die um die Jahrhundertwende ihren Abschluß fand. In dieser Phase der fahrzeugtechnischen Vervollständigung wurde die öffentliche Wahrnehmung des Automobils von der Attribuierung als dem eines kuriosen Gefährts bestimmt. Verbreitet war es als inselhaft angesiedeltes Einzelphänomen, das in größerer Zahl nur in den großen Städten auftrat. Das Ergebnis der Pionierzeit war eine eigenständige, von der Kutschenzeit emanzipierte Automobiltechnik, in deren Konstruktion die kulturellen Maximen der Motorisierung als realgeschichtlichem Prozeß, Schnelligkeit und Beschleunigung, eingelassen waren.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2000

Authors and Affiliations

There are no affiliations available

Personalised recommendations