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Grundzüge der Entwicklung des Arbeitsrechts in der SBZ

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Zusammenfassung

Auch für die Charakterisierung der Anfänge des Arbeitsrechts in der SBZ ist die Beantwortung der Frage bedeutsam, ob das unrühmliche Ende der DDR in ihren Anfängen vorprogrammiert war, ob der historische Anspruch auf eine Alternative nach den Erfahrungen von 1933 und 1945 eine Berechtigung hatte. Es ist zu hinterfragen, ob und inwieweit die DDR eine demokratische Vorgeschichte hatte oder ausschließlich durch den Sowjetsozialismus bestimmt war.

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Literatur

  1. 1.
    R. Helm: Grundlagen des Arbeitsrechts, Dietz-Verlag Berlin 1948Google Scholar
  2. 2.
    F. Kunz, W. Tippmann: Die Entwicklung des Arbeitsrechts in Deutschland, VEB Deutscher Zentralverlag 1956Google Scholar
  3. 3.
    R. Schneider: Geschichte des Arbeitsrechts der Deutschen Demokratischen Republik, VEB Deutscher Zentralverlag, Berlin 1957Google Scholar
  4. 4.
    F. Kunz/W. Tippmann/H. Bredernitz: Das Arbeitsrecht der DDR, Studienanleitung für das Fernstudium, VEB Deutscher Zentralverlag, Berlin 1957Google Scholar
  5. 5.
    R. Schlegel: Leitfaden des Arbeitsrechts, Staatsverlag Berlin 1958Google Scholar
  6. 6.
    H. Wolf: Die Entwicklung des Arbeitsrechts in der DDR, Aktuelle Beiträge der Staats-und Rechtswissenschaft, ASR Babelsberg 1980Google Scholar
  7. 7.
    F. Kaiser/H. Kellner/K. Schulz: Die Arbeit der Kreis-und Bezirksgerichte, Zentralverlag 1962Google Scholar
  8. 8.
    F. Kunz/W. Thiel: Lehrbuch Arbeitsrecht, Staatsverlag 1984, S. 454 ffGoogle Scholar
  9. 9.
    S. Mampel: Arbeitsverfassung und Arbeitsrecht in Mitteldeutschland, Köln 1966Google Scholar
  10. 10.
    K. Lühmann: Das gerichtliche Verfahren für Arbeitsrecht der DDR, Jahrbuch für Ostrecht, 1975 I, S. 35 ffGoogle Scholar
  11. 11.
    J. Heilmann: Das Arbeitsrecht in der sowjetischen Besatzungszone (1945 — 1949 ), ein Beitrag zur Vorgeschichte der DDR, Dissertation, Bremen 1974Google Scholar
  12. 12.
    K. Pleyer/S. Mampel/P. Stohr: Arbeitsrecht und Wirtschaftsordnung, München 1974Google Scholar
  13. 13.
    U. Lohmann: Das Arbeitsrecht der DDR, Berlin Verlag Arno Spitz 1987Google Scholar
  14. 14.
    T. Lorenz: Die Deutsche Zentralverwaltung der Justiz (DJV) und die SMAD in der sowjetischen Besatzungszone 1945 — 49, in: H. Rottleuthner, Steuerung der Justiz in der DDR, Hrsg. Bundesministerium der Justiz, 1994Google Scholar
  15. 15.
    A. Dost: Arbeitsrecht, in: Die Rechtsordnung der DDR, Anspruch und Wirklichkeit a.a.O. S. 95 ffGoogle Scholar
  16. 16.
    Es ist nicht Anliegen dieses Abschnittes, zu der kontrovers geführten Debatte uni diese Frage einen Beitrag zu leisten. Es geht hier lediglich um den für das Verständnis des Arbeitsrechts notwendigen Zusammenhang.Google Scholar
  17. 17.
    K.-D. Erdmann: Das Ende des Reiches und die Entstehung der Republik Österreich, der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik, München 1984, S 36Google Scholar
  18. 18.
    R. Badstübner: Alliierte Politik und Besatzungsherrschaft zur Schaffung eines antinazisti-schen, antimilitaristischen, demokratischen und friedlichen neuen Deutschlands und die Entstehung der beiden deutschen Staaten, in: Ansichten zur Geschichte der DDR, Bonn, Berlin 1993 S 35Google Scholar
  19. 19.
    R. Badstübner: a.a.0. S. 35Google Scholar
  20. 20.
    Ausführlich vgl. K.-H. Schöneburg (Hrsg.): Errichtung des Arbeiter-und Bauern-StaatesGoogle Scholar
  21. 21.
    der DDR, 1945 — 1949, Berlin 1983, S. 31 ff, vgl. auch U.-J. Heuer: a.a. 0. S. 3 IGoogle Scholar
  22. 22.
    Der Befehl Nr. 2 wurde im arbeitsrechtlichen Schrifttum der DDR neben dem Gründungsaufruf der KPD als die Geburtsurkunde des antifaschistisch-demokratischen Arbeitsrechts gekennzeichnet.Google Scholar
  23. 23.
    Um ein antifaschistisch-demokratisches Deutschland, Dokumente aus den Jahren 1945 —Google Scholar
  24. 24.
    eine amtliche Sammlung der auswärtigen Materialien der UdSSR und der DDR), Berlin 1968, S. 54Google Scholar
  25. 25.
    T. Lorenz: Die Deutsche Zentralverwaltung der Justiz (DJv) und die SMAD in der soGoogle Scholar
  26. 26.
    ausführlich auch zum Wirken Eugen Schiffers als Präsident der DJV vgl. J. Ramm, Eugen Schiffer und die Reform der deutschen Justiz, Luchterhand Verlag 1987, S. 173 ffGoogle Scholar
  27. 27.
    T. Lorenz: a.a.O. S. 138Google Scholar
  28. 28.
    Dokumente der neuen Zeit, Heft I, Dresden 1945, S. 24 vgl. auch G. Benser: Die KPD im Jahre der Befreiung, Berlin 1985, S. 136Google Scholar
  29. 29.
    Zur Rechtskonzeption in der SBZ U.-J. Heuer (Hrsg.): a.a.0. S. 30Google Scholar
  30. 30.
    K.-H. Schöneburg (Hrsg.): Geschichte des Staates und des Rechts der DDR, Dokumente, Berlin 1984, S. 47 fGoogle Scholar
  31. 31.
    U.-J. Heuer (Hrsg.): a.a.0. S. 31Google Scholar
  32. 32.
    K.-H. Schöneburg (Hrsg.): a.a.0. S. 59, J. Ramm: a.a. 0. S. 174Google Scholar
  33. 33.
    H. Klenner: Die Rechtskonzeption der SED und ihre Wiederspiegelung in der Rechtsordnung der DDR, in: Ansichten zur Geschichte der DDR, Band II, Bonn/Berlin 1994, S. 157Google Scholar
  34. 34.
    U.-J. Heuer (Hrsg.): a.a.O. S. 26Google Scholar
  35. 35.
    T. Lorenz: a.a.O. S. 144Google Scholar
  36. 36.
    Sie basierte auf dem Potsdamer Abkommen vom August 1945.; Art. 12 desselben verlangte, die bestehende übermäßige Konzentration wirtschaftlicher Macht zu beseitigen, wie sie beispielsweise insbesondere in Kartellen. Syndikaten, Trusts und anderen monopolistischen Absprachen anzutreffen sind.Google Scholar
  37. 37.
    Der Beschluß des Vereinigungsparteitages vom 21. April 1946 lautet hierzu: „Die SED kämpft für die Verwandlung des kapitalistischen Eigentums an den Produktionsmitteln in gesellschaftliches Eigentum, für die Verwandlung der kapitalistischen Warenproduktion in eine sozialistische, für und durch die Gesellschaft betriebene Produktion.“ In: Dokumente der SED, Dietz Verlag 1948.Google Scholar
  38. 38.
    Ausführlich hierzu vgl. J. Roesler: Enteignung, Verdrängung, Integration. Die Entwick-Google Scholar
  39. 39.
    lung des kapitalistischen und werktätigen Privateigentums in der DDR, in: Ansichten zur Geschichte der DDR, Band I, Bonn/Berlin 1993, S. 171 ffGoogle Scholar
  40. 40.
    J. Roesler weist anhand von Archivmaterial nach, daß die KPD/SED ursprünglich eine antimonopolistische nicht aber antikapitalistische Programmatik vertreten habe und daher auch die Differenzen zu den anderen Parteien des demokratischen Blocks gering waren. CDU und LPD unterstützten die Beschlagnahme (Sequestration) auf der Grundlage der SMAD-Befehle 124 und 126 vom Oktober grundsätzlich, waren jedoch bestrebt, den Kreis der zu Enteignenden durch restriktive Auslegung der genannten Befehle klein zu halten. J. Roesler: a.a.0. S. 172 fGoogle Scholar
  41. 41.
    Bundesarchiv, Abteilung Potsdam E-I/401, zitiert nach J. Roesler: a.a. 0. S. 189Google Scholar
  42. 42.
    Dokumente der SED, Dietz Verlag Berlin, S. 131 ffGoogle Scholar
  43. 43.
    Die sozialpolitische Orientierung umfaßte neben dem Arbeitsrecht, Sozialversicherung, Gesundheitsfürsorge, Sozialfürsorge, Familienfürsorge, Wohnungsfürsorge sowie Umsiedler-und Heimkehrerfürsorge.Google Scholar
  44. 44.
    Das Koalitionsrecht wurde ausschließlich als Gewerkschaftsrecht gesehen.Google Scholar
  45. 45.
    Vgl. hierzu ausführlich R. Schneider: a.a.O. S. t l ff und A. Dost: a.a.O. S. 97 ffGoogle Scholar
  46. 46.
    Der im deutschen Arbeitsrecht übliche Begriff „Arbeitnehmer“ fand keinen Eingang in die arbeitsrechtliche Gesetzgebung. Er wurde mit Arbeiter und Angestellte, werktätige Bevölkerung, Arbeitende und später ausschließlich mit Werktätige gekennzeichnet. In den folgenden Darstellungen wird der in der DDR übliche Begriff Werktätige verwandt, der für alle Arbeitenden: Arbeiter, Angestellte (eingeschlossen öffentlich Bedienstete mit Ausnahme Angehörige bewaffneter Organe) und für Lehrlinge galt. Die Umdeutung von Beamten-und öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnissen in privatrechtliche Arbeitsverhältnisse geht auf den Befehl Nr. 66 der SMAD vom 17. September 1945 zurück, der das Gesetz zur Wiederherstellung des Beamtentums vom 7. April 1933 aufhob.Google Scholar
  47. 47.
    So das „Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit“ und das „Gesetz zur Ordnung der Arbeit” in öffentlichen Verwaltungen und BetriebenGoogle Scholar
  48. 48.
    So die Polizeiordnung über die Kenntlichmachung der im Reich befindlichen Ostarbeiterinnen und -arbeiter und die Verordnung über die Beschäftigung von JudenGoogle Scholar
  49. 49.
    Die für das Arbeitsrecht geltenden Befehle der SMAD waren u.a. abgedruckt hei H. Dersch: Textsammlung des Arbeitsrechts, Berlin 1948, Befehl Nr. 234, H. Dersch: a.a.O. 1. Teil, S.152Google Scholar
  50. 50.
    Sie reagierten insoweit auf arbeitsorganisatorische Erfordernissse der industriellen Produktion in der unmittelbaren Nachkriegszeit.Google Scholar
  51. 51.
    Mit Verweis auf Dokumente der SED wird von H. Wolf a.a.O. S. 49 berichtet, daß der Befehl Nr. 234 als das Ergebnis mehrerer Beratungen der SMAD mit leitenden Funktioniiren der SED und des FDGB erlassen wurde. Wenige Wochen vor dem Erlaß dieses Befehls fand der U. Parteitag der SED statt, der resümierte, daß die „politische und ökonomische Grundlage für die neuen gesellschaftlichen Verhältnisse“ geschaffen waren (Geschichte der SED — Abriß — Berlin 1978, S. 164 )Google Scholar
  52. 52.
    H. Dersch: a.a.0. S. 152Google Scholar
  53. 53.
    VO über die Eiführung einer Arbeitsordnung vom 13.10.1947, ZVO BI. 1948, S. 6, Arbeit und Sozialfürsorge 1947, S. 454Google Scholar
  54. 54.
    Ausführlicher hierzu unter 2.3Google Scholar
  55. 55.
    Vgl. hierzu auch A. Dost: a.a.0. S. 107Google Scholar
  56. 56.
    Bis 1948 wurden diese durch Verordnungen der Verwaltung für Arbeit und Sozialfürsorge ausführlich geregelt.Google Scholar
  57. 57.
    Ausführlich hierzu F. Kunz/ W. Tippmann: Die Entwicklung des Arbeitsrechts, a.a.0. S. 67 54 Dem gleichen Ziel diente der Befehl des Kontrollrats Nr. 3,.über die Registrierung der im arbeitsfähigen Alter stehenden Bevölkerung vom 17. Januar 1946“. H. Dersch: a.a. 0. S. 368Google Scholar
  58. 58.
    Verordnung vom 28. Januar 1947 über die Pflichtversicherung gegen Arbeitslosigkeit, Arbeit und Sozialfürsorge Nr. 5, S. 103; Durchführungsverordnung vom 28. März 1947 über die Pflichtversicherung gegen Arbeitslosigkeit, Arbeit und Sozialfürsorge Nr. 8, S. 159; zweite Durchführungsordnung vom 27. Dezember 1947 zur Verordnung über die Pflichtversicherung gegen Arbeitslosigkeit, ZVO Bl. 1948, S. 61Google Scholar
  59. 59.
    Anordnung vom 22. Juni 1949 über die Änderung der Verordnung über die Pflichtversicherung gegen Arbeitslosigkeit, ZVO BI. 1948, S. 61. Obwohl eine Arbeitslosenversicherung nicht aufgebaut und die Leistungen bei Arbeitslosigkeit von Anfang der 50er JahreGoogle Scholar
  60. 60.
    R. Helm: Das neue deutsche Betriebsrätegesetz, Arbeit und Sozialfürsorge 1946, S. 97 fGoogle Scholar
  61. 61.
    R. Helm: Grundlagen des Arbeitsrechts, Dietz Verlag Berlin 1948Google Scholar
  62. 62.
    R. Schneider beschreibt dies wie folgt: „Die Betriebsräte sahen oft nur die Interessen ihres Betriebes; es kam aber darauf an, diese Interessen mit den Interessen der gesamten Arbeiterklasse in Übereinstimmung zu bringen.“ a.a.0. S. 43Google Scholar
  63. 63.
    Noch ein Jahr zuvor anerkannte auch der FDGB die auf der Interzonenkonferenz von 1947 beschlossenen Richtlinien über die Gewerkschaftsarbeit, in denen es hieß: „Die Betriebsräte als Organe der Belegschaften sind wichtige Funktionäre der Gewerkschaften in der Durchsetzung der gewerkschaftlichen Forderungen und des sozialen und wirtschaftlichen Mitbestimmungsrechts der Arbeiter, Angestellten und Beamten in den Betrieben. Die Anleitung der Betriebsräte soll in ganz Deutschland nach einheitlichen Grundsätzen erfolgen“.Google Scholar
  64. 64.
    Heiner Müller: Neues Deutschland vom 17. Dezember 1989Google Scholar
  65. 65.
  66. 66.
    Ausführlich hierzu R. Schneider: a.a.O. S. 64 ff H. Wolf: a.a.0. S. 48 ffGoogle Scholar
  67. 67.
    R. Schneider: a.a.O. S. 64Google Scholar
  68. 68.
    R. Schneider: a.a.O. S. 65Google Scholar
  69. 69.
    Arbeit und Sozialfürsorge 1946, S. 20, H. Dersch: a.a.O. 1. Teil, S. 49Google Scholar
  70. 70.
    Arbeit und Sozialfürsorge 1946, S. 22, H. Dersch: a.a.O. 1. Teil, S. 52Google Scholar
  71. 71.
    Gewerbeaufsichtsämter, Berufsgenossenschaften, Innungen, Gemeindeverwaltungen und Polizei hatten Befugnisse im Arbeitsschutz. Ausführlich hierzu vgl. R. Schneider: Geschichte des Arbeitsrechts… a.a.O. S. 45 ff und F. Kunz/ W. Tippmann: Die Entwicklung des Arbeitsrechts a.a.O. S. 67 ffGoogle Scholar
  72. 72.
    Die Kodifizierung der Sozialversicherung der Arbeiter und Angestellten im Arbeitsrecht war lange Zeit systemimmanent. Im Unterschied zur ökonomischen Begründung des Sozialrechts/ Sozialversicherung in der Bundesrepublik als Umverteilung im Vergleich zur Verteilung im Falle des Entgelts, folgte der Verteilungsmechanismus in der DDR gleichen Gesetzen. Sowohl das Arbeitsentgelt als auch die Leistungen der Sozialversicherung erfolgten im Wesen (Besonderheiten lagen selbstverständlich vor) durch staatliche Festlegung. Erst in den späteren Jahren der DDR, besonders mit der überwiegenden Beteiligung der Werktätigen an der FZR, wurde die Frage nach der Herauslösung der Sozialversicherung aus dem Arbeitsrecht ernsthafter gestellt.Google Scholar
  73. 73.
    Arbeit und Arbeitsrecht 1946, S. 128, H. Dersch: a.a.O. I. Teil, S. 297Google Scholar
  74. 74.
    H. Dersch: a.a.O. 1. Teil, S. 299Google Scholar
  75. 75.
    Die DWK entstand auf der Grundlage des SMAD-Befehls Nr. 32 vom 12. Februar 1948, ZVO BI. 1948, S. 89Google Scholar
  76. 76.
    ZVO Bl. 1948, S. 255Google Scholar
  77. 77.
    ZVO Bl. 1948, S. 279Google Scholar
  78. 78.
    ZVO BI. 1948, S. 476Google Scholar
  79. 79.
    ZVO Bl. 1948, S. 544Google Scholar
  80. 80.
    ZVO Bl. 1949, S. 227Google Scholar
  81. 81.
    Vgl. R. Schneider: Geschichte des Arbeitsrechts der DDR… a.a.O., S. 75. Die Regelung der DWK wurde 1954 als gegenstandslos aufgehoben, GBI. S. 828Google Scholar
  82. 82.
    So die Präambel der Richtlinie: „Für die Entwicklung der technisch-organisatorischen Verbesserungen und für die Erfüllung und Übererfüllung der Produktionspläne kommt der erweiterten Anwendung von Leistungslöhnen und progressiven Leistungslöhnen auf der Grundlage richtiger Arbeitsnormen sowie der Durchführung sonstiger lohngestaltender Maßnahmen zur Leistungssteigerung besondere Bedeutung zu.“Google Scholar
  83. 83.
    In der Präambel zur Verordnung vom 31. März 1949 heißt es: „Ohne die großzügige Heranziehung der zur ehrlichen Mitarbeit bereiten Intelligenz, insbesondere auch der bürgerlichen Intelligenz, zum Wirtschaftsaufbau ist weder der Zweijahresplan durchzuführen noch ein weitgehender Aufschwung einer friedlichen deutschen Wirtschaft zu erreichen.“Google Scholar
  84. 84.
    Einzelverträge wurden zwischen den Betrieben und dem Angehörigen der Intelligenz abgeschlossen; der Vertrag bedurfte der Zustimmung der für Arbeit zuständigen zentralen Stelle. 3. Durchführungsbestimmung zur Verordnung über die Verbesserung der Entlohnung vom 17. August 1950, Gbl. 1950, S. 839, DB vom 24.05.1951, Gbl. S. 488Google Scholar
  85. 85.
    Zur Entwicklung der Arbeitsgerichtsbarkeit vgl. Kurzstudie im Auftrage der KSPW „Der Einfluß der Arbeitsrechtsprechung der DDR auf die Regulierung der Arbeit — Analyse der Rechtsprechung des Obersten Gerichtes der DDR“, Arbeitsgruppe 3/8Google Scholar
  86. 86.
    H. Dersch: a.a.O., 2, Teil, S. 762Google Scholar
  87. 87.
    Nach R. Schneider sollte hiermit ein undemokratischer Eingriff in die inneren Verhältnisse der Werktätigen und ihrer Organe verhindert werden. R. Schneider: „Geschichte des Arbeitsrechts…“ a.a.O., S. 60Google Scholar
  88. 88.
    H. Dersch: a.a.O., 2. Teil, S. 704Google Scholar
  89. 89.
    R. Helm: „Grundlagen des Arbeitsrechts“, a.a.O., S. 37Google Scholar
  90. 90.
    G. Schaum: „Ein Jahr neue Arbeitsgerichte“, Arbeit und Sozialfürsorge 1948, S. 223, R. Helm: a.a.O., S. 39 f; J. Eding: Arbeit und Sozialfürsorge 1947, S. 264Google Scholar
  91. 91.
    R. Helm: a.a.O. S. 39Google Scholar
  92. 92.
    J. Eding: a.a.O. S. 264Google Scholar
  93. 93.
    GBI. 1953, S. 693Google Scholar
  94. 94.
    Hierzu trug möglicherweise auf der Seite der KPD auch die damalige Auffassung von einem „Deutschen Weg zum Sozialismus“ bei. Vgl. gleichnamige Broschüre von Ackermann, Dietz Verlag 1947Google Scholar
  95. 95.
    G-H. Hodes: Schauprozesse Stalinistische Säuberungen in Osteuropa 1948–54 Links Druck-Verlag GmbH Berlin 1990, S. 287 zu Paul Merker; Merker, Paul (1994–1969) DDR-Politiker, seit 1920 Mitglied der KPD, 1926–1946 Mitglied des ZK der KPD, 1930 wegen „sektiererischer Abweichungen“ in Ungnade gefallen; nach 1933 Mitglied der Landesleitung der illegalen KPD, Emigration nach Frankreich und Mexiko, 1946 Rückkehr nach Deutschland, 1946–50 Mitglied des PB und ZK der SED, 1950 Ausschluß aus der SED wegen „Verbindung zu einem amerikanischen Agenten”, 1952–56 Inhaftierung. Politisch nicht rehabilitiert. Vgl. auch Kurzstudie im Auftrage der KSPW, Arbeitsgruppe 3/8Google Scholar
  96. 96.
    U.-J. Heuer: „Die Rechtsordnung der DDR“, a.a.O. S. 40Google Scholar
  97. 97.
    Ebenda, Zur gleichen Zeit verwarf der Parteivorstand der SED die These vom deutschen Weg zum Sozialismus als „falsche Theorie“ (Dokumente der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands, Band II, Berlin 1952, S. l01), verordnete allen Mitgliedern der SED das Studium der Geschichte der KPdSU (B), kurzer Lehrgang, und erklärte Stalin zum „Genius unserer Epoche”.Google Scholar

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1997

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