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Berufs- und tätigkeitsorientierte Grundlagen der Arbeitsvermittlung

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Summary

Die beste Grundlage für erfolgreiche Arbeitsvermittlung ist umfassendes, aktuelles berufskundliches Wissen. In diesem Beitrag werden die Begriffe Berufskunde, Beruf, Tätigkeit und Arbeitsvermittlung aus verschiedener Sichtweise näher erläutert. Was ist der Unterschied zwischen Beruf und Tätigkeit? Der Versuch, über die Definition hinaus einen Trend festzustellen, bringt uns durch den Wandel beruflicher Anforderungen auf die Möglichkeit neuer Wege. Erfolgreiche Arbeitsvermittlung setzt neben berufskundlichem Wissen weitere Instrumente voraus. Als Grundlage werden sog. Berufssystematiken eingesetzt, die eine sinnvolle Einteilung der Berufe in Berufsfelder, Berufsgruppen und Einzelberufe ermöglichen. So eingeteilt ist bei den verschiedenen Einzelberufen eine gewisse,Verwandtschaft“ untereinander festzustellen, die eine Auswahl beruflicher Alternativen vielfach erleichtert. Berufliche Alternativen spielen im Arbeitsleben nicht nur wegen des immer rascheren beruflichen Wandels eine zunehmende Rolle. Die Gründe sind vielfältig. Hier werden diejenigen vorgestellt, die in der Praxis am zahlreichsten auftreten. Unter dem Leitbegriff „fördern und fordern” werden Arbeitsuchende angehalten, sich selbst zu informieren und Eigenbemühungen nachzuweisen. Als Informationshilfe steht ein großes Angebot an Printmedien zur Verfügung. Für die Suche eines Ausbildungs-bzw. Arbeitsplatzes oder eines geeigneten Mitarbeiters wurde der Virtuelle Arbeitsmarkt entwickelt, der eine bundesweite Stellen-und Bewerberabfrage ermöglicht. Die (staatlichen) Agenturen für Arbeit verwenden für jede Spezialanwendung ihrer vielfältigen Aufgaben ein eigenes Computersystem. Hier erfahren Sie, welche davon für erfolgreiche Arbeitsvermittlung eingesetzt werden. Darüber hinaus sollen anhand einiger Beispiele verschiedene Möglichkeiten der Vorgehensweise beim Abgleich von Bewerber- und Stellenangeboten aufgezeigt werden. Berufskundliches Wissen benötigen neben der Arbeitsvermittlung noch wesentlich mehr Personengruppen als allgemein bekannt ist. Um einen Überblick darüber zu erhalten, werden die wichtigsten Zielgruppen vorgestellt. Letztendlich spielt auch in den staatlichen Agenturen die Qualitätskontrolle eine immer größere Rolle. Deshalb ist der letzte Punkt dem Datenqualitätsmanagement gewidmet.

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