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Synchrone Multimediakommunikation mittels Multimediakonferenzen

  • Ralph J. Nebe
Chapter
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Part of the Multimedia und Telekooperation book series (MMTK)

Zusammenfassung

Wie dieses Zitat von Arthur Mee aus dem Jahre 1898 zeigt, sind die Erwartungen an ein Telekommunikationsmedium, das Audio- und Videoübermittlung miteinander kombiniert, schon seit langem sehr hoch. Durch diese Kombination bietet die Videokonferenz heute von allen Telekommunikationsmedien mit die höchste „Media Richness“. Neben den AV-Verbindungen hat der Anwender jedoch seit wenigen Jahren eine weitere Möglichkeit zur synchronen verteilten Zusammenarbeit: Die Datenverbindung. Eine solche Form der verteilten Zusammenarbeit (mittels AV- und Datenverbindung) wird mit dem Begriff Multimediakonferenz umschrieben. Sie ermöglicht die AV-Kommunikation, das gemeinsame Arbeiten an Skizzen/Grafiken in sogenannten Whiteboards, das Versenden von Dateien während einer Multimediakonferenz, das Arbeiten in gemeinsamen Anwendungen mittels Application Sharing sowie das gezielte Übermitteln textueller Nachrichten mittels Chat-Funktion.

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Literatur

  1. 1.
    Mee, A. [Video], 1898, S. 345.Google Scholar
  2. 2.
    Vgl. hierzu die Studien in Abb. 52 und Abb. 53.Google Scholar
  3. 3.
    Vgl. Frühauf, K [Kommunikation], 1999, o.S.Google Scholar
  4. 11.
    Bei einer Telefonkonferenz (auch Audiokonferenz genannt) handelt es sich um Sprachkommunikation zwischen mindestens zwei oder mehr Personen an mindestens zwei oder mehr Standorten mittels eines Telefons (vgl. Köhler, S [Personenverkehr], 1993, S. 71).Google Scholar
  5. 12.
    Gemäß einer Empfehlung der CEPT (Conférence Européene des Administrations des Postes et des Télécommunications) ist der Videokonferenzdienst „(…) ein bidirektionaler vollduplexfähiger audiovisueller EchtzeitKommunikationsdienst zwischen Benutzergruppen in 2 oder mehr örtlich getrennten Standorten. Er beinhaltet sowohl eine adäquate Sprechverbindung zwischen allen Teilnehmern als auch eine Übertragung von bewegten Bildem. Er wird unterstützt durch die mögliche Einbeziehung zusätzlicher Telematik-Einrichtungen.“ (Gerfen, W [Videokonferenz], 1986, S. 6). Dementsprechend ist eine Videokonferenz der gleichzeitige, zweckgerichtete, interaktive, wechselseitige und technikgestützte Austausch von Informationen in Worten und bewegten Bildern zwischen einer bestimmten Anzahl räumlich voneinander getrennter Gesprächspartner im Rahmen einer Konferenz bzw. Sitzung (vgl. Lautz, A [Video], 1995, S. 16f.; Kossack, E [Studie], 1997, S. 5). Praktisch gesehen handelt es sich dabei um eine Diskussion zwischen verteilten Personengruppen, die über ein Videokonferenzsystem und entsprechende Netze realisiert wird.Google Scholar
  6. 13.
    Sinngemäß auch bei Fahner, H [MBone], 2001, S. 165; Hermanns, O [Werkzeuge], 1999, S. 165.Google Scholar
  7. 14.
    Basis jeder Multimedia-Anwendung ist die (1) digitale Technik (d.h., die Codierung der Form und Inhalte in Bits und Bytes). Desweiteren muß es sich immer um die (2) integrative Verwendung verschiedener Medientypen handeln (d.h., um die Verknüpfung statischer (zeitunabhängig: Asynchron/diskret wie z.B. Texte, Bilder und Grafiken) und dynamischer (zeitabhängig: Synchron/kontinuierlich wie z.B. Video und Audio) Elemente). Außerdem muß die Möglichkeit zur (3) interaktiven Nutzung der multimedialen Informationseinheiten gegeben sein (d.h., auch der Empfänger kann Reaktionen auslösen und den Ablauf der Informationsdarstellung steuem). Vgl. Booz Allen [Multimedia], 1996, S.17; Bullinger, H [Multimedia], 1992, S. 6f; Broy, M [Lexikon], 1999, S. 474ff; Brahmann, M [Tele-Engineering], 1998, S. 25; Werner, A [Multimedia], 1997, S. 88ff.Google Scholar
  8. 15.
    Das (1) Offline-Multimedia umfaßt alle interaktiven Medien, die entweder auf einem portablen Datenspeicher (magnetisch: Diskette, DAT-Band; magneto-optisch: Minidisk, DVD; optisch: CD-ROM, CD-R, CD-RW) oder auf dem Festspeicher eines stationären computergestützten Systems (z.B. Festplatte) installiert sind und ausschließlich lokal genutzt werden. Beim (2) Online-Multimedia handelt es sich um die Vernetzung mehrerer computergestützter Systeme über weite Strecken mit unterschiedlichsten, auch kombinierbaren, festen oder mobilen Netzen für Telekommunikation (terrestrisch und/oder satellitengestützt). Multimedia-Informationen können hier interaktiv abgerufen werden und sind durch die zentrale Speicherung besser aktualisierbar. Im heutigen Sprachgebrauch handelt es sich dabei i.d.R. um vorproduzierte Informationseinheiten („Konserven“). Die dritte Variante, (3) Live-Multimedia, ist eine spezielle Form von Online-Multimedia (zur ausführlichen Unterscheidung von „Konserven” und „Live-Medien” vgl. auch Hi/b, M [Personal], 1999, S. 170f.). Bei dieser synchronen Kommunikationsform ist der Inhalt i.d.R. nicht vorproduziert, sondern Erzeugung und Übertragung fallen auf einen Zeitpunkt (d.h., der Inhalt wird on the fly“ (während man kommuniziert) erzeugt).Google Scholar
  9. 16.
    Vgl. Reurter, M [Telekommunikation], 1990, S. 210; Quadt, H [Zusammenarbeit], 1993, S. 19.Google Scholar
  10. 17.
    gl. Schmitt, A [Telematik], 1990, S. 19.Google Scholar
  11. 18.
    Vgl. Egido, C [Teleconferencing], 1990, S. 353ff.; Egido, C [Videoconferencing], 1988, S. 14ff.Google Scholar
  12. 19.
    Die Datenübertragung erfolgte über Koaxialkabel mit zwischengeschalteten Verstärkern und einer Übertragungsrate von 25–30 Bildern/s. Nach der anfänglichen Audioübertragung über ein Handtelefon nutzte man später eine rückkopplungsfreie Freisprecheinrichtung. Aufgrund der hohen Übertragungsgebühren mußte die Reichspost ihren Bildfemsprechdienst jedoch kurze Zeit später wieder einstellen. Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges kamen auch alle Forschungsarbeiten zum Erliegen (vgl. Tetzner, K. [Bildtelefon], 1996, S. T6 ).Google Scholar
  13. 20.
    Vgl. Kuhnert, L [Videokommunikation], 1998, o.S.Google Scholar
  14. 21.
    Neben der AV-Verbindung ermöglichte dieses System bereits die Übermittlung von Daten: Über eine Computerverbindung wurden diese eingespielt und übertragen. Allerdings konnte immer nur eine Möglichkeit - Audio, Video oder Daten - genutzt werden. Aufgrund der erforderlichen Bandbreiten und den damit verbundenen Leitungskosten sowie einer äußerst komplizierten Handhabung der Geräte blieben erste Vermarktungsversuche erfolglos. Dennoch brachten in den folgenden Jahren auch eine ganze Reihe anderer renommierter Firmen ihre ersten Videokonferenz-Systeme auf den Markt: Ericsson (LME), Stromberg-Carlson (Vistaphone), GTE (Pictel), CIT-Alcatel (Visiophone) etc. (vgl. Rosen, E [Videoconferencing], 1996, S. 170ff.).Google Scholar
  15. 22.
    Vgl. bspw. Harkness, R [Telecommunication], 1973; Snyder, F [Bell], 1971; Kraemer, K [Energy], 1982, S. 39ff. 20Google Scholar
  16. 23.
    Vgl. Egido, C [Videoconferencing], 1988, S. 15f.Google Scholar
  17. 24.
    Vgl. Fähnrich, K [Videokonferenz], 1984, S. 938f.Google Scholar
  18. 25.
    So verursachte die Ausstattung eines Videokonferenz-Studios Kosten zwischen DM 500.000–1.000.000 und die Übertragungskosten für eine einstündige Videokonferenz zwischen Deutschland und Amerika lagen bei ca. DM 2.000. Hinzu kamen noch monatliche Grundgebühren von DM 1.500 (vgl. PictureTel [Hintergründe], 1998, S. I f.).Google Scholar
  19. 26.
    Verbindungen erfolgten nur auf schriftliche Voranmeldung beim zentralen Reservierungsplatz der DBP Telekom (Vorlaufzeit bei Auslandsschaltungen: Ca. 4 Monate). Ergab sich darüber hinaus während einer Konferenz zusätzlicher Besprechungsbedarf, konnte die Nutzung nicht spontan verlängert werden (Verbindungen wurden exakt zur vereinbarten Zeit beendet). Hinzu kam die oftmals zeitaufwendige Anreise zu den Konferenzstudios.Google Scholar
  20. 27.
    Vgl. Laut, A [Video], 1995, S. 25.Google Scholar
  21. 28.
    Als Folge wurden 1995 in den USA 90% aller Videokonferenzen auf Basis einer 56 kbit/s Verbindung durchgeführt (vgl. a.V [Boom], 1991, S. 36).Google Scholar
  22. 29.
    Vgl. Rice, R [Media], 1984, S. 218 und S. 241f.; Gasman, L [Networking], 1994, S. 60. Im selben Zeitraum entstand mit der Entwicklung und Einführung von Lotus Notes im Jahre 1989 der Vorläufer zu den heutigen Multimediakonferenzen, auch wenn es sich hierbei noch um eine asynchrone (Email gesteuerte) Kooperationsform handelte (vgl. Ward, L [RTC Studie], 1999, S. 19).Google Scholar
  23. 30.
    Vgl. Quadt, H [Videokonferenz], 1991, S. 244f.; Laut, A [Video], 1995, S. 27.Google Scholar
  24. 31.
    Vgl. KSM [ISDN],1999, o.S.Google Scholar
  25. 32.
    Die ITU, Nachfolgerin der im Jahre 1932 ins Leben gerufenen Standardisierungsorganisation fur Post-und Fernmeldewesen mit Sitz in Genf, ist ein Gremium zur weltweiten Standardisierung der Telekommunikation mit Ausnahme der Funkdienste. Die ITU-Standards sind Empfehlungen - haben also keine bindende Wirkung. Sie regeln im Bereich der Video-/ Multimediakonferenz den Austausch von Daten zwischen Systemen unterschiedlicher Hersteller sowie zwischen verschiedenen Netzwerken (vgl. Bialetzla’, J [Multimedia], 1993, S. 32ff.).Google Scholar
  26. 33.
    Der einzige Unterschied liegt in der Bandbreite: ISDN arbeitet in D mit 64 kbit/s, in den USA nur mit 56 kbit/s. J4 Vgl. Kuhnert, L Google Scholar
  27. 34.
    Videokommunikation], 1998, S. 287ff.; Viscom [Hintergründe], 1999, o.S.Google Scholar
  28. 35.
    Vgl. Ward, L [RTC Studie], 1999, S. 20.Google Scholar
  29. 38.
    Vgl. o. V [Wachstum], 1998, o.S.Google Scholar
  30. 39.
    Vgl. Kuhnert, L [Videokommunikation], 1998, S. 289.Google Scholar
  31. 40.
    Vgl. Kuhnert, L [Interaktion], 1997, S. 182.Google Scholar
  32. 41.
    Vgl. Ward, L [RTC Studie], 1999, S. 1f.; Coleman, D [RTC Studie], 1999, S. 43ff.; CS [RTC Studie], 2000, o.S. Der Begriff Real Time Collaboration umfaßt alle Arten synchroner Zusammenarbeit mittels Audio-, Video-und Datenkonferenzen.Google Scholar
  33. 42.
    Vgl. Ward, L [RTC Studie], 1999, S. 6f. und S. 33ff.Google Scholar
  34. 43.
    Er unterscheidet „Videowalls“, „Videoconferencing” und „Videophones“ (vgl. McGrath, J [Group], 1993, S. 82).Google Scholar
  35. 45.
    Ausnahme: Werden diese Systeme für Multimediakonferenzen (d.h. für die Arbeit in gemeinsamen Dokumenten und Anwendungen) genutzt, sollte ein möglichst leistungsfähiger Rechner verwendet werden, um hier keinen unnötigen „Flaschenhals“ zu schaffen.Google Scholar
  36. 46.
    Bei dieser Technik wird das sogenannte „windowing“ eingesetzt, d.h., es sind mehrere Fenster geöffnet, wobei das aktuellste als oberstes Bild auf dem Monitor sichtbar ist.Google Scholar
  37. Für eine ausführliche Darstellung und Erläuterung dieser Begriffe siehe Abschnitt 4.1.5.Google Scholar
  38. 48.
    Für eine 60minütige Multimediakonferenz-Verbindung zwischen Koblenz und Stuttgart zahlt der Anrufer bspw. DM 10,80 (Basis für diese Berechnung ist der inländische ISDN-Ferntarif der Deutschen Telekom bei Verwendung eines T-xxl-Anschlusses mit Stand vom 25. 05. 2001 ).Google Scholar
  39. 49.
    Diese sehr wichtige Forderung nach einer durchgängigen Bearbeitbarkeit von Datenbeständen wird auch häufig mit dem Begriff „seamlessness“ (zu deutsch: Nahtlosigkeit) umschrieben (vgl. begriffsprägend: Stefik, M [Ideas], 1989, S. 156 und Ishii, H [Workspace], 1991, S. 48ff.). Hierunter versteht Lewe die Forderung nach einer Integration aller Medien in den Ablauf des Gruppenprozesses, um diesen durchgängig gestaltbar zu machen. Nur so wird es möglich, unterschiedliche Informationsbestände gemeinsam zu bearbeiten, zu organisieren, zu koordinieren und zu teilen (vgl. Lewe, H [Groupware], 1991, S. 4). Dabei lassen sich mehrere Arten von „Nahtlosigkeit” unterscheiden: Kommunikationsmedien, Arbeitsmodus, Gruppenprozeßphasen, Technik und Zeit (vgl. hierzu die Ausführungen bei Borghoff U [Gruppenarbeit], 1998, S. 129f.).Google Scholar
  40. 50.
    Ab ca. 25 fps nimmt das menschliche Auge nur noch eine flüssige Bewegung wahr, da es Einzelbilder nicht mehr erkennen kann. Moderne Studiosysteme erreichen Raten von bis zu 35 fps, womit sie den Femsehstandard von 30 fps sogar teilweise übertreffen.Google Scholar
  41. 51.
    So bietet bspw. die MVC Deutschland GmbH in über 16 deutschen Städten Video-/ Multimediakonferenz-Studios an (vgl. MVC [Studios], 1999) und der Buchungsservice der Deutschen Telekom AG umfaßt Studios in über 29 deutschen Städten und 48 Ländern weltweit (vgl. Deutsche Telekom [Studios], 1999).Google Scholar
  42. 52.
    Zu den einzelnen Verbindungs-/ Kommunikationsforen (z.B. 1:1, l:n etc.) vgl auch Abschnitt 4.1.6.1.Google Scholar
  43. 53.
    In der folgenden Betrachtung werden die Bildtelefone ausgeschlossen, da sie überwiegend zur privaten Kommunikation (z.B. zwischen Ehepartnern, die beruflich viel reisen bzw. längere Zeit getrennt voneinander arbeiten müssen) genutzt werden. Die Videokonferenz-Handys hingegen sind noch nicht nutzbar, da sie auf dem UMTSStandard beruhen, der erst 2002 etabliert und damit eine völlig neue Generation des „Mobile-Commerce“ (M-Commerce) einleiten wird.Google Scholar
  44. 57.
    Vgl. Teufel, S [Gruppenarbeit], 1995, S. 112.Google Scholar
  45. 58.
    Vgl. Borghoff, U [Gruppenarbeit], 1998, S. 177.Google Scholar
  46. 59.
    Im Rahmen von Multimediakonferenzen unterliegt die Echtzeit minimalen Restriktionen bzw. Verzögerungen: Der benötigten Übertragungszeit der Daten (bspw. beim EURO-ISDN ca. 10 msek.) und der Rechenzeit des Computers (z.B. für Komprimierung und Dekomprimierung etwa 200–400 msek.). Da Audiosignale wesentlich schneller als Videosignale codiert werden, verzögern die meisten Codecs dieses, so daß beide Signale synchron ankommen (vgl. Finn, K. [Video], 1997, S. 59 ).Google Scholar
  47. 60.
    Dourish, P. definiert group awareness als „(…) an understanding of the activities of others which provides a context for your own activity.“ (Dourish, P [Awareness], 1992, S. 514).Google Scholar
  48. 61.
    Dieser Begriff wurde erstmals von Stefik definiert (vgl. Stefik, M [WYSIWIS], 1987, S. 32ff).Google Scholar
  49. 62.
    Broy, M. [Lexikon], 1999, S. 808.Google Scholar
  50. 63.
    Vgl. Broy, M [Lexikon], 1999, S. 808f; Häfner, U [CSCW], 1998, S. 26; Teufel, S [Gruppenarbeit], 1995, S.Google Scholar
  51. 64.
    Ein Whiteboard (je nach Hersteller der entsprechenden Hard-und Software wird es auch als „Chalkboard“ bezeichnet) ist ein nach dem WYSIWIS-Prinzip arbeitendes Werkzeug für die verteilte, synchrone Zusammenarbeit im Rahmen einer Multimediakonferenz. Durch das Whiteboard können alle Teilnehmer auf einer gemeinsamen Arbeitsoberfläche in Form eines „Notizblocks” arbeiten. Auf dem Whiteboard lassen sich hierzu beliebige Informationsobjekte plazieren. Das entsprechende Softwareprogramm muß auf allen an der Multimediakonferenz beteiligten Rechnern laufen. Spezielle Sonderformen des Whiteboards, die unterschiedliche Funktionsumfänge aufweisen und meist im Rahmen von spezifischen Pilotprojekten und/oder Experimenten entwickelt wurden, sind bspw. Cavecat (vgl. Mantel, M [Cavecat], 1991), Commune (vgl. Minneman, S [Commune], 1991), VideoDraw (vgl. Tang, J [Videodraw], 1991) oder ClearBoard (vgl. Ishii, H [Gaze Awareness], 1992).Google Scholar
  52. 65.
    Nahezu alle Mängel der klassischen Wandtafeln lassen sich hierdurch leicht beheben. Daher werden modifizierte Formen - sogenannte interaktive Flipcharts - auch immer häufiger in normale Sitzungen integriert: Über einen speziellen Projektor wird hierbei die Oberfläche mit den entsprechenden Menüs aus einem Rechner auf die klassische Weißwandtafel „aufprojiziert“. Der Anwender kann dann voll digital mit Hilfe eines speziellen Stifles auf dieser Oberfläche arbeiten. Der Computer empfängt und verarbeitet diese Bewegungen als Steuersignale. Der Inhalt solcher interaktiven Whiteboards kann auch ohne Probleme in eine Video-/ Multimediakonferenz integriert werden (z.B. über den Anschluß an den Port für die Dokumentenkamera oder andere Peripheriegeräte).Google Scholar
  53. 66.
    Vgl. Tang, J [Teilen], 1991, S. 143ff. Kleine Gruppen aus 3–4 Personen werden in 8 Sitzungen mit Entwicklungsaufgaben betraut, die sie gemeinsam mit Hilfe des Whiteboards in einer Face-to-Face-Konferenz lösen sollen. Die Auswertung erfolgt anhand von Videoaufzeichnungen.Google Scholar
  54. 67.
    Beide - Funktionen und Tätigkeiten - werden in eine Matrix eingeordnet und die Zusammenhänge analysiert (vgl. Tang, J [Teilen], 1991, Figure 3, S. 145 und Figure 6, S. 150). Es zeigt sich, daß die Möglichkeit im Whiteboard auf Objekte zeigen zu können (z.B. über Telepointer), insbesondere für das Entwickeln bzw. die Erläuterung von Ideen sowie die Prozeßsteuerung (z.B. in Form eines Namenkürzels am Telepointer) wichtig ist. Die Möglichkeit im Whiteboard zu malen,unterstützt ausschließlich die Entwicklung/Erläuterung der Ideen (in diesem Zusammenhang spielen auch verbale und nonverbale Kommunikationselemente eine wichtige Rolle). Die Möglichkeit Texte zu schreiben ist hingegen primär für die Zwischen-und Abspeicherung der Informationen (z.B. durch persönliche Notizen) wichtig.Google Scholar
  55. 68.
    Vgl. Tang, J [Teilen], 1991, S. 155f.Google Scholar
  56. 69.
    Die Eingabe von Grafiken in ein Whiteboard erfolgt mittels einer Importfunktion bzw. über die Zwischenablage mittels „cut and paste“. Daher lassen sich die Diskussionsobjekte anschließend im Whiteboard nur markieren bzw. hervorheben, nicht aber verändern. Hierzu benötigt man das Application Sharing.Google Scholar
  57. 70.
    Telepointer sind grafische Symbole (ein speziell ausgezeichneter Cursor), die sich analog zum Mauszeiger über die gemeinsame Anwendung bewegen lassen. Sie sind auf allen an der Konferenz beteiligten Rechnern an der jeweils gleichen Position dargestellt und können zum Anzeigen bzw. für textuelle und grafische Anmerkungen verwendet werden. Im Falle des Application Sharing besteht der Telepointer aus unterschiedlichen Farben, Formen oder ist mit Namen versehen (je nachdem, wer gerade das Recht besitzt in der gemeinsamen Anwendung zu arbeiten).Google Scholar
  58. 71.
    Nach eigenen Erfahrungen im Rahmen einer Punkt-zu-Punkt-Multimediakonferenz mit 128 kbit/s dauert dieser Abgleich bei einer Dateigröße des Whiteboard-Inhalts von I MB etwa 20–25 sek.Google Scholar
  59. 72.
    Zur Verwendung kam die Software MS-Netmeeting v2.1. Da im Schwarz-Weiß-Ausdruck die Farbunterschiede nicht zu erkennen sind, hier folgende Erläuterungen: Die Rosen weisen unterschiedliche Farbstellungen auf; die textuellen Anmerkungen der drei Teilnehmer erfolgen ebenfalls in unterschiedlichen Farben, so daß alle Kommentare jedem Teilnehmer klar zuzuordnen sind.Google Scholar
  60. 73.
    Wie auch beim Whiteboard gibt es Sonderformen des Application Sharing: Ein bekanntes Beispiel hierfür ist die TeamWorkStation (vgl. Ishii, H. [Workspace], 1991; Ishii, H. [Teamworkstation], 1990 ).Google Scholar
  61. 74.
    Es bedarf keiner weiteren Nutzungslizenz für diese Anwendung.Google Scholar
  62. 75.
    Vgl. Brahmann, M [Tele-Engineering], 1998, S. 30; Zangerle, R [Videokonferenzen], 1998, S. 30; Luczak, H [Telekooperation], 1999, S. 31.Google Scholar
  63. 76.
    Grundsätzlich lassen sich zwei Stufen unterscheiden: In der Phase „Anwendung teilen“ können die anderen Konferenzteilnehmer die Anwendung auf ihrem Bildschirm nur sehen. Man spricht hier auch vom sogenannten „Joint Viewing”. In der Phase „Zusammenarbeiten“ können sie zusätzlich in dieser Anwendung arbeiten und im Vergleich zum Whiteboard (wo man nur auf Bereiche zeigen oder diese markieren kann) den Dokumenteninhalt verändern. Man spricht dann auch vom „Joint Editing” (vgl. Bullinger, H. [Multimedia], 1992, S. 12; Broy, M. [Lexikon], 1999, S. 363). In der komplexesten Form des Joint Editing läuft die Anwendung auf jedem Rechner der Konferenzteilnehmer und nicht nur - wie im Falle des Application Sharing - auf einem alleine. Alle Teilnehmer können dann mittels der verteilten Eingaberechte und den zur Verfügung gestellten Editierwerkzeugen in der Anwendung arbeiten bzw. haben die Ergebnisse lokal auf ihrem Rechner (vgl. Häusler, T. [Multimedia], 1996, S. 135 ).Google Scholar
  64. 77.
    Nach eigenen Erfahrungen im Rahmen einer Punkt-zu-Punkt-Multimediakonferenz mit 128 kbit/s dauert dieses Übertragen der Bildschirmkopie im Rahmen einer grafisch aufwendig gestalteten PowerPoint-Präsentationsfolie etwa 5–10 Sekunden.Google Scholar
  65. 78.
    Unter Aspekten der Datensicherheit kann dies auch ein erwünschter Vorteil sein. Er führt jedoch i.d.R. zu Medienbrüchen im Weiterverarbeitungsprozeß.Google Scholar
  66. 79.
    Mittels der Funktion Dateitransfer ist es im Rahmen jeder Multimediakonferenz möglich, während der Konferenz beliebige Binärdateien (bspw. Texte, Tabellen, Grafiken und CAD-Daten) an einen, mehrere oder alle Konferenzteilnehmer zu versenden. Erhält der jeweilige Teilnehmer eine solche Datei in seinem Postkorb, gibt das System eine kurze Textmeldung oder ein akustisches Signal.Google Scholar
  67. 80.
    Neben dem Dateitransfer bietet die Multimediakonferenz i.d.R. noch eine vierte Möglichkeit Informationen zu vermitteln: Im Rahmen der „Chat-Funktion“ hat jeder Teilnehmer die Möglichkeit, einen ganz speziellen, mehrere oder alle Teilnehmer direkt und in Echtzeit mit einer textuellen Nachricht anzusprechen. Chatting dient vorwiegend der Unterstützung informeller Kommunikation und wird im Rahmen dieser Arbeit nicht näher betrachtet, da es für Multimediakonferenzen eher von untergeordneter Bedeutung ist.Google Scholar
  68. 82.
    Dieses gezielte Ansprechen einzelner Systeme in einer Gruppe ist mittels einer eindeutigen Adressierung der einzelnen Datenpakete an die jeweiligen IP-Adressen möglich.Google Scholar
  69. 83.
    Vgl. Appel,W. [Computer], 1999, S. 47.Google Scholar
  70. 84.
    Man spricht in diesem Fall auch vom sogenannten „Quartersplit“: Bei den insgesamt fünf beteiligten Standorten können an jedem System die jeweils anderen vier Standorte gesehen werden.Google Scholar
  71. 85.
    Vgl. Shapiro, O. [MCU], 1999, S. 75.Google Scholar
  72. 86.
    Für eine 128 kbit/s-Verbindung über die Firma MVC zahlt jeder innerdeutsche Konferenzteilnehmer DM 1,56 pro Minute (Stand: 1999).Google Scholar
  73. 87.
    Vgl. Deutsche Telekom [Services], 1999.Google Scholar
  74. 88.
    Vgl. DTC [MCU], 1999, o.S.Google Scholar
  75. 89.
    Vgl. Brahmann, M [Tele-Engineering], 1998.Google Scholar
  76. 90.
    Für eine nähere Spezifikation der in diesem Protokoll integrierten Substandards und seine Weiterentwicklung siehe auch PictureTel [Standards], 1998; Häfner, U [CSCW], 1998, S. 66ff. So steuert bspw. T.121 das Application Sharing und Whiteboard, T.126 die Übertragung von Standbildern und T.127 den Dateitransfer.Google Scholar
  77. 91.
    Bedingung für alle 3 Netzarten ist die Verwendung des TCP/IP-Protokolls.Google Scholar
  78. 92.
    Für eine ausführliche Beschreibung der Technik und Funktionsweise der Satellitenübertragung, die am häufigsten für Business-TV genutzt wird, vgl. Abschnitt 5.1.4.3.Google Scholar
  79. 93.
    Vgl. Stickel, E [Lexikon], 1997, S. 409f.; Tanenbaum, A [Netzwerk], 1996, 9f.; Kaufjets, F [Netze], 1999, S. 28f.Google Scholar
  80. 94.
    Die Datenübertragung erfolgt hier mittels Lichtwellen: In einer dünnen Glasfaser (1/10 bis 1/20 mm Durchmesser) werden durch Laserdioden erzeugte kurze Lichtimpulse mit einer sehr hohen Folgefrequenz übertragen. Ein Glasfaserkabel besteht dabei aus tausenden dünner Glasfaserbündel mit hoher Lichtbrechung, die mit einem schwach lichtbrechenden Material umhüllt sind. Sie bieten eine enorme Übertragungsbandbreite über große Entfernungen und sind unempfindlich gegenüber elektromagnetischen Störungen. Zur Zeit können über Glasfaser bis zu 100 Gbit/s übertragen werden, wobei erste Versuche mit 400 Gbit/s erfolgreich abgeschlossen wurden und man in vielen Forschungslabors bereits im Tbit/s-Bereich arbeitet. Problematisch sind jedoch die hohen Verlegungskosten, die zur Zeit bei etwa DM 30.000–80.000 pro 100m Kabelgraben liegen (vgl. Kaderali, F [IuK], 1999, S. l 1 ff.).Google Scholar
  81. 95.
    Vgl. Broy, M. [Lexikon], 1999, S. 798.Google Scholar
  82. 96.
    Vgl. Kauffels, F. [Netze], 1999, S. 26.Google Scholar
  83. 97.
    TCP/IP steht für Transmission Control Protocol/Internet Protocol. Es sind zwei sich ergänzende Protokolle die Regeln definieren, nach denen die unterschiedlichen Computer kommunizieren. Das IP wird von den Routem benutzt, um den Weg festzulegen, den eine angeforderte Information durch das Netzwerk zurücklegen soll. Auf jedem der zu transportierenden Datenpakete ist deshalb die IP-Adresse des sendenden und empfangenden Computers vermerkt. Es funktioniert somit ähnlich der Form, wie Briefe adressiert werden. Das TCP hingegen hat die Aufgabe, die Daten in Informationspakte zu verpacken. Da die unterschiedlichen Datenpakete i.d.R. unterschiedliche Wege durch das Netz nehmen, kommen sie am Zielort häufig in falscher Reihenfolge an. TCP setzt die Informationen vor Ort wieder zusammen und sorgt dafar, daß kein Datenchaos entsteht. Die hierdurch hervorgerufenen zeitlichen Verzögerungen machen die Übertragung von Multimediainformationen in Echtzeit problematisch.Google Scholar
  84. 98.
    Router koppeln Netze unterschiedlicher Architektur und ermitteln die Zieladressen eintreffender Datenpakete anhand spezieller Adresstabellen, um diese dann entsprechend weiterzuleiten.Google Scholar
  85. 99.
    Vgl. Kauffels, F [Netze], 1999, S. 27; Brahmann, M [Tele-Engineering], 1998, S. 24; Stickel, E [Lexikon], 1997, S. 348.Google Scholar
  86. 100.
    So bestand das Internet 1999 weltweit aus ca. 57 Mio. versetzten Computern (Hosts). Die Anzahl der Nutzer (User) lag zu dieser Zeit bei ca. 9,4 Mio. in Deutschland und 185 Mio. weltweit. Diese Zahlen sollen bis 2002 auf ca. 20 Mio. bzw. 328 Millionen ansteigen. Die Menge der über das Internet transportierten Daten verdoppelt sich derzeit durch neue multimediale Anwendungen (z.B. Streaming-Angebote im AV-Bereich, VoD, E-Commerce etc.) alle 3–4 Monate, so daß die Forderung nach größeren Bandbreiten durch neue Technologien und Übertragungsnetze (z.B. xDSL, Powerline) immer lauter wird (vgl. /SC [Hosts], 1999; InfoNet [Nutzer], 1999; Kaderali, F. [IuK], 1999, S. 2 ).Google Scholar
  87. 101.
    Vgl. Kauffels, F [Netze], 1999, S. 30.Google Scholar
  88. 102.
    Vgl. Kauffels, F [Netze], 1999, S. 30.Google Scholar
  89. 103.
    Der Begriff Bandbreite bezieht sich auf die Anzahl der Informationen (Bits), die pro Sekunde über eine Leitung übertragen werden können. Die benötigte Bandbreite hängt dabei von der Anwendung ab: Den größten Bandbreitenbedarf besitzt die Übertragung von Video-und Audiodaten, da beide in Echtzeit übertragen werden müssen (nur hierdurch läßt sich eine möglichst realitätsnahe Kommunikationsatmosphäre schaffen). Bandbreitenunterschiede ergeben sich aufgrund der unterschiedlichen verwendeten Medien (Kupfer/Koaxial, Glasfaser und Satellit) und der verwendeten Protokolle (IPX, OSI, TCP/IP etc.).Google Scholar
  90. 104.
    Der Begriff xDSL (x Digital Subscriber Line) ist eine Sammlung für unterschiedliche Übertragungstechniken zur Überbrückung der „letzten Meile“ zwischen Vermittlungsstelle und Endkunden: Sie umfaßt die Technologien SDSL (Single Line DSL), HDSL (High Data Rate DSL), ADSL (Asymetric DSL) und VDSL (Very High Datarate DSL). Je höher hierbei die genutzte Bandbreite wird, um so näher müssen jedoch auch die Signalverstärker sein: Bei der extremsten Form (VDSL mit bis zu 52 Mbit/s) muß das Übertragungssignal alle 500m verstärkt werden, was zu sehr hohen Kosten führt. Für eine sehr ausführliche Darstellung der Entstehung und Entwicklung dieser Übertragungsverfahren vgl. auch Kaderali, F [IuK], 1999, S. 4ff. Die Dt. Telekom bietet heute bereits T-DSL Anschlüsse für Unternehmen und Privatkunden an, bei denen Bandbreiten von bis zu 768 kbit/s erzielt werden.Google Scholar
  91. 105.
    Power Line Communication (PLC) ermöglicht eine bidirektionale digitale Datenübertragung über das herkömmliche Stromnetz bei einer Bandbreite von mehreren Mbit/s. Da die Entfernungen nicht viel größer als 300m sein dürfen, ist diese Technologie ideal geeignet, das Problem der „letzten Meile“ zu lösen. Zur Zeit befindet sich dieses Verfahren allerdings noch im Entwicklungsstadium (vgl. hierzu auch Amberger, S [Business-TV], 1999, S. 108). Eine sehr ausführliche Darstellung dieser innovativen Übertragungstechnik findet sich bei Kaderali, F [IuK], 1999, S. 7ff.Google Scholar
  92. 106.
    Vgl. Gu/ich, A. [Technik], 1998, S. 11.Google Scholar
  93. 107.
    Vgl. KSM[ISDN], 1999, o.S.Google Scholar
  94. 108.
    Diese Übertragungsrate erhöht sich um weitere 48 kbit/s, die jedoch vom Provider ausschließlich für netzspezifische Synchronisations-und Steuerzwecke genutzt werden und dem Anwender somit nicht zur Verfügung stehen. lwGoogle Scholar
  95. 109.
    In den USA und Japan stellt ein solcher Anschluß nur 23 B-Kanäle und einen D-Kanal zur VerfügungGoogle Scholar
  96. 110.
    Vgl. grundlegend: Fahner, H [MBone], 2001. Multicast bezeichnet den Datentransfer von einem Sender zu mehreren Empfängern.Google Scholar
  97. 111.
    Die Geburtsstunde des MBone war im März 1992 auf der IETF (Internet Engineering Task Force) in San Diego. Das MBone-Netz ist heute ein Teilnetz des existierenden Internets und umfaßt den IP-Adressen-Raum 224.0.0.0 bis 239.255.255.255.Google Scholar
  98. 112.
    Ein Videobild aus den USA wird bspw. nur einmal nach Europa geschickt und erst hier entsprechend der Empfänger vervielfacht.Google Scholar
  99. 113.
    Vgl. Fromme, M [Konferenzen], 1995, S. 62f. Einen guten Überblick über die gegenwärtige Netzstruktur des MBone in Deutschland bietet die Uni Hannover unter der URL http://www.rvs.uni-hannover.de/mbone/config/ germany.html. Weitere grundlegende Informationen zum MBone findet man unter http://www.mbone.com/mbone/ what-is-mbone.html, unter http://www.mbone.de/allgemeines.html sowie unter http://www-ks.rus.uni-stuttgart.de/ mbone/mbone.html.Google Scholar
  100. 114.
    Vgl. Broy, M [Lexikon], 1999, S. 38; Stickel, E [Lexikon], 1997, S. 46.Google Scholar
  101. 115.
    Analoge Signale müssen häufig verstärkt werden und sind oftmals verzerrt, was zu Problemen bei ihrer Interpretation führt.Google Scholar
  102. 116.
    bit = Schwarzweiß; 8 bit = 256 Farben; 24 bit = 16,7 Mio. Farben.Google Scholar
  103. 117.
    Vgl. Hermanns, O [Werkzeuge], 1999, S. 181.Google Scholar
  104. 118.
    Der PAL-Standard wird in Europa verwendet. Er beinhaltet 25 fps und ca. 390.000 PixelBild. In den USA verwendet man dagegen den NTSC Standard mit 30 fps und ca. 250.000 Pixel/Bild.Google Scholar
  105. 119.
    High Definition Television: Ein neuer Standard mit der doppelten Auflösung der PAL-Qualität (ca. 1,5 Mio. Pixel/Bild).Google Scholar
  106. 120.
    Vgl. Sandkuh, K [Telekooperation], 1997, S. 364.Google Scholar
  107. Damit die Codecs verschiedener Anbieter untereinander kompatibel sind, hat man sich auf bestimmte Standards wie bspw. H.261, Indeo, JPEG und MPEG geeinigt.Google Scholar
  108. 122.
    Aus diesem Grunde sollte man sich während einer Multimediakonferenz auch nicht ruckartig bewegen, da sonst sehr viele Informationen auf einmal übertragen werden müssen und die Qualität kurzfristig sinkt. Dieses macht sich durch schlechte Auflösungen, unscharfe Bilder, weniger Farben und vor allem ruckartige Bilder bemerkbar.Google Scholar
  109. 123.
    Vgl. Finn, K. [Video], 1997, S. 58.Google Scholar
  110. 124.
    Vgl. Zangerle, R. [Videokonferenzen], 1998, S. 13.Google Scholar
  111. 125.
    Vgl. Sandkohl, K. [Telekooperation], 1997, S. 364.Google Scholar
  112. 126.
    Die obigen Beispiele erfüllen bspw. die Normen G.722 bzw. G.728.Google Scholar
  113. 127.
    Vgl. Kuhnert, L., [Videokommunikation], 1998, S. 293f.Google Scholar
  114. 128.
    Grundsätzlich lassen sich folgende Kommunikationsrichtungen unterscheiden: Unidirektional (simplex), asynchron (halbduplex) und synchron bidirektional (vollduplex).Google Scholar
  115. 129.
    Vgl. Brahmane, M [Tele-Engineering], 1998, S. 62f.Google Scholar
  116. 130.
    Vgl. hierzu auch die Ausführungen bei Lautz, A [Video], 1995, S. 110ff.; Bronner, R [Kosten], 1997, S. 2f.; Rachor, U [Multimedia], 1994, S. 43ff. und S. 57ff.Google Scholar
  117. 131.
    Eine Studie von VTEL (vgl. VTEL [Studie], 2000) untersucht die Gesamtkosten (Total Cost of Ownership) von Video-/ Multimediakonferenzen: Über einen Zeitraum von 5 Jahren fallen die Anschaffungskosten für die Systeme mit 19% ins Gewicht, die Anfangskosten für Personal, Beleuchtung und Einrichtung mit 7% und die Betriebskosten mit 74%. Die Amortisation (Payback) der Systeme liegt i.d.R. zwischen 6–9 Monaten und der Ertrag aus der Kapitalanlage (Return an Investment) beläuft sich bereits nach einem Jahr auf 123%.Google Scholar
  118. 132.
    Es liegen Reisepreise bzw. Telekommunikationsgebühren mit Stand vorn 01.02.1999 zugrunde.Google Scholar
  119. 133.
    Dabei werden die Kosten der Anschaffung und Schulung vernachlässigt, da sich die Systeme bereits nach wenigen Einsätzen amortisiert haben. Darüber hinaus fallen diese Kosten meist nur einmalig an, sind durch die betrieblichen Abschreibungsmöglichkeiten (AfA) reduzierbar und im Vergleich zu den betrachteten Nutzungskosten deutlich niedriger.Google Scholar
  120. 136.
    Vgl. hierzu bspw. auch die Ergebnisse bei Johansen, R [Substitution], 1984, S. 164ff.Google Scholar
  121. 137.
    So kommt Schulte in ihrer umfassenden Gegenüberstellung der Studien zum geschäftsreiserelevanten Substitutionspotential zu Ergebnissen von keiner Auswirkung bis hin zu Substitutionspotentialen von bis zu 90% (vgl. Schulte, R [Geschäftsreisen], 1993, S. 82f.).Google Scholar
  122. Vgl. bspw. Knetsch,W. [Substitution], 1996, S. 46f.; Bronner, R [Kosten], 1997, S. 10; Otto, P [Studie], 1986, S. 64; 011mann, R [Substitution], 1989, S. 104 und S. 107; Moulin, S [Geschäftsreisen], 1997, S. 124ff.; Bronner, R [Nah], 1996, S. 21.Google Scholar
  123. 139.
    Vgl. ausführlich Schulte, R [Geschäftsreisen], 1993, S. 85fGoogle Scholar
  124. 140.
    Zitat von Ralf Hüttner, Leiter des Bereichs Netzstrategien bei der Mercedes-Benz Marketing Academy (zitiert nach Perrin, F [MMK II], 1998, S. 14).Google Scholar
  125. 141.
    Da es sich bei den Teilnehmern einer Multimediakonferenz immer um wenige Individuen handelt, läßt sie sich gut mit Hilfe der sozialpsychologischen Gruppenforschung analysieren. Gleichzeitig können hierdurch aber auch die theoretischen Erkenntnisse und empirischen Methoden zu den Kommunikationsprozessen in Kleingruppen (vgl. hierzu auch die Ausführungen bei Weinig, K [Video], 1996, S. 44–56) genutzt werden. Ein Forschungsfeld, das hierauf aufbaut, ist die CSCW-Forschung (Computer Supported Cooperative Work). Sie erforscht die Möglichkeiten, Gruppenarbeit durch Informations-und Kommunikationstechnologien zu unterstützen, um so die Prozeßeffizienz sowie die Ergebniseffektivität zu erhöhen.Google Scholar
  126. 142.
    Ihre Berücksichtigung entscheidet letzten Endes über den Erfolg oder Mißerfolg von Multimediakonferenzen - und damit auch über die Effektivität und Effizienz der (Innovation-)Prozesse.Google Scholar
  127. 143.
    Die zugehörige Forschung verwendet für dieses Anwendungsfeld oftmals die Begriffe „computer-support meetings“ oder auch „wired meetings” (vgl. bspw. Fulk, J [Meeting], 2000). Eine Studie aus dem Jahre 1995 kommt in diesem Zusammenhang zu dem Ergebnis, daß bereits 13% aller Meetings mittels entsprechender GroupwareApplikationen medial unterstützt bzw. vermittelt werden (vgl. Volkema, R [Mediale Unterstützung], 1995, S. 3ff.). Dieser Anteil dürfte sich innerhalb der letzten Jahre deutlich erhöht haben.Google Scholar
  128. 144.
    Die informationstechnische Unterstützung der Gruppenarbeit ergänzt zunehmend den computerunterstützten Einzelarbeitsplatz und steht seit den frühen 80iger Jahren im Blickpunkt der Forschung (vgl. Krcmar, H [CSCW], 1992, S. 2): Computer Supported Cooperative Work lautete der Titel eines Workshops, den Irene Greif (Massachusetts Institute of Technology) und Paul Cashman (Digital Equipment Corporation) im Jahre 1984 veranstalteten. Da die dort begonnenen Diskussionen vielversprechend erschienen, luden die beiden Veranstalter 1986 nach Austin zur ersten CSCW-Konferenz ein, die ein großer Erfolg war und seitdem jedes Jahr stattfindet. Unter den Bezeichnungen CSCW und Groupware entwickelte sich seitdem ein neues Anwendungsfeld für Informations-und Kommunikationstechnologien im Rahmen von Gruppenarbeitsprozessen. Mit CSCW wird dabei das Forschungsgebiet bezeichnet, das sich ganz allgemein mit der Rolle von gruppenunterstützenden Informations-und Kommunikationstechnologien beschäftigt, während Groupware die beforschte Technologie (vor allem die Softwareprodukte) selbst bezeichnet, die bei der CSCW-Realisierung verwendet wird (vgl. Lewe, H [Groupware], 1991, S. l; Popp, H [CSCW], 1993, S. 174). Für einen ausführlichen Überblick und Vergleich verschiedener Definitionen von CSCW und Groupware vgl. auch Stein, D [CSCW], 1996, S. 6ff.Google Scholar
  129. 145.
    Jedoch existiert bis heute keine einheitliche Meinung darüber, ob durch CSCW tatsächlich ein neues Forschungsgebiet geschaffen wurde oder ob CSCW nicht nur einen umfassenden „Schirm“ für Aktivitäten ähnlicher Zielrichtung in den oben genannten Disziplinen bietet.Google Scholar
  130. 146.
    Bowers, J. [CSCW], 1991, S. 101. Im wesentlichen umfaßt die heutige CSCW-Forschung drei eng miteinander verknüpfte Gebiete, die parallel und gleichgewichtet behandelt werden müssen: Im ersten Gebiet, dem Verständnis der Teamarbeit, ist es das Ziel, alle Variablen zu verstehen, die die funktionalen und sozialen Aspekte der Gruppenarbeit beeinflussen. Im zweiten Gebiet, der Entwicklung von Werkzeugen und Konzepten, steht die Erstellung von computerunterstützten Werkzeugen im Mittelpunkt. Im dritten Gebiet, der Bewertung von Werkzeugen und Konzepten, wird untersucht, inwieweit die geplanten Auswirkungen auch wirklich eintreten (vgl. Krcmar, H. [CSCW], 1992, S. 4ff.; Lewe, H. [Produktivität], 1994, S. 46 ). Leider wird dieser interdependente Zusammenhang zwischen Mensch, Technologie, Aufgabe und Organisation (den Elementen der Leavitt-Raute) heute oftmals verkannt, so daß eine Verknüpfung der drei Gebiete erst in Ansätzen erfüllt ist.Google Scholar
  131. 147.
    Für eine ausführliche Aufzählung und Darstellung aller Dimensionen vgl. auch Krcmar, H [CSCW], 1992, S. 8ff. und Stein, D [CSCW], 1996, S. 15ff.Google Scholar
  132. 148.
    Für eine ausführliche Darstellung aller fünf Kategorien und möglichen Anwendungsformen (mit Ausnahme der Multimediakonferenz) siehe die Ausführungen bei Lewe, H [Produktivität], 1994, S. 30ff.Google Scholar
  133. 149.
    Vgl. Eren, E [Telekooperation], 1998, S. 103.Google Scholar
  134. 150.
    Eine weitere wichtige Theorie, die aber erst im Rahmen der Potentialanalyse von Business-TV verwendet wird, ist das nachrichtentechnische Modell von Shannon/Weaver (vgl. Abb. 79 und insbesondere den unteren Teil in Abb. 80).Google Scholar
  135. 151.
    Für eine ausführliche Darstellung aller Anwendungsformen mit Ausnahme der Multimediakonferenz siehe die Ausführungen bei Teufel, S [Gruppenarbeit], 1995, S. 129–241.Google Scholar
  136. 152.
    Vgl. Höflich, J [Soziale Präsenz], 1998, S. 77f.Google Scholar
  137. 153.
    Vgl. Daft, R [Information Richness], 1984; Daft, R [Media Richness], 1986.Google Scholar
  138. 154.
    Daft, R. [Media Richness], 1986, S. 554.Google Scholar
  139. 155.
    Daft, R. [Information Richness], 1984, S. 196.Google Scholar
  140. 156.
    Daft, R. [Media Richness], 1986, S, 560.Google Scholar
  141. 157.
    Vgl. Daft, R [Information Richness], 1984, S. 196; Dafi, R [Information Systems], 1987, S. 358.Google Scholar
  142. 158.
    Reiche Medien sind besonders für mehrdeutige Situationen geeignet (sie eignen sich am besten zur Erklärung komplexer Sachverhalte), während Aufgaben unter Unsicherheit besser durch weniger reiche Medien unterstützt werden können (arme Medien helfen eher, Informationsdefizite zu vemngem).Google Scholar
  143. 159.
    Damit hängt der Inhalt des Begriffes Informationsreichhaltigkeit sehr eng mit dem von Watzlawick verwendeten Begriff des Beziehungsaspektes der Kommunikation zusammen: le höher die Informationsreichhaltigkeit des Mediums ist, um so eher kann neben dem Inhalts-auch der Beziehungsaspekt übertragen werden (vgl. hierzu auch Abschnitt 5.2.1.1).Google Scholar
  144. 160.
    Vgl. bspw. die Arbeiten von Conger, S [Media Richness], 1988, S. 23f. und S. 38f. sowie Rice, R. [Media Richness], 1992, S. 475ff.Google Scholar
  145. 161.
    Bronner vergleicht in zwei Experimenten die Video-/ Multimediakonferenz zum einen mit der schriftlichen Kommunikation (Problemtyp: Fallstudien), zum anderen mit der mündlichen Kommunikation (Problemtyp: Planspiele). Es standen 124 Versuchspersonen für mehrfache Einsätze zur Verfügung, deren Erfahrungen mittels Fragebogen erfaßt wurden. Die Studie bestätigt die Einordnung der Video-/ Multimediakonferenz knapp unter der Face-toFace-Konferenz, da sie deutlich leistungsfähiger als die schriftliche Kommunikation aber der Face-to-FaceKommunikation qualitativ unterlegen ist (vgl. Bronner, R. [Studie], 1996, S. 114 ).Google Scholar
  146. 162.
    Vgl. bspw. Kinney, S [Media Richness], 1994, S. 21ff.; Dennis, A [Media Richness], 1998, S. 256ff.Google Scholar
  147. 163.
    Das bedeutet, daß sich der Umgang mit einem Medium und dessen Wahrnehmung im Zeitverlauf der Nutzung verändern kann und das Medium somit plötzlich für Aufgaben geeignet scheint, fur die es vorher nicht in Betracht kam.Google Scholar
  148. 164.
    Dennis, A. [Media Synchronicity], 1998, S. 48ff.; Dennis, A. [Throne], 1999.Google Scholar
  149. 165.
    Auf die grafische Darstellung dieses komplexen Modells wird an dieser Stelle verzichtet. Vgl. hierzu Dennis, A [Theorie], 1999, S. 5, Abb. 1.Google Scholar
  150. 166.
    Vgl. Dennis, A [Theorie], 1999, S. 2f. und S. 5ff.; Dennis, A [Media Synchronicity], 1998, S. 50f. 16’ Vgl. Dennis, A [Theorie], 1999, S. 5; 167 Dennis, A. [Media Synchronicity], 1998, S. 52f.Google Scholar
  151. 168.
    Informationsverbreitung (conveyance) entspricht damit der Unsicherheit, Meinungsbildung/Übereinstimmung (convergence) der Mehrdeutigkeit in der Media Richness Theorie.Google Scholar
  152. 169.
    Vgl. Dennis, A [Theorie], 1999, S. 8; Dennis, A [Media Synchronicity], 1998, S. 51.Google Scholar
  153. 170.
    Vgl. McGrath, J [TIP], 1991, S. 147ff.Google Scholar
  154. 171.
    Vgl. Dennis, A [Theorie], 1999, S. 5.Google Scholar
  155. 172.
    Vgl. Dennis, A [Theorie], 1999, S. 7f.; Dennis, A [Media Synchronicity], 1998, S. 54ff.Google Scholar
  156. 173.
    Vgl. Dennis, A [Theorie], 1999, S. 8f.; Dennis, A [Media Synchronicity], 1998, S. 50ff.Google Scholar
  157. 174.
    Vgl. Short, J [Soziale Präsenz], 1976.Google Scholar
  158. 175.
    Vgl. Short, J [Soziale Präsenz], 1976, S. 63.Google Scholar
  159. 176.
    Vgl. Fulk, J [Meeting], 2000, S. 5.Google Scholar
  160. 177.
    Unter der sozialen Präsenz versteht Shon die individuelle Wahrnehmung der unterschiedlichen Kanäle eines Mediums sowie der Möglichkeiten, hierdurch soziale Nähe zu übertragen (d.h., sie kann entsprechend individueller Wahrnehmungspräferenzen von Person zu Person variieren).Google Scholar
  161. 178.
    Vgl. Fulk, J [Modell], 1990, S. 118; Fulk, J [Meeting], 2000, S. 4f.Google Scholar
  162. 179.
    Vgl. Short, J. [Soziale Präsenz], 1976, S. 158; Fulk, J. [Modell], 1990, S. 118.Google Scholar
  163. 180.
    Vgl. Fulk, J. [Modell], 1990, S. 117ff.Google Scholar
  164. 181.
    Fulk, J [Modell], 1990, S. 121.Google Scholar
  165. 182.
    Vgl. Fulk, J [Modell], 1990, S. 133ff.Google Scholar
  166. 183.
    Short, J. [Soziale Präsenz], 1976, S. B.Google Scholar
  167. 184.
    Für eine ausführliche Darstellung und chronologische Entwicklung dieser Modelle und Theorien vgl. die Ausführungen bei liebe, R. [CSCW], 1995, S. 38–7I. Im Rahmen der hier vorliegenden Arbeit wird nur ein zusammenfassendes Gesamtmodell dargestellt (vgl. Abb. 45 ).Google Scholar
  168. 185.
    Die bekanntesten Vertreter sind das Modell der (Klein-)Gruppenforschung von McGrath (McGrath, J. [CSCW], 1984, S. 13) sowie das Modell der Gruppeneffektivität von Hackman (vgl. Hackman, J. [CSCW], 1987, S. 331 ).Google Scholar
  169. 186.
    Die bekanntesten Vertreter sind die Modelle von Dennis (vgl. Dennis, A. [CSCW], 1988, S. 591f..), Pinsonneault (vgl. Pinsonneault, A. [CSCW], 1990, S. 146) und Andriessen (vgl. Andriessen, J. [CSCW], 1997, S. 10), die einen Zusammenhang zwischen der eingesetzten Technologie, dem Prozeß der Gruppenarbeit sowie dem Ergebnis herstellen.Google Scholar
  170. 187.
    Die Grafik enthält Beispiele aus dem Hohenheimer CATeam Forschungslabor.Google Scholar
  171. 191.
    Rückkopplungen zu den Randbedingungen werden z.B. darin gesehen, daß Ergebnisse der Gruppenarbeit in das Unternehmen bzw. den organisatorischen Kontext einwirken. Damit wiederum verändert sich die Struktur des Unternehmens, wodurch sich schließlich auch die Randbedingungen verändern (vgl. Lewe, H [Produktivität], 1994, S. 120).Google Scholar
  172. 192.
    Vgl. Widmer, R [Technologie], 1990, S. 85.Google Scholar
  173. 193.
    Vgl. Giddens, A [Theorie], 1979; Giddens, A [Strukturation], 1988.Google Scholar
  174. 194.
    Vgl. Giddens, A [Strukturation], 1988, S. 77. Als ein Beispiel zur Verdeutlichung sei hier der Staat aufgeführt: Indem die Bürger (Handelnde) wählen, schaffen sie sich einen Staat (Struktur) und mittels der Struktur Staat ordnen sie gleichzeitig ihr Zusammenleben. Giddens bezeichnet dieses als die Dualität der Struktur. Unter Strukturen versteht er dabei Ressourcen und Regeln, die menschliches Handeln ermöglichen und beschränken (vgl. Giddens, A [Strukturation], 1988, S. 47 und S. 222).Google Scholar
  175. Diese Übertragung der „Dualität von Struktur auf die „Dualität der Technologie“ ist möglich, da Informationstechnologien als Strukturen alle von Giddens geforderten Eigenschaften einer Struktur erfüllen. Wie auch beim Beispiel des Staates schaffen sich Menschen die Informationstechnologie und werden anschließend durch diese unterstützt und reglementiert.Google Scholar
  176. 197.
    Vgl. Poole, M [AST], 1990, S. 173ff.; DeSanctis, G [AST], 1994, S. 121 ff.Google Scholar
  177. 198.
    Poole, M. [GDSS], 1995, S. 303. Dies bedeutet: Gruppen entscheiden nicht nur darüber, welche technologischen Merkmale/Eigenschaften sie nutzen, sondern auch wie sie diese nutzen.Google Scholar
  178. 205.
    Vgl. Lubich, H [CSCW], 1995, S. 27. Vielmehr handelt es sich um eine Mischung von aufeinander aufbauenden, sich teilweise überlappenden bzw. manchmal auch konfliktären Theorien und Modellen.Google Scholar
  179. 206.
    Vgl. Schwabe, G [CSCW], 1996, S. 221.Google Scholar
  180. 207.
    Vgl. hierzu Abb. 36 und Abb. 37.Google Scholar
  181. 208.
    Vgl. McGrath, J [Zeitverlauf], 1993, S. 408f. und S. 415ff.; McGrath, J [Interaktion], 1994, S. 92 und S. 112ff. Auch nach Easton ist die Erfahrung der Gruppenmitglieder im Umgang mit der eingesetzten Informationstechnologic sehr wichtig: Er begründet z.B. einen geringeren Konsens, längere Entscheidungszeiten und eine unveränderte Entscheidungsqualität in computerunterstützten Gruppen mit einer fehlenden Erfahrung im Umgang mit der Technologie (vgl. Easton, G [GDSS], 1988, S. 124ff.).Google Scholar
  182. 209.
    Zigurs hat bspw. Gruppen über einen längeren Zeitraum untersucht und dabei festgestellt, daß sich die Einstellung der Gruppe zur Technologie über die Zeit deutlich verbessert und sich dieses positiv auf den Arbeitsprozeß und das Arbeitsergebnis auswirkt (vgl. Zigurs, / [CSCW], 1989, S. 353ff.). In einer anderen Studie ermittelt Chidambaram, daß sich besonders die Gruppenkohäsion und das Konfliktmanagement über die Zeit deutlich verbessern. Dies wirkt sich ebenfalls positiv auf die Gruppenarbeit und das Ergebnis aus (vgl. Chidambaram, L [CSCW], 1991, S. 7ff.). Eine weitere Langzeitstudie, die sich speziell mit Videokonferenzen (Media Spaces) auseinandersetzt, findet man bei Dourish, P [VC], 1996, S. 33ff.Google Scholar
  183. 210.
    Vgl. Pinsonneault, A. [CSCW],1990, S. 157.Google Scholar
  184. 211.
    Dennis stellt in seiner Studie bspw. fest, daß die Mitglieder etablierter Gruppen sehr viel kritischer in ihrer Arbeitsweise sind, daß die Partizipation deutlich unausgeglichener ist und daß die Technologieeinflüsse eher geringer sind als in den vergleichbaren Ad-Hoc-Gruppen (vgl. Dennis, A [Gruppenstadium], 1990, S. 23ff).Google Scholar
  185. 215.
    Dieser beeinflußt den Gruppenprozeß auf zwei Arten: Zum einen bewußt, indem er den Prozeß plant und steuert und zum anderen unbewußt, indem er durch seine Anwesenheit die Arbeitsatmosphäre beeinträchtigt. Aber nur wenige Studien berücksichtigen seinen Einfluß (vgl. Pinsonneault, A. [CSCW], 1990, S. 153 ).Google Scholar
  186. 228.
    Vgl. Argyle, M. [Interaktion], 1969; Short, J. [Soziale Präsenz], 1976, S. 44ff.Google Scholar
  187. 229.
    Vgl. Egido, C. [Videoconferencing], 1988, S. 19; Short, J. [Soziale Präsenz], 1976, S. 56.Google Scholar
  188. 230.
    Vgl. Santos, A. [Multimedia], 1995; Greenberg, S. [Tetepointers], 1996.Google Scholar
  189. 231.
    Vgl. Luczak, H. [Telekooperation], 1999, S. 52.Google Scholar
  190. 232.
    Vgl. hierzu auch die Ausführungen zu Business-TV in Abschnitt 5.2.2.2 und 5.2.2.3.Google Scholar
  191. 233.
    Allerdings ist die menschliche Aufnahmefähigkeit über die Zeit zu relativieren: An Informationen, die nur über Audio vermittelt werden, kann sich der Mensch nach 3h noch zu 70% erinnern. Nach 3 Tagen aber nur noch zu 10%. Bei Informationen, die mittels Video übertragen wurden, liegt der Erinnerungswert bei 75% nach 3h bzw. 20% nach 3 Tagen; eine Kombination aus Audio und Video erzielt den besten Wert mit 85% nach 3h und immerhin noch 65% nach 3 Tagen (vgl. Schäfer, M [Multimedia], 1997, S. 45). Eine andere Untersuchung von L. Crain vergleicht die Erinnerungsfähigkeit von traditionellem, computer-und videogestütztem Unterricht. Dabei stellt er fest, daß beim traditionellen und computergestützten Unterricht die Erinnerungsfähigkeit kurzfristig höher ist als beim videogestützten, sich langfristig aber alle drei Werte angleichen (vgl. Crain, L [Erinnerung], 1994, S. 19ff.).Google Scholar
  192. 237.
    Vgl. Ellsworth, P [Blickkontakt], 1979, S. 74ff. Wichtig ist hier die Feststellung, daß sich die Bedeutung des Blickkontaktes im Rahmen der direkten Face-to-Face-Kommunikation ohne weiteres auf die technisch vermittelte Videokommunikation (Video-/ Multimediakonferenzen) übertragen läßt (vgl. Szabo, K [CSCW], 1994, S. 96). 238 Vgl. Smith, R [Studie], 1991, S. 31ff.Google Scholar
  193. 239.
    Dieses Problem versucht man bspw. mit Systemen zu beseitigen, bei denen über einen halbdurchlässigen Spiegel (wie er bei Telepromtem zum Einsatz kommt) im 45°-Winkel vor dem Monitor der Aufnahmewinkel der Kamera direkt in die Bildschirmmitte verlegt wird. Andere Methoden wiederum errechnen aus den Aufnahmebildern von drei Kameras (oberhalb, rechts und links des Monitors) das Aufnahmebild einer virtuellen Kamera in der Bildschirmmitte (vgl. Sietmann, R [Videokonferenz], 1996, S. 67ff.; Appel,W. [Computer], 1999, S. 94f.; Rosen, E [Videoconferencing], 1996, S. 50f.). Allerdings befinden sich diese Methoden heute noch in der Forschungsphase. Mit dem praktischen Einsatz innerhalb der nächsten Jahre ist daher nicht zu rechnen. Ishii spricht in diesem Zusammenhang von der sogenannten „gaze awareness“: Unabhängig vom tatsächlichen Augenkontakt ist es einem Teilnehmer bereits hilfreich, wenn er sieht, daß sein „Gegenüber” sich nicht mit völlig anderen, konferenzfremden Dingen beschäftigt (vgl. Ishii, H [Gaze Awareness], 1992, S. 525f.). Dieses wird auch in den Studien von Tang bestätigt (vgl. Tang, J [CSCW], 1993, S. 189f.).Google Scholar
  194. 240.
    Durch die großen Auswahlmöglichkeiten im Bereich der Hard-und Software lassen sich bspw. auch die unterschiedlichen Ergebnisse vieler Studien und Experimente begründen, da in diesen immer wieder andere Technologien verwendet werden.Google Scholar
  195. 244.
    Dies belegen auch viele Studien zu Face-to-Face-und geographisch verteilten Konferenzen: Vgl. bspw. Tang, J [Teilen], 1991, S. 143ff.; Suchuran, L [Teilen], 1996, S. 35ff.; Luft, P [Teilen], 1992, S. 163ff.; Whittaker, S [Teilen], 1994, S. 130ff.; Mosier, J [Teilen], 1994, S. 343ff.; Tammaro, S [Teilen], 1997, S. 19ff.; Olson, J. [Studie], 1995, S 362ff.; Fish, R [Video], 1993, S. 48ff.; Tang, J [CSCW], 1993, S. 163ff.; Dourish, P [Teilen], 1992, S. 107ff.; Whittaker, S. [Workspace],1993, S. 813ff.; Rudman, C [Studie], 1997, S. 199ff.; Fish, R. [Video], 1993, S. 53f.; Owen, D [Studie], 1998, S. 54; Isaacs, E. [Studie],1994, S. 63ff. Allerdings lassen sich die positiven Effekte einer solchen Datenverbindung nur richtig realisieren, wenn neben dem Whiteboard/Application Sharing zumindest eine Audioverbindung oder zusätzlich noch eine Videoverbindung parallel genutzt werden können (vgl. Tang, J [CSCW], 1993, S. 182f.).Google Scholar
  196. 245.
    Vgl. speziell zu den 3D- und animierten Darstellungen im Rahmen von Multimediakonferenzen die Ausführungen in Abschnitt 6.1.2.Google Scholar
  197. 246.
    Vgl. Whittaker, S [Studie], 1995, S. 512f. und S. 520ff.Google Scholar
  198. 247.
    Vgl. Olson, M [Media Space], 1991, S. 211 ff.; Borghoff; U [Gruppenarbeit], 1998, S. 140ff.Google Scholar
  199. 248.
    Vgl. Abb. 36.Google Scholar
  200. 249.
    Olson, M. [Media Space], 1991, S. 211. Aufgaben, die mit dieser Technologie bearbeitet wurden, waren primär kooperative Entwicklungsaufgaben, die sich durch folgende Merkmale auszeichnen (vgl. Olson, M [Media Space], 1991, S. 216): Hochgradig interaktiv; benötigen Echtzeitkommunikation; erfordern gemeinsame/geteilte Informationsobjekte; benötigen oftmals zusätzliche Informationsquellen (z.B. Protokolle, Skizzen, Handbücher etc.); und sie erfordern die genaue Aufzeichnung vergangener Aktivitäten. Dabei wurden sowohl synchrone formale wie auch informale Kommunikations-und Kooperationsprozesse mit Hilfe einer Audio-Video-Daten-Verbindung analysiert. Den Teilnehmern wurde dabei die Reihenfolge freigestellt: Sie starteten bei der Systemnutzung i.d.R. mit den informalen Kommunikationsprozessen, wechselten dann jedoch schnell zu den formalen Kooperationsprozessen, da diese durch die Audio-Video-Daten-Kombination am besten unterstützt werden konnten. Dabei wurde das System nicht als „less than face-to-face“ sondern vielmehr als „a new place to be explored” angesehen (vgl. Olson, M [Media Space], 1991, S. 226 ).Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2002

Authors and Affiliations

  • Ralph J. Nebe

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