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Bezugsrahmen zur Ermittlung des Anwendungspotentials

  • Ralph J. Nebe
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Part of the Multimedia und Telekooperation book series (MMTK)

Zusammenfassung

Der Begriff Anwendungspotential wird häufig verwendet, ist jedoch nicht eindeutig definiert. Der Wortteil Anwendung steht im allgemeinen für Verwendung/Gebrauch/Einsatzl, ist also immer objektbezogen, während Potential der Ausdruck für die Leistungsfähigkeit bzw. Stärke einer Sache ist2. Damit steht der Begriff Anwendungspotential für die Fähigkeit eines Objektes, in einem bestimmten Bereich angewendet zu werden, um dort Dinge zu verändern. Übertragen auf den ökonomischen Bereich kennzeichnet dieses Konstrukt die Fähigkeiten eines Objektes, durch bestimmte Effekte wirtschaftliches Handeln zu fördern und steht somit den Begriffen Anwendbarkeit, Wirtschaftlichkeit, Nutzen und Akzeptanz nahe.3 Die Fähigkeiten des Objektes können folglich aus verschiedenen Positionen beurteilt werden — in Hinblick auf die Tätigkeiten und Abläufe, aus Sicht der Entscheidungsträger sowie aus Sicht der potentiellen Anwender. Somit setzt sich das Konstrukt aus drei Komponenten zusammen: Dem Unterstützungs-, dem Verbesserungs- und dem Gebrauchspotential 4

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Literatur

  1. 1.
    Vgl. Mütter. W. [Duden], 1986, S. 53.Google Scholar
  2. 2.
    Vgl. Drosdowski, G. [Duden], 1990, S. 625.Google Scholar
  3. 3.
    Vgl. Wohlenberg,H. [Gruppenunterstützung], 1994, S. 16f.Google Scholar
  4. 4.
    Für eine differenziertere Betrachtung dieser drei Potentialkomponenten vgl. Auch Wohlenberg, H. [Gruppenunterstützung], 1994, S. 17f., S. 34 und S. 38f.Google Scholar
  5. 5.
    Stickel, E. [Lexikon], 1997, S. 772.Google Scholar
  6. 6.
    Zum einen mengenmäßig (Wirtschaftlichkeit = Output/Input) und zum anderen wertmäßig (Wirtschaftlichkeit = Ertrag/Aufwand). Vgl. auch Nagel,K. [Informationsverarbeitung], 1988, S. 18; Wöhe, G. [BWL], 1990, S. 48f. Vgl. Wohlenberg, H. [Gruppenunterstützung], 1994, S. 16; Wiskow, B. [Produktentwicklungszeit], 1999, S. 33; Hauschildt, J. [Innovationserfolg], 1991, S. 471; Specht, G. [Qualitätsmanagement], 1991, S. 7; Picot, A. [Bürokommunikation], 1987, S. 96.Google Scholar
  7. 7.
    Sinngemäß auch bei Wiskow, B. [Produktentwicklungszeit], 1999, S. 33; Hauschildt, J. [Innovationserfolg], 1991, S. 471; Specht, G. [Qualitätsmanagement], 1991, S. 7; Katz, D. [Unternehmen], 1978, S. 254f.; Brockhoff, K. [F&E], 1999, S. 12; Gutek, B. [Arbeitsgruppe], 1990, S. 71; Scholz,C. [Effektivität], 1992, Sp. 533; Schröder, H. [Forschung], 1998, S. 150; Bullinger, H. [Produktentwicklung], 1995, S. 15; Schwarzer, B. [Prozeßorientierung], 1995, S. 38. Stickel,E. [Lexikon], 1997, S. 487.Google Scholar
  8. 8.
    Vgl. Wohlenberg, H. [Gruppenunterstützung], 1994, S. 17; Lewe,H. [Produktivität], 1994, S. 26f.; Scholz, C. [Effektivität], 1992, Sp. 534.Google Scholar
  9. 9.
    Sinngemäß auch bei: Wohlenberg, H. [Gruppenunterstützung], 1994, S. 17; Wiskow,B. [Produktentwicklungszeit], 1999, S. 33; Hauschildt, J [Innovationserfolg], 1991, S. 471; Specht,G. [Qualitätsmanagement], 1991, S. 6; Katz, D. [Unternehmen], 1978, S. 254f.; Brockhoff K. [F&E], 1999, S. 12; Gutek, B. [Arbeitsgruppe], 1990, S. 71; Scholz, C. [Effektivität], 1992, Sp. 533; Schröder,H. [Forschung], 1998, S. 150; Bullinger, H. [Produktentwicklung], 1995, S. 145; Schwarzer, B. [Prozeßorientierung], 1995, S. 38.Google Scholar
  10. 10.
    Vgl. Brockhoff, K. [Entwicklungsproduktivität], 1984, S. 3. Hierzu ein Beispiel aus dem Bereich der Forschung und Entwicklung (F&E): Untersuchungen zeigen, daß speziell die europäischen F&E-Zeiten vergleichsweise zu lang und die Kosten zu hoch sind (vgl. Albach, H. [Innovationen], 1991, S. 314; Bullinger, H. [F&E], 1990, S. 32ff.; Kolatek, C. [Management], 1990, S. 182).Google Scholar
  11. 11.
    Bezogen auf die Effektivität hat eine Studie bei US-amerikanischen Unternehmen ergeben, daß nur 58% der Neuprodukte erfolgreich waren und nur 52% der Aufwendungen für Produktinnovationen auf diese erfolgreichen Produkte entfielen. Bezogen auf die Effizienz ergab eine andere Studie in Deutschland, daß ca. 50% der deutschen F&E-Manager und 30% der F&E-Mitarbeiter der Ansicht waren, mindestens 20% der F&E-Budgets würden verschwendet. Überträgt man diese Zahlen auf die geschätzten F&E-Gesamtaufwendungen der deutschen Wirtschaft, betrugen allein 1995 die Aufwendungen für fehlgeschlagene Innovationsvorhaben zwischen 43–86 Milliarden DM (vgl. Schröder,H. [Forschung], 1998, S. 150f.). Diese Zahlen verdeutlichen zum einen die Größendimensionen der Effektivitäts-und Effizienzverluste, zum anderen aber auch die Bedeutung der synchronen Multimediakommunikation als ein potentielles Instrument zur (teilweisen) Verbesserung dieser Defizite.Google Scholar
  12. 12.
    Zur theoretischen Begründung des Gebrauchspotentials kann bspw. das Social Influence Modell von Fulk (vgl. Fulk, J. [Modell], 1990, S. 177ff.) herangezogen werden: Nach diesem Modell werden sowohl die Affekte wie auch die Perzeptionen der mit demGoogle Scholar
  13. 13.
    Technologieeinsatz verbundenen Konsequenzen durch den Anwender über Meinungsäußerungen von Kollegen, Erfahrungen anderer Systemnutzer, Gruppennormen und kulturelle Faktoren beeinflußt (vgl. hierzu ausführlich Abschnitt 4.2.1.1.2).Google Scholar
  14. 14.
    Anwendungspotential (Unterstützungspotential, Verbesserungspotential, Gebrauchspotential)Google Scholar
  15. 15.
    Nagel untersucht das Nutzenpotential von Informationssystemen anhand von 5 Schritten: (1) Ermittlung der Qualität der Informationssysteme, (2) Unterstützung der Erfolgsfaktoren durch Informationssysteme, (3) Erarbeiten der strategischen Vorteile durch Informationssysteme, (4) Festlegung der Informationssystem-Aktivitäten und (5) Kosten-Nutzen-Analyse (vgl. Nagel,K. [Informationsverarbeitung], 1988, S. 167ff.).Google Scholar
  16. 16.
    Wohlenberg wählt zur Analyse des Anwendungspotentials von gruppenunterstützenden Informationssystemen die folgenden Schritte: (I) Technologieanalyse, (2) Strukturanalyse, (3) Varianzanalyse, (4) Zukunftsanalyse und (5) Potentialanalyse (vgl. Wohlenberg, H. [Gruppenunterstützung], 1994, S. 34ff.).Google Scholar
  17. 17.
    Mumford beschreibt die ETHICS-Methode, ein soziotechnisches Verfahren zur Analyse der Anwendbarkeit von Technologien anhand ihres Unterstützungs-, Verbesserungs-und Gebrauchspotentials in insgesamt 15 Schritten. Diese reichen von der Systembeschreibung und -analyse über die Analyse des Anwendungsbereichs, die Ermittlung der Effizienzkriterien und zukünftigen Einflüsse bis zur Implementierung und Evaluierung (vgl. Mumford,E. [Ethics], 1983, S. 64ff.).Google Scholar
  18. 18.
    Vgl. Abb. 3.Google Scholar
  19. 19.
    Der im ersten Schritt dargestellte Innovationsprozeß wird in der späteren explorativen Synthese dazu verwendet, die allgemeinen Anwendungspotentiale noch weiter zu konkretisieren.Google Scholar
  20. 20.
    Der Begriff Anwendungspotential soll in dieser Arbeit eher qualitativ ausgelegt werden, da der Einsatz von Kommunikationstechnologien im allgemeinen weniger scharf bewertbare, zeitliche, qualitative und strategische Effekte hervorruft (vgl. Picot, A. [Bürokommunikation], 1987, S. 96ff.).Google Scholar
  21. 21.
    So sind Indikatoren wie Mitarbeiterzufriedenheit und Prädikatoren wie Umweltdynamik nur schwer quantifizierbar. Damit diese Betrachtungsweise jedoch nicht die generelle Aussagekraft vermindert, werden alle qualitativen Argumente (soweit möglich) durch quantitative Werte bzw. ausführliche Quellenverweise untermauert.Google Scholar
  22. 22.
    Der Begriff Anwendungspotential soll in dieser Arbeit eher qualitativ ausgelegt werden, da der Einsatz von Kommunikationstechnologien im allgemeinen weniger scharf bewertbare, zeitliche, qualitative und strategische Effekte hervorruft (vgl. Picot, A. [Bürokommunikation], 1987, S. 96ff.).Google Scholar
  23. 23.
    So sind Indikatoren wie Mitarbeiterzufriedenheit und Prädikatoren wie Umweltdynamik nur schwer quantifizierbar.Google Scholar
  24. 24.
    Damit diese Betrachtungsweise jedoch nicht die generelle Aussagekraft vermindert, werden alle qualitativen Argumente (soweit möglich) durch quantitative Werte bzw. ausführliche Quellenverweise untermauert.2, Vgl. Leavitt H. [Psychology], g [y gy], 1958, S. lff.; Leavitt, H. [Change], 1965, S. 1144ff; Leavitt, H. [Führungspsycho-logic], 1979, S. 327ff.Google Scholar
  25. 25.
    Vgl. auch Borghoff U. [Gruppenarbeit], 1998, S. 110; Lubich, H. [CSCW], 1995, S. 13ff.; Oberquelle, H. [Computerunterstützung], 1991, S. 38f.; Bornschein, C. [Groupware], 1995, S. 44f.; WOhn, J. [Gruppenarbeit], 1991, S. 2f.Google Scholar
  26. 28.
    Vgl. Abschnitt 4.2.1.Google Scholar
  27. 29.
    Borghoff, U. [Gruppenarbeit], 1998, S. 110.Google Scholar
  28. 30.
    Vgl. Samuelson, P. [VWL], 1987, S. 28f.; Schierenbeck, H. [BWL], 1995, S. 6ff.Google Scholar
  29. 31.
    Vgl. Schumpeter, J. [Wirtschaft], 1912, S. 479ff.Google Scholar
  30. 32.
    Vgl. Stickel, E. [Lexikon], 1997, S. 325.Google Scholar
  31. 33.
    Vgl. Stickel, E. [Lexikon], 1997, S. 325 und S. 772ff.; Hansen, H. [Wirtschaftsinformatik], 1996, S. 86.Google Scholar
  32. 34.
    Für eine Aufzählung, Klassifikation und inhaltliche Darstellung von 24 verschiedenen Theorien vgl. Lehner, F. [Wirtschaftsinformatik], 1995, S. 336ff.Google Scholar
  33. 35.
    Vgl. Stopp, U. [Psychologie], 1999, S. 10ff.; Benesch, H. [Psychologie], 1991, S. 11 und S. 31.Google Scholar
  34. 36.
    Vgl. Mikl, G. [Soziologie], 1994, S. 10f.Google Scholar
  35. 37.
    Vgl. Allen, T. [Kommunikation], 1970; Fulk, J. [Kommunikation], 1990.Google Scholar
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    Vgl. Fulk, J. [Kommunikation], 1990; Rogers, E. [Kommunikation], 1971.Google Scholar

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2002

Authors and Affiliations

  • Ralph J. Nebe

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