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Agenda-Setting pp 233-246 | Cite as

Untersuchungsdesign, Methoden und Instrumente

  • Patrick Rössler
Chapter
Part of the Studien zur Kommunikationswissenschaft book series (SZK, volume 27)

Zusammenfassung

Das im vorigen Kapitel inhaltlich umrissene Forschungskonzept läßt sich auf der Basis von Datenmaterial, das aus Sekundäranalysen gewonnen wurde, nicht sinnvoll empirisch umsetzen. Die notwendige Primärerhebung konnte in das durch Drittmittel der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Projekt »Massenmedien und interpersonale Kommunikation — Zur Rolle der Massenmedien in egozentrierten Netzwerken« integriert werden1 Zu diesem Projekt liegt ein unveröffentlichter Abschlußbericht in fünf Teilbänden vor, der die zentralen Befunde der Gesamtstudie ausführlich dokumentiert;2 die vorliegende »Themenstudie Mittlerer Nekkar« ergänzt diesen Bericht um eine spezielle Untersuchung zur Agenda-Setting-Funktion der Massenmedien. Insbesondere sind im Gesamtbericht auch jene Aspekte des empirischen und forschungspraktischen Vorgehens bzw. jene Instrumente umfassend dargestellt, die für die vorliegende Themenstudie nur zweitrangig sind und daher im folgenden bloß in ihren wesentlichen Zügen beschrieben werden.3

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Literatur

  1. 1.
    Die Sachbeihilfe zur Förderung dieses Forschungsprojekts wurde Prof.Dr. Michael Schenk im Frühjahr 1989 gewährt und das Projekt zum 1.6.1989 an der Universität Hohenheim eingestellt. Bei einer Gesamtlaufzeit von 41 Jahren konnte das Projekt am 31.1.1994 in¬haltlich abgeschlossen werden.Google Scholar
  2. 2.
    Vgl. Schenk et al (1993/94), Bd. 1-V.Google Scholar
  3. 3.
    Für die darüber hinausgehenden Fragestellungen aus anderen Forschungsbereichen wird auf den Gesamtbericht verwiesen. Vgl. Schenk (1983), sowie die ausführliche Literaturübersicht in Schenk et at (1993/94), Bd.1I, 5. 6. 17.Google Scholar
  4. 4.
    Siehe hierzu ausführlicher Kap. 4.4 dieser Arbeit. Ein derartiger Befragungs-Mix ist in Panelstudien üblich, in denen oft nur das Erstinterview persönlich durchgeführt wird; vgl. etwa Weaveretal (1975a), S.5. Die Sachbeihilfe zur Förderung dieses Forschungsprojekts wurde Prof.Dr. Michael Schenk im Frühjahr 1989 gewährt und das Projekt zum 1.6.1989 an der Universität Hohenheim eingestellt. Bei einer Gesamtlaufzeit von 41 Jahren konnte das Projekt am 31.1.1994 in¬haltlich abgeschlossen werden.Google Scholar
  5. 5.
    Vgl. Schenk et al (1993/94), Bd. 1-V. Für die darüber hinausgehenden Fragestellungen aus anderen Forschungsbereichen wird auf den Gesamtbericht verwiesen.Google Scholar
  6. 6.
    Vgl. Schenk (1983), sowie die ausführliche Literaturübersicht in Schenk et at (1993/94), Bd.1I, 5.6.17. Siehe hierzu ausführlicher Kap. 4.4 dieser Arbeit. Ein derartiger Befragungs-Mix ist in Panelstudien üblich, in denen oft nur das Erstinterview persönlich durchgeführt wird; vgl. etwa Weaveretal (1975a), S. 5.Google Scholar
  7. 7.
    Vgl. Friedrichs (1983), S.366ff.Google Scholar
  8. 8.
    Eine detailliertere Beschreibung der Stichprobenziehung und Quotierung ist mit allen Basisdaten in Schenk et a/.. (1993/94), Bd.l, Kap/ niedergelegt und wird im folgenden nur in ihren Grundzügen dargestellt.Google Scholar
  9. 9.
    Die Auswahl der Gemeinden richtete sich nach der Kategorisierung der Raumordnungsregionen des Bundesministeriums für Rau mordnung und Städtebau, deren Strukturordnung bereits auf gemeinsame Verkehrs-und Industrieraumplanung beruht.Google Scholar
  10. 10.
    Wäschenbeuren ( 2750 Einwohner, Stand 1989) liegt geographisch am Rande der schwäbischen Alb (Schurwald). Ein Großteil der Erwerbstätigen arbeitet im Industrieraum Göppingen. Mit ca. 10% stellen die Landwirte einen überdurchschnittlich hohen Anteil an den Erwerbstätigen. Der Ort hat eine ausgeprägte Handwerks-und Dienstleistungsstruktur.Google Scholar
  11. 11.
    Geislingen (26.065 Einwohner, Stand 1989) liegt ebenfalls am Rande der Schwäbischen Alb. Der Ausländeranteil beträgt ca. 17%, die Erwerbsstruktur ist vom produzierenden Gewerbe bestimmt. Verkehrstechnisch ist Geislingen über eine Bundesbahnhauptstrecke und die Bundesstraßen BIO und B466 an die Umgebung angebunden.Google Scholar
  12. 12.
    Alle drei ausgewählten Gemeinden entsprechen weiterhin der aus Perspektive der Medienforschung relevanten Vorgabe, daß die Ver kabelung durch die Deutsche Bundespost statistisch akzeptable Ausmaße erreicht hatte, womit die technischen Voraussetzungen file den Empfang privater Femseh-und Hörfunkprogramme gegeben sind. Die Verkabelungsdichte lag 1989 in Stuttgart bei 29.3%, in Wäschenbeuren bei 31.1%, Satellitenanlagen nicht eingeschlossen. Die Gemeinde Geislingen nimmt hier eine Ausnahmestellung ein, da aufgrund der geographisch bedingten schlechten Empfangsmöglichkeiten bereits in den 70er Jahren die Verkabelung der Haushalte begann. Entsprechend weist Geislingen mit 77.7% der Haushalte eine überdurchschnittlich hohe Verkabelungsdichte auf.Google Scholar
  13. 13.
    Dieses in der Volkswirtschaft verbreitete Verfahren dient dazu, räumliche Teilgebiete in bezug zum Durchschnitt des Gesamtraumes (z.B. Markt) abzubilden; für ausführlichere Hinweise vgl. erneut Schenk et al. (1993/94), Bd.I, Kap.2Google Scholar
  14. 14.
    Vgl. Dillman (1978), S.160ff, Thoma & Zimmermann (1996).Google Scholar
  15. 15.
    Der in der Befragung eingesetzte Fragebogen ist bei Schenk (1995), 5256–280 abgedruckt. Die ausführliche Dokumentation des Inter viewermaterials einschließlich aller Begleitschreiben, Kärtchen und Listen findet sich bei Schenk et al. (1993/94), Bd.tti2, Anhang C.Google Scholar
  16. 16.
    Die Alternativen waren (I) Überlassung der Adresse; (2) llberlassung der Telefonnummern mit der Auflage, daß sich die universitäre Projektgruppe mit den betreffenden Personen über die Teilnahmebereitschaft an der Studie vorab verständigt; und (3) das Aufschrei¬ben der Adresse auf ein vorgefertigtes Kuvert mit der Versicherung, daß die Adresse nicht anderweitig festgehalten wird.Google Scholar
  17. 17.
    Für eine vollständige Dokumentation der Umfragematerialien auf Schenk et al. (1993/94), Bd.IIr2, Anhang C verwiesen.Google Scholar
  18. 18.
    Die Durchf`uhrung von Schneeball-Interviews bedingt eine mögliche Identität von Zielperson und Netzperson-Angabe; zum einen kann eine Zielperson als Netzperson einer anderen Zielperson angegeben werden (15 Fälle), zum anderen kann dieselbe Netzperson von mehreren Zielpersonen genannt werden (49 Fälle). Berücksichtigt man diese 64 Fälle, von denen 50 aus der dörflichen Gemeinde Wäschenbeuren stammen, bei der Berechnung der Rücklaufquote für die Netzpersonen, ergibt sich sogar ein Anteil von 66%.Google Scholar
  19. 19.
    Neun der eingegangenen Panel-Fragebögen waren nicht mehr auf die Erstbefragung zurückführbar und wurden daher von der Analyse ausgeschlossen.Google Scholar
  20. 20.
    Eine ausführliche Darstellung der verschiedenen strukturellen Reprisentativitätstests fir beide Umfragen ist - nebst zugehörigem Zahlenmaterial - in Kap. 2.4 von Schenk et al (1993/94), Bd.I, S.34ff. enthalten.Google Scholar
  21. 21.
    Vgl. z.B. Friedrichs (1983), S216Google Scholar
  22. 22.
    Das Ausklammern dieser Variablen erscheint unbedenklich, da keine der bisherigen Studien geschlechtsspezifische Unterschiede hinsichtlich des Auftretens von Agenda-Setting-Effekten ermitteln konntç vgl. Kap. 5.2.Google Scholar
  23. 23.
    Die Beschreibung der Panelmortalität mit den entsprechenden Tabellen findet sich bei Schenk et at. (1993/94), Bd.I1I2, 5.111 ff.Google Scholar
  24. 24.
    Vgl. Schenk et al (1993/94), Bd.111.1, Anhang A mit dem vollstândigen Abdruck des Codebuchs.Google Scholar
  25. 25.
    Vgl. eine analoge Vorgehensweise etwa von Wanta & Wu (1992), S.850.Google Scholar
  26. 26.
    Für eine detaillierte Beschreibung von Auswahlkriterien und Codierregeln der Themenextraktion vgl. Schenk et al. (1993/94), Bd.!!Google Scholar
  27. 27.
    Medienorgane, die von mindestens 5% der Befragten der mündlichen Stichprobe »von Zeit zu Zeit« oder häufiger genutzt werden.Google Scholar
  28. 28.
    Vgl. Grazer (1990), S.13Sf., die aus diesem Grund einen eigenen.gestalt coding approach. entwickelt.Google Scholar
  29. 29.
    Die ursprüngliche Unterscheidung zwischen den beiden Printmedien Geislinger Zeitung und NWZ Göppingen erübrigte sich fir die weitere Vorgehensweise, da beide Tageszeitungen denselben politischen Mantel der NWZ aufweisen und lediglich im lokalen Bereich differieren.Google Scholar
  30. 30.
    Die detaillierte Beschreibung jener redaktionellen Teile jedes Mediums, die als Untersuchungseinheiten in die Inhaltsanalyse eingehen, ist dem Codebuch (S.7/8) zu entnehmen.Google Scholar
  31. 31.
    Schulz (1982a), 5.140.Google Scholar
  32. 32.
    Vgl. Merzen (1983), S. 302.Google Scholar
  33. 33.
    Nach einer Faustregel gilt eine Zahl von 30–50 Nennungen pro Variable als ausreichend; vgl. Friih (1981), 5. 181.Google Scholar
  34. 34.
    Die Formel hierzu lautet mit Ü als Zahl der übereinstimmenden Codierentscheidungen beider Codierer und C1 + C2 als die Zahl der Codierentscheidungen von Codierer 1 bzw. vgl. Früh (1981), S.182ff.Google Scholar
  35. 35.
    Vgl. Merzen (1983), S.3041. fir zwei Alternativen.Google Scholar
  36. 36.
    So ergibt sich aus der Formel von Scot; angewendet nach Merlen (1983), S.305, die die zufällige Wahrscheinlichkeit berücksichtigt, in diesen Fällen lediglich ein zu vemachlissigender Korrekturfaktor von.08 und damit eine Verringerung der jeweiligen Koeffizienten um.02.Google Scholar
  37. 37.
    Vgl. Früh (1981), S.183. Die Gewinnung einer Schnittmenge durch Multiplikation der Koeffizienten würde bei 28 möglichen Kombi nationen keinen aussagefähigen Kennwert liefern; siehe hierzu Merren (1983), S. 303.Google Scholar
  38. 38.
    So nennen beispielsweise Metren & Teipen (1991), S.242 bereits eine Intercodiererreliabilität von.74 als überdurchschnittlich.Google Scholar
  39. 39.
    Vgl. zu der konkreten Vorgehensweise und dem Kategorienschema ausführlich Kap. 8.2.Google Scholar
  40. 40.
    Früh (1981) bezeichnet explizit einen Wert von.75 -.85 als guten bis sehr guten Qualitätsstandard fir eine ThemencodierungGoogle Scholar
  41. 41.
    Vgl. Früh (1981), S.180.Google Scholar
  42. 42.
    Vgl. Merten (1983), S.302.Google Scholar
  43. 43.
    Vgl. Früh (1981), S.I89.Google Scholar
  44. 44.
    Nicht geprüft wird hier eine externe Validität, die den objektiven Bezug der Ergebnisse zur (Medien-)Realitit zum Gegenstand hätte und generell ein fast unlösbares Problem darstellt; vgl. im Kontext der Inhaltsanalyse z.B. Merten (1983), 5. 311.Google Scholar

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1997

Authors and Affiliations

  • Patrick Rössler

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