Advertisement

Agenda-Setting pp 202-230 | Cite as

Resümee: Stand der Forschung und Weiterentwicklung im vorliegenden Modell

  • Patrick Rössler
Part of the Studien zur Kommunikationswissenschaft book series (SZK, volume 27)

Zusammenfassung

Wie die Ausführungen in den Kapiteln 2 – 4 der Themenstudie Mittlerer Neckar zeigen, kann bei genauerer Analyse der Grundannahme und der potentiellen Einflußvariablen des Agenda-Setting-Ansatzes nicht mehr von einem simplen, „konzisen“1 Medienwirkungsmodell ausgegangen werden. Weder ist der harte Kern der zu berücksichtigenden Variablen eindeutig festgelegt, noch scheint über deren methodische Umsetzung Klarheit zu herrschen. In anderen wissenschaftlichen Disziplinen übliche vergleichende Methodenstudien, die ein empirisches Standardinstrumentarium bereitstellen, auf das weitere Untersuchungen replizierend zurückgreifen können, sind kaum vorhanden.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. 1.
    So die irrige Einschätzung von Koszyk (1989), S.52.Google Scholar
  2. 2.
    Becker (1982), 5.528.Google Scholar
  3. 3.
    Vgl. die erste Ausarbeitung des Modells von Hügel (1987) sowie die Zusammenfassung des Projektantrags von Weiss (1984), S.9lf.Google Scholar
  4. 4.
    Da es sich hier um eine Synopse der Kernthesen aus den Abschnitten 2.1–2.8 handelt, wurde auf Literaturverweise und die Angabe von Fundstellen verzichtet, soweit es Wiederholungen früherer Argumente sind.Google Scholar
  5. 5.
    Becker (1991), S.342 (Hervorhebung durch den Verfasser].Google Scholar
  6. 9.
    Natürlich wurden in dieses Schaubild nur die fixe die Untersuchung des Agenda-Setting-Effekts spezifischen Kriterien aufgenommen, und nicht das Standardrepertoire der Methodenlehrbücher, das generell für alle empirischen Studien zu berücksichtigen ist (wie zB. die Stichprobenziehung oder Codiererreliabilitäten); vgl. etwa Friedrichs (i 11983), S.192–223 sowie S.314–333.Google Scholar
  7. 10.
    Die Gesamtdarstellung wurde von Shaw or McCombs (1977) herausgegeben; das beschreibende Methodenkapitel hierzu von Junck et al. (1977) verfaßt.Google Scholar
  8. 11.
    Allerdings bleibt oh unklar, welche der beiden Fragestellungen bei der Analyse gerade benutzt wird. Daneben finden sich verschie-dentlich Hinweise auf eine Grundauszählung der beiden Fragestellungen in Kap. 3, die allerdings nirgends auftaucht; vgl. z.B. Shaw, E. (1977b), S.81.Google Scholar
  9. 12.
    Vgl. etwa Tab. 5–6 vs. Tab. 5–7; dadurch erhöhen sich zwar die jeweiligen Korrelationen, die Liste besteht aber nur noch aus fünf (1) Themen, was dafür erhebliche Anforderungen für das Erreichen statistischer Signifikanz bedingt, auf die in keiner Weise eingegangen wird. Generell ist mehr als zweifelhaft, ob zur Erhöhung der statistischen Korrelationswerte nicht genehme Items einfach bei der Auswertung eliminiert werden dürfen!Google Scholar
  10. 13.
    Vgl. Junck et al. (1977), 5.166.Google Scholar
  11. 14.
    Vgl. Erbring et al. (1980), S.19.21, bes. S.21.Google Scholar
  12. 15.
    In dem vergeblichen Versuch, dieser Forschungssituation dennoch etwas Positives abzugewinnen, bezeichnen Rezensenten dies gerne als »Einfallsreichtum« oder.phantasievoll•; vgl. Prozess & McCombs (1991), S.44:.imaginative ways«. In einigen Fällen kann sogar davon ausgegangen werden, daß aufgrund unangemessener Operationalisierungen Studien in der Forschungsrubrik.Agenda-Setting« verortet werden, die dort gar nicht hingehören.Google Scholar
  13. 16.
    Diese vier Stufen identifiziert McCombs (1988), zit. nach Edelstein et at (1989), S226f.Google Scholar
  14. 17.
    Die folgenden Passagen fassen die zentralen Erörterungen aus den Kap. 3 & 4 zusammen; Literaturverweise sind nur eingefugt, sofern sie fiber die dort angeführten Argumente hinausgehen.Google Scholar
  15. 18.
    McCombs & Shaw(1976), 5.19.Google Scholar
  16. 19.
    Brettschneider (1994), S225.Google Scholar
  17. 20.
    Vgl. Kinder & Sears (1985), 5.711 sowie das Originalzitat von Cohen in Kap. LI.Google Scholar
  18. 21.
    Lange (1985), S.37.Google Scholar
  19. 22.
    Vgl. Anokwa & Salwen (1988), 5203.Google Scholar
  20. 23.
    Hügel et al. (1992), S.157. Keine ernsthaft zu erwägende Lösung stellt der Vorschlag von Neuman (1989), S.246 dar, der eine Beschränkung der Agenda-Setting-Studien auf die Untersuchung spezifischer Themen empfiehlt, deren Bedeutung noch relativ unklar ist und deren Existenz nur fiber die Medien zugänglich ist. Keinesfalls sollte der vermutete Einfluß intervenierender Variablen dazu führen, daß ganze Gruppen relevanter Themen von der Untersuchung eines Medienwirkungseffekts ausgeschlossen werden.Google Scholar
  21. 24.
    Schönbach (1992b), S.112.Google Scholar
  22. 25.
    Vgl. Schönbach & Eichhorn (1992), 5.101.Google Scholar
  23. 26.
    Vgl. Swanson (1988), S.605 sowie die Erstverwendung dieses Begriffes im Agenda-Setting-Kontext von Blood (19826), S.8.Google Scholar
  24. 27.
    Vgl. Roberts & Bachen (1981), SAS.Google Scholar
  25. 28.
    Schönbach (1984b), S.92.Google Scholar
  26. 29.
    Vgl. Blood (1989), S.10. Google Scholar
  27. 30.
    Hügel et al. (1992), S.144; vgl. auch Merlen (1991), S.39.Google Scholar
  28. 31.
    Vgl. Erbring et at (1980), S.29, Hypothesen 1 & 3.Google Scholar
  29. 32.
    “Methodologically the secondary analyses are partly organized as replications of the study by Erbring et al. (1980).’ Hügel et al. (1989), 5.194; vgl. hierzu auch die dt. Übersetzung der überarbeiteten Fassung (1992), beide Darstellungen beruhen auf der unveröffentlichten Magisterarbeit des Autors.Google Scholar
  30. 33.
    Zur Darstellung des Forschungshintergrunds vgl. in Kürze Weiss (1984), oder ausführlich Degenhardt & Degenhardt (1982), S.161ff., bes. S.174, 176.Google Scholar
  31. 34.
    Das Schaubild ist entnommen Hügel et al. (1992), 5.I46, Schaubild 7.1.Google Scholar
  32. 35.
    Vgl. Hügel et al. (1992), S.151f. und Schaubild 7.2. sowie 5.154 und Schaubild 7.5.Google Scholar
  33. 36.
    Hügel et al. (1992), 5.152.Google Scholar
  34. 37.
    Hügel et al. (1989), S.204.Google Scholar
  35. 38.
    Vgl. Hügel et at (1992), 5.150; unabhängig von den speziellen methodischen Erwägungen zur Agenda-Setting-Problematik soll am Rande darauf hingewiesen werden, daß die Verknüpfung mit den Medieninhalten die ursprüngliche Stichprobe von 1834 Personen um drei Viertel auf 429 Befragte reduziert. Da die Autoren keine Strukturdaten über diese Teilstichprobe mitteilen, muß davon ausgegangen werden, daß es sich um keine Zufallsstichprobe mehr handelt; was die Verallgemeinerbarkeit der Befunde einschränkt.Google Scholar
  36. 39.
    Vgl. Hügel et al. (1992), 5.149.Google Scholar
  37. 40.
    Vgl. Hügel et al. (1992), S.148. Leider wird die exakte Fragestellung nicht wiedergegeben.Google Scholar
  38. 41.
    Vgl. Hügel et al. (1992), 5.152; hierzu besonders Fußnote B.Google Scholar
  39. 42.
    Vgl. Wants & Hu (1994), bes. S.92ff. Bezüglich der erheblichen Defizite dieses Forschungszweigs sei an die ausführlichen Darlegungen in Kap. 42 erinnert.Google Scholar
  40. 43.
    Vgl. Wanta & Hu (1994), S.921.Google Scholar
  41. 44.
    Das Modell entstammt Wanta & Hu (1994), Fig.l.Google Scholar
  42. 45.
    Vgl. Wants & Hu (1994), S.91 & % sowie zur Dependenz-Annahme Kap. 2.5 der vorliegenden Arbeit.Google Scholar
  43. 46.
    Vgl. zuletzt Rogers et al. (1993), S.80, Gleich & Groebel (1994), S.517.Google Scholar
  44. 47.
    Diese Arbeiten sind in Kap.4.2 ausführlich gewürdigt.Google Scholar
  45. 48.
    Blood (1989), S.9.Google Scholar
  46. 49.
    Vgl. Merten (1991), S.38ff.Google Scholar
  47. 50.
    Whitney (1991), S.354.Google Scholar
  48. 51.
    Vgl. Kepplinget (1977), S237; unter.Korrelaten« werden hier natürliche oder definierte Umweltbezüge verstanden. Nichtsdestoweniger behandelt sogar die Kommunikationswissenschaft selbst den Agenda-Setting-Effekt oft, als wäre er eine pauschal bewiesene Tatsache; so schließt etwa Hackforth (1988), S.32ff. aus seiner Medieninhaltsanalyse unter Berufung auf die Agenda-Setting-Hypothese auf zu erwartende Publikumseffekte.Google Scholar
  49. 52.
    So etwa Protesa & McCombs (1991), S262: “Hopefully, this need will not escape the priorities of future scholars.” Deutliches Anzeichen hierfür ist ferner die Tatsache, daß auch der aktuellste tJbersichtsartikel zum Thema einen umfangreichen Katalog von methodisch-inhaltlichen Empfehlungen und Verbesserungsvorschlägen für zukünftige Studien vorlegt vgl. Rogers & Dearing (1988), 5.583586, “Recommendations« (I) - (7).Google Scholar
  50. 53.
    Shaw(1992),S.808.Google Scholar
  51. 54.
    Hügel (1987), S.I.Google Scholar
  52. 55.
    McCombs (1989b), S.XX. Zu den vorangegangenen 4 Phasen vgl. Kap. 8.1.Google Scholar
  53. 57.
    Vgl. hier die Arbeiten von Stevenson & Ahern (1979) bzw. (1982).Google Scholar
  54. 58.
    Dies entspricht der Forderung der DFG-Senatskommission fir Medienwirkungsforschung nach verstärkter Replikation von Fragestellungen und Design wichtiger Agenda-Setting-Studien; vgl. Schulz (1986a), S.8 Punkt 2 sowie Hügel (1987), S.2 & 38. Gleichzeitig wird damit einem zentralen Defizit der Forschungstradition abgeholfen: “Seemingly the drive for total innovation has overwhelmed the scientific prerequisite of at least partial replication.” Winter (1981), S.240.Google Scholar
  55. 59.
    Die exakten Daten zum methodischen Aufbau und zur Operationalisierung der aufgezählten Konstrukte folgen in den Kapiteln 6 und 7 der Themenstudie Mittlerer Neckar.Google Scholar
  56. 60.
    Vgl. etwa Rogers & Dearing (1988), 5.584.Google Scholar
  57. 61.
    Vgl z.B. Uekernsann & Weiss (1980), 5.105 ah Studie außerhalb der USA und in Nicht-Wahlkampf-Zeiten; vgl Gadf (1982).Google Scholar
  58. 62.
    ’When social change and conflict are high, established institutions, beliefs, and practices are challenged, forcing people to make reevaluations and choices. At such times reliance on the media for information increases.“ Littlejohn (1983), 5291.Google Scholar
  59. 63.
    Vgl. Rogers et al. (1991), S.If. Google Scholar
  60. 64.
    When a relatively high degree of change and conflict is present in a society, f…] dependence on media information resources is intensified. This is a joint consequence of the reduced adequacy of their established social arrangements and the media’s capacity to acquire and transmit information that facilitates reconstruction of arangements.“ Ball-Rokeach & DeFleur(1976, 1986), S.7.Google Scholar
  61. 65.
    Vgl. Kepplinger et al. (1989b), S.81. Solche klar umrissenen Themen sollten mit ausreichender Zuverlässigkeit identifizierbar, zählbar und meßbar sein; vgl. Rosengren (1970), 5.101: ‘Such events fare] possible to count and measure with a certain reliability.“Google Scholar
  62. 66.
    Zwar hat sich die wissenschaftliche Diskussion in den vergangenen Jahren verstärkt auf das «media agenda-setting« konzentriert; Ausgangspunkt hierfur war der Beitrag von Atwood (1981), der die Frage stellt, ‘who sets the agenda for the press“ (5.467); vgl auch das 1986 vorgestellte Paradigma zum Media-Agenda-Setting von Megwa & Brenner (1988). Die berechtigte Kritik an dieser Verlagerung der Forschungsaktivitäten, die wesentliche Teile des ursprünglichen Erkenntnisinteresses negiert, läßt eine derartige Ausrichtung nicht sinnvoll, eine sorgfältige Bearbeitung des ”public agenda-setting« dagegen angebracht erscheinen; vgl McLuskie (1992), S.416. Damit folgt die vorliegende Arbeit jener Argumentation, wonach die gleichzeitige Analyse verschiedener Agenda-Setting-Effekte nicht sinvoll ist, solange über die Funktionsweise der Einzelmechanismen keine Klarheit herrscht; vgl. Swanson (1988), S.615.Google Scholar
  63. 67.
    Ein Laborexperiment wurde zunichst deshalb nicht in Betracht gezogen, weil fraglich scheint, ob über die exzellente Darstellung von lyengar & Kinder hinaus mit diesem Instrument noch zusitzliche Aufschlüsse zu erhalten sind. Außerdem hitte sich ein derartiger methodischer Ansatz nur schlecht mit den übrigen Forschungsinteressen des Gesamtprojekts vereinbaren lassen. Ein Feldexperiment scheiterte schlichtweg daran, daß sich keine Gelegenheit zur effektiven Manipulation der Medienagenda unter Realbedingungen bot.Google Scholar
  64. 68.
    Kepplinger et al. (1992), S.165ff. Im Vergleich zu ahistorischen Laboruntersuchungen oder statischen Tests wird den Befunden auf grund dieses Designs eine größere Aussagekraft zugeschrieben.Google Scholar
  65. 69.
    Urkernsann & Weiss (1983), S.73.Google Scholar
  66. 70.
    Vgl. McCombs (1989a), S.43. “Für die Überprüfung eines kausalen Effektes der Medien auf das Individuum unter Berücksichtigung der publikumsorientierten ”contingent conditions« stellt die Analyse von Individualdaten die einzig adäquate Vorgehensweise dar.“ Hügel (1987), S.33; vgl. ein ähnliches Resümee von Kosicki (1993), 5.105.Google Scholar
  67. 71.
    Vgl. Blood (1989), S.14; Rogers & Dearing (1988), 5.569; Lange (1985), S.67.Google Scholar
  68. 72.
    Vgl. Weaver (1984), S.684. “Few studies attempt to specify 1…1 the micro-processes that could explain the effect.” Ettema et at (1991), S.75.Google Scholar
  69. 73.
    Vgl. Rogers & Dearing(1988), S.574; Yagade & Dozier (1990), S.10.Google Scholar
  70. 74.
    Brosius et al. (1991), S217.Google Scholar
  71. 75.
    Vgl. Schönbach & Früh (1984), S.321.Google Scholar
  72. 76.
    VgL Uekermann & Weiss (1983), 5.73; Schönbach (1991), 5.129 Die Uberftihrung in ein dynamisch-transaktionales Modell, das den Zeitverlauf einbezieht, wurde jedoch nur in Ansätzen geleistet. Den Anforderungen einer vollwertigen dynamisch-transaktionalen Analyse wird die Studie wegen des damit verbundenen empirischen Aufwandes nicht gerecht; vgl. ausführlich Schönbach & Früh (1984), S.324. Bezüglich der Agenda-Setting-Hypothese weist bereits Früh (1991), 5.177, darauf hin, “Teilrealisierungen des Modells sind dagegen eher die Regel, weil Theorien, die empirisch überprüfbar sein sollen, aus forschungsökonomischen Gründen meist spezifischer formuliert sind.”Google Scholar
  73. 77.
    An dieser Stelle muß dennoch in aller Deutlichkeit festgestellt werden, daß die Entscheidung für eine Agenda-Setting-Studie auf Individualniveau bedingt, daß keine der momentan sehr beliebten Zeitreihenanalysen zur Aufdeckung längerfristiger Medienwirkungen und Entwicklung möglicher nicht-linearer Agenda-Setting-Modelle durchgeCuhrt wird. Die Befunde werden dann möglicherweise durch Unwägbarkeiten des konkreten Ereignishintergrunds verzerrt; vgL Brosius (1992), S.10. Untersuchungen auf Basis des Individuums stellen dennoch eine wichtige und notwendige Ergänzung zu den Aggregatstudien dar, um den Agenda-Setting-Prozess in seiner ganzen Vielschichtigkeit beschreiben zu können; vgl. Zhu et at (1993), S.27.Google Scholar
  74. 78.
    Such a two-stage data-collection is necessary for agenda-setting research in that it is essential for the media information to be temporally prior to the audience perceptions if the media are, in some way, “causing« the audience to have certain perceptions.” Greendale & Fredin (1977), 5.173 Dies ermöglicht einen Vergleich der Befunde mit früheren Ergebnissen anhand von Überkreuzkorrelationen. Im Mittelpunkt steht jedoch eine aus der Methodendiskussion dieser Arbeit abgeleitete Modifikation, nämlich die Untersuchung der Zusammenhänge zwischen (I) der Vorher-und Nachhermessung der persönlichen Medienagenda, und (2) der eigenen Themengewichtung des Befragten. vgl. etwa Iyengar (1979), 5.398EGoogle Scholar
  75. 79.
    Vgl. eine ähnlich sorgfältige Vorgehensweise bisher lediglich bei Hügel et al. (1992), S.149.Google Scholar
  76. 80.
    Die Zwischenschritte sind der Argumentationsfolge dieses Kapitels angeglichen.Google Scholar
  77. 81.
    Vgl. die entsprechende Vorgehensweise bei Hill (1985), S.345. Die Themenagenda des Einzelnen ließe sich auch aufgrund der Intervalldaten untersuchen; die Berechnung von Pearson’schen Korrelationkoeffizienten ist wegen der geringen Zahl abgefragter Themen allerdigs problematisch, so daß für diese Analysen eine Rückfiihrung auf Rangniveau nötig ist; vgl. Clauß& Ebner (1982), 5.125.Google Scholar
  78. 82.
    Damit schöpft die vorliegende Studie den - nach lange (1985), 5.59 - von McCombs (1976) vorgegebenen Rahmen von sieben plus oder minus zwei Themen voll aus, um (1) den Agenda-Setting-Effekt fur möglichst viele unterschiedliche Themen beschreiben zu können und (2) das Erzeugen künstlich hoher Korrelationskoeffizienten durch eine geringe Zahl von Themen zu vermeiden.Google Scholar
  79. 83.
    So gefordert u.a. von Lange (1985), 5.59; zur Notwendigkeit, auch öffentliche Randthemen zu integrieren, vgl. die Ausführungen von Holaday & Kuo (1993), S215f.Google Scholar
  80. 84.
    Vgl. DeGeorge (1981), S.220.Google Scholar
  81. 85.
    Vgl. Schönbach & Früh (1984), 5.322, die dies als ein Charakteristikum der Rezipientenforschung im Sinne des dynamischtransaktionalen Modells anführen.Google Scholar
  82. 86.
    Vgl. Berger (1984), S.479 sowie Uekermann & Weiss (1983), S.74, die die “Überwindung des externen Vergleichs von zwei getrennten Datensätzen durch eine Versuchsanordnung, in der die inhaltsanalytischen Daten der jeweils genutzten Medien den Veruchspersonen als quasi-personale Daten zugeordnet werden”, als wesentliche Herausforderung zukünftiger Studien bezeichnen.Google Scholar
  83. 87.
    “Future studies could further improve our understanding of the agenda-setting function through more precise estimates of what viewers and readers attend to.” Winter (1981), S.238. Dementsprechend wurde bereits im Kontext eines anderen kognitiven Medieneffekts, der Kultivationshypothese, festgestellt, daß bei der Operationalisierung von Mediennutzung zwischen dem Medienkonsum generell und dem Konsum bestimmter Inhalte und Programmtypen unterschieden werden muß; vgl. Potter & Chang (1990), S.330.Google Scholar
  84. 88.
    Zur Terminologie vgl. Weiss (1984), S.92.Google Scholar
  85. 89.
    “Future research should match on specific source of media information as well as level of exposure.” Winter (1981), S.237.Google Scholar
  86. 90.
    Die Bedeutung dieser Zielvorgabe bekräftigt u.a. MacKuen (1981), S.63.Google Scholar
  87. 91.
    Vgl. Kosicki (1993), 5.105: “Content is insufficiently theorized and accounted for, or measured in a superficial manner I…] agendasetting needs refinements in this area.” Das gewählte Hilfskonstrukt weist zwar immer noch eine wesentliche Bruchstelle auf: die Zuweisung von Medieninhalten aufgrund allgemeiner Nutzungsmuster unterstellt einen gleichmäßigen Konsum der Medien durch den Befragten. Ob der spezielle Artikel oder Beitrag tatsächlich zur Kenntnis genommen wurde, ist somit keinesfalls gesichert.Google Scholar
  88. 92.
    “Agenda-Setting is at heart a theory of political influence, and this influence is exerted most directly through the news media.” Reese (1991), S.312.Google Scholar
  89. 93.
    Da in den Mediensystemen verschiedener Staaten auch kulturell unterschiedliche Präsentationsformen existieren - vgl. Edelstein et al (1989), S.239 fur Japan - wurde hier wesentlich die in Kap. 3.3 referierte Arbeit von Schulz zugrundegelegt.Google Scholar
  90. 94.
    Diese Zeitspanne entspricht den Empfehlungen von Wants & Hu und wird auch von anderen aktuellen Agenda-Setting-Studien bevorzugt; vgl. beispielsweise Lasorsa & Wants (1990), S.808; Wants (1992), 5.16; Wants & Hu (1993), S.256.Google Scholar
  91. 95.
    Vgl. Zucker (1978), S239.Google Scholar
  92. 96.
    So konnte die Themenindividualanalyse von Hagel et al. (1989), 5.152ff den Einfluß des Orientierungsbedürfnisses klar belegen.Google Scholar
  93. 97.
    Vgl. zuletzt Hage/ et a/ (1992), 5.157.Google Scholar
  94. 98.
    Hagel et al. (1989), S205.Google Scholar
  95. 99.
    Vgl. Weaver(1982), 5.549.Google Scholar
  96. 100.
    Vgl. z.B. Schönbach (19926), 5.112.Google Scholar
  97. 101.
    Diese Definition von Betroffenheit ist klar zu trennen von der mißverständlichen Verwendung des Begriffs als Äquivalent für persönliche Wichtigkeit bei Schönbach (1981), S.537; vgl. auch Kap. 3.4. Die direkte Formulierung verstößt zwar gegen den Leitsatz, Forschungskonstrukte möglichst nicht direkt abzufragen, erscheint aber unabwendbar, da kaum Anhaltspunkte f`ir die sinnvolle Verdichtung von einzelnen Indikatoren zu dem Konstrukt gegeben sind. Vgl. hierzu Hügel (1987), S23: “Ein Problem, das bei der Operationalisierung der Themensensibilisierung in zukünftigen Studien berücksichtigt werden muß, ist die Auswahl der Variablen, die fir bestimmte Themen als sensibilisierend angesehen werden können.”Google Scholar
  98. 102.
    Vgl. Braune (1989), S.204; eine vergleichbare Operationalisierung verwenden auch Lasorsa & Wants (1990), 5.810. Damit werden Hinweise berücksichtigt, die schon Mitte der siebziger Jahre auf diese Verknüpfung hindeuten; vgl. etwa das unveröffentlichte Paper von Palmgreen, Kline & Clarke (1974), zit. nach Benton & Frazier (1976), 5262: “l…l a linkage between certain aspects of a problem and an individual’s own life space l…l”.Google Scholar
  99. 103.
    Vgl. Eichhorn (1986), 528; Weaver et al (1981), 5.105.Google Scholar
  100. 104.
    Vgl. Hügel et al. (1992), 5.152; Demers et al. (1989), 5.810. Diese Variable fließt in der vorliegenden Arbeit also im Gegensatz zu manchen frühen Agenda-Setting-Studien - nicht als interpersonale Variante des Kriteriumsvariablen ein.Google Scholar
  101. 105.
    Eine ausfihrliche Diskussion darüber, ob diese Annahme überhaupt gerechtfertigt ist, findet sich bei Chaffee (1986).Google Scholar
  102. 106.
    Da hier ebenfalls das einzelne Individuum als Untersuchungseinheit dient, ist die Basis für eine Verknüpfung mit der individuell orientierten Agenda-Setting-Analyse gegeben.Google Scholar
  103. 107.
    Thus, we seek to bring in interpersonal networks into the agenda-setting hypothesis as a key intervening variable between the media system and the individual.“ Ball-Rokeach (1985), 5.502Google Scholar
  104. 108.
    Winter (1981), 5240; vgl. ihnliche Forderungen etwa bei Brosius & Keppinger(1992a), S20; sowie die Charakterisierung der AgendaSetting-Forschung durch Burd (1992), S291: “Agenda-setting research is at its best, when it is empirical and cautious, but also eclectic and congenial to multiple methods and different disciplines. At its worst, agenda-setting scholarship is mass media centric, excessively enarmored with the exaggerated power and effects of media technologies, and tied naively to a largely rational notion of human nature and the myth of an objective »public interest..”Google Scholar
  105. 109.
    Obwohl die richtungsweisende Veröffentlichung von Hügel et al erst im Herbst 1989 erschien und zu diesem Zeitpunkt die methodische Konzeption der Themenstudie Mittlerer Neckar bereits festgelegt war, führten unabhängig von dieser Forschergruppe ähnliche Literaturbeobachtungen zu ähnlichen empirischen Lösungsansätzen in beiden Studien.Google Scholar
  106. 110.
    Diese Studie als Basis für weiterführende Untersuchungskonzepte zu nutzen, empfiehlt bereits Weiss (1980), S.619. Gleichzeitig verdient in der gesamten Forschungstradition wohl kaum eine andere Studie die von McCombs angedeutete Ehre, “scholars receive no greater compliment than to have significant new work build upon their research.’ Protess & McCombs (1991), S.98.Google Scholar
  107. 111.
    Damit steht die vorliegende Arbeit in der Tradition der Studien von Stevenson & Ahern (1979 & 1982) und überfihrt ferner den Analyseansatz von Lasorsa & Wants (1990) auf eine methodisch akzeptable Analysebasic gleiches gilt fir die grundsätzliche Methodik von Wanta & Ho (1994).Google Scholar
  108. 112.
    “[Future research…l also has to incorporate data on individuals’ ego-centric social networks in order to reflect the strategic role of informal social communication in shaping cognitive effects of the mass media.” Hügel et al (1989), S.206.Google Scholar
  109. 113.
    Vgl. die bei DeGeorge(1981), S.221 zitierte Studie der Autoren aus dem Jahr 1976, die bereits in Kap. 5.4 beschrieben ist.Google Scholar
  110. 114.
    Vgl. Kosicki (1993), 5.108, der hier die Bedeutung der Arbeit von Hügel et al (1989, 1992) betont, gleichzeitig aber auf das Mißverhältnis zwischen statistischem Apparat und der Qualität des zugrundeliegenden Datenmaterials hinweist.Google Scholar
  111. 115.
    Vgl. Rogers & Dearing (1988), S.583–585.Google Scholar
  112. 116.
    Die beiden übrigen Forderungen zielen mit der Integration von Mechanismen des «media«- bzw. «policy agenda-setting« auf einen anderen theoretischen Wirkungszusammenhang ab und müssen daher unberücksichtigt bleiben.Google Scholar
  113. 117.
    Stevenson & Ahern (1979), S.3: “cumbersome and complex’.Google Scholar
  114. 118.
    “Research has been biased towards discovering and uncovering any effects possible.” Sless (1986a), S21.Google Scholar
  115. 119.
    McLeod et al. (1991), S238.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1997

Authors and Affiliations

  • Patrick Rössler

There are no affiliations available

Personalised recommendations