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Die Agenda-Setting-Hypothese als Annahme über Medienwirkungen

  • Patrick Rössler
Part of the Studien zur Kommunikationswissenschaft book series (SZK, volume 27)

Zusammenfassung

An einem Nachmittag des Jahres 1966 saß Maxwell McCombs, frisch promovierter Assistant Professor für Journalismus an der University of California, im Café des Century Plaza Hotels von Los Angeles und wunderte sich. In der Regierung von Lyndon B. Johnson hatte es gerade einen kleineren Skandal gegeben, aber die Bevölkerung schien dies kaum zu berühren. Sein Blick fiel auf die Titelseite der Los Angeles Times desselben Tages, auf der drei Themen abgehandelt wurden, die seiner Ansicht nach den Aufmacher hätten stellen können. Ein Bericht über das lokale Programm gegen die Armut erhielt die größte Beachtung, gefolgt von den Ergebnissen der Wahl in Großbritannien. Der Johnson-Skandal wurde dagegen nur beiläufig abgehandelt, unter einer kleinen Überschrift und mit nur einem einspaltigen Bild. Dies veranlaßte McCombs zu der Vermutung, daß die Bedeutung, die die Medien einem Thema beimessen, möglicherweise einen direkten Einfluß auf die Bedeutung nimmt, die das Publikum diesem Thema beimißt. Unter dem Etikett »Agenda-Setting-Funktion der Massenmedien« sollte diese Hypothese einige Jahre später einen Wendepunkt in der neueren Kommunikationsforschung markieren.1

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Literatur

  1. 1.
    Vgl. das von Tankard (1990), 5280 referierte Interview mit Maxwell McCombs.Google Scholar
  2. 2.
    Vgl. Rogers & Dearing (1988), S.565.Google Scholar
  3. 3.
    Vgl. die Darstellung von Klapper (1960) sowie die eingehende Diskussion des Einstellungskonzepts von Schenk (1987a), S.45ff.Google Scholar
  4. 4.
    Vgl. z.B. Becker et at (1975), S.24ff.Google Scholar
  5. 5.
    Vgl. Kosicki (1993), S:103; McGuire (1986), S.I74ff. sowie die Übersicht zur.Era of Minimal Consequences= von Ansolabehere et al. (1993), S.129ff.Google Scholar
  6. 6.
    VgL hier Brosius (1992), S.3, der (wie ausnahmslos alle Übersichtsartikel zum Agenda-Setting-Ansatz) diese Situation als wesentlichen Anstoß fir die Entwicklung der neuen Wirkungshypothese anführt.Google Scholar
  7. 7.
    Vgl. Rogers & Dearing (1988), S.565.Google Scholar
  8. 8.
    Vgl. Blood (19826), S.4; Nod -Neumann (1970, 1979), 5.115ff.Google Scholar
  9. 9.
    Becker (1982), S.523/24. Die Popularität des Agenda-Setting-Ansatzes erklären auf diese Art etwa McCombs (1994), S.3; Rogers & Dearing (1988), S.560, 565 oder Schenk (1987a), S.194, die hier stellvertretend für zahlreiche andere Autoren genannt sind. Generell konstatiert die Kommunikationsforschung heute eine stärkere Hinwendung zu mittlerweile vielfältig ausdifferenzierten kognitiven Medienwirkungshypothesen; vgl. Roberts & Bachen (1982), S.30.Google Scholar
  10. 10.
    Anfang der 70er Jahre werden hier gleich drei neue Hypothesen formul iert: Neben der Agenda-Setting-Hypothese sind dies die Know-ledge.Gap-und die Kultivationshypothese; vgl hierzu Schenk (1987a). Schutz (1989), S.139.Google Scholar
  11. 11.
    Vgl. Schulz (1989), 5.140, der diesen Antagonismus durch die Gegenüberstellung einer »ptolemäischen« und einer »kopernikanischen«Perspektive illustriert.Google Scholar
  12. 12.
    Vgl Hearold (1986), S.65.Google Scholar
  13. 14.
    Vgl. Tankard (1990), S.284.Google Scholar
  14. 15.
    Blood (1982b), S.3.Google Scholar
  15. 16.
    McCombs & Shaw(1972), S.177.Google Scholar
  16. 17.
    Vgl. Lowery& DeFleur(1988), S.351.Google Scholar
  17. 18.
    Die Verwendung des Begriffes »attitudes. im zweiten Teil der Hypothese mag auf den ersten Blick verwirren, liegt aber in der langjährigen Dominanz der Einstellungsforschung auf dem Gebiet der Medienwirkungen begründet. Daß es nicht mehr um »attitudes. im ursprünglichen Sinn geht, verdeutlicht die Nennung von »salience. und »issue. als die beiden entscheidenden neuen Komponenten des Konzepts; vgl. Hügel (1987), S.8.Google Scholar
  18. 19.
    Maletzke(1983), 5.118.Google Scholar
  19. 20.
    Vgl. Megwa & Brenner (1988), S.43, 45.Google Scholar
  20. 21.
    Diese Ausdifferenzierung der Zielvariablen für Medienwirkungsprozesse folgt McCombs (1989b), S.XIX, sowie im selben Band Edel-stein et al. (1989), S227f.; fir die Herkunft der Terminologie vgl. unten.Google Scholar
  21. 22.
    Vgl. McCombs (1994), S.4; Schulz (19826), S. 60/61; Postman (1985), S20. Diese Latenz darf allerdings nicht ohne weiteres mit Manipulation gleichgesetzt werden; vgl. hierzu ausführlich Weaver(1982), S.547ff.Google Scholar
  22. 23.
    Vgl. etwa McLend et al. (1991), 5.237; sowie Ramaprasad (1983), 5.131.Google Scholar
  23. 24.
    Vgl. z.B. Wright (1960).Google Scholar
  24. 25.
    Vgl Littlejohn (1983), S.286. Ob angesichts der Tatsache, daß in Umfragen ein Drittel der Respondenten eindeutig die Medienbe-richterstattung als entscheidenden Faktor nennen, wenn es um die Zuweisung von Wichtigkeit zu Themen geht, noch von einer latenten, unbewußten Funktion gesprochen werden kann, ist zu bezweifeln; vgl Carter et al (1992), S.877.Google Scholar
  25. 26.
    Vgl. Gadir (1982), S.13; zur impliziten Annahme einer Hierarchie der Medienwirkungen vgl. Weiss (1989), S.474.Google Scholar
  26. 27.
    McCombs & Shaw(1977a), S.11; Price & Czilli(1996), S.56.Google Scholar
  27. 28.
    Vgl etwa McCombs (1981a), S210: ‘This is an assertion of direct learning by members of the public from the media agenda.“Google Scholar
  28. 29.
    McCombs & Shaw (1974), zit. nach Kraus & Davis (1976), 5.213.Google Scholar
  29. 30.
    Vgl. McCombs & Shaw (1977a), S.11; Shaw, E (1979), S.96: “People tend to include or exclude from their cognitions what the media indude or exclude from their content. People also tend to assign an importance to what they include that dosely resembles the emphasis given to events, issues and persons by the mass media.”Google Scholar
  30. 31.
    In einer explorativen Studie nannte dementsprechend nur etwa jeder hundertste Befragte ausdrücklich die Berichterstattung der Massenmedien als Grund, weshalb er ein Thema als wichtig betrachtet; vgl. Becker(1982), S.533.Google Scholar
  31. 32.
    Vgl. Davis & Robinson (1989), S.73; vgl. auch Frith (1980), S.79ff.Google Scholar
  32. 33.
    Vgl. lyengar et al. (1982), S.853.Google Scholar
  33. 34.
    Megwa & Brenner(1988), S.43.Google Scholar
  34. 35.
    Diese Übersetzung des Begriffes «salience« wird von Schulz (1984), 5.207 vorgeschlagen. Diese eingeschränkte Ausrichtung des Begriffes deckt jedoch in keiner Weise dessen allumfassende Verwendung in den Originalquellen ab, die ihn im wesentlichen mit «importance« gleichsetzen; vgl. Geer (1991), S.361, Anm.l. Aus diesem Grund wird in der vorliegenden Darstellung an den Termini «Wichtigkeit von Themen« oder «Themengewichtung« festgehalten. Die Begriffe «Themenbedeutung« und «Themenrelevanz« werden synonym zur «Themenwichtigkeit« verwendet; vgl. Eichhorn (1986),S.11.Google Scholar
  35. 36.
    Vgl, Protess & McCombs (1991), Si; Schulz(1984), S.207/8.Google Scholar
  36. 37.
    Vgl. Carragee et at (1987), S.43.Google Scholar
  37. 31.
    Vgl Becker et al. (1975), S.38.Google Scholar
  38. 39.
    VgL z.B. Berger & Lockmann (1966).Google Scholar
  39. 40.
    Vgl. Westerbarkey (1994), S.53.Google Scholar
  40. 41.
    Schaubild in Anlehnung an McQuail & Windahl (1981), S.63.Google Scholar
  41. 42.
    McCombs (1981b), S.136; vgl. ausführlich hierzu den Beitrag von Webster & Ogles (1988), S.40ff. Der latente Charakter dieser Funktion berührt das mediensoziologische Grundproblem, inwieweit Massenmedien überhaupt zur Wahrnehmung dieser Aufgabe legitimiert sind; vgl. Sless (19864 S.23; Blood (1986), S.31.Google Scholar
  42. 43.
    Vgl. Donsbach (1982), S.42EGoogle Scholar
  43. 44.
    VgL Rihl(1980), S.322EGoogle Scholar
  44. 45.
    Vgl. Megwa & Brenner (1988), SAl; Kepplinger(1985b), S.250.Google Scholar
  45. 46.
    VgL McGuire (1974), S.179; McCombs et al. (1994), S11.Google Scholar
  46. 47.
    Vgl. Kepplinger(1985b), S251f.Google Scholar
  47. 48.
    Vgl. Schönbach (1984b), S.88f. mit einer ausführlichen Diskussion von kognitiven vs. persuasiven Wirkungsvermutungen der Agenda-Setting-Hypothese.Google Scholar
  48. 49.
    Vgl. z.B. Schenk (1987a), S.40, der dem Agenda-Setting bloß kognitive Wirkungen einräumt.Google Scholar
  49. 50.
    Vgl. Uekermann & Weiss (1983), S. 71. Auch wird die Frage nach den wichtigsten Themen in der amerikanischen Forschung traditionell dem Bereich der Öffentlichen Meinung zugeordnet; vgl. Funkhouser(1973), S.63; Eaton (1989), S.945.Google Scholar
  50. 51.
    Sozialpsychologische Untersuchungen legen nahe, daß auch hier nur auf einen begrenzten Satz gerade verfiigbarer Informationspartikel zurückgriffen wird; vgl. hierzu Iyenga, Peters & Kinder (1982), 5.855EGoogle Scholar
  51. 52.
    Vgl. Schönbach (1984b), 5.89.Google Scholar
  52. 53.
    Watt et al (1993), S.416; zur Wertgeladenheit der Einschätzung als “wichtig« vgl. allgemein Borg & Noll (1990), 5.36EGoogle Scholar
  53. 54.
    ’The implicit centrality of persuasion in agenda-setting“; Megwa & Brenner(1988), 5.46.Google Scholar
  54. 55.
    Ehlers (1983b), 5.32214 ähnlich später Becker & Kosidci (1991), S.198; Brettschneider(1994), 5212.Google Scholar
  55. 56.
    Vgl. Megwa & Brenner (1988), S.48 (.sophisticated persuasive strategy«).Google Scholar
  56. 57.
    Vgl. Lang & Lang (1981), S.449; Becker, McCombs & Mcleod (1975), S. 52, nach deren Ansicht Einstellungen zusammenfassende Bewertungen von Objekten durch Individuen sind, während Kognitionen jene gespeicherten Informationen über diese Objekte sind, über die der Einzelne verfugt. Die Einstellungen sind auf Richtigkeit nicht überprüfbar, wohl aber die Informationen; vgl. ebd. S25f. Agenda-Setting als Lerneffekt von Einstellungen liegt also in einem Bereich zwischen reinen Lern-und reinen Einstellungseffekten.Google Scholar
  57. 58.
    Vgl. Weaver (1990), S.209; Trumbo (1995), S.10; Schönbach (1983a), S.58; Weiss (1989), S.474; Eichhorn (1986), 5.11 ff.Google Scholar
  58. 59.
    Vgl. Blood (1982b), 5.4: “Rather than a model of limited media effects, agenda-setting is more properly described as a limited model of effects.”Google Scholar
  59. 60.
    Zur Zulässigkeit solcher Schlußfolgerungen vgl. Kap. 3.5.Google Scholar
  60. 61.
    Das Schaubild folgt der Originaldarstellung bei Becker et al. (1975), S.39. Für den vorliegenden Zusammenhang wurde die gepunktete Linie ergänzt. Die deutsche Version von Schenk (1987a), S.196 konnte wegen Übertragungsfehlern nicht übernommen werden.Google Scholar
  61. 62.
    Brockhaus-Lexikon (1961), S.775, Stichwort »Tagesordnung«.Google Scholar
  62. 63.
    Weiss (1980), 5.614.Google Scholar
  63. 64.
    Vgl. zur Problematik dieser Metapher genauer die kritischen Anmerkungen von Sless (1986a), S.22; allgemeiner bei Weiss (1980), S.613.Google Scholar
  64. 65.
    Vgl. Schulz (1984), S206; Gerhards & Neidhardt (1990), S.45.Google Scholar
  65. 66.
    Vgl. Lange (1985), S.4.Google Scholar
  66. 67.
    Vgl. McCombs (1977b), S.90.Google Scholar
  67. 68.
    Rogers& Dearing(1988),S564.Google Scholar
  68. 69.
    Vgl. PEP (1938), S.264.Google Scholar
  69. 70.
    PEP (1938),S263.Google Scholar
  70. 71.
    Long (1958), S.260. Kraus & Davis (1976), 5.224 schreiben diese Fundstelle irrtümlich Spector (1970) zu, der dieses Zitat jedoch nur zur Einleitung seiner wenig inspirierten und für den vorliegenden Zusammenhang unbedeutenden Studie verwendet; vgl. ders., 5.762.Google Scholar
  71. 72.
    Cohen (1963), S.I3. An dieser Stelle sei der Hinweis erlaubt, daß der Autor direkt nur eine Art »über Dinge nachdenklich machen“ (Edelstein 1983, S.47I) postuliert; der Bezug zu einer absoluten oder relativen Themenwichtigkeit entsteht erst durch die interpretative Auslegung dieses Zitats im Kontext der Agenda-Setting-Forschung.Google Scholar
  72. 73.
    “The evidence strongly suggests that people think about what they are told 1…1 but at no level do they think what they are told.” Trenaman & McQuail (1961), 5.178. Wiederum zwei Jahre zuvor hatte schon das Forscherpaar lang die Funktion der Massenmedien betont, die relevanten Themen der Öffentlichkeit zu präsentieren: ‘The mass media force attention to certain issues. 1…1 They are consistantly presenting objects suggesting what individuals in the mass should think about, know about, have feelings about.“ Lang & Lang (1959, 1966), S.468; fast wörtlich wiederholt in dies. (1968), S.306.Google Scholar
  73. 74.
    Vgl. Wallas (1914), S.282.Google Scholar
  74. 75.
    Lippmann (1922), 5.11. Die oft zitierte Fundstelle lautet ‘The real environment is altogether too big, too complex, and too fleeting for direct acquaintance. […1 And although we have toad in that environment, we have to reconstruct it on a simpler model before we can manage it. To traverse the world men must have maps of the world. Their persistent difficulty is to secure maps on which their own need, or someone else’s need, has not sketched in the coast of Bohemia.“ Vgl. in diesem Zusammenhang auch Tolman (1932, 21967), S.430.Google Scholar
  75. 76.
    “Es wird allgemein zugegeben, daß die Presse das Hauptkontaktmittel zur ungesehenen Umwelt ist. (…1 Sie soll uns täglich und sogar zweimal am Tag ein getreues Bild der ganzen äußeren Welt entwerfen, für die wir uns interessieren.” Lippmann (1922, hier 1964), 5219. Diese Problematik wird im folgenden Kap. 12 noch ausführlich behandelt.Google Scholar
  76. 77.
    Vgl. Lazarsfeld (1948), 5255.Google Scholar
  77. 78.
    Vgl. Lazarsfeld & Merton (1948), 5.101; zum Begriff vgl. die dt. Obersetzung (1973), S.453.Google Scholar
  78. 79.
    Lange (1985), S.9f.Google Scholar
  79. 80.
    Vgl. Annis & Meier (1934).Google Scholar
  80. 81.
    Seit der Jahrhundertwende schien auch im Selbstverständnis der Journalisten immer wieder die gezielte Vermittlung von Informationen ah das entscheidende Wirkungspotential auf. So heißt es etwa 1893 im St.Louis Post-Dispatch: “The influfnce of a newspaper on public opinion is measured by the information it imparts to men capable of doing their own thinking.” (zit. nach Nord 1981, S.567).Google Scholar
  81. 82.
    Sinclair(1920, 1929), 5.199. So handeln die ersten neun Kapitel des Buches von seinen Bestrebungen, die ihm wichtigen Anliegen in der Berichterstattung der Zeitungen zu thematisieren und damit die von ihm entdeckten Mißstände auf die Agenda der öffentlichen Diskussion zu setzen. Zur Würdigung der Arbeit Sindairs vgl. Altschull (1989), 5.100.Google Scholar
  82. 83.
    Als in der Literatur durchweg falsch zitierte, frühe Quelle vgl. Park (1923, 1925b), S.95. Die Bedeutung dieses Autors würdigen Gerhards & Neidhardt(1990), S.4; Frazier & Gaziano (1979). Ea Park (1923, 1925b), S.88–89 (Hervorhebung durch den Verfasserl.Google Scholar
  83. 84.
    Vgl. z.B. die Würdigung durch Lazarsfeld (1948), S.255, der Lippmanns Public Opinion als.immer noch beste Quelle für Ideen und Beobachtungen« bezeichnet; oder die gesellschaftsphilosophische Reinterpretation von Lippmanns Werk bei Peters (1989), S.207ff.Google Scholar
  84. 86.
    Vgl. Severin & Tankard ir. (1979), S253.Google Scholar
  85. 87.
    Cohen (1963), S.13.Google Scholar
  86. 88.
    Vgl. Takeshita (1993), S.194.Generell wird die Agenda-Setting-Hypothese von jenen Autoren, die sich um eine theoretische Fundierung des Ansatzes bemühen, auf die Annahmen der sozialen Konstruktion von Wirklichkeit und des symbolischen lnteraktionismus bezogen; vgl. etwa den instruktiven Beitrag von Megwa & Brenner (1988), hier S.431í; sowie Kraus & Davis (1976), 5.209–210; Schulz (1986b), 5.114; Levy (19931 S.4.Google Scholar
  87. 89.
    Vgl. Luhmann (1992), S.78; zur Begrifflichkeit vgl. Adoni & Mane (1984), S.325f.Google Scholar
  88. 90.
    Diese Position unterscheidet sich erheblich von der radikal-konstruktivistischen Perspektive, die die Objektivität an sich als Fiktion bezeichnet; zu den verschiedenen Positionen vgl. hier z.B. Krippendorff (1991), S.Iff. Zur »Verteidigung der Objektivität« vgl. Lichtenberg (1991), bes. S.218ff. mit weiteren Fundstellen; zur Objektivität im (Fernseh-)Journalismus auf Altheide (1976), S.174ff.Google Scholar
  89. 91.
    Vgl Bentele (1992), S.54; Kepplinger(1975), S.14–23, bes. S.19.Google Scholar
  90. 92.
    Als realistischer Ansatz wird die normative Forderung verstanden, daß Nachrichten die Realität abzubilden haben, während der konstruktivistische Ansatz darauf abstellt, daß keine von Journalisten und Rezipienten unabhängige Realität besteht, sondern diese erst geschaffen bzw. konstruiert wird. Ausführlich zur aktuellen Diskussion dieser beiden Positionen vgl die entsprechenden Beiträge von Schmidt, Kepplingerund Bentele in dem Sammelband von Bentele & Rühl(1993) sowie Boventer(1992) und Saxe, (1992).Google Scholar
  91. 93.
    VgL Bentele (1992), bes. S.53.Google Scholar
  92. 94.
    “Die basalen Prinzipien […] lassen sich mit kommunikationswissenschaftlichen Teiltheorien wie dem Agenda-Setting […] gut kombinieren.” Bentele (1993), S.168.Google Scholar
  93. 95.
    Bentele (1993), S.166.Google Scholar
  94. 96.
    Berger& Luckmann, (1966), S.24; vgl. auch Watzlawick(1978, ‘1983) ausführlich zum Wirklichkeitsbegriff.Google Scholar
  95. 97.
    Vgl. Weiss (1980), 5.614; Funkhouser & Shaw (1990), S.78; Adoni & Mane (1984), S.326. In Umfragen nennen meist bis zu 95% der Befragten die Medien als wichtigste Quelle für Informationen darüber, »was in der Welt vorgeht«; vgl. Roberts & Barben (1982), S.41..Google Scholar
  96. 98.
    Vgl. Merten (1985a), S.755; Turk & Franklin (1987), 5.30.Google Scholar
  97. 99.
    Bentele (1993), S.161, 168 [Hervorhebung aus der Originalquelle übernommen].Google Scholar
  98. 100.
    Vgl. Bentele(1992), S.51f.Google Scholar
  99. 101.
    Vgl. Gerhards & Neidhardt (1990), S24.Google Scholar
  100. 102.
    Vgl. Blumer (1971), S.300f.; Kepplinger et al. (1987), S.1 sowie Mazur (1987), bes. S.92 am Beispiel nuklearer Kontaminationen.Google Scholar
  101. 103.
    Vgl. Krippendorff(1991), S.14.Google Scholar
  102. 104.
    Vgl. Bente/e (1992), S.55.Google Scholar
  103. 105.
    Vgl. Altheide (1976), S.179 - dort unter en Stichworten »Dekontextualisierung« bzw. »Rekontextualisierung«. Dieser Zusammenhang wird von Merten (1985a) vernachlässigt; vgl. ebd., S.762. Die traditionell-populistische Medienkritik pointiert in der Regel lediglich die Verkleinerung des Ereignisraums; so z.B. Pfeiffer (1975), 5.101: “Manipulation durch Auslassung und Verschweigen ist ein stiller, aber um so gefährlicherer Angriff auf die Wahrheit.”Google Scholar
  104. 106.
    Vgl. Schulz (1989), S.138. Als besonders krasses Beispiel, bei dem die Rekonstruktion der Medien fernab von den tatsächlichen Gegebenheiten lag, sei die Ölkrise von 1973/74 erwähnt; vgl. Kepplinger & Roth (1979), S.295 sowie Graber (1990), S.138ff.; Jörg (1992), 5.278–284; die Arbeiten von Sturm (1991), bes. S.149f1 und den Essay von Funkhouser& Shaw(1990), S.75ff., bes. S.83/84.Google Scholar
  105. 107.
    Vgl. Iyengar & Kinder (1987), 5.122.Google Scholar
  106. 108.
    Vgl. Schulz (1993), S.23;. Donsbach (1982), S.33. Die Funktion der Medien als aktiver Faktor im Meinungsbildungsprozeß bestätigt beispielsweise das 4. Rundfunkurteil (BVerfGE 73, 4.11.1986, 5.118).Google Scholar
  107. 109.
    Vgl. Lowery & DeFleur (1988), S.339 & 348.Google Scholar
  108. 110.
    Kepplinger(1989a),5.I5.Google Scholar
  109. 111.
    Vgl. Kraus & Davis (1976), S210.Google Scholar
  110. 112.
    Zur Argumentation vgl. Bentele (1992), S33; Kepplinger (1989a), 5.15. Daß dies nicht im Widerspruch zu einer Forderung nach »Objektivität« stehen muß, sondern über die Frage der »Objektivität» hinausführt, entwickelt Lichtenberg(1991), S.225f.Google Scholar
  111. 113.
    Daß die von Heisenberg fi’tr die Naturwissenschaften entwickelte These in den Sozialwissenschaften bisher nur kaum wenig beachtet wird, konstatiert bereits Altschuh (1989), 5.153.Google Scholar
  112. 114.
    Vgl. Bentele (1992), S38/59.Google Scholar
  113. 115.
    Vgl. Bentek(1993), S.169, McCombs (1994), 5.12; Protesa & McCombs (1991), S.2. Allerdings geht auch von den Primärkontakten ein erheblicher Teil auf den sekundären Einfluß der Medien zurück, denn Medieninhalte initiieren oft Primärkontakte, und liefern für die Interpretation eine Basis aus Sekundärerfahrungen; siehe Kepplinger (1975), S.27; Kepptinger & Martin (1986), 5.122f. Zur Terminologie vgl. Adoni & Mane (1984), S.326; Tyler (1980), S.13; Gumpert & Cathcart (1986), S333; Pirschet (1993), S.270.Google Scholar
  114. 116.
    VgL die Unterscheidung in Konstruktion, Rekonstruktion und Re-Rekonstruktion von Realität bei Metten (1985a), S.755 sowie bei Ruhrmann (1989), S.57ff.; dort auch eine ausführliche Darlegung zum Konstruktionsbegriff mit zahlreichen Literaturverweisen.Google Scholar
  115. 117.
    Vgl. Früh (1992), S.72f. und bes. S.89. 1Google Scholar
  116. 118.
    Vgl. Watzlawick (1978), S.142. “Social construction of reality theorie states that every social event can be viewed from many perspectives, none of which has precedence over the others.” Davis & Robinson (1989), S.68.Google Scholar
  117. 119.
    Vgl. Thomas (1994), S.66.Google Scholar
  118. 120.
    Dieses Schaubild beruht auf einer Darstellung von Metten (1985a), S.761, die für den vorliegenden Zusammenhang ergänzt und neu gestaltet wurde; vgl. dazu Früh (1983), S.328.Google Scholar
  119. 121.
    Diese Feststellung traf bereits Lippmann (1922, 1964), S27/28; siehe auch Lang & Lang (1968), S294; Miller & Asp (1985), S.241; Lübbe(1992), S.7.Google Scholar
  120. 122.
    Vgl. Kepplinger (1992), S26. Aus medienkritischer Perspektive wird darauf hingewiesen, daß die Vertrautheit mit einem Thema, die durch die direkte Beteiligung ausgelöst wird, mit steigender Medienabhängigkeit mehr und mehr durch das oberflächliche rBescheidwissen« über eine Vielzahl unzusammenhängender Personen und Ereignisse ersetzt werde; vgl. Lang & Lang (1968), S. 291. In diesem zerfaserten Mischangebot bleibt das Verdichten von Geschichten zu Geschichte aus, Ursachen und Folgen und Zusammenhänge der Ereignisse bleiben im Dunkeln. Massenkommunikation trägt zur politischen Bildung nicht bei; vgl. Schulz (1993), S.25.Google Scholar
  121. 123.
    Vgl. Adoni & Mane (1984), S.326f.Google Scholar
  122. 124.
    Vgl. Donsbach et al (1993), 5.104; Kepplinger(1975), 527; Funkhouser(1973), S.74: “The news media are our only way of knowing, at the time, what is happening in the world outside our immediate experience.” [Hervorhebung aus der Originalquelle übernommenj.Google Scholar
  123. 125.
    Das Schaubild folgt Adoni & Mane (1984), S.327. Die symbolische Realität entspricht hier der Rekonstruktion von Realität z.B. durch die Massenmedien, die subjektive Realität der Re-Rekonstruktion durch den Rezipienten. Anzumerken bleibt, daß sich die drei Realitätsebenen durchdringen, und ihre Ausdifferenzierung in diesem Modell zu rein analytischen Zwecken geschieht.Google Scholar
  124. 126.
    Vgl. Wilke (1989), 5.11; Kepplinger & Mathes (1988), 5.111; Kraus et al, (1975), S.207; Adoni & Mane (1984), S.331; Lang & Lang (1968), 5305. Daraus resultiert u.a. auch das hohe Prestige von Auslandsberichterstattern; vgl. Dennis (1992), S.41.Google Scholar
  125. 127.
    Vgl. Lang & Lang (1968), S294.Google Scholar
  126. 129.
    Vgl. Boventer (1992), S.162; Kepplinger (1985b), S.253, McCombs & Shaw (1976), S.18 und bereits Lippmann (1925), 5.41.Google Scholar
  127. 130.
    Mathes & Rudolph (1991), 5.183.Google Scholar
  128. 131.
    Vgl. Manheim (1976), S.88.Google Scholar
  129. 132.
    Vgl. Klingemann & Voltmer(1989), S.221.Google Scholar
  130. 133.
    Schon Lippmann (1925), S.44 und später Baudrillard (1988), S.210, 217 befürchten das Entstehen einer »Hyperrealität«, in der nutzlose Medienbilder nicht länger eine kohärente soziale Realität konstruieren, sondern im Nachrichtenüberflug »implodieren« und durch Informationsüberlastung Bedeutungszusammenhänge zerstören; vgl. auch Schulz (1993), S24.Google Scholar
  131. 134.
    Vgl. Kraus & Davis (1976), S. 210.Google Scholar
  132. 135.
    Vgl. Patterson & McClure (1976), S.47 fit die USA; Bergsdorf(1992) Bär die Bundesrepublik Deutschland.Google Scholar
  133. 136.
    Vgl. Gerhards & Neidhardt (1990), S.9J10.Google Scholar
  134. 137.
    Vgl. Keppfnger(1985b), 5.247/248.Google Scholar
  135. 138.
    Vgl. zusammenfassend Lóffler & Ricker(1978), S.IIL sowie Donsbach (1982), S.19.Google Scholar
  136. 139.
    Vgl. Johnson & Wants (1996), 5.181; McLeod et al (1995), S. 73; Brettschneider (1994), 5211; Weischenberg (1990), S.39; ausführlich Jarrell et al. (1993), S.13 ET.Google Scholar
  137. 140.
    Das Schaubild folgt der Darstellung bei McQuail & Windahl (1981), S23.Google Scholar
  138. 141.
    Vgl. McQuail & Windahl (1981), S.23. Zum Koorientierungsmodell generell vgl. McLrod & Chaffee (1972) sowie Früh (1991), S.181; Schulz (1989), S.144; Edelstein (1990), S.86ff.; das Modell selbst geht zurück auf eine Idee von Newcomb (1953).Google Scholar
  139. 142.
    Schulz (1989), S.144.Google Scholar
  140. 143.
    Vgl. Lutz et al. (1991), bes. S.430.Google Scholar
  141. 144.
    Vgl. McQuail & Windahl (1981), S.22.Google Scholar
  142. 145.
    Vgl. Lazarsfeld (1968, 1975), 5.198.Google Scholar
  143. 146.
    Vgl. zu dieser Formulierung Schulz (1986a), S.93, der auf diese Weise die Rolle des Ansatzes im Kontext der (Re-)Konstruktion sozialer Realität charakterisiert.Google Scholar
  144. 147.
    ’Thus in any discussion of agenda-setting, the public, media, and policy arenas must to some degree be all before us at once.“ Whitney (1991), 5.348; ähnlich zuvor Slane & Borre (1975), S.65. Als Anwendung des Ansatzes im nicht-politischen Kontext vgl. Sohn (1978) oder auch Sutherland & Galloway (1981), die eine Übertragung auf die Werbewirkungsforschung versuchen; siehe hierzu ebenfalls Schenk et al. (1990), S.93–99. Fruchtbarer erscheinen in diesem Zusammenhang die Ausführungen von Mutbach (1993).Google Scholar
  145. 148.
    Postman (1992), S.10.Google Scholar
  146. 149.
    Zhu (1992), S.826.Google Scholar
  147. 150.
    Die Argumentation folgt weiterhin den Vorschlägen von Rogers & Dearing (1988), S. 556–57 sowie besonders S. 582–83; vgl. Auch Kosicki (1993), 5.101.Google Scholar
  148. 151.
    Vgl. Rogers & Dearing (1988), S.588ff.; trotz in der Literatur öfters anzutreffender anderer Benennungen sollen in der vorliegenden Arbeit die Begriffe »public agenda-setting«, »media agenda-setting« und »policy agenda-setting« aus Gründen inhaltlicher Stringenz entsprechend der im folgenden vereinbarten Terminologie bzw. Synonyme verwendet werden.Google Scholar
  149. 152.
    Dieser Tradition folgend ist auch in der vorliegenden Arbeit mit »AgendaSetting« stets dieser Effekt gemeint.Google Scholar
  150. 153.
    Vgl. etwa Cobb et al. (1976), 5.132£; Oberreuter (1989, 1990), S.169ff. Im Agenda-Setting-Kontext berücksichtigen dies einzig die Arbeiten von Siune & Borre(1975), vgl. dort S.72, und Lutz et al. (1991).Google Scholar
  151. 154.
    Vgl. die Überzeugenden Darlegungen von Ansolabehere et al. (1993), bereits S.1FeGoogle Scholar
  152. 155.
    Zur Definition dieses Begriffes vgl. Cobb et al. (1976), S.126. In Anlehnung an die Formulierung »Agenda-Setting• wird hier bei dem Zusammenwirken verschiedener Akteure zur Herstellung der politischen Tagesordnung in der Regel von Agenda-Building’ gesprochen; vgl. auch Edelstein et al. (1989), 5224E In der Literatur wird der Begriff »Agenda-Building. zuweilen aber auch fit den Gesamtprozess verwendet, in dem Medien und andere gesellschaftliche Institutionen die Aufmerksamkeit auf ein bestimmtes Thema lenken; vgl. Lang & Lang (1981), Weaver & Elliott (1985), 5.88, Protess McCombs (1991), S.262. Gelegentlich wird darunter allerdings nur das Zustandekommen der Medienagenda verstanden; vgl. Hägel (1987), 5.5.Google Scholar
  153. 156.
    Das Schaubild beruht auf den Ausfiihrungen von Rogers & Dearing(1988), S.582/83.Google Scholar
  154. 157.
    Vgl. McCombs (1992), S.817; Wants (1992), 5.21; Mathes & Pfetsch (1991), S.35/36; Noelle-Neumann & Mathes (1987), S.4011; Edelstein et al. (1989), S.237. Die einzelnen Stationen des Ereignis-Transformationsprozesses beschreibt bereits Clausse (1962), S.19 im Rahmen seiner »ereignisbezogenen Soziologie des Nachrichtenwesens«.Google Scholar
  155. 158.
    Vgl. diesen Begriff bei Reese & Danielian (1989), S.29.Google Scholar
  156. 159.
    Wrobel [Tucholskyl (1914), S.15; sowie Sinclair(1920, 1929), 5.116.Google Scholar
  157. 160.
    Vgl. Whitney & Becker (1982), bes. S.65.Google Scholar
  158. 161.
    Vgl. Gandy (3982), S.14; Mazur (1987), 5.91; Dearing & Rogers (1992), 5.183; abweichend lediglich McCombs & Shaw (19776), 5.155.Google Scholar
  159. 162.
    Vgl. Trombo (1995), S.36.Google Scholar
  160. 163.
    Vgl. Roberts & McCombs (1994), 5.260.Google Scholar
  161. 164.
    Vgl. Reese(1991), S.334; Mazur(1987), S.89; Bader(1990), S.95.Google Scholar
  162. 165.
    Vgl. Qualter (1989), 5.145. Dies gilt in besonderem Maße auch Cur die.unabhängigen« Auslandskorrespondenten eines Mediums, die Agenturen und Medienorgane der jeweiligen Gastländer als Informationsquelle nutzen; vgl. Kepplinger(1992), S.30f.Google Scholar
  163. 166.
    Vgl. Mathes & Pfetsch (1991); rezensiert von Semetko (1993), S.324; sowie zum Thema »Volkszählung 1983« vgl. bereits zuvor Pfetsch (1986) mit einer inhaltsanalyse der Berichterstattung, allerdings nur auf Basis einer Stichprobe von 67 Artikeln (S215).Google Scholar
  164. 167.
    Vgl. die Diskussion aus systemtheoretischer Perspektive bei Kepplinger(1985b), 5.249EGoogle Scholar
  165. 168.
    Zu diesem Transformationsproblem, das der Großteil empirischer Agenda-SettingStudien aus unerklärlichen Gründen weder theoretisch noch analytisch auflöst, vgl. ausführlicher Kap. 3.5.Google Scholar
  166. t69.
    Zu politischen Akteuren als Teil des Medienpublikums vgl. etwa Rivers (1982, 1991), S.155.Google Scholar
  167. 170.
    Für die Themenstudie Mittlerer Neckar erweist sich diese Problematik als marginal, da sie nur das.public agenda-stting« beleuchtet.Google Scholar
  168. 171.
    Vgl. Mayer(1991), S.23.Google Scholar
  169. 172.
    Einzig die Arbeiten von Wanta (1992) und Lutz et al. (1991) untersuchen gleichzeitig Medien-, Publikums-und politische Agenda.Google Scholar
  170. 173.
    Vgl. Schönbach (1984b), S.931 sowie ausführlich bei Edelstein et al. (1989), S.230f1Google Scholar
  171. 174.
    Aus diesem Grund finden sich die traditionellen Agenda-Setting-Effekte im wesentlichen im Rahmen von Untersuchungen über kurze Zeiträume, während fair Langzeit-Themen eine graduelle Annäherung zwischen öffentlicher und Medienagenda zu beobachten ist; vgl. Rogers & Dearing (1988), 5.571.Google Scholar
  172. 175.
    Vgl. Megwa & Brenner(1988), S.481.Google Scholar
  173. 176.
    Vgl. lyengar(1979), S.400 sowie genauer Kap. 3.1.Google Scholar
  174. 177.
    Vgl. Mathes & Pfetsch (1991); basierend auf der Vodäuferstudie von Pfetsch (1986).Google Scholar
  175. 178.
    Vgl. etwa das Modell von Mayer(1988), S.86 für den Thematisierungsprozess öffentlicher Risiken.Google Scholar
  176. 179.
    Ah Fallbeispiel für diese Interaktionsprozesse wird in der amerikanischen Forschungsliteratur immer wieder auf den WatergateSkandal zurückgegriffen; vgl. stellvertretend Lang& Lang(1981), bes S.454ff.Google Scholar
  177. 180.
    Vgl. Acton & Mane (1984), S.3286 mit zahlreichen Literaturverweisen.Google Scholar
  178. 181.
    Vgl. stellvertretend Eichhorn (1996), 5.51 ff.; McCombs et al (1994), S.96f. sowie Lowery & DeFleur (1983, 1988), 5.340EGoogle Scholar
  179. 182.
    Vgl. Blood (1986), S.31 sowie Megwa & Brenner 0988), S.49 sowie McCombs & Shaw (1993), S.60; Whitney (1991), S.347. Die besondere Bedeutung, die der Kommunikatorforschung generell bei der Untersuchung von Medienwirkungen zukommen muß, unterstreicht bereits NoellcNeumann (1973), S.34ff Im Agenda-Setting-Kontext wurde dime Forschungsfrage erstmals von Chaffee auf der ICA-Konferenz 1980 gestellt; vgl. Rogers et at (1993), S.79 Anm. 7.Google Scholar
  180. 188.
    Vgl. Eichhorn (1996), 5.146.Google Scholar
  181. 189.
    Vgl. Weaver (1990), S.206; Weaver (1983), 5264; Megwa & Brenner (1988), S.46; Weaver & Elliott (1985), S.87. Ansolabehere et at (1993), S.21Iff, Molotch et al. (1987), S/7; Neuman (1989), S.254; sowie Rivers 0982, 1991), S.158: »the reflections of a faulty mirror..Google Scholar
  182. 185.
    Vgl. zur Gatekeeper-Forschung Robinson (1973) sowie Shoemaker (1991); zur Nachrichtenwert-Theorie Schulz (1976) sowie Staab (1990a); zum Phänomen der Pseudo-Ereignisse Boorstin (1961, 1964).Google Scholar
  183. 186.
    Vgl. Herman (1992), S.5; Sernetko et al (1991), 5.180; sowie Reese (1991), S.313 mit zahlreichen Belegen für die Konvergenz in der Berichterstattung verschiedener Massenmedien, u.a. bei Danielian & Reese (1989), S.6305.Google Scholar
  184. 187.
    Vgl. Altschul) (1989), S234ff. mit Beispielen zum Vietnam-Krieg, Watergate und aus sozialen Bewegungen.Google Scholar
  185. 188.
    Vgl. stellvertretend dime Definition von Kunczik & Weber (1993), S.46. Je nach Organisation unterscheiden sich die Einflußmöglichkeiten und -absichten beträchtlich.Google Scholar
  186. 189.
    Vgl. Sigal (1973), hier bes. 5.119–130.Google Scholar
  187. 190.
    Schon 1929 wurde geschätzt, daß weit über die Hälfte des von den Zeitungen veröffentlichten redaktionellen Materials von PR-Beratern stammt; vgl Sinclair (1920, dt. Ausg. 1929), 5.354. Als weitere Studien zum Einfluß von PR auf die Nachrichtengebung vgl. etwa Turk & Franklin (1987); RugMohl (1991); Billig et al. (1993); Fishman (1980); Amaize & Faber (1983); Atwater & Fico (1986); Pincus et al. (1993); Stocking (1985); Brown et al. (1987); Reiser (1994); sowie aus Deutschland Rossmann (1993); Mathes et ai. (1993) und insbesondere Baerns(1982), S.68; vgl. hier den zugehörigen Tabellenband von ders. (1981, 1985), bes. S.43ff.Google Scholar
  188. 191.
    Vgl. Kunczik (1984), S.227.Google Scholar
  189. 192.
    Vgl. Rogers & Dearing (1988), S.558. Schon zuvor definierte Sinclair “die Presse in Amerika als die Industrie, die die Nachrichten des Tages in einer Weise präsentiert, daß sie den Interessen der ökonomisch Privilegierten entsprechen.” (dt. Übers. 1929, S.183).Google Scholar
  190. 193.
    Vgl. Pincus et a1. (1993), S.33; Kunczik (1994), S.16. Eine Zusammenfassung der wichtigsten Strategien ist Ansolabehere et al. (1993), 5.81ff. zu entnehmen.Google Scholar
  191. 194.
    Vgl. Ru/Mohl (1991), S24, 26.Google Scholar
  192. 195.
    Westley(1976), S.46; vgl. auch Schulz (1994), 5.321; Bentele (1992), S.61.Google Scholar
  193. 196.
    Zit. nach Koard (1993), S.33; vgl. hier auch den Slogan der New York Times: »We print all the news that’s fit to print..Google Scholar
  194. 197.
    Das Schaubild folgt Manheim & Albritton (1984), 5.644. Die unterbrochene Linie stellt direkte Interventionsversuche dar, die für den AgendaSetting-Kontext jedoch ohne Belang sind.Google Scholar
  195. 198.
    Vgl. Wettetet & Danowski (1992), S.13 zum offenkundigen Defizit auf diesem Gebiet. Entsprechende Studien fuhren meist eine Input-Output-Untersuchung im Sinne einer Medienresonanzanalyse auf Pressemitteilungen durch, ohne diese Befunde jedoch mit einer Publikumsbefragung zu verknüpfen; vgl. z.B. Ohl et al. (1995), die sich dennoch explizit auf die Agenda-Setting-Hypothese beziehen.Google Scholar
  196. 199.
    Vgl. Manheim & Albritton (1984), S.655f.Google Scholar
  197. 200.
    Vgl. Gerhards & Neidhardt (1990), S27, 44.Google Scholar
  198. 201.
    Vgl. Berkowitz & Adams (1990), S.728E; Turk & Franklin (1987), 534f.; Chang (1989), S.504; Turk (1986, 1991), 5220; Weaver & Elliott(1985), S.90fE sowie Lutz (1993), hier bes. 5.95. Nach Schätzungen eines Herausgebers der Washington Post können maximal 10% der täglich einlaufenden Informationen tatsächlich in die Berichterstattung einfließen; vgl. Nelson (1990), S.84.Google Scholar
  199. 202.
    Vgl. Reiser (1994), S.341; das von ihm eingeführte Dependenzkonzept ist allerdings nicht zu verwechseln mit der Dependenztheorie in der Kommunikationswissenschaft (siehe genauer Kap. 1.5 der Arbeit).Google Scholar
  200. 203.
    Kepplinger (1992), S24; vgl. auch Ansolabehere et al. (1994 S207ff.Google Scholar
  201. 204.
    Vgl. BallRokeach (1985), S.492; Eichhorn (1996), S.I52f.Google Scholar
  202. 205.
    Vgl. Rivers (1982, 1991), S.159: »double-mirror effect«.Google Scholar
  203. 206.
    Vgl. Kepplinger (1992), 5.31 sowie das von Reiser (1994), S.342 präsentierte Interdependenzkonzept.Google Scholar
  204. 207.
    Vgl. Altschul/ (1989), S.230 sowie die Befunde von Trumbo (1995), S.39.Google Scholar
  205. 208.
    Vgl. Sarcinelli (1994), S.33.Google Scholar
  206. 209.
    Vgl Rogers & Dearing (1988), S.559 sowie D onsbach (1993), S.232ff. Für einen ausgezeichneten Überblick aus politikwissenschaftlicher Perspektive vgl. Kingdon (1984), 5206–218 sowie zuvor bereits den Band von Cobb & Elder (1972). Einschlägige Studien zum Agenda-Building liegen vor von Gormley (1975); Walker (1977); Jackson-Beeck & Meadow (1979); Gilberg et al. (1980); Caspi (1982); Black & Snow (1982); Rivers (1982,1991); Kingdon (1984); Molotch et at (1987); Wanta et al. (1989); Mayer (1991).Google Scholar
  207. 210.
    Vgl. Mathes & Rudolph (1991), S.185; lyengar & Kinder (1987), 5.120.Google Scholar
  208. 211.
    Vgl. Swanson (1988), S.6111; Wilke (1989), S.17f. sowie Wilke (1995) mit einem historischen Beispiel zur Berichterstattung über die amerikanische Revolution in der deutschen Presse von 1773 bis 1783.Google Scholar
  209. 212.
    Vgl. Johnson & Wants (1996), S.188; Rogers & Dearing (1988), S.578–79.Google Scholar
  210. 213.
    Vgl. Wants & Foote (1994), S.446; Walters etal. (1996), S.9.Google Scholar
  211. 214.
    Vgl. Cohen (1983), S.67/68.Google Scholar
  212. 215.
    Vgl. Linsky (1986), S.90. So äußerte beispielsweise Konrad Adenauer, seine Partei werde gut daran tun, künftig auf die Organe der öffentlichen Meinung, also auf die Zeitungen und Rundfunkkommentare, zu achten; vgl. dieses Zitat bei Sternberger (1964), S.164.Google Scholar
  213. 216.
    Vgl. Lübbe (1992), S.7. Ganz im Sinne elitaristischer Demokratietheorien konsumieren die Bürger wesentlich öfter diese politischen Schauspiele, als selbst an ihnen zu partizipieren:221 “Das Volk ist zum Publikum geworden.”222 SolchermaßenGoogle Scholar
  214. 217.
    Reese (1991), 5.333. Daß dies kein universelles Phänomen darstellt, belegt die Studie von Pritchard & Berkowitz (1993), die zum Thema.Kriminalität« gerade dahingehend keinen Agenda-Building-Effekt finden, daß etwa das politische System der USA aufgrund intensiverer Medienberichterstattung verstärkt Mittel firr die Polizei zur Verfügung gestellt hätte.Google Scholar
  215. 218.
    Vgl. die ausführliche Fallstudie von Etterns et at (1991), S.76ff, Cook et al. (1983), S.32: “Media reports 1…1 influence policy makers, who often gain their understanding of public opinion through the media.”Google Scholar
  216. 219.
    Enema et al (1991), S.79.Google Scholar
  217. 220.
    Ansolabehere et at (1993), S.3.Google Scholar
  218. 221.
    Vgl. z.B. Walker (1966), 5.286fŸ:; Profess et al (1991), S253: “A democracy without citizens.”; Eichhorn (1996), S.126ff.Google Scholar
  219. 222.
    Baudrillard (1979), S.31,d weiter. “Das Spiel der Wahlen hat sich im Bewußtsein des Volkes schon längst den Fernsehspielen hinzugesellt.”Google Scholar
  220. 223.
    Zu diesem Begriff vgl. Oberreuter (1990), bes. 5.172ff.; sowie Billig et al. (1993), S.116: »politics as a media show«.Google Scholar
  221. 224.
    Vgl. Sarcinelli (1994); ders. (1989), 5.169 sowie die weiteren Beiträge in diesem Tagungsband, herausgegeben von Böckelmann (1989); ferner Bentele (1992), S.63; Saxer(1992), 5.181; dens. (1993), S.317.Google Scholar
  222. 225.
    Oberreuter(1990), S.178.Google Scholar
  223. 226.
    Vgl. Weischenberg (1990), S.40ff..; als Fallbeispiel für »symbolische Politik« gilt hier wiederum die Kieler Affäre um Uwe BarschelGoogle Scholar
  224. 227.
    Edelman (1971, 1990), S.XII.Google Scholar
  225. 228.
    Der Begriff »Muckrackers« (»Mistgabel«) kennzeichnet ursprünglich jenes Prinzip journalistischer Recherche, das den Schmutz der Hochfinanz aufwühlen und kritisch an die Öffentlichkeit bringen will. Präsident Theodore Roosevelt entnahm ihn dem englischen Roman »The Pilgrim’s Progress« von Bunyan und wendete ihn zuerst auf die Arbeiten von Upton Sinclair an; vgl. Herms (1984), S.641; sowie die ausführliche, an Fallbeispielen reiche Studie von Altschull (1989), S.91ff.; für Bezüge zur deutschen Pressegeschichte Boventer (1994), bes. S224ff.Google Scholar
  226. 229.
    Vgl. Molotch et al (1987), S.29.Google Scholar
  227. 230.
    Vgl. Lowery& DeFleur(1983, 1988), S.381: »classical example»; Schramm (1980), S.322.Google Scholar
  228. 231.
    Vgl. Molotch et al. (1987), S.41–46 auf Basis eines Papers von 1982, das die Befunde von Lang & Lang (1981) nicht berücksichtigt.Google Scholar
  229. 232.
    Vgl. Molotch et al. (1987), S.28; Eichhorn (1996), S.150f. und pointierter S.45; Burd (1991), S292.Google Scholar
  230. 233.
    Vgl. Wanta & Foote (1994), S.445f., bes.Google Scholar
  231. 234.
    Vgl. hierzu Rogers & Dearing (1988), S.579.Google Scholar
  232. 235.
    Vgl. Manheim (1986), 5300–504.Google Scholar
  233. 236.
    Vgl. die Diskussion dieser Aspekte in den Kapiteln 2.3 und 2.6 der Themenstudie Mittlerer Neckar. Die dritte Dimension (.Bewertung«) geht über die Annahmen der AgendaSetting-Hypothese hinaus und deutet eine mögliche Folgewirkung an.Google Scholar
  234. 237.
    Das Schaubild folgt Manheim (1986), 5.508.Google Scholar
  235. 278.
    Vgl Manheim (1986), S.504–506.Google Scholar
  236. 239.
    Vgl. Kap. 2.4 bzw. 2.5.Google Scholar
  237. 240.
    Vgl. den Punkt CI in dem Hypothesenkatalog von Manheim (1986), Tab.22.1 5.510–513.Google Scholar
  238. 241.
    Vgl. Eichhorn (1996), S.55.Google Scholar
  239. 242.
    Vgl. Dyer(1996), S.139ff. mit einer unzutreffenden Operationalisierung des Teilkonstrukts «erwartete Relevanz« durch die tarsichliche Publikumsrelevanz.Google Scholar
  240. 243.
    Vgl Rogers & Dearing (1988), 5.583.Google Scholar
  241. 244.
    Vgl die Forderung von Schönbach (19846), S.91 sowie Mayer (1991) und die bereits vorgestellte Untersuchung von Mathes & Pfetsch (1991) als Beispiel Eile agendenübergreifende Studien. Rogers et al. (1991) konzipierten eine Studie, die neben politischer und Medienagenda auch eine wissenscha&Gche Agenda, eine Umfrageagenda und reale Daten einbezog. Hier unterscheiden die Autoren zum Thema AIDS vier Stadien, und zwar die initial era, science era, human era und die political era, die teilweise mit den von Mathes & Pfetsch referierten Phasen vergleichbar sind.Google Scholar
  242. 245.
    Vgl. Swanson (1988), S.614/15; so bezeichnet zB.: Mayer (1994 S.35 seine Messung der drei Agenden als “admittedly crude’.Google Scholar
  243. 246.
    Dieser Ausdruck wird von Rogers et ai (1991), S.7 in die Diskussion eingebracht.Google Scholar
  244. 247.
    Swanson (1988), S.615.Google Scholar
  245. 248.
    Eben dies fordern Rogers et al. (1991), S.44.Google Scholar
  246. 249.
    Vgl. Protess & McCombs (1991), 5.207.Google Scholar
  247. 250.
    Vgl. Hilgartner & Bosk (1988), S.54f.; zum Phänomen der Informationsüberlastung Weber(1993), S.30ff.; Shaw & Martin (1992), 5.904Google Scholar
  248. 251.
    “Agenda-setting follows the mie of a zero-sum game, in which the rise of one issue results in the fall of another. 1…1 The limited carrying capacity of the audience agenda is most fundamental. 1…1 The inability of the audience to deal with concurrently multiple issues ultimately limits the capacity of the system. This is probably the best justification for agenda-setting research.” Zhu (1992), S.826, 829; vgl. zuvor bereits Smith (1980), 5.165.Google Scholar
  249. 252.
    Vgl. Gerhards & Neidhardt (1990, 5.13, 16, 32; Weber (1993), S.31; McCombs (1994), S.11.Google Scholar
  250. 253.
    Vgl. Krosnick & Kinder (1990), 5.506; Jarren et ai (1993), S.16. Verdrängungseffekte innerhalb der Medienagenda selbst konnten bisher allerdings nicht nachgewiesen werden; vgl. Hertog et at (1994), 5.303.Google Scholar
  251. 254.
    Vgl. Carragee et al. (1987), S.47; Plott & Levine (1978), 5.147f; Kepplinger et al. (1987), 5.2; Nelson (1990), S.92; Pratkanis & Aronson (1991), 5.55.Google Scholar
  252. 255.
    Walker(1977), 5.423:Google Scholar
  253. 256.
    Vgl. Cook & Colby (1992), 5.85 am Beispiel des Themas AIDS Kingdon (1984), 5205; Walker (1977), S.424; McQuail (1992), S.164. Für weitere historische Fallbeispiele vgl. Nord (1981), 5.570; vgl. ferner zum politikwissenschaftlichen Bezug Rogers et al. (1993), S.69; Westley(1976), bes. S.45; Meadow(1980), S.95.Google Scholar
  254. 257.
    Vgl. Schulz (1982a), 5.140; Just & Crigler (1989), S.109; Feist & Liepelt (1982), S.619; Gaziano (1983), S.478; dies. (1984), S.556: “An informed citizenry is essential to a democracy.” Die Verteilungsunterschiede bezüglich des politischen Wissens untersucht die Wissenslduftforschung (vgl. Kap. 2.4), wo Hinweise vorliegen, daß der Einfluß der Massenmedien diese Kluft verringert.Google Scholar
  255. 252.
    Vgl. Rühl(1980), S.258.Google Scholar
  256. 259.
    Vgl Shaw, E. (1977a), S.231; ausführlich Webster& Ogles(1988), S.42.Google Scholar
  257. 260.
    Vgl. z.B. Walker(1966), S.288; Edelstein et aL (1989), S.226; Hunziker(1988), S.50; Qualter(1989), S.140.Google Scholar
  258. 261.
    Vgl. zR Sears & Chaffe (1979), S.233 mit einschlägigen Literaturverweisen. So wurde bereits im amerikanischen Wahlkampf 1948Google Scholar
  259. 262.
    Vgl. Korzenny & Ting-Toomey (1992), S.62f.; Shaw & Martin (1992), S.903; Webster & Ogles (1988), S.43; Riihl (1980), S.325.Google Scholar
  260. 263.
    Vgl. Weaver (1982), S.547f; so waren sich z.B. mehr als 456/s der Befragten dessen bewußt, daß Nachrichtenprogramme dazu neigten, “Dinge wichtiger zu machen als sie wirklich sind” (Levy 1978, S.22).Google Scholar
  261. 264.
    Vgl. diese Metapher, die im Sinne von Orwells Zukunftsvision auf eine totalitäre Allmacht der Kommunikatoren bei der Fabrikation von Realität bis zur a-posterioriGeschichtsfälschung hinweist, bei Ramaprasad (1983), S.I32; ähnlich Gndiau (1985), S.379.Google Scholar
  262. 265.
    Shaw; E. (1977a), S.230; McCombs (1994), S.6.Google Scholar
  263. 266.
    Vl Schónbacb (1992a), S326;. McCombs (1994), S.6; Kingdon (1984), S.63 sowie Sinclair (1920, 1929). Eine Studie zu historischen AgendaSetting-Effekten berichtet von den Bemühungen des Zeitungsherausgebers William Allen White aus Kansas, eine Technik entwickelt hatte, politische Propaganda durch die Auswahl der Themen seines Blattes zu betreiben; vgl. Folkerts (1983), S28ff..Google Scholar
  264. 267.
    Vgl. z.B. jüngst Carter et al. (1992): “AgendaSetting and Consequentiality”.Google Scholar
  265. 268.
    Edelstein et al. (1989), 5240; McCombs (1994), S.I8; Brosius (1992), 520: “Es ist schwer vorstellbar, daß langfristige Themenverschiebungen in der Öffentlichkeit keine weiteren Auswirkungen auf politische Sozialisation, Wahlverhalten oder ähnliches haben.”Google Scholar
  266. 269.
    Vgl. Kepplinger (1991), S.4.Google Scholar
  267. 270.
    Vgl. Iyengar & Kinder(1987);. iyengar(1988), S.601; Fiske & Taylor (1984). Eine aktuelle Bestandsaufnahme der zentralen Befunde der Priming-Forschung findet sich in der einzigen deutschsprachigen Veröffentlichung von Iyengar (1992), 5.128–133; ausführlich zur Zugänglichkeit von Konstrukten (»accessibility«) als Determinante der Informationsverarbeitung vgl. Higgins & King (1981), 71 ff.Google Scholar
  268. 271.
    Für einen kurzgefaßten Überblick zum Forschungsstand im Bereich des Priming vgl. ferner Tulving & Schacter (1990), S.301f11; eine vorzügliche Darstellung dieser Ergebnisse findet sich bei Higgins & King(1981); vgl. auch Perrig(1990), S.81; Herkner(1991), S.167ff. Die Grundidee der Priming-Experimente wird in der deutschen Kommunikationswissenschaft unter dem Begriff »lns2trumentelle Aktualisierung. untersucht; vgl. inbes. Kepplinger et al. (1989a), S.199ff; Kepplinger et al. (1992), S.163ff.Google Scholar
  269. 272.
    Vgl. lyengar (1992), 5.133.138, bes. 5.134 & Fußnote 30 mit Literaturverweisen; sowie die Monographie desselben Autors mit dem Untertitel »How Tdevision Frames Political Issues. (1991), hier 5.127–143. Eine Zusammenfassung und Bewertung des Konzepts formulieren Ansolabehere et al. (1993), S.I44f.Google Scholar
  270. 273.
    Vgl. McCombs & Shaw (1993), 552. Weitere empirische Studien im Framing-Kontext stammen von Kosicki (1993), Barkin & Gurevitch (1987), Page & Shapiro (1992), Lodziak (1986) mit Fallbeispielen, Herman (1992) und Pratkanis & Aronson (1991); zur systemtheoretischen Bedeutung der Themeneinbindung vgl. Gerhards & Neidhardt(1990), S.41.Google Scholar
  271. 274.
    Vgl. Iyengar & Simon (1993), S.370–72.Google Scholar
  272. 275.
    Vgl. hier und im folgenden (yengar & Simon (1993), S.374–81.Google Scholar
  273. 276.
    Vgl. Kosicki(1993), SA17.Google Scholar
  274. 277.
    Für eine detaillierte Beschreibung der einzelnen Theorien sei auf die im deutschsprachigen Raum beispielhafte Gesamtdarstellung von Schenk (1987a/b) verwiesen, der die verschiedenen Theorieansätze der Medienwirkungsforschung enzyklopädisch zusammenträgt und bewertet so etwa zur Wissenskluft-Forschung 5.305–323; zur Kultivationshypothese S.344–365; zur Schweigespirale S.324–343; zum Two-Step-Flow und dem Meinungsführerkonzept S244–279; zum Nutzen-und Belohnungsansatz (vgl. Kap.5.3) 5.379–420.Google Scholar
  275. 275.
    Vgl. Rössler (1997).Google Scholar
  276. 279.
    Schulz (1984), S.210.Google Scholar
  277. 280.
    Shaw, E. (1979), 5.104.Google Scholar
  278. 281.
    Vgl. oben LB. in Kap. 1 und jüngst wieder bei Rogers & Dearing (1988), S.562.Google Scholar
  279. 282.
    Vgl. Littlejohn (1983), S284.Google Scholar
  280. 283.
    Vgl. hierzu Schulz (1984), S.210f.Google Scholar
  281. 284.
    Schulz (1984), S.21 I.Google Scholar
  282. 285.
    Vgl. Bali-Rokeach & DeFleur (1976); DeFleur & Ball Rokeach (1982), S.240–251.Google Scholar
  283. 286.
    Ball-Rokeach & DeFleur (1976), S.I9.Google Scholar
  284. 287.
    Vgl. Ball-Rokeach & DeFleur (1976), S.6; zu beachten ist, daß hier die Zuwendung zu den Massenmedien (und eben nicht zu möglichen Alternativen) bereits eine Medienwirkung in der pri-kommunikativen Phase verkörpert; vgl. Chaffee & Mutz (1988), S28.Google Scholar
  285. 288.
    Vgl. Smith (1987a), S.380.Google Scholar
  286. 289.
    Vgl. BaliRokeach & DeFleur (1976), S.8.Google Scholar
  287. 290.
    Vgl Ball-Rokeach & DeFkur (1976), S.7.Google Scholar
  288. 291.
    Vgl. Ball-Rokeach (1985), S.489. Zur Illustration sei an dieser Stelle nochmals auf die Untersuchung von Kepplinger & Roth (1979) zur Ölkrise 1973/74 verwiesen, die explizit die starke Abhingigkeit der Bevölkerung von den Massenmedien ah Erklärung fur deren enorme Wirkung nennen (S.295). Die damalige Situation erfüllte alle drei genannten Bedingungen: Die Initiative der OPEC-Staaten markierte eine radikale politische Kehrtwende, außer Ober die Massenmedien waren keine Informationen verfügbar, und das Individuum schien in seiner Mobilität unmittelbar betroffen.Google Scholar
  289. 292.
    Vgl. Ball-Rokeach & DeFleur(1976), S.1lf.Google Scholar
  290. 293.
    Vgl. Bali-Rokeach (1985), S.494.Google Scholar
  291. 294.
    DeFleur & Ball-Rokeach (1976), S.277.Google Scholar
  292. 295.
    “Mass communication involves complex relationships between large sets of interacting variables that are only crudely designated by the terms «media«, ”audiences«, and »society«. It is through taking these sets of variables into account individually, interactively, and systematically that a more adequate understanding of mass communication effects can be gained.“ Ball-Rokeach & DeFleur (1976), S.5.Google Scholar
  293. 296.
    Für eine detaillierte Verortung anderer im Schaubild vorgesehener Medienwirkungsmodelle sei nochmals auf die beiden Veröffentlichungen von Ball-Rokeach & DeFleur (1976), bzw. Ball-Rokeach (1985) hingewiesen.Google Scholar
  294. 297.
    Vgl. hier Wanra & Hu (1994), S.91Google Scholar
  295. 298.
    McCombs & Weaver (1985), S.108; vgl. ähnlich McCombs (1989a), S.43.Google Scholar
  296. 299.
    Vgl. den frühesten Hinweis auf diese neue Perspektive in der Agenda-Setting-Forschung in einem unveröffentlichten Konferenzpapier von McCombs & Shaw (1980), zit. nach Schönbach (1982), S.130 & Fußnote 18.Google Scholar
  297. 300.
    Als Ausgangspunkt für die transaktionale Wirkungsperspektive wird meist die Arbeit von Bauer (1964) genannt; vgl etwa Schönbach (1983b), S.69 oder Blood (1982b), S.9 mit allerdings unzutreffender Datierung. Einen guten Überblick über die Entwicklung der Perspektive gibt Wenner(1985), S.85.Google Scholar
  298. 301.
    Schönbach (1983b), S.69.Google Scholar
  299. 302.
    Vgl. Schönbach & Früh (1984), S.314; Schönbach (1983b), S.69.Google Scholar
  300. 303.
    Vgl. Früh & Schönbach (1982), S.85. Eine ausführliche Darstellung des Modells findet sich in der Monographie von Früh (1991).Google Scholar
  301. 304.
    Vgl. Ronge (1984), S.75, der eben dies der reinen Gratifikationsforschung vorwirft.Google Scholar
  302. 305.
    Zur Terminologie vgl. Schönbach & Früh (1984), S.315; Schönbach (19926), S.110f. lm Gegensatz zur «Interaktion“ drückt der Begriff der «Transaktion« aus, daß sich die Partner im Laufe des Prozesses selbst verändern.Google Scholar
  303. 306.
    Vgl. Früh & Schönbach (1982), S.78f.Google Scholar
  304. 307.
    Vgl. Schönbach & Früh (1984), S.323. Eine vierte Transaktion, nämlich die zwischen den einzelnen Rezipienten, wurde unter Berücksichtigung des Koordinationsmodells ebenfalls nachträglich in das Modell integriert, ist hier allerdings vernachlässigt; vgl. Früh (1991), 5.182.Google Scholar
  305. 308.
    Das Schaubild entstammt Früh & Schönbach (1982), S.78. Die Erweiterung nehmen die Autoren selbst vor in Schönbach & Früh (1984), S.323.Google Scholar
  306. 309.
    Vgl. Früh (1990), S.I52.Google Scholar
  307. 310.
    V81 Früh & Schönbach (1982), S.78.Google Scholar
  308. 311.
    Vgl. Schönbach & Früh (1984), S.317.Google Scholar
  309. 312.
    VgL Schönbach & Früh (1984), S.316.Google Scholar
  310. 313.
    Das Schaubild wurde entwickelt von Früh & Schönbach (1982), S.82.Google Scholar
  311. 314.
    Vgl. zuerst Schönbach (1984b), 5.94; Früh (1991), 5.188; Funk & Weiß(1995), S21. Eine detaillierte Beschreibung, wie andere Medienwirkungshypothesen in das Modell integriert werden können, gibt Früh (1991), S.175.183. Hier erörtert er explizit den Nutzenansatz, die.Schweigespirale«, Pseudo-Ereignisse und Nachrichtenwerttheorie, die Wissenskluft-Hypothese und das Koorientierungsmodell.Google Scholar
  312. 315.
    McCombs et al. (1995), 5286.Google Scholar
  313. 316.
    Vgl. McCombs & Shaw(1977b), S.150.Google Scholar
  314. 311.
    Dieser Hinweis auf die unauflösbare Wechselwirkung zwischen kognitiven und affektiven Komponenten verdeutlicht nochmals, weshalb die Beschreibung der Agenda-Setting-Funktion als rein kognitive Medienwirkung zu kurz greift; vgl. Früh (1991), 5.178 sowie Kap. 1.1 der vorliegenden Arbeit.Google Scholar
  315. 318.
    Vgl. Früh & Schönbach (1982), S.84.Google Scholar
  316. 319.
    Vgl. Früh (1991), 5.185.Google Scholar
  317. 320.
    Vgl. etwa Hügel (1987), S.7, Gottschlich (1985), S.3141.; Schönbach (1989), bes. S.467ff.Google Scholar
  318. 321.
    Vgl. McCombs & Shaw (19774 S.154 sowie Früh (1991), 5.178, der besonders die Studie von Erbring et al. (1980) erwähnt.Google Scholar
  319. 322.
    McCombs (1981b), S.133.Google Scholar
  320. 323.
    Vgl. Brosius et al. (1991), 52151..Google Scholar
  321. 324.
    Vgl. Blumler(1981), S.44, der damit eine wörtliche Stellungnahme von Chaffee aus dem Jahre 1978 wiedergibt. abläufe eines dynamisch-transaktionalen Modells kaum mehr in konkrete Forschungsvorhaben umsetzbar sind. Hier stößt die empirische Kommunikationsforschung auch in der Bundesrepublik Deutschland ökonomisch und forschungspraktisch an ihre Grenzen.Google Scholar
  322. 326.
    Vgl. Megwa & Brenner (1988), S.50. Diese Perspektive berücksichtigt die Forderung in der Gratifikationsforschung nach Ausdifferen- zierung des Begriffes der »Publikumsaktivität« in Abhängigkeit der jeweiligen Kommunikationsphase; vgl. Blumler (1979), S.14.Google Scholar
  323. 327.
    Das Schaubild folgt der Darstellung bei Megwa & Brenner 0988), S.56.Google Scholar
  324. 328.
    Vgl. Megwa & Brenner (1988), S.5I f..Google Scholar
  325. 329.
    ’The polling agenda is a ranking of various issues about which organizations that conduct surveys ask questions.“ Dearing (1989), S.310 IHervorhebung aus der Originalquelle übernommen].Google Scholar
  326. 330.
    Dearing(1989), S.326 mit einer ausführlichen Interpretation seiner Befunde.Google Scholar
  327. 331.
    Vgl. genauer Kap. 13.Google Scholar
  328. 332.
    Tichenor(1988), 5.552.Google Scholar
  329. 333.
    Vgl. Raman (1989), bes. S.452, 456ff.Google Scholar
  330. 334.
    Vgl. Culbertson et at (1994), bes. S.26Google Scholar
  331. 335.
    Vgl. McCombs (1981b), S.135; McCombs & Shaw (1993), S.61.Google Scholar
  332. 336.
    Vgl. Weaver(1982), S.545.Google Scholar
  333. 337.
    Vgl Darkow & Buss (1983), 5.458.Google Scholar
  334. 338.
    Kinder & Sears (1985), 5.709/10.Google Scholar
  335. 339.
    So lautet etwa das fast schon verzweifelt zu nennende Resümee von Sohn (1978), 5.326, 333; ders. (1984), S.893; zur Terminologie vgL Lange (1985), 5.42; vgl. weiterhin Schönbach (19846), S.93; Hügel (1987), S.91; sowie Edelstein et al. (1989), S.242 in Interpretation iapanischer BefundeGoogle Scholar
  336. 340.
    Vgl Smith (1988), S.42ff.Google Scholar
  337. 341.
    Das Schaubild nach Sutherland & Galloway (1981), S.27 & 29. Die deutsche Übertragung von Schenk et al. (1990), S.97 vertauscht die Richtung der Wirkungspfeile, und weist eine unglückliche Übersetzung der Termini auf (z.B. »salience« durch.Bekanntheitsgrad.).Google Scholar
  338. 342.
    Vgl. Hauser(1986), S.199ff.Google Scholar
  339. 343.
    Mulbach (1993), 537.Google Scholar
  340. 344.
    Vgl. ausfiihrlich Mulbach (1993), S.74ff.; bes. auch S.36ff. am Beispiel der Umweltfreundlichkeit von Produkten.Google Scholar
  341. 345.
    Vgl. Sutherland & Galloway(1981), S.28, womit ein Bezug zu Mechanismen in der Hypothese der Schweigespirale hergestellt wird.Google Scholar
  342. 346.
    Vgl Takeshita (1993), S.197.Google Scholar
  343. 347.
    Vgl. Schenk et aL (1990), S.96ff. sowie Näheres zur »awareness•-Formulierung in Kap. 3.5.Google Scholar
  344. 348.
    Vgl. z.B. McCombs & Shaw (1993), 5.59.Google Scholar
  345. 349.
    Vgl. Kosicki (1993), S.102, Anm.l.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1997

Authors and Affiliations

  • Patrick Rössler

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