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Die Entwicklung der hessischen Gewerkschaften 1946–1986

  • Frank Deppe

Zusammenfassung

Die Gesamtdarstellungen der Gewerkschaftsgeschichte, die bis in die 70er und sogar in die 80er Jahre reichen (Deppe u. a. 1976; Klönne/Reese, 1984; Matthias/Schönhoven, 1984; IG Metall 1986; Schönhoven 1987) vermittelten kaum regional-spezifische Informationen. Gleichwohl sind sie wichtig für die Bearbeitung des Periodisierungsproblems. Die Forschung konzentriert sich nach wie vor auf die Periode 1945–1949. Für diese Periode verfügen wir — neben einigen örtlichen Untersuchungen — über einige Marburger Dissertationen, die sich mit der Gewerkschaftsbewegung in Hessen nach 1945 beschäftigen: so die Dissertation von Frau Weiß-Hartmann über den Freien Gewerkschaftsbund Hessen (1945–1949) (1977), die Dissertation von Frau JacobiBettien über die Metallgewerkschaft, also die IG Metall in Hessen (1945–1948) (1982), sowie schließlich die Dissertation von Herrn Bettien über den Hessischen Metallarbeiterstreik des Jahres 1951 (1983). Die „Geschichte der hessischen Arbeiterbewegung“ ist neuerdings von Gerhard Beier bearbeitet worden (1984). Sie bleibt freilich für die Zeit nach 1945 höchst allgemein und fragmentarisch. Der biographische Anhang (S. 355ff.) sowie das Literaturverzeichnis sind allerdings für weitere Forschungen wertvoll. Zu erwähnen ist auch Gerhard Beiers Willi-Richter-Biographie (1978), die dem nach Wilhelm Leuschner zweifellos bedeutendsten hessischen Gewerkschaftsführer gewidmet ist, der — bis 1950 — der erste Landesbezirksvorsitzende des DGB war und 1956 zum Bundesvorsitzenden des DGB gewählt wurde.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1989

Authors and Affiliations

  • Frank Deppe

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