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„Ohne Zellenleiter und Blockwart“: Die Staatsgründung des Landes Hessen (1945–1954)

  • Eike Hennig

Zusammenfassung

Der von der US-Militärregierung berufene (parteilose) Ministerpräsident (vom 15. 10. 1945 bis 5. 1. 1947) des Staates Groß Hessen, Professor Dr. Karl Geiler, eröffnet am 26. 2. 1946 die Sitzung des „Beratenden Landesausschusses“, dem je 12 durch den Ministerpräsidenten berufene Mitglieder von CDU, LDP2, KPD und SPD angehören (der ein Wahlgesetz und eine parlamentarische Regierung vorbereitet). Ministerpräsident Geiler erläutert dem beratenden Gremium die politischen Tagesaufgaben, nämlich den Rechtsgedanken durchzusetzen und die soziale Umgestaltung vorzunehmen. Diese Ziele sollen ohne„autoritäre Methode“ und „ohne Zellenleiter und Blockwart“ auf demokratischem Weg verwirklicht werden. Geiler beschwört somit Symbole der alltäglichen Wirkung des nationalsozialistischen Maßnahmestaates und seines allgegenwärtigen Kontrollsystems, um den neuen Weg hin zu einer rechtsstaatlich verfaßten Demokratie zu charakterisieren.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1989

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  • Eike Hennig

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