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Bildungspolitik und politische Bildung in Hessen im Zeichen der Reform

  • Wilhelm Frenz

Zusammenfassung

Die Blickrichtung wird hier auf die Reformbestrebungen der Bildungspolitik konzentriert, weil Bildungsreform seit 1945 Zielperspektive und Antriebsmoment der hessischen Kulturpolitik war.

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Anmerkungen

  1. 1.
    Hauptquartier der Streitkräfte der Vereinigten Staaten in Europa, Verwaltung der Militärregierung in der US-Zone Deutschlands, Direktive für die Militärdistrikte der Kommandierenden Generäle vom 7. Juli 1945, Abschnitt VII, abgedruckt in: Bildungspolitik und Bildungsreform. Amtliche Texte und Dokumente zur Bildungspolitik im Deutschland der Besatzungszonen, der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik, hrsg. und eingeleitet von Leonhard Froese, München 1969, S. 76.Google Scholar
  2. 2.
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  3. 3.
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  4. 4.
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  5. 5.
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  6. 6.
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  7. 7.
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  8. 8.
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  9. 9.
    Vgl. Bungenstab, Karl-Ernst: Umerziehung zur Demokratie? Reeducation-Politik im Bildungswesen der US-Zone 1945–49, Düsseldorf 1970, S. 48ff. Die wesentlichen Grundlinien des Zook-Reports sind auch in der Kontrollratsdirektive Nr. 54 der vier Besatzungsmächte vom 25. 6. 1947 enthalten. Abgedruckt bei Bungenstab, S. 184 und bei Froese (s. Anm. 1 ), S. 102f.Google Scholar
  10. 10.
    s. Anm. B.Google Scholar
  11. 11.
    Hessischer Landtag, erste Wahlperiode, Drucksachen Abt. I/Nr. 155, S. 225ff.Google Scholar
  12. 12.
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  13. 13.
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  18. 18.
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    Stein, E. (s. Anm. 7), ebd.Google Scholar
  20. 20.
    Stein, E. (s. Anm. 7), S. 1021.Google Scholar
  21. 21.
    Stein, E. (s. Anm. 7), S. 1021 f.Google Scholar
  22. 22.
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  23. 23.
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  24. 24.
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  25. 25.
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  26. 26.
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  27. 27.
    s. Anm. 25), ebd.Google Scholar
  28. 28.
    Vgl. Huster/Schweiger (s. Anm. 13 ), S. 752.Google Scholar
  29. 29.
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  30. 30.
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  31. 31.
    Zit. n. Kuhlmann (s. Anm. 23 ), S. 40.Google Scholar
  32. 32.
    s. Anm. 23), ebd.Google Scholar
  33. 33.
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  34. 34.
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  35. 35.
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  36. 36.
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  37. 37.
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  38. 38.
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  40. 40.
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  41. 41.
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  42. 42.
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  46. 46.
    s. Anm. 45), ebd..Google Scholar
  47. 47.
    Bericht Hessen, in (s. Anm. 41), S. 128.Google Scholar
  48. 48.
    Schütte (s. Anm. 41), S. 125.Google Scholar
  49. 49.
    Beitrag von Ludwig von Friedeburg, in: Der Hessische Kultusminister (Hrsg.): Bildungspolitische Informationen, bpi 3/1969, Thema „Demokratische Strukturen für die Schule“, S. 2.Google Scholar
  50. 50.
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  51. 51.
    Friedeburg, Ludwig v.: Moderne Schule — Bildung für alle, in: Großer Hessenplan. Schulentwicklungsplan, hg. v. Hessischer Kultusminister, Wiesbaden 1970, S. 5.Google Scholar
  52. 52.
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  53. 53.
    Deutscher Bildungsrat, Empfehlungen der Bildungskommission 1967–1969, Einrichtung von Schulversuchen mit Gesamtschulen, Stuttgart 1970, S. 292.Google Scholar
  54. 54.
    Friedeburg, Ludwig v.: Vorwort, in: Schulentwicklung in Hessen, hg. v. Hessischer Kultusminister, Wiesbaden 1974, S. 5.Google Scholar
  55. 55.
    Bilanz des hessischen Schulwesens. Schriftenreihe,Hessen—Informationen` der Hessischen Landesregierung 7, hg. v. d. Presse-und Informationsabteilung, Staatskanzlei, Wiesbaden, o.J. (1974), S. 22.Google Scholar
  56. 56.
    Wichtige Beispiele aus einer Reihe von Verfassungs-und Verwaltungsklagen: Der Hessische Staatsgerichtshof wies mit Urteil vom 20. 12. 1971 die Grundrechtsklagen gegen die obligatorische Förderstufe insgesamt, das Bundesverfassungsgericht mit Entscheidung vom 6. 12. 1972 die Verfassungsbeschwerden im wesentlichen zurück. Der 6. Senat des Hessischen Verwaltungsgerichtshofes in Kassel wies 1975 den Normenkontrollantrag von Eltern aus Rüsselsheim gegen die B. Verordnung zur Ausführung des Hessischen Schulverwaltungsgesetzes vom 17. 3. 1975 als unbegründet zurück. Im Verwaltungsstreitverfahren von Eltern aus dem Main-Taunus-Kreis und im Verfahren des Hochtaunuskreises gegen das Land Hessen gegen die Errichtung schulformbezogener Gesamtschulen ab 1977/78 entschied der Verwaltungsgerichtshof im Dezember 1977: Aus dem elterlichen Recht auf Wahl des Bildungsweges könne kein Rechtsanspruch abgeleitet werden, neben dem Gymnasialzweig einer schulformbezogenen Gesamtschule auch das selbständige Gymnasium offen zu halten. Der Anspruch auf gymnasialen Unterricht werde auch in der schulformbezogenen Gesamtschule erfüllt. Die Grundrechtsklage von Eltern gegen die obligatorische Förderstufe im Schwalm-Eder-Kreis wurde im April 1984 vom Staatsgerichtshof zu deren Gunsten entschieden, weil der Gesetzesvorbehalt für die inhaltliche Ausgestaltung der Förderstufe nicht eingehalten wurde. Die Grundrechtsklage gegen die gesetzliche Neuordnung der gymnasialen Oberstufe wurde vom Staatsgerichtshof am 30. 12. 1981 zum Teil (hinsichtlich der §§ 3–6 des Gesetzes) für die Anträge der Eltern entschieden. Die Anträge des Kampfbündnisses „Bürgeraktion Freie Schulwahl“ zur verfassungsrechtlichen Überprüfung des Förderstufenabschlußgesetzes wurden vom Staatsgerichtshof am 11. 2. 1987 zurückgewiesen. Der Gerichtshof bestätigte die Verfassungsmäßigkeit des Gesetzes in allen wesentlichen Punkten.Google Scholar
  57. 57.
    Vgl. Protokolle der Veranstaltungen in der Reihe,Hessenforum`, hg. v. Eugen Kogon, Frankfurt 1974.Google Scholar
  58. 58.
    Vgl. z.B. die Rede des Vorsitzenden der CDU-Fraktion Gottfried Milde im Hessischen Landtag am 4. 4. 1978, abgedruckt in bpi Nr. 2/1978, S. 38 ff.Google Scholar
  59. 59.
    Gottfried Milde (s. Anm. 58), S. 39.Google Scholar
  60. 60.
    Schlaffke, Winfried: Primaner heute — Das akademische Proletariat von morgen? Versuch einer Bedarfsanalyse, o.O., o.J.Google Scholar
  61. 61.
    Erklärung des Sprechers der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. Reichling, Hessischer Landtag 11. Wahlperiode, stenographischer Bericht, 11. (öffentliche) Sitzung des Kulturpolitischen Ausschusses, 25. Oktober 1984, S. 12.Google Scholar
  62. 62.
    Dr. Paul, Sprecher des Hessischen Elternvereins e.V. in (s. Anm. 61 ), S. 15.Google Scholar
  63. 63.
    CDU-Landesverband Hessen (Hrsg.): Rahmenrichtlinien in Hessen Gesellschaftslehre und Deutsch, Marx statt Rechtschreibung, Wiesbaden o.J., S. 33–34.Google Scholar
  64. 64.
    Antrag der Fraktion der CDU betreffend Zurückziehung der „Rahmenrichtlinien“, in (s. Anm. 63), S. 3.Google Scholar
  65. 65.
    Dr. Alfred Dregger, Landesvorsitzender der CDU Hessen: Schüler, Eltern, Lehrer! In (s. Anm. 63), S. 3.Google Scholar
  66. 66.
    Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Vereinigung der Hessischen Arbeitgeberverbände, Landesvereinigung der industriellen Arbeitgeberverbände Nordrhein-Westfalens: Lernfeld Wirtschaft im Spannungsfeld von Konflikt und Konsens, Ideologie und Wirklichkeit, 2. überarbeitete Aufl. Köln 1974, S. 66.Google Scholar
  67. 67.
    bpi Nr. 4/1975, S. 3.Google Scholar
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  69. 69.
    Vgl. Bilanz… (s. Anm. 55 ), S. 5fGoogle Scholar

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1989

Authors and Affiliations

  • Wilhelm Frenz

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