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Fallstudie: Stadtteilarbeit im Brühl-Nordviertel

  • Jürgen Schmitt
Chapter
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Part of the Stadtforschung aktuell book series (STADT, volume 98)

Zusammenfassung

In diesem Kapitel sollen nun die unmittelbaren Ergebnisse meiner Feldforschung dargestellt werden, d.h. meine Deskriptionen und meine Interpretationen des Feldes sollen ausgebreitet werden. Um dies tun zu können, bedarf es zunächst einmal eines Rasters, nach dem diese Darstellung geordnet werden kann. Dieses Raster entlehne ich aus der Tradition der Gemeindeforschung, und zwar aus den Ansätzen zur Untersuchung der Gemeinde als Interaktion.

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Literatur

  1. 107.
    Deutlich wird dies etwa durch die Durchführung einer Ah-hoc-Gruppe zu „Moderner Gemeindesoziologie“ auf dem 29. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie 1998 (vgl. Schwengel, 1999, S. 349ff.).Google Scholar
  2. 108.
    Eine Übersicht solcher Ansätze bietet Warren (1970, S. 43ff.).Google Scholar
  3. 109.
    Siehe hierzu z.B. die Ausfiihrungen bei Kaufman (1959, S. 13ff), Green/Mayo (1953, S. 321ff.) und Sutton/Kolaja (1960a, S. 326ff. und 1960b, S.197ff.).Google Scholar
  4. 110.
    Auch dies entspricht der Tradition einer interaktionistischen Gemeindeforschung. So betont auch Kaufman die große Bedeutung einer Berücksichtigung des Zusammenspiels der Gemeindeaktionen und -interaktionen „1) with the de- mographic, ecological, and physical setting and 2) with other interactional fields both in the given locality agglomeration and in the mass society“ (1959, S. 11).Google Scholar
  5. 111.
    Den Begriff der‚Hardware’ und der‚Software’ in diesem Zusammenhang habe ich von Gerhard Keim (1999) aus seiner ethnographischer Untersuchung eines Stuttgarter Kaufhauses übernommen. Im Teil „Ortsbeschreibung für Unkundige?“ (ebd., S. 20ff.) beschäftigt er sich dort genau mit der gleichen Frage, nämlich: Wie beschreibe ich den Ort, an dem ich ethnographisch forsche?Google Scholar
  6. 112.
    Mit diesen Ausführungen soll nicht behauptet werden, dass eine solche wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Bild, dass die Akteure im Feld von ihrem Stadtteil haben, nicht möglich oder nicht lohnenswert wäre. Im Gegenteil wäre dies sicher eine interessante Forschungsarbeit. Aber: Es ist eben eine eigene und nicht meine Forschungsarbeit.Google Scholar
  7. 113.
    Etwa in einem Sammelband mit eben dem Titel „Die Krise der Städte“ (Heitmeyer u.a., 1998).Google Scholar
  8. 114.
    In Deutschland war die am meisten beachtete Veröffentlichung dieser Art das gemeinsame Manifest der Oberbürgermeister der größten deutschen Städte unter dem Titel „Rettet unsere Städte jetzt!“ (Kronawitter, 1994).Google Scholar
  9. 115.
    Der Brühl-Boulevard war bis 1989 das Haupteinkaufszentrum für die Stadt und das Umland. Nach der Wende bekam das dort ansässige, kleinunternehmerisch strukturierte Handels- und Dienstleistungsgewerbe vor allem durch die Etablierung mehrerer großer und von Verwaltungsgesellschaften straff organisierter Einkaufszentren in der Stadt eine Konkurrenz, der es kaum gewachsen war.Google Scholar
  10. 116.
    Stadt Chemnitz (1995, o.S.).Google Scholar
  11. 117.
    So stellte ein Vertreter des Jugendamtes Ende 1999 dar, das Brühl-Nordviertel stelle sicherlich „aus Sicht der Stadterneuerer“ ein besonders benachteiligtes Gebiet von Chemnitz dar, aus Sicht der Sozialverwaltung sei es aber nie besonders benachteiligt gewesen und sei es das bis heute nicht (Forschungstagebuch 25.11.1999). Dies verweist auf ein Problem, das auch andere ostdeutsche Städte bei der Auswahl von Gebieten für Programme zur Unterstützung der Entwicklung‚besonders benachteiligter’ Stadtteile wie bei URBAN oder zur Unter- stützung von Stadtteilen mit‚besonderem Entwicklungsbedarfwie aktuell bei dem Programm‚Soziale Stadt’ haben: Eindeutige städtische Sorgenkinder wie in Westdeutschland gibt es meist nicht, die räumliche Differenzierung der sozialen Lagen und Konflikte ist (noch) weit schwächer ausgeprägt als in westdeutschen Städten.Google Scholar
  12. 118.
    Die Behandlung von Chemnitz bzw. Karl-Marx-Stadt als sozialistische Musterstadt ist kein neues Phänomen. So hatte schon Erich Honecker zur Einweihung des im Volksmund als ‚Nischel‘ bekannten Karl-Marx-Monumentes in der Chemnitzer Innenstadt 1971 gesagt: „Wer wissen will, wie der Marxismus auf deutschem Boden lebendige Wirklichkeit geworden ist, der mag in diese Stadt kommen (...)“ (Handke, 1983, S. 264).Google Scholar
  13. 119.
    Davon etwa 18 Millionen DM aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und dem Europäischen Sozialfonds (ESF), rund 1 Million DM vom Bund, rund 7 Millionen DM städtische und rund 4 Millionen DM private Mittel (vgl. Stadt Chemnitz, 2001a, S. 6).Google Scholar
  14. 120.
    Zur Verortung der Maßnahmen im Gebiet vgl. Abbildung 1. Diese Maßnahmen sollen hier nicht im Einzelnen dargestellt werden. Einen Überblick über alle Projekte im Rahmen des Programmes URBAN in Brühl-Nordviertel habe ich an anderer Stelle gegeben (vgl. Schmitt, 2000a). Eine ausführliche Dokumentation der einzelnen Projekte erfolgte in Broschüren der Stadt Chemnitz (vgl. zu den einzelnen Projekten Stadt Chemnitz, o.J.a; o.J.b; 1999a; 1999b: 2000; 2001b; 2001c; 2001d und zusammenfassend Stadt Chemnitz, 2001 a). Nachzulesen sind die einzelnen Maßnahmen des Chemnitzer URBAN-Programmes auch in der vergleichenden Darstellung aller ostdeutscher URBAN-Programme bei Toepel u. a. (2000, S. 167ff.).Google Scholar
  15. 121.
    Vgl. „Konzept URBAN-Maßnahme 3.5 Öffentlichkeitsarbeit“ der Stadt Chemnitz vom 11.07.1996. Wie bereits dargestellt, wurde ich von der Stadt Chemnitz mit der Koordination dieser Arbeit beauftragt, dem Konzept der Stadt Chemnitz liegt daher wiederum eine von mir erstellte Vorlage zu Grunde.Google Scholar
  16. 122.
    Vgl. Abbildung 1.Google Scholar
  17. 123.
    Vgl. „Leserumfrage zum Leben im Stadtteil Brühl“ (Brühl-BISS September 1997, S. 7).Google Scholar
  18. 124.
    Vgl. hierzu die Abbildungen 2 und 3. Während in einer Antwort lediglich der Bereich südlich der Müllerstraße als der eigene Stadtteil Brühl geschildert wurde (Abbildung 2), so war es in einer anderen Antwort lediglich der Bereich nördlich der Müllerstraße (Abbildung 3). Vgl. auch „Ergebnisse der Leserumfrage zum Leben im Stadtteil Brühl“ (Brühl-BISS Dezember 1997, S. 7).Google Scholar
  19. 125.
    Aus konstruktivistischer Sicht gilt die Aussage, dass es ihn‚nicht gibt’, natürlich für jeden Stadtteil. Die zitierte Antwort erinnert dann auch an den Titel eines 1999 erschienenen Buchs der Sozialgeographin Christine Reinhard. Dieser lautet nämlich: „Die Richardstraße gibt es nicht“ und nähert sich eben dieser Richardstraße aus einer konstruktivistischen Perspektive (Reinhard, 1999). Die Einschätzung des BISS-Lesers bezog sich aber natürlich nicht auf eine konstruktivistische Sicht auf die Welt. Für den Stadtteil‚Brühl’ oder‚Brühl-Nord’ kamen — im Gegensatz zu den meisten anderen Stadtteilen — auch solche Menschen zu der Einschätzung, dass es ihn eigentlich‚nicht gibt’, die des Konstruktivismus ganz und gar unverdächtig waren.Google Scholar
  20. 126.
    Dieses Buch fasst die Ergebnisse der Arbeit einer im Zuge des URBANProgrammes und der Stadtteilarbeit entstandenen AG zur Stadtteilgeschichte zusammen.Google Scholar
  21. 127.
    Vgl. hierzu die städtebauliche Struktur des Gebietes vor dem zweiten Weltkrieg (Abbildung 4) und zur Zeit der Antragstellung für URBAN (Abbildung 5).Google Scholar
  22. 128.
    Und zwar keinesfalls vor allem durch Weltkriegsbomben: Im Gegensatz zur Altstadt war der Bereich des Brühl-Nordviertels nur wenig von den Bombardements betroffen. Die eigentliche Zerstörung der gründerzeitlichen Struktur ist dem planmäßigen Abriss von Gebäuden in den ersten Nachkriegsjahrzehnten geschuldet.Google Scholar
  23. 129.
    Zum Brühl-Boulevard siehe auch die Ausführungen unter „Das URBAN-Programm ‚Brühl-Nord‘ in Chemnitz“ in 4.2.1.Google Scholar
  24. 130.
    Forschungstagebuch 20.08.1996. Zur Bürgerinitiative siehe auch 4.4.1.2. 131 Forschungstagebuch 29.04.1997.Google Scholar
  25. 131.
    Forschungstagebuch 29.04.1997.Google Scholar
  26. 132.
    Diese Umbenennung wurde nach der Wende rückgängig gemacht: Im Jahre 1990 wurde Karl-Marx-Stadt nach einer Bürgerinnenbefragung wieder in‚Chemnitz’ rückbenannt.Google Scholar
  27. 133.
    Nicht zuletzt stand hier das Geburtshaus von Fritz Heckert, einem Chemnitzer Bauarbeitergewerkschaftler und Funktionär der Zwischenkriegs-KPD. Heckert gilt als der größte Vertreter der Chemnitzer Arbeiterinnenbewegung, weshalb er zu Zeiten der DDR nicht nur Chemnitzer Schulen, Straßen, Betriebe und Kleingärten seinen Namen leihen musste, sondern auch dem größten Neubaugebiet der Stadt. Ein Kuriosum der Lokalgeschichte ist dabei, dass sein Geburtshaus sich ausgerechnet in jenem Teil des Brühl-Nordviertels befand, das im Zuge der Neubebauung des nördlichen Teils des Gebietes der Abrissbirne zum Opfer fiel. Um die Abrisspläne realisieren zu können, sich aber dabei keinem Sakrileg schuldig zu machen, kam man auf eine sehr pragmatische Lösung: Das Haus wurde zwar demontiert, aber um die Ecke wieder originalgetreu aufgebaut und dann bis zur Wende als Gedenkstätte genutzt.Google Scholar
  28. 134.
    Dies wurde auch bereits in der Fachliteratur der DDR problematisiert. So schreibt Grundmann 1984: „Alleine die bloße Zuweisung von qualitativ hochwertigem Wohnraum an Bürger bzw. Familien jüngeren Alters — Vertreter einer Population also, die in verhältnis ig geringerem Umfang aus Un- und Angelernten, um so häufiger jedoch aus Hoch- und Fachschulabsolventen besteht, einer Population mit relativ hohen Einkommens- und Anspruchsniveau — mußte dazu führen, dass in überdurchschnittlichem Maße ältere Bürger sowie Bürger mit einem hohen Anteil von Un- und Angelernten, darüber hinaus Bürger mit niedrigen geistigkulturellen Ansprüchen in Altbauwohnungen, Altbauwohngebieten bzw. Städten mit starkem Wanderungsverlust und geringem Wohnungsneubau verbleiben“ (Grundmann, 1984, S. 23).Google Scholar
  29. 135.
    Die anderen Paraphrasen sind „Der Vergleich“ (ebd., S. 242), „Sächsische Heimat“ (ebd., S. 244) und „Künftige Verheißung“ (ebd., S. 250).Google Scholar
  30. 136.
    Wie z.B. bei einer Gewerbetreibenden aus dem Gebiet, die meinte: „Der Brühl ist tot! Hier hab ich’s nur mit Arbeitslosen und Verbrechern zu tun, hier mach ich keine Laden mehr auf!“ (Forschungstagebuch 05.03.1999).Google Scholar
  31. 136.
    Wie z.B. bei einer Gewerbetreibenden aus dem Gebiet, die meinte: „Der Brühl ist tot! Hier hab ich’s nur mit Arbeitslosen und Verbrechern zu tun, hier mach ich keine Laden mehr auf!“ (Forschungstagebuch 05.03.1999). Arenen und Diskurse: Für die städtische Planung und Politik, für die städtische Öffentlichkeit und auch für die sozialwissenschaftliche Stadtforschung (vgl. hierzu ausführlich Weiske/Schmitt, 2000). Erst in letzter Zeit und nur sehr zögerlich wird die‚ Schrumpfstadt’ zum Thema der städtischen Öffentlichkeiten, zum Gegenstand der sozialwissenschaftlichen Stadtforschung und zur akzeptierten Perspektive für die kommunale Planung und Politik (vgl. z.B. Hannemann, 2002).Google Scholar
  32. 137.
    Dieses Phänomen wurde bis zum Ende der 90er Jahre faktisch tabuisiert: Städte, die kein Wachstum aufweisen, gelten als Städte im Niedergang, als Städte, die sich auf dem absteigenden Ast befinden. Und das gilt für die unterschiedlichsten Arenen und Diskurse: Für die städtische Planung und Politik, für die städtische Öffentlichkeit und auch für die sozialwissenschaftliche Stadtforschung (vgl. hierzu ausführlich Weiske/Schmitt, 2000). Erst in letzter Zeit und nur sehr zögerlich wird die, Schrumpfstadt’ zum Thema der städtischen Öffentlichkeiten, zum Gegenstand der sozialwissenschaftlichen Stadtforschung und zur akzeptierten Perspektive für die kommunale Planung und Politik (vgl. z.B. Hannemann, 2002).Google Scholar
  33. 138.
    Vgl. Schwanitz (2000, S. 173). Arenen und Diskurse: Für die städtische Planung und Politik, für die städtische Öffentlichkeit und auch für die sozialwissenschaftliche Stadtforschung (vgl. hierzu ausführlich Weiske/Schmitt, 2000). Erst in letzter Zeit und nur sehr zögerlich wird die‚ Schrumpfstadt’ zum Thema der städtischen Öffentlichkeiten, zum Gegenstand der sozialwissenschaftlichen Stadtforschung und zur akzeptierten Perspektive für die kommunale Planung und Politik (vgl. z.B. Hannemann, 2002).Google Scholar
  34. 139.
    Vgl. Stadt Chemnitz (1994, S. 29ff.). Dieser Trend hält bis heute an. So ist 2002 auf einer Internetseite der Stadt Chemnitz zu lesen: „Karl-Marx-Stadt, so hieß Chemnitz von 1953 bis 1990, war Zentrum des DDR-Maschinenbaues und brachte es Ende der 80er Jahre auf 315.000 Einwohner. Trotz weiterer Eingemeindungen in den letzten Jahren leben gegenwärtig nur 260.000 Menschen in der Stadt. Erstmals in der gesamten Stadtgeschichte gibt es keinen Wohnungsmangel“ (Stadtverwaltung Chemnitz & City-Management und Tourismus Chemnitz GmbH, 2002). Zur Schrumpfung der Stadt Chemnitz vgl. auch den Beitrag des Chemnitzer Baubürgermeisters in der Ästhetik? & Kommunikation (Fischer, 2001).Google Scholar
  35. 140.
    Forschungstagebuch 07.08.1996, vgl. auch Protokoll der Stadteilrunde vom 07.08.1996.Google Scholar
  36. 141.
    Vgl. Stadt Chemnitz (1995, o. S.).Google Scholar
  37. 142.
    vgl. Forschungstagebuch 03.07.1996.Google Scholar
  38. 143.
    Für die Sozialpianung in der Sanierung bietet das besondere Städtebaurecht zahlreiche Instrumente an, insbesondere die Sozialplanung gem. § 180 BauGB als Schutz der individuell Betroffenen, die Erhaltungs- bzw. Milieuschutzsatzung gem. § 172 I 1 Nr.2 BauGB und die Festlegung sozialer Sanierungsziele gem. § 136 BauGB. Eine detaillierte Darstellung dieser Instrumente findet sich z.B. bei Tietzsch (1996). Wichtig ist dabei, dass diese Instrumente aus ganz spezifischen historischen Entwicklungen Westdeutschlands entstanden sind: Sie waren — wie die Konzepte der Stadtteilarbeit (vgl. Kapitel 1) — eine Reaktion auf zunehmende Tendenzen von Gentrification — also einem Anstieg von Bewohnern der Mittelschicht und oberen Mittelschicht in einem Stadtteil durch die Verdrängung rmerer Schichten in Zusammenhang mit der Erneuerung des Wohnungsbestandes insbesondere in den innenstadtnahen Altbaugebieten seit den 70er, vor allem aber in den 80er Jahren und des immer lauter artikulierten Widerstandes gegen die herrschende Praxis. Daher sind die Probleme mit diesen Instrumenten in meinem Feld kein Einzelfall. Vielmehr werfen die Instrumente, die in zahlreichen Städten Westdeutschlands seit Jahrzehnten erfolgreich angewandt werden, in der Praxis der meisten ostdeutscher Kommunen eine ganze Reihe von Problemen auf.Google Scholar
  39. 144.
    Dies geht so weit, dass sogar ein westdeutscher Investor im Gespräch darstellte, seine sozialplanerischen Ansätze bei der Sanierung seiner Karrees habe er freiwillig geleistet, nicht etwa auf Aufforderung der Stadtverwaltung. Er erläuterte hierzu, in Hamburg, wo er her komme, gebe es „keine Gnade für Investoren“, dort müsse sozialverträglich umgelegt werden. Hier in Chemnitz jedoch gebe „es praktisch keine Kontrolle“ (Forschungstagebuch 20.06.1996). Auch hier ist je-doch Chemnitz kein Einzelfall: Eine solche „eher distanzierte stadtpolitische Hal¬tung zur sozialplanerischen Begleitung der Stadterneuerung“ (Hunger, 1994, S. 324) fand sich in den 90er Jahren in vielen ostdeutschen Städten.Google Scholar
  40. 145.
    Wohlgemerkt erst im Laufe der Zeit. Es wurde ja oben bereits dargestellt, dass im Antrag für das URBAN-Programm noch davon ausgegangen wurde, dass sich die Zahl der Einwohnerinnen im Stadtteil im Zuge der Revitalisierung ca. 8.000 auf ca. 14.000 erhöhen wird. Auch noch bei der öffentlichen Vorstellung des Rahmenplans für das Sanierungsgebiet Brühl-Nord am 03.12.1997 wird von einem Vertreter des beauftragten Büros auf Nachfrage dargestellt, man gehe für das Konzept von einem „kräftigen“ Bevölkerungszuwachs von mehreren Tausend Menschen aus (Forschungstagebuch 03.12.1997). besetzt werden dürfen. Zu Räumungen kommt es Mitte der 90er dann auch nicht mehr, Konflikte entstehen nicht durch die Besetzung an sich, sondern nur dann, wenn es zu vermehrten Beschwerden aus der Nachbarschaft über Lärm oder Schmutz im Wohnumfeld kommt.Google Scholar
  41. 146.
    Dabei gilt auch, dass in Schrumpfstädten nicht nur die bewährten Strategien ‚von oben‘, sondern auch jene von ‚unten’ häufig trotz Wirkungslosigkeit beibehalten werden. So findet man an Chemnitzer Wänden bis heute immer noch Graffity wie: „Häuserkampf jetzt“ und „Spekulanten raus“, obwohl die Spekulanten ja längst weitgehend draußen sind, aber ganz ohne Häuserkampf. Auch Hausbesetzungen folgen in Chemnitz anderen Regeln als in ‚wachsenden‘ Städten: Hier wird besetzungswilligen Jugendlichen praktisch mehr oder minder gesagt, welche ohnehin längerfristig leerstehenden Häuser aus dem städtischen Bestand gerade besetzt werden dürfen. Zu Räumungen kommt es Mitte der 90er dann auch nicht mehr, Konflikte entstehen nicht durch die Besetzung an sich, sondern nur dann, wenn es zu vermehrten Beschwerden aus der Nachbarschaft über Lärm oder Schmutz im Wohnumfeld kommt.Google Scholar
  42. 147.
    Zur Unterscheidung zwischen Aneignungs- und Gestaltungsprozessen in der Stadterneuerung siehe 1.1.Google Scholar
  43. 148.
    Es wird hier gewissermaßen noch nicht gehobelt, sondern die Werkbank gebaut. Aber dabei fallen eben auch schon Späne: Natürlich hatten die Aktivitäten, die der Schaffung von festen Strukturen dienten, auch bereits assoziierende Wirkung. Und umgedreht wurden durch alle Aktivitäten im Rahmen der Stadtteilarbeit auch mehr oder minder Strukturen der Stadtteilarbeit geschaffen und gestärkt.Google Scholar
  44. 149.
    Vgl. „Konzept URBAN-Maßnahme 3.5 Öffentlichkeitsarbeit“ der Stadt Chemnitz vom 11.07.1996. Zum Konzept siehe auch 4.2.1Google Scholar
  45. 150.
    Zur Bürgerinitiative siehe auch 4.4.1.2.Google Scholar
  46. 151.
    Anschreiben bzw. Handzettel als Einladung zur Stadtteilrunde „Nördliches Brühl“ am 07.08.1996.Google Scholar
  47. 152.
    Forschungstagebuch 07.08.1996, vgl. auch Protokoll der Stadtteilrunde vom 07.08.1996.Google Scholar
  48. 153.
    Forschungstagebuch 02.09.1997, vgl. auch Protokoll der Stadtteilrunde vom 02.09.1997. rungsträgers weitergeleitet wurden, die dann bei Bedarf einen Termin vereinbarten.Google Scholar
  49. 154.
    Forschungstagebuch 01.07.1996.Google Scholar
  50. 155.
    „Konzept eines Stadtteilbüro im Rahmen des URBAN-Projekts (nördlicher Brühl)“ des Trägervereins vom August 1996.Google Scholar
  51. 156.
    Positive Synergieeffekte zeichneten sich von Anfang an durch die gemeinsame Büronutzung mit dem Büro für Sozialinformationen ab. Dieses hatte bereits einen festen ‚Kundenstamm‘, die bei ihrer Beratung auch gleichzeitig das Stadtteilbüro kennen lernen konnten. Zudem standen z.B. Mietprobleme im Rahmen von Modernisierungsverfahren oft in einem Zusammenhang mit der sozialen Situation der Mieterinnen. Es erwies sich als großer Vorteil, dass das Stadtteilbüro etwa in Fragen der Ansprüche gegenüber dem Arbeits- oder Sozialamt jederzeit kompetente Beraterinnen aus dem Büro für Sozialinformationen mit an den Tisch holen konnte. Als weniger synergetisch erwies sich die Nachbarschaft zum Sanierungsbüro des Sanierungsträgers. Das Sanierungsbüro hatte nur wenig ‚Laufkund-schaft’ aus dem Stadtteil. Nachdem die anfänglich kaum besuchten, regelmäßigen Sprechstunden des Sanierungsträgers im Büro abgehalten wurden, pendelte sich später die Praxis ein, dass Anfragen an den Sanierungsträger vom Stadtteilbüro aufgenommen und an die zuständigen Mitarbeiterinnen des Sanierungsträgers weitergeleitet wurden, die dann bei Bedarf einen Termin vereinbarten.Google Scholar
  52. 157.
    Die im Stadtteilbüro bearbeiteten Fragen und Anregungen im Zeitraum von 1997 bis 1999 wurden in Form von Berichtsbögen dokumentiert. Die Auswertung dieser Bögen, die ich zum Ablauf des URBAN-Programmes Ende 1999 vorgenommen habe, ergab, dass rund 400 Gespräche im Stadtteilbüro geführt wurden. Davon bezogen sich etwa ein Drittel auf die Aufnahme und Beantwortung von Anfragen zu Stadtentwicklung, Sanierung und URBAN allgemein, auf die Arbeit des Stadtteilbüros oder auf bestimmte Maßnahmen, Grundstücke etc., etwa ein Sechstel zur Aufnahme und Weitergabe von Kritik und Bedenken an bestimmten Missständen im Gebiet oder an bestimmten Maßnahmen insbesondere der Stadterneuerung und etwa die Hälfte zur Hilfeleistung bei persönlichen Anliegen unterschiedlichster Art.Google Scholar
  53. 158.
    Das Bürgerhaus Brühl-Nord war ebenfalls eine Maßnahme im Rahmen des URBAN-Programmes. Konzipiert als ‚Haus für viele und vieles’ beherbergte es neben den genannten Büros noch weitere Einrichtungen der Sozialarbeit, insbesondere ein Wohnprojekt für ehemalige Langzeitwohnungslose. Vor allem aber sollte es ein Angebot für die Bürgerinnen und lokale Gruppen zur unterschiedlichsten Nutzung der Räume vom privaten Familienfest über Ausstellungen und Diskussionszirkel bis hin zum Seniorentanz bietet. Durch die Etablierung des Bürgerhauses konnte zudem die Existenz eines sich im Hinterhaus des Gebäudes befindlichen Kinder- und Jugendhauses gesichert werden. Zum Projekt Bürgerhaus vgl. Stadt Chemnitz (1999a).Google Scholar
  54. 159.
    Zuvor stammte der größte Teil der Möblierung aus dem ausgemusterten Fundus der Deutschen Reichsbahn und die beiden zur Verfügung stehenden Computer (eine Spende und eine Leihgabe der TU Chemnitz) entsprachen schon lange vor der Eröffnung nicht mehr dem technischen Standard.Google Scholar
  55. 160.
    Vereinbarung zwischen dem Trägerverein und dem Sozialamt der Stadt Chemnitz für die Maßnahme Bürgertreff „Müllerstraße 12“ vom 18.11.1999, S. 2.Google Scholar
  56. 161.
    Diese Aktivitäten sollen hier nicht weiter dargestellt werden. Eine ausführliche Darstellung aller Projekte und Aktivitäten habe ich an anderer Stelle vorgenommen (vgl. Schmitt, 2000b)Google Scholar
  57. 162.
    Forschungstagebuch 03.03.1998Google Scholar
  58. 163.
    Forschungstagebuch 21.07.1999. worden, insbesondere von Kubanern und „Mossis“ (gemeint sind hier Mosambikaner). Die „Ausländer“ hätten auch ihre Kinder mitgebracht, man habe sich oft auf mitgebrachte Picknickdecken gelegt und manchmal bis um drei Uhr nachts gesessen. Die Kubaner hätten auch mal für Essen und Getränke gesorgt, wenn „alle Läden dicht“ hatten. Das habe sich alles im Norden abgespielt, der Süden sei eher „Fluchtpunkt“ gewesen bei „Razzien“. Diese habe es sehr oft gegeben „wegen den Ausländern“, wegen „Glücksspiel, Diebstahl, Hasch“ etc. Vor einem Jahr habe es dann plötzlich die Trennung gegeben, jetzt seien die Ausländer auf der südlichen Seite bzw. die Kubaner seien gar nicht mehr da, die seien jetzt „ganz wo anders“. Den Grund für die Trennung könne sie aber auch nicht nennen (Forschungstagebuch 22.10.1996).Google Scholar
  59. 164.
    Diese Nutzungsstruktur ist natürlich Alltagswissen im Stadtteil, wurde aber auch durch eine empirische Platzbeobachtung im Rahmen eines studentischenPrakti-kums bestätigt (vgl. Zschocke, 1996). Diese Nutzungsstruktur steht offensichtlich am Ende eines Entwicklungsprozesses. So erzählt eine Stammnutzerin des Platzes, früher sei der Platz von „Deutschen und Ausländern“ gemeinsam genutzt worden, insbesondere von Kubanern und „Mossis“ (gemeint sind hier Mosambi-kaner). Die „Ausländer“ hätten auch ihre Kinder mitgebracht, man habe sich oft auf mitgebrachte Picknickdecken gelegt und manchmal bis um drei Uhr nachts gesessen. Die Kubaner hätten auch mal für Essen und Getränke gesorgt, wenn „alle Läden dicht“ hatten. Das habe sich alles im Norden abgespielt, der Süden sei eher „Fluchtpunkt“ gewesen bei „Razzien“. Diese habe es sehr oft gegeben „wegen den Ausländern“, wegen „Glücksspiel, Diebstahl, Hasch“ etc. Vor einem Jahr habe es dann plötzlich die Trennung gegeben, jetzt seien die Ausländer auf der südlichen Seite bzw. die Kubaner seien gar nicht mehr da, die seien jetzt „ganz wo anders“. Den Grund fur die Trennung könne sie aber auch nicht nennen (Forschungstagebuch 22.10.1996).Google Scholar
  60. 165.
    „Konzept URBAN-Maßnahme 3.5 Öffentlichkeitsarbeit“ der Stadt Chemnitz vom 11.07.1996. worden, insbesondere von Kubanern und „Mossis“ (gemeint sind hier Mosambikaner). Die „Ausländer“ hätten auch ihre Kinder mitgebracht, man habe sich oft auf mitgebrachte Picknickdecken gelegt und manchmal bis um drei Uhr nachts gesessen. Die Kubaner hätten auch mal für Essen und Getränke gesorgt, wenn „alle Läden dicht“ hatten. Das habe sich alles im Norden abgespielt, der Süden sei eher „Fluchtpunkt“ gewesen bei „Razzien“. Diese habe es sehr oft gegeben „wegen den Ausländern“, wegen „Glücksspiel, Diebstahl, Hasch“ etc. Vor einem Jahr habe es dann plötzlich die Trennung gegeben, jetzt seien die Ausländer auf der südlichen Seite bzw. die Kubaner seien gar nicht mehr da, die seien jetzt „ganz wo anders“. Den Grund für die Trennung könne sie aber auch nicht nennen (Forschungstagebuch 22.10.1996).Google Scholar
  61. 166.
    Schreiben des Trägervereins eines Kinder- und Jugendhauses im Brühl-Nordviertel an das Stadterneuerungsamt vom 10.05.1996.Google Scholar
  62. 167.
    Diese Gruppe beschäftigte sich aber nicht nur mit der Beteiligung bei der Umges¬taltung des Zöllnerplatzes, sondern auch noch mit der Gestaltung anderer Plätze.Google Scholar
  63. 168.
    Forschungstagebuch 15.08.1996.Google Scholar
  64. 169.
    Diese Formulierung stammt von ihm selbst. An anderer Stelle formuliert er dies so: „Die Gruppe vom Zöllnerplatz gehört zu meinen Leuten“ (Forschungstagebuch 01.08.1996). 170 Ideenpapier zur Umgestaltung des Zöllnerplatzes (erstellt in einem Tagestreff für Wohnungslose im Brühl-Nordviertel im August 1996).Google Scholar
  65. 170.
    Ideenpapier zur Umgestaltung des Zöllnerplatzes (erstellt in einem Tagestreff fur Wohnungslose im Brühl-Nordviertel im August 1996).Google Scholar
  66. 171.
    Es ist allerdings keinesfalls so, dass die Gruppe aus dem Stadtteil von dieser Information überrascht wurde. Vielmehr waren gerade die Anforderungen des Denkmalschutzes und die Schwierigkeiten, die daraus für eine Bürgerinnenbeteiligung erwachsen, längst bekannt (Forschungstagebuch 26.06.1996) und waren auch bereits in der Gruppe diskutiert worden (Forschungstagebuch 04.07.1996).Google Scholar
  67. 172.
    Forschungstagebuch 20.08.1996, vgl. auch Protokoll der Stadtteilrunde vom 20.08.199Google Scholar
  68. 173.
    Forschungstagebuch 31.08.1996.Google Scholar
  69. 174.
    „Dokumentation der Modellwerkstatt Zöllnerplatz am 19.10.96“ vom 03.12.1996, o.S.Google Scholar
  70. 175.
    Forschungstagebuch 25.09.1996, vgl. auch Protokoll der Stadtteilrunde am 25.09.1996.Google Scholar
  71. 176.
    Forschungstagebuch 30.09.1996.Google Scholar
  72. 177.
    Forschungstagebuch 07.10.1996.Google Scholar
  73. 178.
    Ein Beispiel hierfür war etwa, dass bereits wenige Tage nach dem ersten Gespräch zwischen Gartenamt und Projektaktiven im August 1996 eine Vertreterin des Stadterneuerungsamt mir gegenüber darstellte, sie halte die Anforderungen des Denkmalschutzes für wenig sinnvoll und sie bitte mich ausdrücklich, an die Stadtteilrunde weiterzugeben, es sei das letzte Wort noch nicht gesprochen (Forschungstagebuch 20.8.1996). Und auf der dritten Stadtteilrunde, auf der die Idee der Werkstatt abgesegnet wurde, wurde vom Amtsleiter Stadterneuerung nicht nur dargestellt, dass in Bezug auf den Denkmalschutz wieder „alles offen“ sei, sondern auch mehrfach betont, wie wichtig es für ihn sei, dass es eine Gestaltung gemeinsam mit den Nutzern und Nutzerinnen geben werde (Forschungstagebuch 25.9.1996).Google Scholar
  74. 179.
    Forschungstagebuch 07.10.1996.Google Scholar
  75. 180.
    Forschungstagebuch 04.07.1996. 181 Forschungstagebuch 01.08.1996. 182 Forschungstagebuch 20.08.1996. Die einzige Wortmeldung der vier jugendlichen bzw. wohnungslosen Teilnehmerinnen ist daärn auch die des einen Jugendlichen, es fehle im Stadtteil ein „ordentlicher Sportplatz“ — hiervon werde ich in der nächsten Geschichte mehr erzählen. 183 So hatten die beiden Jugendlichen angesichts der Wohnungslosen sofort gefragt: „Sind das da drüben nicht die Penner vom Zöllnerplatz?“ — gekoppelt mit einer Reihe von Scherzen über den Gestank, den man dann wohl bei der Stadtteilrunde zu erwarten habGoogle Scholar
  76. 181.
    Forschungstagebuch 01.08.1996.Google Scholar
  77. 182.
    Forschungstagebuch 20.08.1996. Die einzige Wortmeldung der vier jugendlichen bzw. wohnungslosen Teilnehmerinnen ist dann auch die des einen Jugendlichen, es fehle im Stadtteil ein „ordentlicher Sportplatz“ — hiervon werde ich in der nächsten Geschichte mehr erzählen.Google Scholar
  78. 183.
    So hatten die beiden Jugendlichen angesichts der Wohnungslosen sofort gefragt: „Sind das da drüben nicht die Penner vom Zöllnerplatz?“ — gekoppelt mit einer Reihe von Scherzen über den Gestank, den man dann wohl bei der Stadtteilrunde zu erwarten habe.Google Scholar
  79. 184.
    Forschungstagebuch 31.08.1996.Google Scholar
  80. 185.
    Forschungstagebuch 19.10.1996.Google Scholar
  81. 186.
    Die Gespräche mit einigen der Stammutzerinnen gestalteten sich auch deswegen schwierig, weil einige alkoholbedingt nicht mehr in der Lage waren, dem Geschehen zu folgen: Ein Mann besah sich beispielsweise immer wieder seine eigene Ideenkarte mit dem Wunsch „Mehr für Kinder“ und meinte „das finde ich auch!“ („Aber das ist doch von Dir ...“ „Ach so ...“).Google Scholar
  82. 187.
    Die Werkstatt wurde aufgrund der schwachen Resonanz gerade von Seiten der Wohnungslosen dann noch mal im Tagestreff wiederholt, jedoch mit nicht wesentlich anderem Ergebnis (Forschungstagebuch 22.10.1996).Google Scholar
  83. 188.
    Der Mann, der dies sagt — ein westdeutscher Geschäftsmann aus der Nachbarschaft — betonte allerdings auch, für ihn selbst gelte das nicht, er setze sich sogar manchmal dazu, „um zu hören, was die so reden“.Google Scholar
  84. 189.
    Natürlich gab es auch noch eine ganze Reihe von Wünschen, die nichts mit den StarmmnutzerInnen zu tun hatten und sich auf die Grüngestaltung (z.B. Picknickwiese, neue Büsche, Abpflanzungen zur Straße hin), die Verkehrsplanung (Straßensperrungen), die Platzgestalt und -möblierung (z.B. Springbrunnen, Hollywoodschaukel). Einige Wünsche wurden zudem zu Themen geäußert, die mit dem Platz nichts zu tun hatten (insbesondere zum Thema „bezahlbarer Wohnraum im Stadtteil“). Diese sind aber für diese Projekterzählung wenig relevant und sollen daher nicht weiter beachtet werden.Google Scholar
  85. 190.
    Das wurde allerdings in der Regel nicht explizit gesagt. Vielmehr wurden für die ‚Wunschlosigkeit‘ meist gar keine Gründe genannt oder nur sehr individuelle (eine Frau meinte beispielsweise, der Platz müsse im Wesentlichen so bleiben, wie er ist, damit ihr Hund sich noch zurechtfinde und nicht auf die Straße laufe). Eine Vertreterin der Bürgerinitiative erzählt dann auch einige Wochen nach der Werkstatt, sie habe noch mal einen Wohnungslosen bei der Werkstatt gefragt, warum er denn nicht mitmache und er habe geantwortet „Mir genügt’s, wenn ich mein Bier und meine Bank habe“ (Forschungstagebuch 13.11.1996). Passivität und Resignation der Wohnungslosen beschränken sich aber natürlich nicht auf die Werkstatt, sondern werden immer wieder von MitarbeiterInnen aus der Wohnungslosenarbeit als prinzipielles Problem großer Teile ihrer Klientel benannt und auch auf der Themenrunde Wohnungslosigkeit diskutiert (Forschungstagebuch 27.01.1998, vgl. auch Protokoll der Themenrunden „Wohnungslosigkeit“ vom 27.01.1998).Google Scholar
  86. 191.
    Dass dabei die Konsequenz, die Wohnungslosen vom Platz zu vertreiben, nicht explizit und offen dargestellt wurde, deutet dabei nicht zwingend darauf hin, dass es diese Position nicht gab. Vielmehr scheint dies dem Kontext der Werkstatt geschuldet zu sein: Jeder/jedem GesprächspartnerIn war vermutlich klar gewesen, dass man diese Position von Seiten der Moderation ‚nicht hören‘ wollte.Google Scholar
  87. 192.
    Zum Beispiel die Ballspielfelder, die nur realisierbar gewesen wären, wenn man einen mehrere Meter hohen Zaun errichtet hätte.Google Scholar
  88. 193.
    Forschungstagebuch 23.10.1996.Google Scholar
  89. 194.
    So sagt mir ein Mitarbeiter der Wohnungslosenarbeit bereits direkt nach der auswertenden Sitzung, diese sei eine „absolute Enttäuschung“ für ihn gewesen und er glaube kaum, dass da „irgend etwas passiere“. Er habe sogar bereits w — rend der Sitzung überlegt zu gehen, weil das doch ohnehin alles keinen Sinn habe (Forschungstagebuch 23.10.1996). Auch ich selbst habe in einem Vortrag auf einem Kolloquium des Chemnitzer Kulturamtes 1998 dargestellt, die Bürgerbeteiligung zum Zöllnerplatz sei „nicht gerade ein voller Erfolg“ gewesen (Schmitt, 1999, S.34). Die Umstände dieses Kolloquiums zeigen zudem auch, wie konfliktreich das Thema behandelt wurde: Das Kulturamt wollte zum Thema „Die Kunst PLATZ zu nehmen. Über die Urbanität Chemnitzer Plätze“ gerne auch einen Beitrag über BürgerInnenbeteiligung bei der Platzgestaltung aufnehmen und wurde vom Amt für Stadterneuerung an mich weiterverwiesen. In der Dokumentation des Kolloquiums erschien dann auch noch ein Text der Leiterin des Gartenamtes zum Planungs- und Beteiligungsprozess bei der Neugestaltung des Zöllnerplatzes, obwohl dies gar kein Redebeitrag auf dem Kolloquium war. Die Vermutung liegt nahe, dass es sich um eine Art „Gegenrede“ handelt, zumal der Text vor allem die starken Restriktionen, denen die Planung unterlag, sowie die Notwendigkeit, sehr viele verschiedene Interessen — weit mehr, als auf der Werkstatt zu Wort kamen — in die Platzkonzeption zu integrieren, betont (vgl. Heine, 1999, S. 35f.).Google Scholar
  90. 195.
    Vgl. Schmitt/Weber (1997), Schmitt (1997).Google Scholar
  91. 196.
    Dabei war das Problem der Wohnungslosigkeit im Stadtteil auch besonders augenfällig. So konzentrierten sich zu Beginn des URBAN-Prozesses eine Reihe von Einrichtungen für Wohnungslose im Brühl-Nordviertel, zudem gab es neben dem Zöllnerplatz noch einen weiteren Quartiersplatz, der einen Treffpunkt für Wohnungslose darstellte.Google Scholar
  92. 197.
    Hierbei traten Mannschaften von Wohnungslosentreffs gegen Mannschaften des Sozialamtes und von Schulen und Jugendeinrichtungen im Gebiet an. Dabei sollte allen Seiten die Gelegenheit gegeben werden, sich in einem anderen Zusammenhang als den gewohnten kennenzulernen.Google Scholar
  93. 198.
    Z.B. die Beteiligung am bundesweiten Aktionstag „Die Stadt gehört allen!“ der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e.V. im Jahre 1998.Google Scholar
  94. 199.
    Diese Kontroversen wurden zum Beispiel intensiv auf den Themenrunden Wohnungslosigkeit im Stadtteilbüro diskutiert (Forschungstagebuch 27.01.1998 und 03.03.1998, vgl. auch Protokolle der Themenrunden „Wohnungslosigkeit“ vom 27.01.1998 und vom 03.03.1998).Google Scholar
  95. 200.
    Forschungstagebuch 30.09.1999. Sehr plastisch wird diese Stimmung beispielweise bei einem Mann aus der Nachbarschaft des Zöllnerplatzes, der ins Stadtteilbüro kommt und meint, der Platz sei mittlerweile „Treffpunkt von Drogenabhängigen, Dealern und Assis“. Und als er dann hört, dass mit den „Assis“ vom Platz eine Werkstatt veranstaltet wurde, um deren Gestaltungswünsche an den Platz zu eruieren, meint er: „Die müssen halt an einer Stelle untergebracht werden, wo niemand wohnt, dort kann man ihnen ja dann eine Bude und ein Klo hinstellen“ (Forschungstagebuch 13.05.1997).Google Scholar
  96. 201.
    Forschungstagebuch 27.01.1998, vgl. auch Protokoll der Themenrunden „Wohnungslosigkeit“ vom 27.01.1998.Google Scholar
  97. 202.
    Forschungstagebuch 20.08.1996, vgl. auch Protokoll der Stadtteilrunde vom 20.08.1996.Google Scholar
  98. 203.
    Forschungstagebuch 15.01.1997, vgl. auch Protokoll der Stadtteilrunde vom 15.01.1997.Google Scholar
  99. 204.
    Das Anliegen stieß vor allem auf Seiten der Schule nicht auf allzu viel Begeisterung. So gab es Bedenken bezüglich der Finanzierung: Der Schulleiter hielt eine solche Öffnung des Sportplatzes nur dann für möglich, wenn zuvor verschiedene Maßnahmen vorgenommen, und das heißt auch finanziert würden (vgl. Forschungstagebuch 04.03.1997). Die Vorbehalte bezogen sich aber nicht nur auf Fragen der Finanzierung, sondern auch auf andere Aspekte. So wurde in einer anderen Gesprächsrunde von einer Vertreterin der Schule dargestellt, der Sport- platz könne in jedem Falle nur benutzt werden, solange der Hausmeister da sei, d.h. bis 16.15 Uhr. Morgens müsse der Platz nämlich wieder sauber sein, weil Unterricht auf dem Sportplatz stattfinde. Eine Öffnung der Plätze außerhalb der Dienstzeiten des Hausmeisters sei daher nicht möglich (Forschungstagebuch 19.06.1996, vgl. auch Protokoll der Themenrunde „Jugend“ vom 19.06.1996).Google Scholar
  100. 205.
    Forschungstagebuch 20.05.1997, vgl. auch Protokoll der Themenrunde „Jugend“ vom 20.05.1997.Google Scholar
  101. 206.
    Einige Tage später macht er auch noch mal deutlicher, wie dies funktionieren könnte: Er erläutert, im Vertrag mit der Bank stehe eine Klausel, dass diese nach der Nutzung das Gelände so herrichten müsse, wie es das städtische Wohnungsunternehmen verlange. Diese würde sich dann eben einen Hartplatz machen lassen (Forschungstagebuch am 10.06.1997).Google Scholar
  102. 207.
    Forschungstagebuch am 10.06.1997, vgl. auch Protokoll der Stadtteilrunde vom 10.06.1997.Google Scholar
  103. 208.
    Forschungstagebuch 20.05.1997, vgl. auch Protokoll der Themenrunde „Jugend“ vom 20.05.1997.Google Scholar
  104. 209.
    ASS steht für „Arbeit statt Sozialhilfe“.Google Scholar
  105. 210.
    Forschungstagebuch 10.06.1997, vgl. auch Protokoll der Stadtteilrunde vom 10.06.1997.Google Scholar
  106. 211.
    Forschungstagebuch 10.06.1997, vgl. auch Protokoll der Stadtteilrunde vom 10.06.1997Google Scholar
  107. 212.
    Forschungstagebuch 19.06.1997, vgl. auch Protokoll der Themenrunde „Jugend“ vom 19.06.1997.Google Scholar
  108. 213.
    Forschungstagebuch 10.06.1997, vgl. auch Protokoll der Stadtteilrunde vom 10.06.1997.Google Scholar
  109. 214.
    Forschungstagebuch 02.09.1997, vgl. auch Protokoll der Stadtteilrunde vom 02.09.1997.Google Scholar
  110. 215.
    Forschungstagebuch 28.10.1997.Google Scholar
  111. 216.
    „Neuer Spielplatz auf dem Brühl“ (BLICK Chemnitz 21.12.1997).Google Scholar
  112. 217.
    „Neuer Bolzplatz am Brühl“ (Stadt-Anzeiger Chemnitz 24.12.1997).Google Scholar
  113. 218.
    „Gemeinschaftsinitiative für Kinder. Ein Ballspielplatz am Brühl“ (amtsblatt Chemnitz 08.01.1998).Google Scholar
  114. 219.
    Forschungstagebuch 24.03.1998, vgl. auch Protokoll der Stadtteilrunde vom 24.03.1998.Google Scholar
  115. 220.
    Forschungstagebuch 02.06.1999, vgl. auch Protokoll der Stadtteilrunde vom 02.06.1999.Google Scholar
  116. 221.
    Wenn auch noch sehr vorsichtig: Dem Sekt und den Brötchen, die es nach der Eröffnung der Ballplatzes im Gebäude der Bank gibt, entziehen sich einige der zuvor anwesenden Stadtteilaktiven mit Begründungen wie „Wenn ich die ganzen Anzüge schon seh, hab ich keine Lust mehr ...“ oder „Da schmeckt mir meine Bemme nicht mehr ...“ oder auch jener, es sei „Prostitution“, sich fr einen Sekt und ein Brötchen „das Geschwätz“ anhören zu müssen (Forschungstagebuch 19.12.1997).Google Scholar
  117. 222.
    So wird beispielsweise von einer Mitarbeiterin aus der Jugendarbeit dessen „Aufgeschlossenheit für soziale Projekte“ gelobt (Forschungstagebuch 13.01.1998), von einer anderen Jugendsozialarbeiterin dessen „unbürokratische Vorgehensweise“ (Forschungstagebuch 20.01.1998). Dieses Lob ist nicht zuletzt dem Umstand geschuldet, dass er sich für dieses wie auch andere Projekte sehr intensiv auf das lokalen Feld einließ. So erzählt er in Zusammenhang mit der Standortsuche für ein ganz anderes Projekt, wie er zu dem Standort auch für den Ballplatz kam: Er meint, er könne das nicht vom grünen Tisch aus entscheiden. Er gehe mal im Stadtteil rum und dabei werde er schon einen Platz finden, so habe er das mit dem Ballplatz auch gemacht (Forschungstagebuch 21.04.1998).Google Scholar
  118. 223.
    Diese Projekt scheitert dann allerdings letztendlich an der Finanzierung.Google Scholar
  119. 224.
    Forschungstagebuch 17.02.1998, vgl. auch Protokoll der Themenrunde „Jugend“ vom 17.02.1998.Google Scholar
  120. 225.
    Forschungstagebuch 15.07.1997, vgl. auch Protokoll der Stadtteilrunde vom 15.07.1997.Google Scholar
  121. 226.
    Forschungstagebuch 02.09.1997, vgl. auch Protokoll der Stadtteilrunde vom 02.09.1997. 227 Informationsblatt „Wir bauen einen Ballspielplatz!“ des Sanierungsträgers für das Sanierungsgebiet Brühl-Nord vom 21.07.1997.Google Scholar
  122. 228.
    Forschungstagebuch 02.09.1997, vgl. auch Protokoll der Stadtteilrunde vom 02.09.1997.Google Scholar
  123. 229.
    Schreiben an das Stadtteilbüro Brühl-Nord von Mieterinnen und Mietern aus der Nachbarschaft des Ballspielplatzes vom Juli 1998.Google Scholar
  124. 230.
    Forschungstagebuch 21.07.1998.Google Scholar
  125. 231.
    Schreiben einer Familie aus der Nachbarschaft des Ballspielplatzes an den Leiter des Jugendamtes der Stadt Chemnitz mit Kopie an den Oberbüürgermeister der Stadt Chemnitz und den Leiter des Ordnungsamtes der Stadt Chemnitz vom 20.09.1998.Google Scholar
  126. 232.
    Kritisiert wurde auch die starke Belegung von leerstehenden Wohnungen durch MieterInnen, die aus Sicht der Unterzeichnenden „ganz offensichtlich nicht nur soziale schwach sondern einfach asozial sind“ (ebd.).Google Scholar
  127. 233.
    Forschungstagebuch 06.10.1998.Google Scholar
  128. 234.
    Bereits auf der ersten Themenrunde „Jugend“ im Mai 1997 wurde vom Jugendamt und den lokalen Vereinen der Jugendarbeit einmütig festgestellt, dass es im Brühl-Nordviertel ein großes Manko bezüglich Angeboten der offenen Jugendarbeit gibt. Gleichzeitig wurde jedoch auch vom Jugendamt konstatiert, dass keine Mittel für neue Projekte zur Verfügung stehen (Forschungstagebuch 20.05.1997, vgl. auch Protokoll der Themenrunde „Jugend“ vom 20.05.1997).Google Scholar
  129. 235.
    Forschungstagebuch 19.06.1997, vgl. auch Protokoll der Themenrunde „Jugend“ am 19.06.1997.Google Scholar
  130. 236.
    So wird beispielsweise in einem gemeinsamen Brief verschiedener Stadtteilaktiven aus der Jugendarbeit und vom Stadtteilbüro an den Oberbürgermeister, die Fraktionen und die Presse die Kritik an vorgesehen Kürzungen im Bereich der offenen Jugendarbeit u.a. damit begründet, dass sich die Jugendlichen bei der Schließung bestimmter Einrichtungen im Viertel alternative Treffpunkte wie Höfe, Hauseingänge und Parkplätze suchen müssten: „Und dies würde zu einer vermehrten Konfrontation mit Anwohnern und Anwohnerinnen und Geschäftsleuten aus dem Stadtteil wegen Lärm, Schmutz und Provokationen führen, auch solche Konflikte gibt es bereits jetzt“ (Offener Brief des Stadtteilbüros und ver schiedener Vereine der Jugendarbeit zu den drohenden Kürzungen im Jugendbereich an den Oberbürgermeister und die Fraktionen 18.02.1998).Google Scholar
  131. 237.
    Forschungstagebuch 10.01.1998.Google Scholar
  132. 238.
    Forschungstagebuch 29.07.1997.Google Scholar
  133. 239.
    Zu Kaufman als Vertreter eines interaktionistischen Ansatzes der Gemeindeforschung siehe 4.1.Google Scholar
  134. 240.
    Vgl. hierzu auch Boettner/Rempel (1996).Google Scholar
  135. 241.
    Neben den quantitativ nachvollziehbaren Erhöhung der Zahlen beispielweise der Gespräche im Stadtteilbüro oder der Teilnehmenden an Veranstaltungen wurde diese auch an veränderten Reaktionen im Stadtteil spürbar, z.B. bei der Verteilung der Stadtteilzeitung, die von den Stadtteilaktiven aus der Redaktion selbst übernommen wurde und die ich selbst auch in einem Teil des Stadtteils verteilte. So weigerte sich z.B. die Besitzerin einer kleinen Metzgerei im Gebiet bei meinem ersten Besuch noch, die Zeitung in ihrem Laden auszulegen mit der Begründung: „Wir haben hier schon so vieles ...“ (Forschungstagebuch 21.02.1997). Als ich es nach einem Jahr noch mal versuche, kennt sie die Stadtteilzeitung bereits und nimmt die Zeitung nicht nur gerne zum Auslegen entgegen, sondern fängt sofort selbst an, darin zu blättern und meint beim Durchblättern zu ihrer Verkäuferin „Guck ma, da is ja der W. drin“ (Forschungstagebuch 21.04.1998).Google Scholar
  136. 242.
    Nach Goffman ist ein Ensemble eine Gruppe „von Individuen, die eng zusammenarbeiten muss, wenn eine gegebene Situationsbestimmung aufrechterhalten werden soll. Ein Ensemble ist zwar eine Gruppe, aber nicht in Bezug auf eine soziale Struktur oder eine soziale Organisation, sondern eher in Bezug auf eine In- teraktion oder eine Reihe von Interaktionen, in denen es um die relevante Definition der Situation geht“ (Goffman, 1969, S. 96). Den sich aus der bisherigen Gruppensoziologie herausbildenden Gruppenbegriff hingegen definiert Schäfers folgendermaßen: „Eine soziale Gruppe umfaßt eine bestimmte Zahl von Mitgliedern (Gruppenmitgliedern), die zur Erreichung eines gemeinsamen Ziels (Gruppenziel) über längere Zeit in einem relativ kontinuierlichen Kommunikations- und Interaktionsprozess stehen und ein Gefühl der Zusammengehörigkeit (Wir-Gefühl) entwickeln. Zur Erreichung des Gruppenziels und zur Stabilisierung der Gruppenidentität ist ein System gemeinsamer Normen und eine Verteilung der Aufgaben über ein gruppenspezifisches Rollendifferential erforderlich“ (Schäfers, 1999, S. 20f.).Google Scholar
  137. 243.
    Um Missverständnisse gerade bei feldkundigen Leserinnen zu vermeiden: Es soll hier natürlich keine vollständige Auflistung aller Vereine, Initiativen, Gruppen etc. erfolgen, die vor und während der Stadtteilarbeit an den assoziativen Aktivitäten im Brühl-Nordviertel beteiligt waren. Vielmehr geht es darum, über die Darstellung einiger Beispiele den Charakter dieses Feldes zu skizzieren.Google Scholar
  138. 244.
    Dieses starke Engagement ehemals Aktiver aus der ‚gesellschaftlichen Arbeit‘ der DDR in Prozessen und Initiativen der Stadtteilarbeit ist keinesfalls ein Chemnitzer Spezifikum. So beschreibt etwa Krämer-Badoni/Wiegand folgendes AhaErlebnis, das er im Kontext eines Forschungsprojekts zur Untersuchung von stadtteilbezogenen BürgerInneninitiativen in Leipzig hatte: „Bei der Analyse der Leipziger Stadtteilinitiativen gingen wir von der Annahme aus, dass die neuen Bürger- und Stadtteilinitiativen aus dem Umfeld der Bürgerbewegung entstanden seien, initiiert von aktiven Bürgern aus dem Neuen Forum und anderen Organisationen der Bürgerbewegung. (...) Dies war nun aber keineswegs der Fall. (...) Viele der neuen Initiativen gingen statt dessen auf die Wohnbezirksausschüsse der Nationalen Front zurück, jener Massenorganisation der DDR, in der alle politischen und kulturellen Organisationen vereinigt waren und die Träger der Wahlorganisation ebenso war wie Träger und Organisator der ‚Bürgerinitiative‘ (Krämer-Badoni/Wiegand, 1996, S. 206f.).Google Scholar
  139. 245.
    Forschungstagebuch 03.07.1996.Google Scholar
  140. 246.
    An anderer Stelle berichtet eine Vertreterin der Initiative von einer Veranstaltung der Initiative, zu der ohnehin schon rund 60 TeilnehmerInnen erschienen waren und erläutert, dass die Veranstaltung auch bei denen, die nicht kamen, auf Interesse gestoßen sei. Die Mitglieder der Initiative würden ja neben den Veranstaltungen noch zahlreiche Gespräche mit BürgerInnen führen und die würden dann fragen, „was ist denn rausgekommen?“ (Forschungstagebuch 13.11.1996).Google Scholar
  141. 247.
    So hatte sie bei der Kommunalwahl im Jahr der URBAN-Antragstellung 1994 immerhin fast 22 % der Stimmen erzielt (vgl. Stadt Chemnitz, 1994, S. 173).Google Scholar
  142. 248.
    Dies wird zum Beispiel deutlich, wenn VertreterInnen der Initiative von „wir“ reden, wenn sie die städtische Politik und Verwaltung meinen. So spricht etwa eine Vertreterin der Initiative auf einer Stadtteilrunde von den nicht eingelösten Versprechungen bezüglich des Wohnungsbaus und meint: „Die Stadt oder wir — die Stadt im weitesten Sinne — haben uns damit unglaubwürdig gemacht“ (Forschungstagebuch 13.11.1996).Google Scholar
  143. 249.
    Dies drückt sich zum Beispiel implizit aus, wenn eine Vertreterin der Initiative darstellt, die Bürgerinitiative wolle nicht dem Eindruck erwecken, dass man im- mer nur dagegen sei, man müsse man ja auch mal sehen, dass der schlechte Bauzustand ja noch aus DDR-Zeiten herrühre (Forschungstagebuch 12.10.1996).Google Scholar
  144. 250.
    Die Einrichtung eines Umweltzentrums war eine der Forderungen der christlichen Umweltbewegung auf dem ersten ‚runden Tisch‘ in Chemnitz. Es ist bis heute als Zentrum für Umwelt- und Menschenrechtsgruppen, Veranstaltungsort, aber auch als Teil der Umweltverwaltung eine feste, wenn auch nicht unumstrittene Institution in Chemnitz. Insbesondere obliegt ihm die Koordination des Prozesses zur Erstellung einer ‚Lokalen Agenda‘ für Chemnitz.Google Scholar
  145. 251.
    Zur Erläuterung für westdeutsch sozialisierte LeserInnen: ‚Tramper‘ wurden in der insbesondere jugendkulturellen Alltagssprache der DDR keinesfalls — wie im westdeutschen Jugendjargon — Leute genannt, die per Autostopp reisten, sondern der ‚Tramper‘ entsprach vielmehr in etwa dem, was man im Westdeutschland der 70er und 80er Jahre unter einem ‚Freak‘ verstand. Mit diesen Aktivitäten wurde der Pfarrer auch über die Grenzen des Stadt hinaus bekannt. So wurde er beispielweise in der vielbeachteten Ausstellung „Boheme und Diktatur in der DDR“ im Deutschen Historischen Museum von 1997 mehrfach erwähnt und im Ausstellungskatalog wird dargestellt, er habe in Karl-Marx-Stadt „ein Podium für das sich ausbreitende Netzwerk kulturellen Eigensinns“ geschaffen (Kaiser/Petzold, 1997, S. 96).Google Scholar
  146. 252.
    Zitiert nach einem Faltblatt vom Dezember 1997 zur Selbstdarstellung der Beteiligten im ‚Initiativkreis gegen Ausgrenzung und Vertreibung‘.Google Scholar
  147. 253.
    Forschungstagebuch vom 17.03.1998. Dargestellt wird das Projekt auch in Schmitt 1998.Google Scholar
  148. 254.
    Forschungstagebuch vom 04.07.1996.Google Scholar
  149. 255.
    Forschungstagebuch 22.11.1996.Google Scholar
  150. 256.
    Diesen Begriff habe ich von Wolfgang Stark (1996, S. 30) übernommen, der ihn jedoch in erster Linie in Bezug auf die Professionalisierung der Gemeindepsychiatrie und unter Verweis auf Abram de Swaans Ausführungen zur Professionalisierung und Protoprofessionalisierung in der Psychotherapie (de Swaan, 1983) verwendet. Allerdings gibt es bereits bei de Swaan auch den Verweis auf die Übertragbarkeit der Gedanken auch auf andere soziale Berufe, bei Stark explizit auch den Bezug zur Gemeinwesenarbeit. Auch ist das Phänomen der starken Präsenz von ‚konvertierten Betroffenen‘ in der Stadtteilarbeit keine Chemnitzer Besonderheit, sondern lässt sich insbesondere auch in anderen ostdeutschen Städten feststellen. So schreibt Lüttringhaus (2000, S. 302) über Dresden-Neustadt, Anfang bis Mitte der 90er sei das schwindende Engagement durch ABM ausgeglichen worden: Aus engagierten BürgerInnen seien so „BerufsbürgerInnen“ geworden, wobei diese Professionalisierung für viele Initiativen Spannungen und Unklarheiten mit sich gebracht habe. Allerdings gibt es durchaus einige Chemnitzer Besonderheiten: So wird die Anpassungsleistung von Projekten dadurch erschwert, dass die sich ‚professionalisiert‘ habenden Akteure häufig das Projekt und/oder gar die Stadt verlassen, gerade weil sie gemerkt haben, dass man mit der im Laufe des Projektprozesses erworbenen Qualifikation auch anderswo arbeiten kann.Google Scholar
  151. 257.
    Forschungstagebuch 18.10.1996.Google Scholar
  152. 258.
    Forschungstagebuch 22.06.1999.Google Scholar
  153. 259.
    Dabei wurde der Kreis der Aktiven auch immer mehr überschaubarer. Dies schafft z.B. Probleme bei der Gründung neuer Projekte: Man kann immer nur auf den gleichen Pool zurückgreifen. Dies wird auch immer wieder thematisiert. So erzählt beispielsweise ein Vereinsvertreter, in der Szenen gebe es mittlerweile so viele Vereine und so wenig Aktive, dass man Mühe habe, die ehrenamtlichen Vorstände zu besetzen (Forschungstagebuch 19.07.1999).Google Scholar
  154. 260.
    Dabei wird auch das, was heute so schön als ‚Networking‘ bezeichnet wird, zum Teil durchaus skeptisch betrachtet wird. So meint etwa ein Mitarbeiter eines noch eher dem Milieu der Betroffenen verbundenen Vereins über einen anderen Verein, der sich sehr stark professionalisiert hat, die hätten eben überall ihre Finger drin, deswegen könnten die auch so viele Projekte realisieren. Und er ergänzt: „In der DDR hat man immer gesagt, alles läuft nur über Beziehungen, aber das ist jetzt noch viel schlimmer ...“. (Forschungstagebuch 29.08.1996).Google Scholar
  155. 261.
    Manchmal werden sogar von einer Person beide Vorwürfe verteilt, wenn auch an verschiedene Träger. So nimmt etwa ein Vertreter eines Vereins in einem Gespräch gleich mehrere der Chemnitzer Vereine und Verbände aufs Korn. Von den ersten erzählt er, das sei ein Haufen von „alten Parteibonzen“, bei dem über „alte Seilschaften“ viele, die anderswo wegen ihrer SED-Vergangenheit keine Arbeit gefunden hätten, einen Job bekommen hätten. Dabei seien sie aber nur schlecht qualifiziert in der sozialen Arbeit. Und auf dem Wege der Qualifizierung wolle man sie auch ausschalten. Von den nächsten meint er, die seien „auch nicht unumstritten“, weil sie noch keine Erfolge aufweisen könnten — so lange, wie die tätig seien, hätten sie schon viel mehr erreichen müssen. Und von wieder anderen meint er, die seien zwar zweifellos gut qualifiziert, aber: „Die machen ja alles, wenn’s nur Geld gibt“ (Forschungstagebuch 07.08.1996).Google Scholar
  156. 262.
    Interview der Studenten H. W. und F. H. mit einem Vertreter des Fördervereins im Sommer 1997. Diese Darstellung entspricht auch der Selbstdarstellung des Vereins auf der ersten Stadtteilrunde. Dort erläuterte ein Vorstandsmitglied des Vereins, die Vereinsgründung resultiere aus der zunehmend problematischen Situation der Gewerbetreibenden auf dem Brühl bzw. in den umliegenden Berei- chen. Insbesondere führte er Mietsteigerungen und den schlechten baulichen Zu stand des Stadtteils an. Der Schwerpunkt der Vereinsarbeit bestehe dementsprechend auch in der Förderung des Gewerbes auf und an dem Boulevard. Von der bisherigen Gewerbepolitik der Stadt fühle man sich eher benachteiligt. So stellt der Vertreter des Vereins auf der ersten Stadtteilrunde dar, die Ansiedlung von Gewerbegebieten im Außenbereich habe eine „gesamtstädtisch falsche Entwicklung“ dargestellt und es sei bei diesen Projekten auch versäumt worden, „vorher mit den Biirgern zu reden“ (Forschungstagebuch 07.08.1996).Google Scholar
  157. 263.
    Interview der Studenten H. W. und F. H. mit einem Vertreter des Fördervereins im Sommer 1997.Google Scholar
  158. 264.
    Forschungstagebuch 16.12.1996, vgl. auch Protokoll der Stadtteilrunde vom 16.12.1996.Google Scholar
  159. 265.
    Vgl. „Konzept URBAN-Maßnahme 3.5 Öffentlichkeitsarbeit“ der Stadt Chemnitz vom 11.07.1996. Zum Konzept siehe auch 4.2.1.Google Scholar
  160. 266.
    Forschungstagebuch 04.11.1999.Google Scholar
  161. 267.
    Forschungstagebuch 19.08.1996.Google Scholar
  162. 268.
    Forschungstagebuch 15.01.1997.Google Scholar
  163. 269.
    Forschungstagebuch 09.05.1997. Eine besondere Rolle bei dieser Angst vor einer ‚Instrumentalisierung‘ spielte dabei die intensive Beteiligung der Bürgerinitiative an der Stadtteilarbeit bzw. deren Verbindungen zur PDS. So gab es immer wieder Konflikte, die aus der Angst resultierten, dass über die Stadtteilarbeit indirekt Aktivitäten der PDS gefördert werden könnten. Insbesondere anlässlich von öffentlichkeitswirksamen Aktionen wie etwa der von der Bürgerinitiative organisierte Besuch von Gregor Gysi im Stadtteilbüro kommt es vor diesem Hintergrund immer wieder zu Konflikten mit der Verwaltung (Forschungstagebuch 17.09.1998, 23.09.1998 und 06.10.1998Google Scholar
  164. 270.
    Forschungstagebuch 04.07.1996.Google Scholar
  165. 271.
    Forschungstagebuch 07.08.1996, vgl. auch Protokoll der Stadtteilrunde vom 07.08.1996.Google Scholar
  166. 272.
    Verwaltungsangehörige mit einer solchen Position zu Bürgerbeteiligung und Stadtteilarbeit werden auch im Verlauf des Prozesses selbst zu Mitgliedern des Kreises der Stadtteilaktiven, also des inner circle der Stadtteilarbeit. Dabei ergeben sich allerdings für sie auch sehr belastende Rollenkonflikte. So erzählte mir beispielsweise eine dieser MitarbeiterInnen, sie habe das Gefühl, sie bekomme von allen Seiten „auf den Deckel“. Die Aktiven der Stadtteilrunde würden sie zum Teil als Vertreterin der Stadtverwaltung angreifen und dabei werde sie für Dinge kritisiert, die sie gar nicht zu verantworten habe. Von Seiten ihrer eigenen Verwaltung wiederum werde sie zum Teil angegriffen, weil sie beispielsweise auf der Stadtteilrunde wieder mal zu sehr „als Privatmensch“ und zu wenig als Vertreterin der Stadtverwaltung geredet habe. Für sie sei jede Stadtteilrunde daher eine ziemliche Gratwanderung (Forschungstagebuch 20.05.1997).Google Scholar
  167. 273.
    Forschungstagebuch 29.08.1996.Google Scholar
  168. 274.
    Forschungstagebuch 23.07.1996.Google Scholar
  169. 275.
    Forschungstagebuch 03.07.1996.Google Scholar
  170. 276.
    Forschungstagebuch 04.11.1999.Google Scholar
  171. 277.
    Forschungstagebuch 17.10.1996.Google Scholar
  172. 278.
    Z.B. Forschungstagebuch 29.04.1997.Google Scholar
  173. 279.
    Forschungstagebuch 03.12.1997.Google Scholar
  174. 280.
    Forschungstagebuch 21.04.1997.Google Scholar
  175. 281.
    Forschungstagebuch 05.11.1997.Google Scholar
  176. 282.
    Forschungstagebuch 11.11.1997.Google Scholar
  177. 283.
    Z.B. auf der zweiten Stadtteilrunde (Forschungstagebuch 28.08.1996).Google Scholar
  178. 284.
    Forschungstagebuch 07.08.1996, vgl. auch Protokoll der Stadtteilrunde vom 07.08.1996. Ein Teilnehmer der Stadtteilrunde meint am Tag nach dieser Runde am Telefon aus dieser Befürchtung heraus sogar zu mir: „Vielleicht sollte man einfach sagen, wir wollen das Geld nicht“ (Forschungstagebuch 08.08.1996). Die befriedende Funktion von Stadtteilarbeit wird aber von einigen auch mit abgeklärter Ironie betrachtet. So meint ein Mitarbeiter aus dem Feld der „konvertierten Betroffenen“ bei einem Gespräch zur Finanzierung des Stadtteilbüros im August 1996: Es sei doch klar, dass ein solches Büro für die Stadt die Funktion eines „Puffers für den Bürgerfrust“ habe, und das müsse sich die Stadt eben auch was kosten lassen (Forschungstagebuch 29.08.1996).Google Scholar
  179. 285.
    Vgl. hierzu 4.2.4.Google Scholar
  180. 286.
    Forschungstagebuch 16.12.1997.Google Scholar
  181. 287.
    Forschungstagebuch 17.11.1998.Google Scholar
  182. 288.
    Forschungstagebuch 19.02.1997.Google Scholar
  183. 289.
    Forschungstagebuch 21.04.1997. Interessant am Rande: Der Investor selbst sieht sich erwartungemäß ganz anders. Er erläutert in einem Gespräch, er sei bei den füür die Modernisierung notwendigen Umsetzungen ausgesprochen sozialverträglich vorgegangen. Dabei betont er, dass dies vor allem seinem guten Willen und nicht etwa Anforderungen der Stadt geschuldet gewesen sei (Forschungstagebuch 20.06.1996).Google Scholar
  184. 290.
    Forschungstagebuch 16.12.1997.Google Scholar
  185. 291.
    Forschungstagebuch 15.01.1997.Google Scholar
  186. 292.
    Forschungstagebuch 05.08.1998.Google Scholar
  187. 293.
    Forschungstagebuch 20.01.1998.Google Scholar
  188. 294.
    Forschungstagebuch 03.12.1997.Google Scholar
  189. 295.
    Forschungstagebuch 16.12.1996.Google Scholar
  190. 296.
    Forschungstagebuch 08.09.1999.Google Scholar
  191. 297.
    Diese starke Ausrichtung der Stadtteilarbeit an bestimmten, marginalisierten Gruppen wurde nicht nur an den wichtigen Diskussionen und Aktionen der Stadtteilarbeit deutlich, sondern auch an kleinen Dingen des stadtteilarbeiterischen Alltags. So sah etwa bei der Eröffnung des Bürgerhauses im April 1999 das Programm den Auftritt des Chores eines Berufsbildungswerks für Blinde und Sehbehinderte, die Aufführung von Theatercollagen von einem Theaterprojekt für Langzeitarbeitslose sowie die Eröffnung einer Ausstellung mit Bildern eines ehemals wohnungslosen Malers vor — oder, wie dies die Mitarbeiterin eines Streetworkprojektes angesichts des Programmes schmunzelnd bemerkte: „Na toll — ein blinder Chor, eine arbeitslose Theatergruppe und ein wohnungsloser Maler“ (Forschungstagebuch 19.02.1999).Google Scholar
  192. 298.
    Zu diesem Förderverein vgl. 4.4.1.2.Google Scholar
  193. 299.
    Forschungstagebuch 07.08.1996, vgl. auch Protokoll der Stadtteilrunde vom 07.08.1996.Google Scholar
  194. 300.
    Forschungstagebuch 29.04.1997.Google Scholar
  195. 301.
    Forschungstagebuch 09.05.1997.Google Scholar
  196. 302.
    Forschungstagebuch 06.05.1997.Google Scholar
  197. 303.
    Insbesondere entspricht sie natürlich nicht dem Modell der Sphären von ‚oben‘ und ‚unten‘ in der Stadterneuerung, wie ich es unter 1.1 dargestellt habe.Google Scholar
  198. 304.
    Die Inklusions- und Exklusionsprozesse erfolgten meist schleichend, nur manchmal waren sie von Konflikten unterschiedlicher Art begleitet. Nachdem sich eine bestimmte Struktur eingependelt hatte, war der Prozess weniger konfliktreich. Er wurde allerdings wieder konfliktreicher, wenn sich ‚Außenstehende‘ plötzlich in den Prozess einbrachten, um gegen ‚Einbezogene‘ vorzugehen.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2004

Authors and Affiliations

  • Jürgen Schmitt

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