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Zusammenfassung

In diesem Kapitel werden weitere Verfahren zur Bewertung von Versicherungsunternehmen vorgestellt, die neben den in Kapitel 5 diskutierten erfolgsorientierten Verfahren existieren. Dazu werden zunächst die substanzorientierten Verfahren auf Versicherungsunternehmen adaptiert (Kapitel 6.2). Im Anschluß daran erfolgt die Erläuterung der wichtigsten Aspekte einer marktorientierten Bewertung von Versicherungsunternehmen (Kapitel 6.3) bevor zum Abschluß noch auf spezielle Verfahren zur Bewertung von Lebensversicherungsunternehmen eingegangen wird, die vor allem im anglo-amerikanischen Raum Verbreitung finden (Kapitel 6.4).

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Literatur

  1. 972.
    Vgl. Kapitel 3.5.3.4.Google Scholar
  2. 973.
    Vgl. Wüstenrot * Württembergische AG, 1999, S. 99; ERGO Versicherungsgruppe AG, 1997, S. 63.Google Scholar
  3. 974.
    Vgl. Meyer, L., 1975, S. 270 – 281.Google Scholar
  4. 975.
    Vgl. Fricke, 1976, S. 443; Lengyel, 1924, S. 250. Die Bedeutung des Versicherungsbestandes wird gerne mit der gedanklichen Trennung des Bestandes von einem VU betont. In diesem Fall beruht die Ertragskraft eines Versicherungsunternehmens nur mehr auf den Kapitalerträgen des in Kapitalanlagen gebundenen Eigenkapitals. Folglich hängt das Ertragsgenerierungspotential, und damit der Wert eines VU, fast ausschließlich vom - nicht aktivierungsfähigen - Versicherungsbestand ab.Google Scholar
  5. Vgl. Fricke, 1976, S. 442.Google Scholar
  6. 976.
    Damit kann eine umständliche Einzelbewertung sämtlicher Vermögenspositionen umgangen werden. Der überwiegende Teil der Aktiva dient der Bedeckung der versicherungstechnischen Passiva und wird somit bei einer Substanzbewertung durch den Abzug des Fremdkapitals wieder eliminiert. Zudem spielt nicht betriebsnotwendiges Vermögen, das grundsätzlich einer gesonderten Bewertung bedarf, bei Versicherungsunternehmen keine Rolle. Vgl. Fricke, 1976, S. 448.Google Scholar
  7. Vgl. auch Miller, R./Lefenfeld, 1990, S. 18–21, 18–24.Google Scholar
  8. 977.
    War bis vor kurzem die Einschätzung der stillen Reserven eines Versicherungsunternehmens nur grob möglich, so ist per dato für diese Komponente ein deutlicher Transparenzzuwachs zu verzeichnen. Versicherungsunternehmen sind zwischenzeitlich dazu verpflichtet, Informationen über die Höhe der in ihren Kapitalanlagen enthaltenen stillen Reserven im Geschäftsbericht bekannt zu geben. Vgl. Geib, 1997, S. 1143.Google Scholar
  9. 978.
    Zu den aufgrund des Imparitätsprinzips in den Schadenrückstellungen enthaltenen Schätzreserven vgl. auch Dombert/Robens, 1997, S. 1696.Google Scholar
  10. 979.
    Vgl. Kapitel 5.4.4.Google Scholar
  11. 980.
    Im wesentlichen wird die Mindestquote nur für bestimmte Kapitalanlageerträge gefordert.Google Scholar
  12. Vgl. § 1 Abs. 2 ZRQuotenV.Google Scholar
  13. 981.
    Ähnliches gilt auch für Krankenversicherungsunternehmen.Google Scholar
  14. 982.
    Vgl. auch Kapitel 2.6.2.Google Scholar
  15. 983.
    Diese Aufwendungen resultieren aus den Abschlußkosten, die total (Sachversicherung) oder partiell (Personenversicherung) im Abschlußjahr aufwandswirksam verrechnet werden müssen. Die ausgleichenden Prämienerlöse fließen jedoch zum Teil erst in den folgenden Perioden zu.Google Scholar
  16. Vgl. Fricke, 1976, S. 445–446 und S. 447.Google Scholar
  17. 984.
    Vgl. auch Wüstenrot * Württembergische AG, 1999, S. 89; ERGO Versicherungsgruppe AG, 1997, S. 58; Fricke, 1976, S. 443.Google Scholar
  18. 985.
    Vgl. Gessner/Zwiesler, 1996, S. 227.Google Scholar
  19. 986.
    Vgl. Böcking/Nowak, K., 1999, S. 171.Google Scholar
  20. 987.
    Vgl. Pfaffenzeller, 1995, S. 20–24; Thode, 1995, S. 143.Google Scholar
  21. 988.
    Vgl. auch Geib, 1997, S. 1148.Google Scholar
  22. 989.
    Vgl. o. V., 1998a, S. 29.Google Scholar
  23. 990.
    Die Gewichtung der unternehmensspezifischen Multiplikatoren erfolgt wiederum anhand der subjektiven Einschätzung über die Kongruenz der Kriterien, die zur Ermittlung der Vergleichsunternehmen eingesetzt wurden.Google Scholar
  24. 991.
    Vgl. Böcking/ Nowak, K., 1999, S. 172 – 173.Google Scholar
  25. 992.
    Vgl. auch Bögle, 1996; Thode, 1995, S. 147. Allerdings wird eine solche tradierte Faustformel inzwischen eher kritisch betrachtet. „Die in der Versicherungsbranchen bekannte Faustformel x DM Unternehmenswert für 1 DM Beitrag wird man sicherlich nicht als anerkannte Methode ansehen können. Derartige Erfahrungswerte können allenfalls für Plausibilisierungen herangezogen werden.“ Geib, 1997, S. 1148.Google Scholar
  26. 993.
    Für transnationale Vergleiche kommt hinzu, daß die Kurs-Gewinn-Verhältnisse von Versicherungsunternehmen aus unterschiedlichen Nationen aufgrund von Unterschieden in nationalen Rechnungslegungsvorschriften und Usancen bei der Rückstellungsbildung oftmals nur schwer vergleichbar sind.Google Scholar
  27. Vgl. Zielke, 1999, S. 420.Google Scholar
  28. 994.
    Quelle: Wright Investors’ Service, 2000.Google Scholar
  29. 995.
    Anstelle eines pauschalen Zuschlags können zukünftige Synergieeffekte auch separat bewertet werden. Zum entsprechenden stufenförmigen Bewertungsvorgang vgl. Weber, E., 1991, S. 106 – 115.Google Scholar
  30. 996.
    Vgl. Pfaffenzeller, 1995, S. 50.Google Scholar
  31. 997.
    Vgl. O’Brien, 1994, S. 309; Franklin, 1990, S. 1315.Google Scholar
  32. 998.
    Vgl. Pfaffenzeller, 1995, S. 51. Damit bleibt die Vertriebskraft eine Versicherungsunternehmens bei der Bewertung unberücksichtigt.Google Scholar
  33. Vgl. Zielke, 1999, S. 421–422.Google Scholar
  34. 999.
    Vgl. Sieben, 1994, S. 488.Google Scholar
  35. 1000.
    Vgl. Franklin, 1990, S. 1313.Google Scholar
  36. 1001.
    Ein fundierter Zahlungsstrom ist dadurch gekennzeichnet, daß er in der Vergangenheit ausgelöst wurde, per dato jedoch durch Vermögensgegenstände oder Schulden reflektiert wird.Google Scholar
  37. Vgl. Zimmermann, J., 1996, S. 301.Google Scholar
  38. 1002.
    Vgl. Zimmermann, J., 1996, S. 304 – 305.Google Scholar
  39. 1003.
    Vgl. Zwiesler, 1996, S. 96. Eine nur zehnprozentige Berücksichtigung der stillen Reserven wird damit begründet, daß Lebensversicherungsunternehmen verpflichtet sind, mindestens 90% gewisser Überschüsse an die Versicherungsnehmer weiterzugeben.Google Scholar
  40. 1004.
    Vgl. Zielke, 1999, S. 421.Google Scholar
  41. 1005.
    Die Rechnungsgrundlagen 1. Ordnung beruhen auf vorsichtigen Schätzungen und beinhalten daher Sicherheitszuschläge. Erst die Rechnungsgrundlagen 2. Ordnung werden nachträglich empirisch ermittelt. Allgemein beinhalten die Rechnungsgrundlagen die Sterblichkeit (oder andere Leistungsfallwahrscheinlichkeiten), den Rechnungszins und die Abschluß- und Verwaltungskosten.Google Scholar
  42. 1006.
    Vgl. Reichel, 1988, S. 431–432; Schieren- beck/Hölscher, 1998, S. 719 – 720.Google Scholar
  43. 1007.
    Vgl. Pfaffenzeller, 1995, S. 56 und S. 63–66; Richter, R, 1995, S. 153–155. Eine Möglichkeit, den Barwert des Bestandes zu ermitteln, ist mit einem sog. Profit Test gegeben. Ein Profit Test stellt eine Projektions- Methode dar, in der sämtliche während der Laufzeit eines einzelnen Vertrags eingehenden und ausgehenden Zahlungen erfaßt und gegenübergestellt werden. Vgl. Müller, H., 1994, S. 636.Google Scholar
  44. Vgl. allgemein zum Profit Testing auch Rhode, 1995.Google Scholar
  45. 1008.
    Vgl. Zimmermann, J., 1996, S. 302. Dies trifft jedoch nur zu, so lange die vorherrschenden Marktrenditen den Rechnungszins in ausreichender Höhe übersteigen.Google Scholar
  46. Vgl. Holsboer, 2000, S. 41–43.Google Scholar
  47. 1009.
    Vgl. Sieben, 1994, S. 489.Google Scholar
  48. 1010.
    Vgl. Zimmermann, J., 1996, S. 305 – 312.Google Scholar
  49. 1011.
    Vgl. zu den Bewertungsprinzipien Kapitel 2.4.Google Scholar
  50. 1012.
    Vgl. Sieben, 1994, S.490.Google Scholar
  51. 1013.
    Vgl. Sieben, 1994, S.491.Google Scholar
  52. 1014.
    Vgl. Sieben, 1994, S. 492. So kann zum Beispiel ein hoher Embedded Value die aktuelle gute Geschäftslage eines Lebensversicherungsunternehmens widerspiegeln, gleichzeitig werden jedoch geringe zukünftige Erfolgsbeiträge des Neugeschäfts aufgrund unterlassener Investitionen im Außendienst und damit ein eigentlich geringerer Unternehmenswert nicht reflektiert.Google Scholar
  53. 1015.
    Zur generellen Anwendung des Appraisal Value bei der Bewertung von Versicherungsunternehmen vgl. Ryan/Larner, 1990.Google Scholar
  54. 1016.
    Vgl. Gessner/Zwiesler, 1996, S. 227; Clarke/Karner/Ryan, 1990, S. 1233–1234; Franklin, 1990, S. 1315.Google Scholar
  55. 1017.
    Vgl. Zimmermann, J., 1996, S. 325.Google Scholar
  56. 1018.
    Vgl. Zimmermann, J., 1996, S. 325 – 326.Google Scholar
  57. 1019.
    Korrekturen sind beispielsweise bei der Veräußerung von Mehrheitsanteilen in Form von Paketzuschlägen vorzunehmen. Des weiteren sind potentielle Anschaffungs- und Veräußerungsnebenkosten zu berücksichtigen, sowie Einschränkungen der Veräußerbarkeit im Falle mangelnder Fungibilität oder im Falle unerwünschter Auswirkungen auf das Unternehmensimage.Google Scholar
  58. Vgl. Zimmermann, J., 1996, S. 326.Google Scholar
  59. 1020.
    Vgl. beispielsweise Actuarial Standards Board, 1991, Nr. 5. 3. 1.Google Scholar
  60. 1021.
    Eine vorsichtige Zuordnung kann dadurch erfolgen, daß die Barwerte der zukünftigen Verpflichtungen durch eher pessimistische Schätzung der Zahlungsströme oder Wahl entsprechender Kalkulationszinssätze tendenziell überhöht prognostiziert werden. Gleichzeitig können die Marktwerte der zur Bedeckung herangezogenen Vermögensgegenstände in der Tendenz nach unten angepaßt werden.Google Scholar
  61. Vgl. Zimmermann, J., 1996, S. 327 – 328.Google Scholar
  62. 1022.
    Der Diskontierungsfaktor soll auch in diesem Modell primär das mit den zukünftigen Zahlungen verbundene Risiko abbilden. Prinzipiell bietet sich daher an, die Zahlungen versicherungszweigspezifisch zu bestimmen und je nach Grad des mit dem jeweiligen Zweig verbundenen Risikos unterschiedliche Diskontierungszinssätze anzuwenden.Google Scholar
  63. Vgl. Clarke/Larner/Ryan, 1990, S. 1241.Google Scholar
  64. 1023.
    Als wesentliche in diesen Positionen zum Ausdruck kommende, wertbestimmende Faktoren werden hier z. B. der Stornoverlauf oder auch die Rückversicherungspolitik angeführt. Vgl. Gessner/Zwiesler, 1996, S. 227 – 228.Google Scholar
  65. 1024.
    Vgl. Zimmermann, J., 1996, S. 330.Die Einbeziehung dieses Goodwills stellt einen wesentlichen Unterschied zwischen den Konzepten des Embedded Value und des Appraisal Value dar.Google Scholar
  66. 1025.
    Zur Substanzwertermittlung bei einem Versicherungsunternehmen vgl. ausführlich Meyer, L., 1975, S. 262–297. Die Ermittlung eines Liquidationswertes spielt hingegen bei Versicherungsunternehmen aufgrund der langen Abwicklungszeitdauer, mit der eine Liquidation verbunden wäre, kaum eine Rolle. Bei notleidenden Unternehmen erfolgt meist eine Sanierung durch Umwandlung oder Bestandsübertragung. Vgl. Braeß, 1964, S. 4.Google Scholar
  67. 1026.
    Vgl. Yates et al, 1999, S. 28–29.Google Scholar
  68. 1027.
    Vgl. Zimmermann, J., 1996, S. 330; Clarke/Larner/Ryan, 1990, S. 1234.Google Scholar
  69. 1028.
    Vgl. Zimmermann, J., 1996, S. 335–336; Franklin, 1990, S. 1314.Google Scholar
  70. 1029.
    Vgl. Zimmermann, J., 1996, S. 336.Google Scholar

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2000

Authors and Affiliations

  • Thomas Hartung

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