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Theorie der systemgestützten Schätzung

Chapter
Part of the Unternehmensführung & Controlling book series (UFC)

Zusammenfassung

Dieses erste Kapitel legt das theoretische Fundament einer systemgestützten Kostenschätzung. Es trägt einen recht allgemeinen, fast ein wenig philosophischen Charakter, weil zu klären ist, wie es überhaupt gelingen kann, vertrauenswürdige Aussagen über ungewisse Ereignisse zu treffen. In Abschnitt 1.1 versuchen wir, die Grenzen des Möglichen abzustecken. Axiomatisch werden Restriktionen eingeführt, die die Leitlinien für die schrittweise Herleitung einer Grundkonzeption bilden. Zu diskutieren sind insbesondere die gegenseitigen Vorzüge und Beschränkungen von Mensch und Maschine, um Anhaltspunkte für die optimale Gestaltung des Formalisierungsgrads einer systemgestützten Kostenschätzung zu geben. Die Grundthese dieser Arbeit ist, daß weder eine rein subjektive Schätzung, noch eine vollständige Formalisierung anzustreben ist. Auf der einen Seite bildet die Statistik das allgemeinste mathematische Fundament einer systemgestützten Kostenschätzung; ein kurzer Streifzug durch die anspruchsvolle nichtlineare Regression läßt sich daher nicht vermeiden [1.2]. Auf der anderen Seite steht die Erfahrung des Kostenschätzers; Abschnitt 1.3 behandelt die Notwendigkeit und geeignete Wege, das intuitive Moment in die formalen Herleitung einfließen zu lassen. Es ist möglich, daß die folgenden Ausführungen bei dem Leser optimistische Erwartungen relativieren, sofern er nicht mit gewissen Ergebnissen der Erkenntnistheorie, Kognitionspsychologie und Informatik vertraut ist. Dennoch sind, um dies gleich vorwegzunehmen, auch unter ungünstigen Bedingungen außerordentlich befriedigende Schätzungen möglich. Dies wird das zweite Kapitel an praktischen Beispielen noch verdeutlichen, Abschnitt 1.4 aber für Gesamtschätzungen, die sich als Summe von Einzelschätzungen darstellen, theoretisch begründen. In Abschnitt 1.5 finden sich schließlich noch einige statistische Bemerkungen, die für eine verallgemeinerte Genauigkeitsrechnung von Bedeutung sind.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1997

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