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Schlußbetrachtung

Chapter
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Part of the Gabler Edition Wissenschaft book series (GEW)

Zusammenfassung

Diese Arbeit ist mit dem Anspruch angetreten, den Staat als Sozialversicherer, das Arbeitsangebot und individuelle Vorsorge theoretisch in einem (µ,σ)-Ansatz zu untersuchen. Zu diesem Zweck haben wir in den Kapiteln 4 und 5 zwei Modelle vorgestellt, die in Kapitel 6 zu einem einzigen zusammengefaßt worden sind. Als vereinfachende Abbildung haben die in dieser Arbeit verwendeten Modelle Defizite im Hinblick auf ihre Realitätstreue. Als Hauptkritikpunkte sind neben der Verwendung des (µ,σ)-Ansatzes, der ein Spezialfall des Erwartungsnutzenansatzes ist und sich durch den Zweck, den Zielkonflikt zwischen Effizienz und Gleichheit zu analysieren, rechtfertigen läßt, folgende, die vielleicht in zukünftiger Forschung behoben werden, zu nennen:
  • In den Modellen gibt es keine Differenzierung zwischen Einkommen aus Arbeit, Einkünften aus Unternehmensgewinnen und Erträgen aus diversen Erbschaften. Das unsichere Einkommen ist eine Funktion von nur einer Zufallsvariablen. Um die oben genannte Differenzierung analytisch vornehmen zu können, ist jedoch ein Modellansatz mit mehreren Zufallsvariablen erforderlich.

  • In allen Modell-Gleichgewichten wird stets angenommen, daß der Staatshaushalt ausgeglichen ist. In der Realität existieren Haushaltsdefizite und streng genommen muß sogar berücksichtigt werden, daß der Staat zahlungsunfähig werden kann Um derartige Effekte realistisch abbilden zu können, müssen negative Realisationen der Zufallsvariablen Einkommen zugelassen werden.

  • Ein rein technischer Aspekt ist die Annahme der additiv separablen Nutzenfunktion in Konsum und Arbeitseinsatz, die sicherlich auch realitätsfern ist. Hebt man diese Annahme auf, sind schon die Eigenschaften der Indifferenzschalen im (µ,σ,ℓ) -Raum nicht mehr eindeutig, so daß eine Einschätzung des Verhaltens des repräsentativen Bürgers und die Ermittlung der wohlfahrtsmaximalen Steuer-Transfer-Politik nahezu unmöglich wird.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1999

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