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Das Problem der ehelichen Stabilität

  • Johannes Kopp

Zusammenfassung

Es wurde bereits angedeutet, daß die zunehmenden Scheidungsziffern und die daran anschließenden sozialen und sozialpolitischen Konsequenzen ein immer wichtigeres Forschungsgebiet innerhalb der Familienforschung werden. Umso erstaunlicher ist die Tatsache, daß die deutsche Familiensoziologie sich fast nicht mit diesem Thema auseinander gesetzt hat. Obwohl Scheidungen über alle Zeiten und Kulturen hinweg ein (teilweise weit-) verbreitetes Phänomen waren (vgl. Murdock 1949), so finden sich kaum Ansätze, die nach den zugrundeliegenden Prozessen und Erklärungen ehelicher Stabilität fragen. Erst mit der seit Mitte der sechziger Jahre in fast allen modernen (Chester 1977; Davis 1985) — oder im Prozeß der Modernisierung befindlichen (vgl. etwa Edwards/Fuller/Vorakitphokatorn/Sermsri 1992) Gesellschaften einsetzenden deutlichen Steigerung der Scheidungsziffern veränderte sich diese Situation.

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Referenzen

  1. 1.
    In die folgenden Analysen konnten 59 Staaten berücksichtigt werden. Die Scheidungsrate stellt die neueste, zur Verfügung stehende crude divorce rate aus dem Zeitraum 1980 bis 1985 dar, der Anteil der Beschäftigten im primärem Sektor bezieht sich auf das gleiche Jahr. Der Frauenanteil an den Erwerbstätigen konnte in einigen Fällen nicht für das gleiche Jahr ermittelt werden. In diesem Fall würde der nächstliegende zur Verfügung stehende Zeitpunkt berücksichtigt.Google Scholar
  2. 2.
    Die Angaben beziehen sich dabei immer auf das Gebiet der Bundesrepublik bis 1990. Die Entwicklung in der DDR verlief jedoch erstaunlich parallel (vgl. Meyer 1991; Kopp 1993).Google Scholar
  3. 3.
    Die amtliche Statistik trennt bei gerichtlichen Eheauflösungen zwischen Ehescheidungen und Erklärungen auf Nichtigkeit beziehungsweise Aufhebung der Ehe. Diese letzten Kategorien sind jedoch nur sehr gering besetzt. 1991 betraf dies 152 Ehen.Google Scholar
  4. 4.
    Diese Angaben beruhen auf eigenen Berechnungen auf Grundlage des ALLBUS 1988 (ZA Nr. 1670). Dabei wurden den zum Befragungszeitpunkt erstmals Geschiedenen (n = 130) die — ebenfalls erstmals — Verheirateten (n = 1597) gegenübergestellt. Alle angegebenen Unterschiede sind bei einem Vergleich der Gruppenmittelwerte signifikant (p < .05).Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1994

Authors and Affiliations

  • Johannes Kopp

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