Advertisement

Unternehmensorganisation als Resultat konstitutiver Einigung

Chapter
  • 166 Downloads
Part of the Markt- und Unternehmensentwicklung book series (GEW)

Zusammenfassung

Erfolg und Mißerfolg von Organisation richten sich nach Regeln, die vertragstheoretisch beschrieben werden können. Da diese Regeln im Prinzip bekannt und ihre Einhaltung feststellbar ist, kann der Erfolg von Organisation auch bevor — im Sinne des obigen Zitates — die Bilanz eines Unternehmens vorliegt, das heißt bevor es zu spät ist, beurteilt werden. Notwendig ist eine Organisationstheorie, die — wie in der Einleitung ausgeführt — zum einen sowohl den Koordinations- als auch den Motivationsaspekt von Organisation berücksichtigt und zum anderen den Übergang von individuellem zu kollektivem Handeln beschreibt und erklärt. Eine solche Theorie kann aufbauend auf den Überlegungen der vorangegangenen Kapitel nun skizziert werden.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. 8.
    Die detailliertere Beschäftigung mit Verhandlungen bleibt Diskurs-, Spiel-und Public Choice-Theoretikern überlassen. Vgl. z. B. Habermas (1981a) und (1981b), Stahl (1974), Binmore (1992) und (1993), Binmore/Orborne/Rubinstein (1992) und Buchanan/l’ullock ( 1982 ). Interessant ist darüber hinaus auch die Ratgeber-Literatur für eine erfolgreiche Verhandlungsführung. Vgl. hierzu beispielsweise Fisher/Ury (1984).Google Scholar
  2. 9.
    Dies Kalkül korrespondiert wiederum mit transaktionskostentheoretischen Überlegungen zum Outsourcing und zum optimalen Dezentralisierungsgrad. Vgl. z. B. Picot (1993e) und (1993f).Google Scholar
  3. 10.
    Vgl. Riordan (1990), S. 109.Google Scholar
  4. 11.
    Weber/Mayrhofer/Nienhüser (1993), S. 279.Google Scholar
  5. 12.
    Kirchner (1985), 231 f.Google Scholar
  6. 13.
    Vgl. Kirchner (1985), S. 232, und Grandori (1991), S. 323.Google Scholar
  7. 14.
    Vgl. Vanberg (1982), S. 8 ff., Milgrom/Roberts (1992), S. 20, und Teubner (1993), S. 382.Google Scholar
  8. 15.
    Für eine Auflistung der Funktionen der Unternehmenskultur vgl. Dill/Hügler (1987), S. 146 ff. Für eine institutionenökonomisch begründete Analyse von Unternehmenskultur vgl. Kreps (1990c) und Föhr/Lenz (1992). Im folgenden wird Unternehmenskultur stets als Teil der Unternehmensverfassung behandelt.Google Scholar
  9. 18.
    Selbst wenn sie in manchen Quellen leicht mystifiziert erscheint, vgl. z. B. Gussmann/Breit (1987) und Schein (1985). Auch die als geheimes Erfolgsrezept vielgerühmte Kultur japanischer Unternehmen kann durch die vertragstheoretische Interpretation vollkommen entzaubert werden, vgl. Krug (1993).Google Scholar
  10. 21.
    Leschke (1993), S. 68, erklärt das Phänomen, daß unmoralisches Verhalten moralisches verdrängt, in Anlehnung an Brennan und Buchanan als das „Greshamsche Gesetz der Politik“.Google Scholar
  11. 22.
    Zur End Garne-Problematik und Rückwärts-Induktion vgl. Kreps (1990b), S. 47 ff. Diese Argumentation entspricht zugleich Axelrods Erkenntnissen zum tit for tat-Spiel; vgl. Axelrod (1984), S. 27 ff.Google Scholar
  12. 23.
    Vgl. Kreps (1990c), S. 100. Vgl. für die deutsche Übersetzung der Bezeichnungen Föhr/Lenz (1992), S. 133.Google Scholar
  13. Vgl. Homann (1989), S. 38 ff. Der grundsätzlichen Möglichkeit einer Gestaltung von Institutionen widerspricht auch Hayek nicht (mehr); vgl. Vanberg (1981).Google Scholar
  14. 25.
    Das Konzept der Fokalpunkte geht zurück auf Schelling (1960), S. 54 ff. und 111 ff. Most situationschrwww(133) provide some clue for coordinating behavior, some focal point for each person’s expectation of what the other expects him to expect to be expected to.do“, S. 57. Vgl. auch Aasmusen (1989), S. 36 f., und McMillan (1992), S. 50 ff. Darüber hinaus wenden Kreps (1990c), S. 120 ff., und Williamson (1993b), S. 478, das Konzept der Fokalpunkte explizit auf Unternehmenskultur an.Google Scholar
  15. 26.
    Vgl. Gestmann (1995) und das Fallbeispiel General Electric im Anhang dieser Arbeit.Google Scholar
  16. 27.
    Vgl. Williamson (19936), S. 476 f.Google Scholar
  17. 28.
    Für eine systemtheoretische Interpretation der Steuerungsfunktion von Unternehmenskultur vgl. Pheysey (1993), S. 27 ff.Google Scholar
  18. 29.
    Auch hier bietet sich ein aussagekräftiger sprachlicher Hinweis zur Unterstützung dieser Interpretation. Cultura bedeutet u. a. Pflege. Dies erstreckt sich auch auf die Unternehmenskultur. Für weitere Hinweise über Ursprung des Begriffs vgl. Pheysey (1993), S. 2 f., und Dormayer/Kettern (1987), S. 51.Google Scholar
  19. 34.
    Ob Signalling oder Screening vorliegt, ist davon abhängig, welcher Partner der schlechter informierte ist. Wird Unternehmensverfassung als Signal über Eigenschaften eines Unternehmens gegenüber schlechter informierten potentiellen Bewerbern verstanden, so liegt Signalling vor. Sind dagegen die potentiellen Partner des Unternehmens besser informiert, so kann die Unternehmensverfassung als Screening-Instrument gesehen werden, da nur Vertragspartner, die den Bedingungen der Unternehmensverfassungen grundsätzlich zustimmen, einem Vertrag mit diesem Unternehmen zustimmen werden. Alle anderen werden tendenziell ablehnen. Die Wirkung ist sowohl beim Screening als auch bei Signalling, daß sich tendenziell eher die ‘richtigen’ Vertragspartner finden.Google Scholar
  20. 35.
    Vgl. für eine konstitutionalistisch-vertragstheoretische Interpretation von Unternehmensverfassung als Schutzmechanismus für spezifische Investitionen Gifford (1991).Google Scholar
  21. 36.
    Für eine Abgrenzung von Vertrauen als Explanans und als Explanandum vgl. Craswell (1993), S. 492 ff., in Antwort auf Williamson (19936).Google Scholar
  22. 37.
    Während Vertrauen also eine ‘passive’ Eigenschaft ist, kann Reputation als ihr aktives Spiegelbild betrachtet werden.Google Scholar
  23. 38.
    Vgl. z. B. Tollison (1982), Milgrom/Roberts (1990) und Kapitel 4.2.1 dieser Arbeit.Google Scholar
  24. 42.
    Vgl. Macauly (1963) und Williamson (1993b), S. 459 f.Google Scholar
  25. 43.
    Macauly (1963), S. 63. Vgl. auch Schlicht (1993), S. 188.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1995

Authors and Affiliations

There are no affiliations available

Personalised recommendations