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Struktur der Baumaschinenvermietung in Deutschlan

  • Christian Opitz
Part of the Markt- und Unternehmensentwicklung book series (MAU)

Zusammenfassung

Bei der Erhebung der relevanten empirischen Daten wurde auf zwei unterschiedliche Quellen zurückgegriffen. Zunächst wurde das vorhandene, die Vermietung von Baumaschinen betreffende Schrifttum gesichtet. Alle größeren Hersteller von Baumaschinen und Dritte Vermieter haben Informations- und Werbematerial für Aktionäre und potentielle Kunden, welches sie gerne verschicken, oder sind mit einer eigenen Homepage im Internet vertreten. Diese Informationen geben bereits Aufschluß über die Präsenz eines bestimmten Anbieters, sein Angebot und konkrete Mietbedingungen. Verbände wie der bbi oder der VDMA haben eine Vielzahl eigener Untersuchungen durchgeführt und versorgen ihre Mitglieder und anderweitig Interessierte mit entsprechenden Informationen. Darüber hinaus wurden die einschlägigen Zeitschriften der Bauwirtschaft1 gezielt nach Veröffentlichungen und Praxisinformationen durchsucht. Das Beratungsunternehmen Roland Berger & Partner GmbH hat im Auftrag einer Investmentgesellschaft eine Studie zur Baumaschinenvermietung in Deutschland angefertigt, die Anfang 1998 abgeschlossen wurde.2 Sekundärliteratur dieser Art ist für die hier geforderten Belange besonders wertvoll und kann eigene Recherchen ergänzen und teilweise ersetzen. Hier wurde eine Fülle von Daten bereits gesammelt, ausgewertet und zu Ergebnissen verdichtet. Zur Vervollständigung und Vertiefung dieser Informationen wurden zudem eigene Gespräche mit Experten der Bau- und Baumaschinenindustrie sowie der Baumaschinenvermietung geführt.

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References

  1. 1.
    Wie z.B. die Magazine Baugewerbe, Baumarkt, Baumaschinendienst oder Hoch- und Tiefbau.Google Scholar
  2. 2.
    Vgl. Roland Berger & Partner GmbH (1998).Google Scholar
  3. 3.
    Jacob (1982, S. 864) nennt als Vorteile von Leasingunternehmen im Baumaschinenbereich: Bessere Einkaufskonditionen, Absicherung von Restwertrisiken, besondere Vermarktungsabteilungen für gebrauchte Geräte, um bessere Wiederverkaufspreise zu erzielen und Second-Hand-Leasing. Diese Vorteile lassen sich konsistent auch theoretisch argumentieren. Vgl. Franck/Bagschik/Opitz (1997) sowie Neus (1991). S. 1433f. und Hax (1977), S. 26.Google Scholar
  4. 4.
    Helmus/Raaz (1996), S. 59.Google Scholar
  5. 5.
    Tüttenberg (1994b), S. 176.Google Scholar
  6. 6.
    Schäfer (1993), S. 98–99.Google Scholar
  7. 7.
    Kaiser (1993), S. 197.Google Scholar
  8. 8.
    Vgl. Lenfert (1994), S. 2, Spillner/Rußig (1996), S. 21 sowie Poppy (1997).Google Scholar
  9. 9.
    Die Vergabe von Aufträgen an Subunternehmer hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Die Kostenanteile der Fremd- und Nachunternehmerleistungen am Bruttoproduktionswert haben sich zwischen 1980 und 1996 von etwa 14 auf rund 26 Prozent erhöht. In einigen Bereichen wie z.B. im Hoch- und Tiefbau liegen diese Werte z.T. noch deutlich darüber. Vgl. Spillner/Rußig (1996), S. 23. Neben einer besseren Nutzung von Spezialgeräten und spezialisiertem Know-how dürfte diese Entwicklung durch eine Zunahme der Komplexität der Bauvorhaben und dem Wunsch der Bauherren nach einem alleinigen Ansprechpartner, dem Generalunternehmer, beschleunigt worden sein. Die Öffnung des Marktes auch für ausländische Firmen hatte weiter zur Folge, daß Hauptauftragnehmer verstärkt auf deutlich kostengünstige ausländische Subunternehmer zurückgreifen und ihren eigenen Arbeitskräftebestand reduzieren.Google Scholar
  10. 10.
    Vgl. hierzu Abschnitt 5.3.3. weiter unten im Text.Google Scholar
  11. 11.
    Für diesen Hinweis danke ich Herrn Prof. Dr. Dieter Jacob, Lehrstuhl für Baubetriebslehre an der TU-Bergakademie Freiberg.Google Scholar
  12. 12.
    Zu den besonderen Schwierigkeiten und Möglichkeiten einer anreizkompatiblen Gestaltung von Controllingsystemen vgl. Stein (1998) sowie Baiman/Demski (1980).Google Scholar
  13. 13.
    Vgl. z.B. Maurer (1995), S. 14 oder Tüttenberg (1994b), S. 176.Google Scholar
  14. 14.
    Schnabel (1989).Google Scholar
  15. 15.
    Vgl. Tüttenberg (1994b), S. 176 und Roland Berger & Partner (1998), S. 4.Google Scholar
  16. 16.
    Eine Ausnahme bildet die Liebherr-Mietpartner GmbH, die seit Anfang 1998 an fünf Standorten Krane und andere Baumaschinen direkt an Bauunternehmen vermietet. Vgl. hierzu auch Abschnitt 6.1.2.Google Scholar
  17. 17.
    Vgl. Roland Berger & Partner (1998), S. 8.Google Scholar
  18. 18.
    Ein Beispiel für eine Konzentration auf nur einen Hersteller liefert die Fa. Zeppelin, einer der größten Anbieter von Baumaschinen mit über 46 Stationen, die über das gesamte Bundesgebiet verteilt sind. Zeppelin verkauft und vermietet ausschließlich Maschinen von Caterpillar, dem weltgrößten Hersteller von Baumaschinen (teilweise sind diese Maschinen mit eigenem Logo versehen, Hersteller ist jedoch in jedem Fall die Fa. Caterpillar). In der Vergangenheit wurden zusätzlich Klein- und Minibagger anderer, vorwiegend japanischer Hersteller geführt. Nach einer Erweiterung des Produktspektrums von Caterpillar auch um diese Produkte bietet Zeppelin jedoch nunmehr ein reines Produktprogramm nur dieses einen Herstellers an. Weiter besteht ein umfassender Gebietsschutz. Sämtliche Vertriebsaktivitäten werden von Zeppelin als Generalunternehmer durchgeführt, andere Unternehmen sind offiziell nicht autorisiert, als Zwischenhändler Neumaschinen an Dritte zu verkaufen. Caterpillar selbst tritt dagegen nur in Ausnahmefällen als Verkäufer oder Vermieter auf. Im Innenverhältnis sind die beiden Unternehmen nicht durch Beteiligungen mit einander verflochten. Dennoch besteht diese enge Beziehung seit Jahrzehnten äußerst erfolgreich.Google Scholar
  19. 19.
    Vgl. auch weiter unten im Text.Google Scholar
  20. 20.
    Vgl. in diesem Zusammenhang auch die Ausführungen zum internen Flottenmanagement in Abschnitt 5.3.3.1.Google Scholar
  21. 21.
    Bislang operiert keiner dieser Anbieter bundesweit, eine Tendenz zur umfassenden Flächen-deckung zeichnet sich jedoch ab. Einige Anbieter wie die MVS oder Baurent planen bzw. vollziehen gerade eine Erweiterung ihres Niederlassungsnetzes, indem sie kleinere Vermieter aufkaufen oder eigene Niederlassungen in Gebieten neu gründen, in denen sie vorher nicht präsent waren.Google Scholar
  22. 22.
    HKL(1998), S. 3.Google Scholar
  23. 23.
    Arbeitsgemeinschaften oder kurz ARGEN sind Kooperationen zwischen verschiedenen Bauunternehmen zur gemeinsamen Bearbeitung eines Auftrages.Google Scholar
  24. 24.
    Zu den Aufgaben und der Bedeutung der Maschinentechnischen oder Geräteabteilung vgl. Kühn (1991), S. 17.Google Scholar
  25. 25.
    Der Mietvertrag und die Pflichten des Mieters/Vermieters sind in BGB §§ 535ff. geregelt.Google Scholar
  26. 26.
    Vgl. Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V. (1995). Diese pauschale Art der Kalkulation ist natürlich nicht unumstritten, weil sie die tatsächlich anfallenden Kosten nur unzureichend berücksichtigt, vgl. auch Kaiser (1993). Insbesondere, wenn zusätzlich eine Vermietung an Dritte erfolgen soll, oder eigene Baustellen die Wahl zwischen der Nutzung eigener und der Anmietung fremder Maschinen haben, kommt es zwangsläufig zu Verlusten oder entgangenen Gewinnen, wenn Preise systematisch über- oder unterschätzt werden.Google Scholar
  27. 27.
    Vgl. Kühn (1991, S. 17).Google Scholar
  28. 28.
    Vgl. Hochtief AG (1998).Google Scholar
  29. 29.
    Hier besteht sogar eine gegenseitige Abnahme- und Versorgungsverpflichtung.Google Scholar
  30. 30.
    Vgl. Kölbel (1997), S. 48–49 und Walter Bau-AG (1998).Google Scholar
  31. 31.
    Vgl. auch Schnabel (1995), S. 102.Google Scholar
  32. 32.
    Vgl. Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V./Zentralverband des Deutschen Baugewerbes e.V. (1995).Google Scholar
  33. 33.
    Die Eigentumsverhältnisse allein, schließen dagegen eine geteilte Nutzung nicht von vornherein aus. Offenbar ist es lediglich eine Frage der Betrachtungsperspektive bzw. des Aggregationsniveaus, ob ein und dieselbe Maschine verschiedene Eigentümer besitzt oder ein Maschinenpark aus Maschinen besteht, die jeweils nur einen Eigentümer aufweisen.Google Scholar
  34. 34.
    Ein Verkauf an Dritte und eine Aufteilung des Erlöses ist grundsätzlich möglich, dürfte jedoch angesichts der nur kurzen Nutzungsintervalle und der bekannten Hidden-characteristcs-Problematik mit einem hohen Transaktionskostenniveau behaftet sein. Der Verkauf von ARGE-Geräten ist daher im Standardvertrag besonders geregelt (§ 14.24).Google Scholar
  35. 35.
    Vgl. auch Kotte (1990), (1991) sowie o.V. (1990).Google Scholar
  36. 36.
    Diese Verträge können auch beim Kauf von Neumaschinen abgeschlossen werden und beinhalten dann Wartung und Service der Geräte zu einem vereinbarten Festpreis.Google Scholar
  37. 37.
    Vgl. Helmus/Raaz (1996), S. 59.Google Scholar
  38. 38.
    Zur Versicherungspraxis von Baumaschinen vgl. außerdem Kotte (1998), Schnabel (1984) und Wächter (1997).Google Scholar
  39. 39.
    Salier (1995) untersucht Haftungsfragen bei der Überlassung von Baumaschinen mit Bedienpersonal. Häufig sind mögliche Schäden jedoch ohnehin über Versicherungen des Vermieters abgedeckt.Google Scholar

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2000

Authors and Affiliations

  • Christian Opitz

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