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Einleitung

  • Christian Opitz
Part of the Markt- und Unternehmensentwicklung book series (MAU)

Zusammenfassung

Die vorherrschende Transaktion zwischen Herstellern und Nutzern von Gütern ist die des klassischen Kaufes. Zu vertraglich festgelegten Konditionen findet dabei ein Austausch der Eigentumsrechte1 an einem Gut zwischen dem Hersteller als Erzeuger und bisherigem Eigentümer und dem Nutzer als Käufer und neuem Eigentümer des Gutes statt. Diesem steht somit insbesondere das Recht zu, das erworbene Gut zu nutzen und andere von der Nutzung auszuschließen. Eine solche ausschließliche Nutzung soll im folgenden als exklusive Nutzung bezeichnet werden. Verändert sich nun die Nutzenfunktion des Eigentümers im Zeitablauf oder generiert das Gut nicht mehr die erwartete Leistung, so daß nunmehr ein von seiner Menge oder seiner Art her veränderter Bedarf besteht, kann er versuchen, das Gut als Gebrauchtgut an Dritte mit anderer Präferenzausstattung weiterzuveräußern. In diesen Fällen wird das Nutzungspotential eines Gutes nicht von ein und demselben Nutzer allein, sondern von verschiedenen Nutzern hintereinander in Anspruch genommen.2 Derartige Transaktionen sind jedoch regelmäßig mit hohen Kosten etwa für die Suche und Auswahl von Vertragspartnern, die Vertragsgestaltung, die Übertragung des Eigentums, die Bewertung etc. verbunden, so daß sie für ausreichend kurze (Teil-)Nutzungsperioden keine durchführbare Alternative bieten.

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References

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    Die Property-Rights-Theorie befaßt sich explizit mit der Verteilung und Übertragung sog. Handlungs- und Verfügungsrechte. Diese Rechte an einem Gut werden üblicherweise in vier Einzelrechte unterteilt: das Recht, ein Gut zu nutzen (usus), das Recht, dieses Gut zu verändern (abusus), das Recht, sich Gewinne anzueignen bzw. die Pflicht, Verluste zu tragen (usus fructus) sowie das Recht, das Gut zu veräußern und den Veräußerungserlös einzubehalten. Vgl. hierzu Alchian/Demsetz (1972), S. 783, Alchian (1950) sowie Demsetz (1964), (1967). Zur Theorie der Property-Rights vgl. außerdem Alchian/Demsetz (1972), Barzel (1989), Demsetz (1966), (1967), (1968), Furubotn/Pejovich (1972), (1974) und Noll (1992). Für einen Überblick vgl. Picot/Dietl/Franck (1997), S. 54 – 65 und Fischer (1994).Google Scholar
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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2000

Authors and Affiliations

  • Christian Opitz

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