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Theoretische Grundlagen

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Zusammenfassung

Auktionsbetriebe sind zweifellos in der Realität zu beobachtende Unternehmen. Zur Erklärung der Existenz, der Möglichkeiten und der Probleme realer Unternehmen kennt die moderne Betriebswirtschaftslehre sehr leistungsfähige ökonomische Ansätze, die unter dem Begriff neoinstitutionalistische Unternehmenstheorie 21 subsumiert werden können. Zu nennen sind hier vor allem die Transaktionskostentheorie, die Theorie der Verfügungsrechte, die Informationsökonomie sowie die ökonomische Vertragstheorie. Ein gemeinsames Merkmal dieser Ansätze ist der konsequente Marktbezug. Jeder Ansatz stellt eine beträchtliche Erweiterung der jeweils als Ausgangspunkt dienenden neoklassischen Markttheorie dar. Es werden Marktfehler aufgezeigt und Institutionen22 als Mechanismen zur Kompensation dieser Marktfehler begründet. Unternehmen — und daher auch Auktionsunternehmen — können als ein solcher Kompensationsmechanismus interpretiert werden.

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Literatur

  1. 21.
    Vgl. zu einem umfassenden Überblick SCHAUENBERG/FÖHR (1995); RICHTER/FURUBOTN (1996); SCHAUENBERG (1998b), S. 25–46.Google Scholar
  2. 22.
    Vgl. zum Institutionenbegriff SCHAUENBERG/SCHMIDT (1983), S. 249. Demnach sind Institutionen auf Dauer angelegte Formen der Zusammenarbeit von mehreren Akteuren mit zumindest teilweise ähnlichen Interessen zur Realisation gemeinsamer Vorteile.Google Scholar
  3. 23.
    Vgl. zu einem ÜBERBLICK ARROW/DEBREU (1954); ARROW (1969); RADNER (1970); ARROW/HAHN (1971); ARROW (1974); DEBREU (1976); HAHN (1981); SCHAUEN-BERG/SCHMIDT (1983), S. 251–258; ARROW (1985); SCHNEIDER (1990); SCHAUEN-BERG (1993), Sp. 4172–4174; SCHAUENBERG (1998b), S. 26–29.Google Scholar
  4. 24.
    Vgl. SCHAUENBERG (1996), S. 343–344.Google Scholar
  5. 25.
    Vgl. SCHAUENBERG (1998b), S. 25.Google Scholar
  6. 26.
    Vgl. hierzu auch GUTENBERG (1968), S. 180–182; OTT (1979), S. 32–36, 43–44; SCHUMANN (1987), S. 177–178, 244; WIED-NEBBELING (1993), S. 3–4.Google Scholar
  7. 27.
    Vgl. ARROW/DEBREU (1954); ARROW (1969); ARROW/HAHN (1971); ARROW (1974); DEBREU (1976), S. 119–124; ARROW (1985).Google Scholar
  8. 28.
    Vgl. beispielsweise RADNER (1968), S. 34; RADNER (1970), S. 454, 456; SCHAUEN-BERG/SCHMIDT (1983), S. 254; SCHNEIDER (1990), S. 113.Google Scholar
  9. 29.
    Vgl. STIGLITZ (1987), S. 25: “The Arrow-Debreu model [...] does require [...] the nature of the “commodity” be fixed [...].”; Schneider (1990), S. 113–114, der formuliert: “Zwar herrscht in einer Arrow/Debreu-Modellwelt ausdrücklich keine “vollkommene Voraussicht”, wohl aber “vollständige Gewißheit über die Ungewißheit”.”; KNOLL (1994), S. 30.Google Scholar
  10. 30.
    Vgl. ARROW (1969), S. 54; SCHAUENBERG/SCHMIDT (1983), S. 254; ARROW (1985), S. 115–116, 119.Google Scholar
  11. 31.
    Vgl. zur Aussage der Effizienz von Gleichgewichten HAYEK (1976), S. 115; HIRSHLEI-FER/RILEY (1979), S. 1412–1413; KUNZ (1985), S. 29.Google Scholar
  12. 32.
    Vgl. dazu ARROW (1969), S. 49; SCHAUENBERG (1998b), S. 26–27.Google Scholar
  13. 33.
    Vgl. ARROW (1969), S. 54; SCHAUENBERG/SCHMIDT (1983), S. 254; ARROW (1985), S. 115. Folgt man den gleichgewichtstheoretischen Überlegungen von Walras, so entsteht ein Markträumungszustand bei vollkommener Konkurrenz durch einen iterativen Anpassungsprozeß, den sogenannten Tâtonnement-Mechanismus, der von einem Auktionator organisiert wird. Mit der Ermittlung des Gleichgewichtspreises über den Tâtonnement-Mechanismus sorgt der Auktionator dafür, daß die Anbieter und Nachfrager kostenlos alle für die Koordination ihrer Individualpläne relevanten Informationen erhalten. Vollständige Informationen werden also allein durch das Preissystem gewährleistet. Vgl. ARROW/HAHN (1971), S. 264–266, 321–322; HIRSHLEIFER (1973), S. 34; SEIDL (1978), S. 150–155; HIRSHLEIFER/RILEY (1979), S. 1412; JOYCE (1984), S. 416–419; KUNZ (1985), S. 9–10, 28–29; SCHUMANN (1987), S. 182; SCHNEIDER (1990), S. 105–109. Vgl. zur Effizienz des Preissystems als Instrument zur Kommunikation der transaktionsrelevanten Informationen auch HAYEK (1945), insbesondere S. 525.Google Scholar
  14. 34.
    Vgl. zur ökonomischen Analyse von Entscheidungsanomalien auch SCHAUENBERG (1978); EICHENBERGER (1992) sowie KLOSE (1994).Google Scholar
  15. 35.
    Vgl. ausführlich zu Konvexitäts- und Universalitätsproblemen ARROW (1969), S. 53–59; ARROW (1985), S. 120–122; SCHAUENBERG (1998b), S. 27–28.Google Scholar
  16. 36.
    Vgl. WILLIAMSON (1975), S. 21–23; WILLIAMSON (1985), S. 30–32, 44–50, 56–59. Die Gründe für unvollkommen informierte Akteure sind erstens konstitutioneller Natur, d. h. das Wissen der Marktakteure muß unvollständig bleiben, weil komplexe Umweltbedingungen eine vollständige Kenntnis nicht zulassen und zudem individuell verschiedene Fähigkeiten hinsichtlich der Informationsaufnahme und-Verarbeitung vorliegen. Hayek spricht in diesem Zusammenhang von ‘konstitutioneller Unwissenheit’. Vgl. HAYEK (1969), S. 171. Außerdem ist von einer ökonomisch begründeten Unwissenheit der Marktakteure auszugehen, d. h. die Akteure sehen von einer (zusätzlichen) Informationsbeschaffung ab, weil die Kosten der Informationsbeschaffung den damit verbundenen Nutzen übersteigen. Drittens kann schließlich eine zukunfts-bezogene Unsicherheit in dem Sinne vorliegen, daß heute interessierende Informationen erst in der Zukunft realisiert werden. Vgl. hierzu TALKENBERG (1992), S. 66–67.Google Scholar
  17. 37.
    Vgl. zu einer ausführlichen Darstellung der Grundproblematik von asymmetrisch verteilten Informationen TIROLE (1988), S. 106–114; MILGROM/ROBERTS (1992), S. 125–165; KREPS (1994), S. 519–581; VARIAN (1995), S. 589–609.Google Scholar
  18. 38.
    Vgl. COASE (1937).Google Scholar
  19. 39.
    Vgl. ARROW (1969); WILLIAMSON (1975).Google Scholar
  20. 40.
    COASE (1937), S. 390.Google Scholar
  21. 41.
    ARROW (1969), S. 48.Google Scholar
  22. 42.
    Vgl. zum Begriff Transaktionskosten z. B. WILLIAMSON (1975), S. 3–4; WILLIAMSON (1977), S. 191; BÖSSMANN (1982), S. 664–665; PICOT (1982), S. 268, 270; BÖSS-MANN (1983), S. 107; WILLIAMSON (1985), S. 18; WILLIAMSON (1987), S. 591; MIL-GROM/ROBERTS (1992), S. 28–30; RICHTER/FURUBOTN (1996), S. 47–49.Google Scholar
  23. 43.
    Vgl. PICOT (1982), S. 270; PICOT (1986), S. 3; PICOT (1990), S. 105; FÖHR (1991), S. 53; RICHTER/FURUBOTN (1996), S. 50–53; SCHAUENBERG (1998b), S. 30.Google Scholar
  24. 44.
    Vgl. WILLIAMSON (1985), S. 20–22; SCHUMANN (1987), S. 213.Google Scholar
  25. 45.
    Vgl. zu dieser Argumentation SCHAUENBERG (1998b), S. 29–30.Google Scholar
  26. 46.
    Vgl. SCHAUENBERG (1996), S. 345.Google Scholar
  27. 47.
    Vgl. ALCHIAN (1965). Vgl. hierzu auch ALCHIAN/DEMSETZ (1973); SCHAUENBERG (1998b), S. 33–34.Google Scholar
  28. 48.
    Vgl. FRANCK/BAGSCHIK/OPITZ (1997), S. 203.Google Scholar
  29. 49.
    Vgl. FRANCK/BAGSCHIK/OPITZ (1997), S. 215; SCHAUENBERG (1998b), S. 33.Google Scholar
  30. 50.
    Vgl. SCHAUENBERG (1998b), S. 33, 34.Google Scholar
  31. 51.
    Williamson spricht in diesen Situationen auch von ‘Information impactedness’. Vgl. WILLIAMSON (1975), S. 31–33.Google Scholar
  32. 52.
    Vgl. AKERLOF (1970).Google Scholar
  33. 53.
    Diese Gefahr besteht bei denjenigen Anbietern, die qualitativ vergleichsweise schlechte Autos verkaufen wollen. Diese haben keinen Anreiz, ihre privaten Informationen aufzudecken.Google Scholar
  34. 54.
    Vgl. in diesem Zusammenhang beispielsweise SPENCE (1974), S. 26, 47, 88–89, 93–95; SPENCE (1976), S. 595–597; MCMILLAN (1992), S. 67–74; KRÄKEL (1994), S. 428–430; KRÄKEL/SCHAUENBERG (1998), S. 91–92; SCHAUENBERG (1998b), S. 38–39.Google Scholar
  35. 55.
    Vgl. AKERLOF (1970), S. 499–500.Google Scholar
  36. 56.
    Vgl. zu Screening-Mechanismen beispielsweise STIGLITZ (1975); KAAS (1991); MIL-GROM/ROBERTS (1992), S. 156–158; KRÄKEL/SCHAUENBERG (1998), S. 23–24.Google Scholar
  37. 57.
    Testverfahren sind nicht ohne Probleme. Vgl. ausführlich zu diesen Problemen beispielsweise KRÄKEL/SCHAUENBERG (1998), S. 101; SCHAUENBERG (1998b), S. 39.Google Scholar
  38. 58.
    Vgl. SCHAUENBERG (1998b), S. 39. Vgl. zu Self selection im Kontext von Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Beziehungen außerdem SALOP/SALOP (1976); GUASCH/WEISS (1981). Salop/Salop empfehlen einem Arbeitgeber, der Informationsdefizite über die Fluktuationswahrscheinlichkeit eines Bewerbers für eine Arbeitsstelle vor dem Abschluß eines Arbeitsvertrags so weit wie möglich abbauen möchte, den betreffenden Bewerber zwischen einem eher zeitkonstanten Entlohnungsvertrag und einem senioritätsabhängigen Entlohnungsvertrag wählen zu lassen. Präferiert der Bewerber den Senioritätslohn, so kann der Arbeitgeber aus dieser Selbsteinordnung eindeutiger auf einen hohen Bindungswillen des Bewerbers schließen, als wenn das zeitkonstante Lohnprofil gewählt worden wäre. Der Bewerber baut bei einer senioritätsabhängigen Entlohnung nämlich durch den Verzicht auf Lohnbestandteile in den ersten Perioden des Beschäftigungsverhältnisses ein Pfand auf, das erst zum Ende des vertraglich vorgesehenen Beschäftigungszeitraums vollständig zurückgezahlt wird. Durch ein vorzeitiges Ausscheiden aus dem Unternehmen würde sich der Kandidat bei diesem Entlohnungsvertrag also selbst schädigen. Der Bewerber, der das zeitkonstante Lohnprofil wählt, leistet dieses Pfand hingegen nicht. Ein Rückschluß des Arbeitgebers auf einen hohen Bindungswillen des Bewerbers wird somit erschwert. Guasch/Weiss schlagen einem Arbeitgeber zur Forcierung der Selbstselektion von Arbeitsplatzbewerbern vor, Einstellungstests durchzuführen, bei denen die Teilnehmer eine Testgebühr zu entrichten haben. Diejenigen Bewerber, die den Auswahltest bestehen, erhalten ein Einstellungsangebot. Hoch qualifizierte Bewerber weisen eine hohe Bestehenswahrscheinlichkeit auf und sind daher eher bereit, die Testkosten auf sich zu nehmen, als weniger qualifizierte Arbeitskräfte. Die geringer qualifizierten Bewerber werden dementsprechend zu einem Großteil von einer Testteilnahme absehen.Google Scholar
  39. 59.
    Vgl. ROSS (1973). Zu einem Überblick vgl. weiterhin auch WENGER/TERBERGER (1988); EISENHARDT (1989); ARROW (1991); FÖHR (1991), S. 124–163; PRATT/ZECK-HAUSER (1991); SAPPINGTON (1991); MILGROM/ROBERTS (1992), S. 166–247.Google Scholar
  40. 60.
    Vgl. SCHAUENBERG (1998b), S. 40–42. Vgl. zu Pfandlösungen und Anreizverträgen im Kontext von Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Beziehungen LAZEAR (1979); CARMICHAEL (1989); HUTCHENS (1989).Google Scholar
  41. 61.
    Vgl. KRÄKEL (1992), S. 3.Google Scholar
  42. 62.
    Andererseits können Unternehmen durch Innovationen jedoch auch neue Ungleichgewichte schaffen. Vgl. SCHAUENBERG (1996), S. 345.Google Scholar
  43. 63.
    Zu einer Theorie der Handelsunternehmung vgl. GÜMBEL (1985).Google Scholar
  44. 64.
    Vgl. GÜMBEL (1992), S. 337–338; SCHAUENBERG (1998a), S. 131. Transaktionskosten-theoretisch argumentiert ist die Tätigkeit eines Handelsbetriebes nur zweckmäßig, wenn die Transaktionskosten des Produzenten, des Händlers und der Nachfrageseite sowie die Produktionskosten des Händlers in ihrer Summe die Transaktionskosten von Produzent und Nachfrageseite ohne Einschaltung des Handels nicht überschreiten. Vgl. PICOT (1986), S. 4.Google Scholar
  45. 65.
    Vgl. PICOT (1986), S. 6–8; SCHAUENBERG (1998a), S. 131.Google Scholar
  46. 66.
    Vgl. SCHAUENBERG (1998a), S. 131.Google Scholar
  47. 67.
    Vgl. KRAHNEN (1985), S. 37, 104; FRANCK/BAGSCHIK/OPITZ (1997), S. 205. Vgl. ausführlich zur Risikoallokationsfunktion von Banken HELLWIG (1998).Google Scholar
  48. 68.
    Vgl. KRAHNEN (1985), S. 46.Google Scholar
  49. 69.
    Vgl. FRANCK/BAGSCHIK/OPITZ (1997), S. 206.Google Scholar
  50. 70.
    Vgl. FRANCK/BAGSCHIK/OPITZ (1997), S. 205.Google Scholar
  51. 71.
    Vgl. KRAHNEN (1985), S. 42–44; FRANCK/BAGSCHIK/OPITZ (1997), S. 207.Google Scholar
  52. 72.
    Vgl. zu einer ökonomischen Analyse von Personalberatern bzw. privaten Arbeitsvermittlern beispielsweise BULL/ORNATI/TEDESCHI (1987); FÖHR (1995); WALWEI (1995).Google Scholar
  53. 73.
    Vgl. FÖHR (1995), S. 145.Google Scholar
  54. 74.
    Vgl. BLASCHKE (1987). Blaschke belegt in seiner empirischen Studie bei der Frage, auf welche Weise Arbeitnehmer ihre augenblickliche Stelle erlangt haben, eine hohe Relevanz sozialer Kontakte. Wichtige Informationen über Arbeitsplätze werden den Arbeitssuchenden also oftmals durch soziale Kontakte zuteil.Google Scholar
  55. 75.
    REYHER/SPITZNAGEL/KRETSCHMER berichten in ihrer Untersuchung, daß etwa 2/3 derjenigen Unternehmen, die Stellenanzeigen oder das Arbeitsamt als Suchwege für neue Arbeitskräfte verwendet haben, Schwierigkeiten mit der Stellenbesetzung hatten. Vgl. REY-HER/SPITZNAGEL/KRETSCHMER (1990), S. 368.Google Scholar
  56. 76.
    Vgl. BULL/ORNATI/TEDESCHI (1987).Google Scholar
  57. 77.
    Vgl. BULL/ORNATI/TEDESCHI (1987), SIL; FÖHR (1995), S. 142–144.Google Scholar
  58. 78.
    Vgl. BULL/ORNATI/TEDESCHI (1987), S11–S12.Google Scholar
  59. 79.
    Die Argumentation sei hier auf gebrauchte Güter beschränkt, was eine leichte Vereinfachung der Realität darstellt. Es werden in der Praxis nämlich auch nicht gebrauchte Güter über Auktionen alloziiert. Hierzu gehören z. B. Blumen oder Fische sowie Lizenzen für Ölbohrungen und Sendefrequenzen. Auch die Gegenstände, die über Online-Auktionen versteigert werden, sind häufig nicht gebraucht. Trotzdem ist die Konzentration auf gebrauchte Güter gerechtfertigt. So werden beispielsweise Blumen und Fische nur auf Auktionen gehandelt, bei denen ausschließlich Gewerbetreibende in Erscheinung treten. Die im folgenden geschilderte Problematik stellt sich dann aber nicht. Bei den oben angesprochenen Veräußerungen von Lizenzen spielen reale Auktionsunternehmen keine Rolle. Das gleiche gilt für einen Großteil der Online-Auktionen. Die Beschränkung auf gebrauchte Güter stellt also keine Reduzierung des Untersuchungsgegenstands dar.Google Scholar
  60. 80.
    Es ist allerdings auch der gegenteilige Fall denkbar. So könnte beispielsweise der Verkäufer eines Gemäldes ein Informationsdefizit gegenüber einem Kaufinteressenten haben. Möglicherweise ist der Nachfrager ein Kunstexperte. Der Anbieter dagegen ist kein Fachmann, sondern hat das Gemälde vielleicht nur geerbt.Google Scholar
  61. 81.
    Liegt dagegen das Informationsdefizit über die Qualität und den tatsächlichen Wert eines Gutes auf Seiten des Verkäufers, so besteht bei bilateralen Verhandlungen mit einem erfahrenen Kaufinteressenten das Risiko, daß der Verkäufer über die Qualität des Objekts getäuscht wird und den Gegenstand unter Wert verkauft.Google Scholar
  62. 82.
    Vgl. TALKENBERG (1992), S. 73.Google Scholar
  63. 83.
    Zur genauen Begriffsabgrenzung Suchgut versus Erfahrungsgut vgl. NELSON (1970), S. 312 sowie KOTOWITZ/MATHEWSON (1979), S. 568; UNGERN-STERNBERG/WEIZSÄCKER (1981), S. 611; MILGROM/ROBERTS (1986), S. 797; SCHULENBURG (1987), S. 702–704; BAGWELL/RAMEY (1993), S. 199; FÖHR (1993), S. 110–111; HORSTMANN/MACDONALD (1994), S. 561–562; FÖHR (1995), S. 152–153. Die Merkmale eines Suchgutes sind demnach annähernd symmetrisch verteilte Informationen zwischen dem Anbieter und den Nachfragern, so daß die Nachfrager zwischen hoher und niedriger Qualität des Gutes vor der eigentlichen Kaufentscheidung differenzieren und entsprechend reagieren können. Bei Erfahrungsgütern stellt sich die tatsächliche Qualität eines Gutes für den Nachfrager erst nach dessen Kauf heraus. Ein Vertrauensgut schließlich ist ein Spezialfall eines Erfahrungsgutes. Hier kann die tatsächliche Qualität auch nach dem Erwerb nicht oder nur sehr schwer ermittelt werden. Zum Begriff ‘Vertrauensgut’ vgl. auch BLANKART/POMMEREHNE (1985), S. 438–440; SCHULENBURG (1987), S. 703–704; FÖHR (1993), S. 111.Google Scholar
  64. 84.
    Als Beispiele können hier Kunstgegenstände, Antiquitäten oder auch bereits in der Vergangenheit genutzte Industriemaschinen angeführt werden.Google Scholar
  65. 85.
    Verkäufer und Kaufinteressent treffen möglicherweise nur ein einziges Mal, in jedem Fall aber eher sporadisch, aufeinander. Vgl. TALKENBERG (1992), S. 76, 162.Google Scholar
  66. 86.
    Vgl. zu ähnlichen Aussagen über Institutionen des Handels auf dem Bildermarkt TALKENBERG (1992), S. 144–146.Google Scholar
  67. 87.
    Gerade hinsichtlich des Handels mit Unikaten ist die Effizienz der eigenen Suche sowohl für die Anbieter- als auch die Nachfrageseite als sehr gering anzusehen, weil die Identität der jeweils anderen Marktpartei oftmals unbekannt ist. Vgl. STIGLER (1961), S. 216.Google Scholar
  68. 88.
    Vgl. ausführlicher zu Sortimentseffekten bei Auktionen SCHAUENBERG (1998a), S. 132–133. Zum Themenkreis Sortiment und Sortimentspolitik vgl. GÜMBEL (1981); KAAS (1993).Google Scholar
  69. 89.
    Vgl. FÖHR (1995), S. 150–151, deren vergleichbare Aussage sich auf eine Analyse privater Arbeitsvermittler als Institution bezieht.Google Scholar
  70. 90.
    Vgl. dazu auch die Abschnitte 5.5.1 und 6.8.1.Google Scholar
  71. 91.
    Vgl. im Kontext einer ökonomischen Analyse privater Arbeitsvermittler FÖHR (1995), S. 144–145.Google Scholar
  72. 92.
    Die für das Versteigerergewerbe bedeutsamen Gesetzestexte sind z. B. in den Kommentaren von FACKLER/KONERMANN (1991) oder MARX/ARENS (1992) aufgeführt.Google Scholar
  73. 93.
    Wie zuvor bereits erwähnt wurde, differenziert die Auktionstheorie in der Regel nicht zwischen den Akteuren Verkäufer und Auktionator. In diesem Abschnitt soll jedoch zur Verdeutlichung der Aussagen und aus Gründen einer realistischeren Darstellungsweise der Auktionator explizit in die Analyse einbezogen werden.Google Scholar
  74. 94.
    Vgl. BECKMANN/KRÄKEL/SCHAUENBERG (1997), S. 43.Google Scholar
  75. 95.
    Vgl. BECKMANN/KRÄKEL/SCHAUENBERG (1997), S. 43.Google Scholar
  76. 96.
    Vgl. dazu beispielsweise VICKREY (1961), S. 14–23; CASSADY (1967), S. 56–63; MIL-GROM/WEBER (1982), S. 1089–1090; MILGROM (1985), S. 262–263; MCAFEE/MCMILLAN (1987), S. 702; MILGROM (1987), S. 2; RASMUSEN (1989), S. 246–250; KRÄKEL (1992), S. 13–14; FELDMAN/MEHRA (1993), S. 487–490. Zu einigen Varianten und weiteren Auktionspreisregeln vgl. CASSADY (1967), S. 63–81; UNGERN-STERNBERG (1991).Google Scholar
  77. 97.
    Anstelle des Begriffs der Englischen Auktion wird häufig in der juristischen Literatur der Begriff der ‘Aufwärtsversteigerung’, für die Holländische Auktion der Begriff der ‘Abwärtsversteigerung’ verwendet. Vgl. dazu u. a. FACKLER/KONERMANN (1991), S. 10; MARX/ARENS (1992), S. 15–18. Die dort stattfindende juristische Diskussion über die Zulässigkeit von Abwärtsversteigerungen spielt hier keine Rolle. Fackler/Konermann und Marx/Arens pro-blematisieren die Frage, ob gemäß § 156 Satz 2 BGB und § 18 Verst V das Merkmal der Abwärtsversteigerung, daß hier kein Wettbewerb durch gegenseitiges Überbieten vorliegt, eine notwendige Bedingung einer Auktion ist und kommen dabei zu unterschiedlichen Schlußfolgerungen.Google Scholar
  78. 98.
    Vgl. MILGROM/WEBER (1982), S. 1090; MILGROM (1985), S. 265; MCAFEE/MCMILLAN (1987), S. 704–705; MILGROM (1989), S. 4; RASMUSEN (1989), S. 246; KRÄKEL (1992), S. 14–18; FELDMAN/MEHRA (1993), S. 490; CRAMTON (1995), S. 281. Vgl. MCAFEE/MCMILLAN (1987), S. 706; krÄKEL (1992), S. 15–16.Google Scholar
  79. 100.
    Vgl. KRäKEL (1992), S. 16.Google Scholar
  80. 101.
    Vgl. MILGROM (1985), S. 265; MCAFEE/MCMILLAN (1987), S. 705; RASMUSEN (1989), S. 246; KRäKEL (1992), S. 10; FELDMAN/MEHRA (1993), S. 490; CRAMTON (1995), S. 281–282.Google Scholar
  81. 102.
    Vgl. MILGROM/WEBER (1982), S. 1093–1094; MCAFEE/MCMILLAN (1987), S. 705; MILGROM (1987), S. 265; MILGROM (1989), S. 4–5; RASMUSEN (1989), S. 246; KRÄKEL (1992), S. 11, 64; FELDMAN/MEHRA (1993), S. 490–491; CRAMTON (1995), S. 281.Google Scholar
  82. 103.
    Vgl. KRÄKEL (1992), S. 67.Google Scholar
  83. 104.
    Vgl. ausführlicher dazu MCAFEE/MCMILLAN (1987), S. 705; KRÄKEL (1992), S. 11, 64; FELDMAN/MEHRA (1993), S. 490.Google Scholar
  84. 105.
    Vgl. PAUK (1994), S. 111.Google Scholar
  85. 106.
    Hier wird von sämtlichen Produktions- und Marktwirkungen abstrahiert. Vgl. ausführlich dazu KRÄKEL (1992), S. 64.Google Scholar
  86. 107.
    Vgl. KRÄKEL (1992), S. 64.Google Scholar
  87. 108.
    Vgl. KRÄKEL(1992), S. 11–12, 64–65; Pauk (1994), S. 112.Google Scholar
  88. 109.
    Vgl. MILGROM/WEBER (1982), S. 1095.Google Scholar
  89. 110.
    Vgl. MILGROM/WEBER (1982), S. 1095–1100; MILGROM (1985), S. 266, 274; MIL-GROM (1987), S. 17; MCAFEE/MCMILLAN (1987), S. 705–706; MILGROM (1989), S. 13–14; RASMUSEN (1989), S. 246; KRÄKEL (1992), S. 12, 95; FELDMAN/MEHRA (1993), S. 491. MILGROM/WEBER verwenden für den Umstand, daß Bieterwertschätzungen in einem gewissen Ausmaß voneinander abhängen, den Ausdruck ‘affiliation’.Google Scholar
  90. 111.
    So könnten beispielsweise die Bieter auf einer Kunst- und Antiquitätenauktion Einzelhändler sein, die zum einen zwar über Informationen hinsichtlich des “wahren” Marktwertes des betreffenden Versteigerungsgutes verfügen. Zum anderen jedoch könnten diese Händler unterschiedliche Verkaufsfähigkeiten aufweisen, so daß der “wahre” Marktwert davon abhängt, welcher der Händler den Gegenstand ersteigert. Vgl. MCAFEE/MCMILLAN (1987), S. 705.Google Scholar
  91. 112.
    Vgl. KRÄKEL (1992), S. 96.Google Scholar
  92. 113.
    Vgl. KRÄKEL (1992), S. 12.Google Scholar
  93. 114.
    Vgl. zum Revenue-Equivalence Theorem MILGROM/WEBER (1982), S. 1092–1093; MIL-GROM (1985), S. 269; MCAFEE/MCMILLAN (1987), S. 706–710; MILGROM (1989), S. 10; RASMUSEN (1989), S. 250; KRÄKEL (1992), S. 31; FELDMAN/MEHRA (1993), S. 495; LAFFONT (1997), S. 16–17.Google Scholar
  94. 115.
    Eine Beschränkung der Argumentation auf diese beiden Auktionsformen reicht hier aus, da die Höchstpreisauktion und die Holländische Auktion auf der einen Seite sowie die Vickrey-Auktion und die Englische Auktion auf der anderen Seite in dieser Modellkonstruktion strategisch äquivalent sind. Vgl. KRÄKELl (1992), S. 18–20.Google Scholar
  95. 116.
    Vgl. BECKMANN/KRÄKEL/SCHAUENBERG (1997), S. 44.Google Scholar
  96. 117.
    Vgl. dazu MILGROM/WEBER (1982), S. 1093, 1096–1097; MILGROM (1985), S. 272–274; MCAFEE/MCMILLAN (1987), S. 718–719, 726; RASMUSEN (1989), S. 251; KRÄKEL (1992), S. 34, 43. Es sei an dieser Stelle noch ergänzt, daß auch bei risikoaversen Bietern zum einen die Höchstpreisauktion und die Holländische Auktion sowie zum anderen die Vickrey-Auktion und die Englische Auktion strategisch äquivalent sind. Vgl. ausführlicher dazu KRÄKEL(1992), S. 18–20.Google Scholar
  97. 118.
    Das geschieht deshalb, weil ein risikoaverser Bieter das Risiko, die Auktion nicht zu gewinnen, so gering wie möglich halten wird. Mit zunehmender Risikoaversion werden daher die Gebote immer höher ausfallen und immer dichter an den individuellen Reservationswert heranreichen. Mit einem vergleichsweise hohen Gebot kann sich der risikoaverse Bieter also teilweise gegen das Risiko der Zuschlagsverweigerung versichern. Vgl. KRÄKEL (1992), S. 43–44.Google Scholar
  98. 119.
    Vgl. KRÄKEL (1992), S. 34.Google Scholar
  99. 120.
    Vgl. MCAFEE/MCMILLAN (1987), S. 714–715; KRÄKEL (1992), S. 53.Google Scholar
  100. 121.
    Vgl. MILGROM/WEBER (1982), S. 1095, 1105, 1109; MILGROM (1985), S. 276, 280; MCAFEE/MCMILLAN (1987), S. 722, 726; MILGROM (1987), S. 21–22; MILGROM (1989), S. 17; RASMUSEN (1989), S. 250; KRÄKEL (1992), S. 102–103; FELDMAN/MEHRA (1993), S. 496–497. Strenggenommen können zwischen den betrachteten Auktionsformen nur schwache Relationen angegeben werden, d. h. die Englische Auktion führt mindestens zum gleichen erwarteten Gewinn wie die Vickrey-Auktion, welche im Durchschnitt mindestens den gleichen Gewinn wie die Höchstpreisauktion bzw. die Holländische Auktion realisiert. Rasmusen ergänzt, daß diese Reihenfolge nur bei mehr als 3 Bietern gilt.Google Scholar
  101. 122.
    Vgl. zum Verkettungsprinzip MILGROM/WEBER (1982), S. 1110–1111; MILGROM (1985), S. 278; MILGROM (1987), S. 20–22.Google Scholar
  102. 123.
    Anders formuliert könnte man auch argumentieren, daß der erwartete Kaufpreis in einer Höchstpreisauktion geringer ausfällt als in einer Vickrey-Auktion, weil die Bieter in der Höchstpreisauktion dazu tendieren werden, vorsichtiger zu bieten und daher Offerten unterhalb ihrer privaten Schätzungen abgeben. Diese vorsichtige Gebotsabgabe resultiert daraus, daß die Bieter hier außer ihren jeweiligen privaten Wertschätzungen keinerlei Zusatzinformationen, z. B. über die Schätzungen der Konkurrenten, haben. In der Vickrey-Auktion können die Kaufinteressenten aggressiver bieten, weil sie die Sicherheit haben, keinen allzu großen Nachteil zu erzielen, wenn die Gebote der Konkurrenten niedriger ausfallen. Sie haben die Information, daß lediglich ein Kaufpreis in Höhe des zweithöchsten Gebots zu entrichten ist. Vgl. FELDMAN/MEHRA (1993), S. 497.Google Scholar
  103. 124.
    Vgl. zu dieser gesamten Argumentationsweise MILGROM/WEBER (1982), S. 1095, 1110–1111; MILGROM (1987), S. 22; KRÄKEL (1992), S. 102–103; FELDMAN/MEHRA (1993), S. 497.Google Scholar
  104. 125.
    Vgl. MILGROM/WEBER (1982), S. 1097, 1116–1117; KRÄKEL (1992), S. 103. Auch hier wäre die Angabe einer schwachen Relation exakt.Google Scholar
  105. 126.
    Vgl. MILGROM/WEBER (1982), S. 1097, 1114.Google Scholar
  106. 127.
    Vgl. MILGROM/WEBER (1982), S. 1095, 1117; MILGROM (1987), S. 23–24. Vgl. hierzu auch die Ausführungen in Abschnitt 6.5.Google Scholar
  107. 128.
    Vgl. MILGROM/WEBER (1982), S. 1095–1096; KRÄKEL (1992), S. 103–104.Google Scholar
  108. 129.
    Vgl. MILGROM/WEBER (1982), S. 1111; Engelbrecht-Wiggans (1987), S. 764; MCAFEE/MCMILLAN (1987), S. 729; MILGROM (1987), S. 5, 22; MILGROM (1989), S. 16.Google Scholar
  109. 130.
    Vgl. MILGROM/WEBER (1982), S. 1102–1103, 1105–1106, 1109–1112, 1115–1117. Vgl. auch ASHENFELTER (1989), S. 33; RASMUSEN (1989), S. 255.Google Scholar
  110. 131.
    Vgl. MILGROM (1985), S. 278; KRÄKEL (1992), S. 104.Google Scholar
  111. 132.
    Vgl. KRÄKEL (1992), S. 104.Google Scholar
  112. 133.
    Vgl. MILGROM/WEBER (1982), S. 1109–1111; MILGROM (1985), S. 278–280; MILGROM (1987), S. 4–5; KRÄKEL (1992), S. 104.Google Scholar
  113. 134.
    Vgl. MILGROM/WEBER (1982), S. 1116–1117; KRÄKEL (1992), S. 104–105.Google Scholar
  114. 135.
    Vgl. zu einem Überblick und einigen Anwendungen u. a. CAPEN/CLAPP/CAMP-BELL (1971); BAZERMAN/SAMUELSON (1983a); BAZERMAN/SAMUELSON (1983b); KAGEL/LEVIN (1986); MCAFEE/MCMILLAN (1987), S. 720–723, 729–730; THALER (1988); MILGROM (1989), S. 5–6, 20–21; LIND/PLOTT (1991); KRÄKEL (1992), S. 82–95; REINHART (1992), S. 404–406; FELDMAN/MEHRA (1993), S. 494–495; MCMILLAN (1994), S. 151–152; WOLF (1994), S. 101; CRAMTON (1995), S. 279–284; KRÄKEL (1996); LAFFONT (1997), S. 5–6.Google Scholar
  115. 136.
    Vgl. THALER (1988), S. 192; KRÄKEL (1996), S. 462.Google Scholar
  116. 137.
    Vgl. MILGROM (1981), S. 390; KRÄKEL (1992), S. 85–87.Google Scholar
  117. 138.
    Vgl. BAZERMAN/SAMUELSON (1983a), S. 621; THIEL (1988), S. 885.Google Scholar
  118. 139.
    Vgl. KRÄKEL (1992), S. 89.Google Scholar
  119. 140.
    Vgl. MEAD (1967), S. 211–212; THALER (1988), S. 192.Google Scholar
  120. 141.
    Vgl. dazu u. a. MCAFEE/MCMILLAN (1987), S. 721; KRÄKEL (1992), S. 87–88; MCMIL-LAN (1994), S. 152; CRAMTON (1995), S. 281.Google Scholar
  121. 142.
    Vgl. CAPEN/CLAPP/CAMPBELL (1971), S. 644; KRÄKEL (1992), S. 87–88.Google Scholar
  122. 143.
    Vgl. zu den folgenden Äußerungen auch KRÄKEL (1992), S. 88–89, 94–95.Google Scholar
  123. 144.
    Vgl. dazu die Ausführungen in den Abschnitten 6.4 sowie 6.6.2.1.Google Scholar
  124. 145.
    Vgl. MILGROM (1985), S. 279; FELDMAN/MEHRA (1993), S. 498; MCMILLAN (1994), S. 152.Google Scholar
  125. 146.
    Da das MILGROM-WEBER-MODELL das Common value-Modell als Spezialfall enthält, können Winner’s curse-Effekte auch in diesem allgemeineren Modellrahmen auftreten. Vgl. MILGROM (1985), S. 274.Google Scholar
  126. 147.
    Vgl. CRAMTON (1995), S. 281.Google Scholar
  127. 148.
    Vgl. beispielsweise MILLER (1972), S. 338–346; Robinson (1985); FEHL/GÜTH (1987); GRAHAM/MARSHAL (1987); MCAFEE/MCMILLAN (1987), S. 724–725; MILGROM (1987), S. 26–27; HENDRICKS/PORTER (1989); WOLFSTETTER (1991), S. 17–18; MCAFEE/MCMILLAN (1992); KRÄKEL (1992), S. 149–171; FELDMAN/MEHRA (1993), S. 500–501; KRÄKEL (1993); GÜTH (1995), S. 16–22.Google Scholar
  128. 149.
    Die offensichtliche Relevanz von Preisabsprachen zwischen Bietern auf einigen Auktionen verdeutlicht die folgende Aussage: “So prevalent are rings, in fact, that a retired auctioneer once noted that in 40 years of auctioneering, he had yet to attend an auction at which a ring was not present.” GRAHAM/MARSHALL (1987), S. 1221.Google Scholar
  129. 150.
    Preisvereinbarungen sind ein seit langem aus der Oligopoltheorie bekanntes Phänomen. Viele einschlägige Studien behandeln Situationen, in denen Oligopolisten als Warenanbieter untereinander Angebotspreise absprechen, um gegenüber den Konsumenten ein höheres Preisniveau für das produzierte Gut durchzusetzen und so gemeinsam Profite zu maximieren. Vgl. zu einem Überblick STIGLER (1964).Google Scholar
  130. 151.
    Vgl. hierzu auch CRAMTON (1995), S. 330.Google Scholar
  131. 152.
    Vgl. GRAHAM/MARSHALL/RICHARD (1990a), S. 495.Google Scholar
  132. 153.
    Kartellabsprachen können weiterhin verschleiert werden, indem einzelne Ringmitglieder zu Beginn der Ausbietung, d. h. bei einer noch relativ geringen Gebotshöhe, noch gegeneinander konkurrieren. Vgl. GRAHAM/MARSHALL (1987), S. 1220. Die nicht ausgewählten Kartellmitglieder steigen dann allerdings recht schnell aus dem Preisbildungsprozeß aus, um den Zuschlagspreis nicht unnötig in die Höhe zu treiben.Google Scholar
  133. 154.
    Vgl. DURACH (1960), S. 171; CASSADY (1967), S. 180–182; LOCHER (1970), S. 231; BAUMEISTER (1975), S. 289–290; GRAHAM/MARSHALL (1987), S. 1219, 1220–1221, 1222–1226; MCAFEE/MCMILLAN (1987), S. 725; GRAHAM/MARSHALL/RICHARD (1990a), S. 493–495, 499–501; MAILATH/ZEMSKY (1991), S. 468; MCAFEE/MCMILLAN (1992), S. 587; FELDMAN/MEHRA (1993), S. 500; BALDWIN/MARSHALL/RICHARD (1997), S. 662. Das Ringmitglied, das den Gegenstand schließlich ersteigert, hat also zum einen seinen Kaufpreisanteil aus der eigentlichen Auktion und zusätzlich den kartellinternen Kaufpreis gezahlt. Der kartellinterne Kaufpreis wird unter den verbleibenden Ringmitgliedern (nicht unbedingt zu gleichen Teilen) aufgeteilt, so daß von diesen jeder einen Gewinn in Höhe seines Anteils am kartellinternen Kaufpreis abzüglich seines Anteils am Kaufpreis aus der eigentlichen Versteigerung erzielt. Werden vom Kartell während der eigentlichen Auktion mehrere Gegenstände bzw. Lose gleichartiger Güter ersteigert, so werden die betreffenden Objekte häufig auch einfach unter den Ringmitgliedern aufgeteilt.Google Scholar
  134. 155.
    Vgl. MILLER (1972), S. 345; COATE (1985), S. 905; UNGERN-STERNBERG (1988); HENDRICKS/PORTER (1989), S. 5–7; KRÄKEL (1993), S. 284–285; GÜTH (1995), S. 19. Dieses Verfahren ist gerade auch bei öffentlichen Ausschreibungen unter den beteiligten Bieter-firmen sehr gebräuchlich. Vgl. zur Kartellbildung bei öffentlichen Ausschreibungen FINSINGER (1984); KRÄKEL (1992), S. 149–171; KRÄKEL (1993).Google Scholar
  135. 156.
    Vgl. CASSADY (1967), S. 180; BAUMEISTER (1975), S. 288, 290.Google Scholar
  136. 157.
    Vgl. BAUMEISTER (1975), S. 288, 290.Google Scholar
  137. 158.
    Vgl. COATE (1985), S. 897. Vgl. hierzu auch STIGLER (1964), S. 46.Google Scholar
  138. 159.
    Der Begriff Defektion ist in der nichtkooperativen Spieltheorie eine geläufige Bezeichnung für Nicht-Kooperation. Vgl. SCHAUENBERG (1991), S. 334.Google Scholar
  139. 160.
    Dies ist das Ergebnis des sogenannten Gefangenendilemmas. Vgl. hierzu beispielsweise SCHAUENBERG (1991), S. 333–334; HOLLER/ILLING (1993), S. 1–9; SCHAUENBERG (1995), S. 522–523.Google Scholar
  140. 161.
    Vgl. zur Problematik von Kooperation bei endlichen und unendlichen Zeithorizonten SCHAUENBERG (1991); LOHMANN (1998), insbesondere S. 64–67.Google Scholar
  141. 162.
    Vgl. zu sequenziellen Auktionen bzw. Ausschreibungen und Kartellabsprachen als wiederholte Spiele auch MCAFEE/MCMILLAN (1987), S. 724; KRÄKEL (1992), S. 166–171; KRÄKEL (1993), S. 292–298.Google Scholar
  142. 163.
    Vgl. zu dem Vorschlag, defektierende Mitglieder zu sanktionieren, indem sie für eine bestimmte Zeit von der Kooperationsmöglichkeit ausgeschlossen werden, HIRSHLEIFER/RAS-MUSEN (1989); MILGROM/North/Weingast (1990). Vgl. außerdem zu Verbannungsstrategien GREIF (1993).Google Scholar
  143. 164.
    Als Kartell- oder Kollusionsgewinn kann diejenige Preisdifferenz definiert werden, die zwischen dem Zuschlagspreis bei einem existierenden Bieterwettbewerb und dem durch die Bieterabsprache verringerten Zuschlagspreis besteht (sofern das Kartell den Gegenstand ersteigert). Ein Kartellmitglied, das ein Abweichen von den getroffenen Vereinbarungen in Betracht zieht, muß demnach abschätzen, ob die kurzfristigen Gewinne durch Defektion den Verlust der diskontierten, zukünftig zu erreichenden Kollusionsgewinne rechtfertigen, wobei zusätzlich die Auswirkungen möglicher Bestrafungsaktionen der übrigen Ringmitglieder zu berücksichtigen sind. Vgl. HENDRICKS/PORTER (1989), S. 9.Google Scholar
  144. 165.
    Die Implementierung von Sanktionsmaßnahmen in Form eines Ausschlusses des defektie-renden Kartellmitglieds ist allerdings nicht ganz unproblematisch. Zwar entgehen dem ausgeschlossenen Mitglied auf diese Weise zukünftige Anteile am Kartellgewinn, jedoch schädigen sich die übrigen Mitglieder durch den Ausschluß auch selbst, da sie die Sanktionskosten zu tragen haben. Das ehemalige Mitglied kann nämlich in zukünftigen Auktionen als Konkurrent des Kartells auftreten. Außerdem sinkt durch den Ausschluß der erreichbare Kollusionsgewinn für die verbleibenden Mitglieder. Vgl. zu dem Aspekt der Sanktionskosten für die kooperierenden Mitglieder z. B. HIRSHLEIFER/RASMUSEN (1989), S. 89.Google Scholar
  145. 166.
    Zum Begriff der internen Stabilität von Bieterkartellen vgl. FEHL/GÜTH (1987), S. 303 sowie KRÄKEL (1993), S. 285.Google Scholar
  146. 167.
    Endspieleffekte sind ein empirisch zu beobachtendes Phänomen, das im Kontext von endlich wiederholten Spielen relevant wird. Spieltheoretisch kann man nämlich mit dem Argument der Rückwärtsinduktion zeigen, daß die Akteure in wiederholten Gefangenendilemma-Situationen mit endlichem Zeithorizont zu keinem Zeitpunkt freiwillig kooperieren werden. Diese Überlegung widerspricht allerdings empirischen Beobachtungen. Demnach ist auch in endlich wiederholten Spielen wegen entsprechender Anreize bzw. drohender Sanktionen Kooperation unter den Akteuren erreichbar. Diese bricht allerdings gegen Ende der geplanten Interaktionsdauer ab und die Akteure defektieren. Anreize und Sanktionsmöglichkeiten verlieren ihre Wirkung. Die Verweigerung der Kooperation am Ende des Zeithorizonts wird als Endspieleffekt bezeichnet. Vgl. hierzu SCHAUENBERG (1991), S. 343.Google Scholar
  147. 168.
    Einschränkend bleibt anzumerken, daß im Fall eines kleinen Stammkundenkreises ein Bieterkartell für den Auktionator möglicherweise aber auch besonders auffällig ist.Google Scholar
  148. 169.
    Zur genauen Begriffsbestimmung vgl. WIEDERUM FEHL/GÜTH (1987), S. 303, 309 sowie KRÄKEL (1993), S. 285.Google Scholar
  149. 170.
    Vgl. Robinson (1985); MILGROM (1987), S. 27; MILGROM (1989), S. 18; FELDMAN/MEHRA (1993), S. 500.Google Scholar
  150. 171.
    Vgl. FELDMAN/MEHRA (1993), S. 501.Google Scholar
  151. 172.
    Vgl. MILGROM (1987), S. 27; MILGROM (1989), S. 18; FELDMAN/MEHRA (1993), S. 500–501.Google Scholar
  152. 173.
    Vgl. UNGERN-STERNBERG (1988), S. 354; GÜTH (1995), S. 16–18.Google Scholar
  153. 174.
    Vgl. UNGERN-STERNBERG (1988), S. 354; GÜTH (1995), S. 17.Google Scholar
  154. 175.
    Vgl. FELDMAN/MEHRA (1993), S. 501.Google Scholar
  155. 176.
    Vgl. FELDMAN/MEHRA (1993), S. 501.Google Scholar

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