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Größen und Strukturen multinationaler Intrabankennetzwerke

  • Roland Bosch

Zusammenfassung

Die Anzahl der Auslandsstützpunkte, das Geschäftsvolumen und die Länderabdeckung wurden in Abschnitt 4.4 als Größenindikatoren für die Netzwerke von MNB genannt. Die empirisch beobachteten Ausprägungen der Merkmale werden für die ausgewählten Banken im folgenden dargestellt, in diesem Abschnitt auf Gesamtbankebene und in den folgenden Abschnitten disagreggiert auf Geschäftsfeldebene.1

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Referenzen

  1. 1.
    Wie in Abschnitt 4.4.5 ausgeführt, müssen die Geschäftsfelder Retail-Geschäft und Wholesale-Ge-schäft zur Geschäftsart Commercial Banking und die Geschäftsfelder Standard-Vermögens Verwaltung, Private Banking sowie Institutionelle Vermögensverwaltung zur Geschäftsart Trust Banking zusammen-gefaßt werden, weil die Geschäftsvolumina nicht disagreggiert auf die Geschäftsfelder zur Verfügung stehen.Google Scholar
  2. 2.
    Die Angaben ergeben sich ebenso wie die folgenden aus Auswertungen der SPG-Datenbank.Google Scholar
  3. 3.
    Als „Gesamtvolumen“ wird die Summe der Volumina der ausgewählten Banken (math) bezeichnet. Für „xx“ werden die Abkürzungen EG (Emissionsgeschäft), BG (Beratungsgeschäft), HG (Handelsgeschäft), TB (Trust Banking) und CB (Commercial Banking) verwendet.Google Scholar
  4. 4.
    Vgl. hierzu auch Smith und Walter, 1999.Google Scholar
  5. 5.
    Vgl. Hill et al., 1995, S. 210.Google Scholar
  6. 6.
    Vgl. von Baratta, 1998, S. 27–46.Google Scholar
  7. 7.
    Vgl. Hill et al., 1995, S. 210.Google Scholar
  8. 8.
    Wie Hill et al. feststellen, ist die Unkorreliertheit beider Merkmale durchaus typisch für Dienstleistungsbranchen. Eine ausgeprägte Korrelation wird nur in der Wirtschaftsprüfung beobachtet. Vgl. Hill et al., 1995, S. 210.Google Scholar
  9. 9.
    Vgl. Backhaus et al, 1993, S. XVI.Google Scholar
  10. 10.
    Backhaus et al., 1993, S. XX.Google Scholar
  11. 11.
    Zu Merkmalsskalierungen vgl. z.B. Backhaus et al., 1993, S. XIII-XV.Google Scholar
  12. 12.
    Vgl. Backhaus et al., 1993, S. 281.Google Scholar
  13. 13.
    Vgl. Backhaus et al., 1993, S. 284.Google Scholar
  14. 14.
    Späth, 1980, S. 75.Google Scholar
  15. 15.
    Konkret handelte es sich dabei um die hierarchischen Verfahren „Ward“, „Centroid“ und „Median“ sowie das partitionierende Verfahren „K-Mean“. Als Distanzmaß wurde jeweils die L 2-Norm gewählt.Google Scholar
  16. 16.
    Zum Ellenbogen- und weiteren Abbruchkriterien vgl. Backhaus et al., 1993, S. 307–309.Google Scholar
  17. 17.
    Die Nummern beziehen sich auf die Gruppen in Abbildung 6.1.Google Scholar
  18. 18.
    Vgl. Hill et al., 1995, S. 75; Bumbacher, 1994, S. 93.Google Scholar
  19. 19.
    Daneben wurden der Anteil der Auslandsaktiva an der Bilanzsumme und Indizien über die ausländische Kundschaft der Banken herangezogen. Vgl. Bumbacher, 1994, S. 92, Fn. 264.Google Scholar
  20. 20.
    Das Centroid-Verfahren bezog Barclays Bank nicht in diese Gruppe ein.Google Scholar
  21. 21.
    Es könnte argumentiert werden, daß diese Aussage eine logische Folge der Konstruktion der Untersuchung ist. Im Commercial Banking und im Emissionsgeschäft basiert die Studie nämlich auf den internationalen Volumensgrößen „Auslandsaktiva“ und „Emissionsvolumen internationaler Aktien und Anleihen“ (vgl. Abschnitt 4.4.4) und nicht auf weltweit aggregierten Gesamtvolumensgrößen. In der Auswahl sind daher Banken nicht berücksichtigt, die in den beiden Geschäftsfeldern/-arten über ein so hohes nationales Geschäftsvolumen verfügen, daß es dem Geschäftsvolumen der ausgewählten Banken entspricht. Es ist allerdings nicht zu erwarten, daß solche Institute existieren. Erstens sind die nationalen Märkte volumensbezogen deutlich kleiner als die internationalen Märkte und zweitens basiert die Auswahl in den nicht erwähnten Geschäftsfeldern auf weltweit aggregierten Gesamtvolumina und umfaßt daher alle existierenden Institute.Google Scholar
  22. 22.
    Innerhalb der Spitzengruppe liegt Merrill Lynch deutlich hinter Morgan Stanley Dean Witter und Goldman Sachs.Google Scholar
  23. 23.
    Singapur, Hong Kong, Thailand, Luxemburg, Südafrika und Malaysia.Google Scholar
  24. 24.
    Russische Föderation, Indonesien, Schweden und Österreich.Google Scholar
  25. 25.
    Es sei an dieser Stelle an die Problematik der „Volumensmessung“ im Handelsgeschäft erinnert. Vgl. Abschnitt 4.4.4.3.Google Scholar
  26. 26.
    Vgl. Dobson, 1998a, S. 69.Google Scholar
  27. 27.
    Dies ergibt sich implizit aus den Ausführungen in den Geschäftsberichten der Banken und der Intersec-Studie. Dort wird angegeben, daß alle drei Banken ihre Anlagevolumina komplett in Japan verwalten. Vgl. Sirius, 1998. Im Commercial Banking verfügen die drei Banken über eine höhere Länderabdeckung als im Trust Banking.Google Scholar
  28. 28.
    o.V., 1998c. Der Begriff „global consumer bank“ wird identisch zu dem in dieser Arbeit verwendeten Begriff MNW im Retail-Geschäft verwandt.Google Scholar
  29. 29.
    Vgl. zur Präsenz von Banken im europäischen Retail-Geschäft Burchard und Gernandt, 1999.Google Scholar
  30. 30.
    o.V., 1998c.Google Scholar
  31. 31.
    Die Deutsche Bank und die Société Générale sind in der Aufzählung über die bedeutendsten Banken im Transaktionsgeschäft nicht enthalten. Moir weist jedoch auf die starke Stellung und Ambitionen der Deutschen Bank im Depotgeschäft hin: „Only a handful of international banks are in a position to safeguard investment assets on a truly global scale. Indeed, only two — Citibank and Deutsche Bank -appear to want to do so“ (Moir, 1997, S. III).Google Scholar
  32. 32.
    Vgl. zu den Datenfeldern der SPG-Datenbank Abschnitt 5.3.Google Scholar
  33. 33.
    Zu den rechtlichen Ebenen eines MNW vgl. Abschnitt 4.5.2.Google Scholar
  34. 34.
    Auf Ebene 1 gab es per definitionem keinen Auslandsstützpunkt.Google Scholar
  35. 35.
    Dazu gehörten sechs Institute, nämlich ABN Amro, Bankers Trust, Barclays Bank, Credit Suisse, ING Group und Compagnie Financière de Paribas.Google Scholar
  36. 36.
    Einen groben Vergleich gibt Wieland, 1995, S. 100–101.Google Scholar
  37. 37.
    Im Rahmen eines gemeinsam von der OECD und dem Berkeley Roundtable on the International Economy (BRIE) durchgeführten Projekts wurden u.a. die Netzwerke der Commerzbank (Wieland), Bank of America (Bar), Barclays Bank (Davies) und der Banque Nationale de Paris (Coriat) als Fallstudien untersucht (in Klammern die Namen der zuständigen Mitarbeiter des Projektteams). Der Abschlußbe-richt enthält zu den internationalen Netzwerkstrukturen der einzelnen Banken jedoch wenig detaillierte Informationen (vgl. OECD/BRIE, 1989a,b,c). Ein Detailbericht liegt in publizierter Form bisher nur über die Commerzbank vor (Pfeiffer und Wieland, 1990). Neben der OECD/BRIE-Untersuchung werden internationale Telefon- und Datenleitungsnetzwerke von Großbanken in der Arbeit von Chorafas&Steinmann thematisiert (Chorafas und Steinmann, 1988). Die Autoren gehen insbesondere auf die Netzwerke der Union Bank of Switzerland und der Bank of America ein, allerdings enthält die Arbeit keine detaillierteren Angaben zur Struktur des internationalen Telefon- und Datenleitungsnetzwerkes. Erwähnung finden in der Literatur ferner die Netzwerke von Morgan Guaranty (MARS), Citibank (Marty), Chemical Bank (Chemlink, Banklink) oder Manufacturers Hanover Trust Company (Geonet), allerdings ohne näher diskutiert zu werden. Vgl. Wieland, 1995, S. 92.Google Scholar
  38. 38.
    Vgl. Pfeiffer und Wieland, 1990, S. 103; Wieland, 1995, S. 100–101.Google Scholar
  39. 39.
    Pfeiffer und Wieland, 1990, S. 103. Die dortige Beschreibung des Netzwerkes der Commerzbank basiert allerdings auf dem Stand von 1987.Google Scholar
  40. 40.
    Vgl. zu dieser Generalisierung Wieland, 1995, S. 101.Google Scholar
  41. 41.
    Potentielle Netzwerkvorteile werden ausführlich im nächsten Kapitel diskutiert. Viele davon hängen von intensiven Verbindungen zwischen den Stützpunkten ab.Google Scholar
  42. 42.
    Vgl. Pfeiffer und Wieland, 1990, S. 101–102.Google Scholar
  43. 43.
    Vgl. Pfeiffer und Wieland, 1990, S. 108. Für eine graphische Darstellung des Commerzbank-Netzwerkes vgl. Pfeiffer und Wieland, 1990, S. 113–114.Google Scholar
  44. 44.
    Vgl. Abschnitt 4.5.3.Google Scholar
  45. 45.
    Vgl. Abschnitt 4.5.3.Google Scholar
  46. 46.
    Von der Gesamtkonzernliquidität wird hier die Liquidität in speziellen Währungen unterschieden. Auch für MNB mit sehr gutem Rating kann es vorkommen, daß sie von Liquiditätsengpässen in speziellen Währungen betroffen sind. Dies wird im Rahmen der Finanznetzwerke genauer diskutiert.Google Scholar
  47. 47.
    Vgl. Anhang 1. Frage 3.3.Google Scholar
  48. 48.
    Vgl. Anhang 1. Frage 3.4.Google Scholar
  49. 49.
    Unter der Profitabilität wird hier die Differenz von Erlösen und Kosten verstanden.Google Scholar
  50. 50.
    Diese Antwort gaben neun Banken. Bei zwei Banken waren die Daten halbjährlich, bei zwei quartalsweise, bei einer Bank monatlich und bei zwei Banken täglich verfügbar. Das Ergebnis deckt sich mit Beschreibungen in der Literatur. Kuenzer beschreibt das Kundeninformationssystem der Swiss Bank Corporation: „Kunden- und Konteninformationen sind beim Bankverein in einer zentralen Datenbank abgelegt und jederzeit via Bildschirm abrufbar.... Durch die Echtzeitverarbeitung sind die Daten laufend aktualisiert. Diese umfassenden Informationen mit On-line-Zugriff sind in der Schweiz für die in der Schweiz getätigten Geschäfte der Kunden verfügbar. Die im Ausland bestehenden entsprechenden Datenbanken sind hingegen bis heute aus der Schweiz noch nicht direkt ansprechbar, sodass hier der grenzüberschreitende Informationsaustausch noch auf konventionellem Weg erfolgt“ (Künzer, 1994, S. 109–110). Neben den elektronischen Kundeninformationssystemen gibt es manuell geführte Kundendossiers, in denen „relevante Informationen im Zusammenhang mit den weltweiten Kunden-Gesamtbeziehungen gesammelt werden“ (Künzer, 1994, S. 110).Google Scholar
  51. 51.
    Bei zwei Banken täglich, bei sechs Banken monatlich, bei einer Bank quartalsweise und bei einer Bank halbjährlich.Google Scholar
  52. 52.
    Vgl. Anhang 1. Frage 3.8.Google Scholar
  53. 53.
    Künzer, 1994, S. 128–129.Google Scholar
  54. 54.
    Vgl. Anhang 1. Frage 3.5.Google Scholar
  55. 55.
    13 Banken gaben an, 100–500 Kunden global zu betreuen. Eine Bank betreut weniger als 100 Kunden global, 5 Banken mehr als 500. Vgl. Anhang 1. Frage 3.6.Google Scholar
  56. 56.
    Vgl. Anhang 1. Frage 3.7.Google Scholar
  57. 57.
    Dies ist gerade dann wichtig, wenn es sich um nicht explizites Know-how handelt. Vgl. zum Begriff „Know-how“ Abschnitt 7.2.3.2.Google Scholar
  58. 58.
    Vgl. Anhang. Frage 3.11.Google Scholar
  59. 59.
    Vgl. Bank für internationalen Zahlungsausgleich, 1983, S. 21. Glüder bezeichnet dies als „Intra-Bankenhandel“. Vgl. Glüder, 1988, S. 86–88.Google Scholar
  60. 60.
    Vgl. Bank für internationalen Zahlungsausgleich, 1983, S. 18.Google Scholar
  61. 61.
    Vgl. Federal Reserve Bulletin, Board of Governers of the Federal Reserve System, Januar 1979, zitiert nach Khoury, 1980, S. 81.Google Scholar
  62. 62.
    Neben Filialen und Tochtergesellschaften wird die „agency“ in Tabelle 6.8 als Rechtsform ausländischer Stützpunkte unterschieden. Vgl. zu dieser Rechtsform Fn. 115 in Kapitel 2.Google Scholar
  63. 63.
    Khoury weist darauf hin, daß der Mittelfluß stark von der Geldpolitik und den Kapitalverkehrskon-trollen der USA beeinflußt wird. In den 50er und 60er Jahren flossen die Mittel aus den USA ins Ausland (Khoury, 1980, S. 63).Google Scholar
  64. 64.
    Das Verhältnis von Verbindlichkeiten zu Forderungen der Auslandsstützpunkte gegenüber den Stammhäusern ist für Tochtergesellschaften mit 7,1 deutlich höher als für Agencies mit 1,9 und Filialen mit 3,8 (berechnet aus den Daten in Khoury, 1980, S. 96–107). Offensichtlich interpretiert auch Khoury die Verbindlichkeiten der Tochtergesellschaften gegenüber den Stammhäusern v.a. als langfristige Kapitalbeteiligungen. Er gibt nämlich als durchschnittliche Kapitalisierung einer Tochtergesellschaft fünf Mio. US-$ an (Khoury, 1980, S. 104), was sich ergibt, wenn man die gesamten Verbindlichkeiten der Tochtergesellschaften gegenüber den Stammhäusern in Höhe von 191 Mio. US-$ (Khoury, 1980, S. 107) durch 39, die Anzahl an Tochtergesellschaften, dividiert (Khoury, 1980, S. 91).Google Scholar
  65. 65.
    Vgl. Studie der Boston Consulting Group. Zitiert in Graham, 1999.Google Scholar
  66. 66.
    Schätzungen gehen davon aus, daß weltweit sieben Billionen US-$ an ausländischen Wertpapieren verwaltet werden. Vgl. Lewis, 1997.Google Scholar
  67. 67.
    In diesem Fall sind finanzielle Verbindungen aus dem Kundengeschäft nicht von jenen aus Eigengeschäften zu trennen. Die Refinanzierung kann einerseits als Bilanzsteuerung und damit als Eigengeschäft betrachtet werden, andererseits ergibt sie sich eindeutig als Folge des Kundengeschäfts und könnte somit auch diesem zugerechnet werden. Derartige Zusammenhänge sind aus dem verfügbaren Zahlenmaterial allerdings nicht ersichtlich. Refinanzierungstransaktionen sind daher in den oben diskutierten Eigengeschäften enthalten.Google Scholar
  68. 68.
    Vgl. Bartlett, 1981, S. 101.Google Scholar
  69. 69.
    Letzlich geht es dabei um die Reduzierung der gesamten Steuerlast der MNB. Daneben tritt als Motiv die Umgehung von Regulierungen, wie im Fall der deutschen Banken, die Kredite in Luxemburg verbuchten, um Mindestreservevorschriften zu umgehen. Vgl. zu dieser Praxis Storck, 1995, S. 62.Google Scholar
  70. 70.
    Vgl. für die folgenden Ausführungen Bartlett, 1981, S. 104.Google Scholar
  71. 71.
    Dieses Vorgehen ist nur dann illegal, wenn die Preise von den Marktpreisen abweichen, was im Citibank-Rechtsstreit der Fall war. Es soll jedoch darauf hingewiesen werden, daß die Citibank diesbezüglich keinen Einzelfall darstellt. Vgl. Bartlett, 1981, S. 106.Google Scholar

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2000

Authors and Affiliations

  • Roland Bosch

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